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Analyse des Medien- und Kulturwandels an der Schwelle zur Moderne am Beispiel der Zeitschrift aus systemtheoretischer Sicht

Titre: Analyse des Medien- und Kulturwandels an der Schwelle zur Moderne am Beispiel der Zeitschrift aus systemtheoretischer Sicht

Dossier / Travail , 2011 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Oto Morár (Auteur)

Médias / Communication - Histoire des médias
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Der Zusammenhang zwischen Kultur- und Mediengeschichte ist unstrittig. Neuere medientheoretische Ansätze gehen davon aus, dass gesellschaftliche Wirklichkeiten durch Medien konstituiert werden. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Sichtweise hat der Soziologe Niklas Luhmann geliefert. In seiner Systemtheorie stellt er die Verbindung zwischen Kommunikation und Gesellschaft als ein zirkuläres Verhältnis in laufender Evolution her. Er unterscheidet drei Phasen der kommunikativen und gesellschaftlichen Evolution, wobei der Phasenübergang zwischen den Gesellschaftsformen durch eine Änderung in der Kommunikation begleitet wird. Der zeitlich jüngste Übergang führte zu einer funktionalen Differenzierung der Gesell-schaft mit autonomen Teilsystemen wie Politik, Recht, Wirtschaft, Kunst oder Wissenschaft. Seiner Meinung nach geht die Ausbildung der Massenmedien, welche selbst als eigenständiges Funktionssystem der modernen Gesellschaft zu betrachten sind, mit dieser Ausdifferenzierung einher.
In dem Zeitraum um 1800 entfalten neue literarische Gattungen ihre Form. Sowohl die Blüte der Briefkultur, als auch die Verbreitung des Romans kann in das 18. Jahrhundert verortet werden. Auf der anderen Seite entwickeln im Bereich der publizistischen Printmedien neben der Zeitung auch das Intelligenzblatt und die Zeitschrift ihre Wirkungen, die im gesellschaftlichen Alltag direkt spürbar werden. Das aufgeklärte, moderne Individuum beginnt durch die Printmedien die Welt aus einer neuen Perspektive zu erfahren.
Diese Harbeit behandelt die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen Medien- und Kulturwandel am Beispiel der Zeitschrift systemtheoretisch begründet werden kann und wie sich dieser darstellt. Für die Beantwortung der Frage soll die gesellschaftliche Prägekraft der Zeitschrift aufgezeigt werden. Im Zentrum der Argumentation wird die Wirkung des Mediums Zeitschrift auf den Strukturwandel der Gesellschaft stehen. Die medientheoretischen und sozialhistorischen Zusammenhänge werden anhand ausgewählter systemtheoretischer Aspekte untersucht. Herangezogen werden dazu drei im 18. Jahrhundert sich entwickelnde Phänomene der modernen Gesellschaft. Betrachtet werden erstens die Beziehung zwischen den Differenzierungsprozessen gesellschaftlicher Teilsysteme und der Ausdifferenzierung von Medien, insbesondere in der Form von Zeitschriftentypologien, zweitens die „Beobachter-Haltung“ der Moderne und drittens die Entstehung einer medialen Öffentlichkeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SYSTEMTHEORETISCHER KONTEXT

2.1 Kommunikation und Massenmedien

2.2 Ausdifferenzierung, Beobachtung und Öffentlichkeit

3 MEDIEN- UND KULTURWANDEL ZUR MODERNE

3.1 Medienwandel: Entwicklung der Zeitschrift

3.2 Kulturwandel: gesellschaftliche Auswirkungen aus systemtheoretischer Sicht

3.2.1 Ausdifferenzierung

3.2.2 Beobachtung der Moderne

3.2.3 Öffentlichkeit

4 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Systemtheorie von Niklas Luhmann, inwiefern ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen Medien- und Kulturwandel an der Schwelle zur Moderne besteht. Dabei dient die Zeitschrift als zentrales Analyseobjekt, um aufzuzeigen, wie Medien gesellschaftliche Wirklichkeiten konstituieren und den Strukturwandel der Gesellschaft im 18. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst haben.

  • Systemtheoretische Grundlagen der Kommunikation und Massenmedien nach Luhmann
  • Entwicklung und Ausdifferenzierung der Zeitschriftentypologien im 18. Jahrhundert
  • Die "Beobachter-Haltung" der Moderne als zentrales Charakteristikum
  • Entstehung und Institutionalisierung einer bürgerlichen Öffentlichkeit
  • Wechselwirkung zwischen Medienrevolution und Kulturwandel

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Ausdifferenzierung

Für die Analyse des Phänomens Ausdifferenzierung werden zunächst die Systeme Gesellschaft und Literatur sowie die Rahmenbedingungen der Ausdifferenzierung des Journalismus betrachtet, um sie dann der Binnendifferenzierung des Printmediums Zeitschrift gegenüber zu stellen.

Einen generalisierenden Ansatz verfolgt Oliver Jahraus, indem er versucht, die Gesellschaft als Sozialsystem mit der Literatur als Symbolsystem in Beziehung zu bringen. Über die vier Merkmale „Modernität“, „Bürgerlichkeit“, „Handlung“ und „Wissen“ stellt er die Verbindungen zwischen den beiden Systemen her. Relevant für die Argumentation sind insbesondere die beiden ersten Merkmale. Jahraus geht davon aus,

„daß sich im 18. Jahrhundert nicht nur die Gesellschaftstypik auf die moderne Ausdifferenzierung umstellt, sondern daß in demselben Vollzug auch eine neue Literatur entsteht und sich durchsetzt, die ich [Jahraus] entgegen dem Begriff der literarischen Moderne im 19. Jahrhundert schon als modern bezeichnen will.“

Dabei sieht er einen Gleichlauf moderner Gesellschaft und moderner Literatur. Einerseits ist moderne Literatur ein Mediensystem, andererseits ist Literatur ein modernes Mediensystem. Siegfried Schmidt wiederum betrachtet das Sozialsystem Literatur aus der Perspektive der Selbstorganisation und stellt die These auf:

„Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstehen in Europa spontan Literatursysteme vom Typ selbstorganisierender sozialer Systeme im Zuge des allmählichen Umbaus der europäischen Gesellschaften von stratifizierten zu funktional differenzierten Gesellschaften als Netzwerken von sozialen Systemen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den medientheoretischen Kontext ein und begründet die Wahl der Zeitschrift als ideales Analyseobjekt zur Untersuchung gesellschaftlicher Wirklichkeitskonstruktionen.

2 SYSTEMTHEORETISCHER KONTEXT: Dieses Kapitel skizziert die wesentlichen Begriffe von Luhmanns Systemtheorie, insbesondere Kommunikation, funktionale Ausdifferenzierung, Beobachtung und Öffentlichkeit.

3 MEDIEN- UND KULTURWANDEL ZUR MODERNE: Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Zeitschrift und setzt diese in Bezug zu den soziokulturellen Transformationsprozessen an der Schwelle zur Moderne.

3.1 Medienwandel: Entwicklung der Zeitschrift: Dieser Abschnitt behandelt die typologische Expansion und Diversifikation der Zeitschrift von ihren Vorläufern bis zum 19. Jahrhundert.

3.2 Kulturwandel: gesellschaftliche Auswirkungen aus systemtheoretischer Sicht: Dieser Teil untersucht die gesellschaftlichen Rückwirkungen des Mediums Zeitschrift anhand der drei Phänomene Ausdifferenzierung, Beobachtung und Öffentlichkeit.

3.2.1 Ausdifferenzierung: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Spezialisierung der Zeitschriftentypologie und der funktionalen Differenzierung der Gesellschaft analysiert.

3.2.2 Beobachtung der Moderne: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Rolle der Zeitschrift als Instrument der Selbstreflexion, der Literaturkritik und der Etablierung einer neuen Beobachter-Haltung.

3.2.3 Öffentlichkeit: Der Abschnitt diskutiert die Rolle der Zeitschrift bei der Herstellung einer thematisch gebundenen medialen Öffentlichkeit und die Entstehung der öffentlichen Meinung.

4 ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die These, dass die Zeitschrift sowohl Produkt als auch Triebkraft der gesellschaftlichen Modernisierung war.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Mediengeschichte, Zeitschrift, Kulturwandel, Aufklärung, Ausdifferenzierung, Beobachter-Haltung, Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, Kommunikation, Journalismus, Medienrevolution, Medienwandel, bürgerliche Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert aus systemtheoretischer Perspektive, wie das Medium Zeitschrift den Medien- und Kulturwandel an der Schwelle zur Moderne im 18. Jahrhundert mitgestaltet und widergespiegelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Ausdifferenzierung der Gesellschaft, die Entstehung einer spezifischen Beobachter-Haltung der Moderne sowie die Entwicklung einer bürgerlichen Öffentlichkeit durch Printmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den systemtheoretischen Nachweis zu führen, dass Medien gesellschaftliche Wirklichkeiten konstituieren und dass die Zeitschrift als zentrales Massenmedium des 18. Jahrhunderts ein wesentlicher Motor dieses Prozesses war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt als theoretische Grundlage die Systemtheorie nach Niklas Luhmann und wendet diese im Rahmen einer medienhistorischen Analyse auf die Entwicklung und Wirkung der Zeitschrift an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine Detailanalyse der Zeitschriftentypologie sowie eine Untersuchung der drei Phänomene Ausdifferenzierung, Beobachtung der Moderne und Entstehung der Öffentlichkeit im historischen Kontext.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Systemtheorie, Mediengeschichte, Zeitschrift, Aufklärung, Ausdifferenzierung und Öffentlichkeit beschreiben.

Welche Rolle spielt die "Beobachtung zweiter Ordnung" in der Argumentation?

Sie ist zentral, da die Zeitschrift als Medium der Selbstreflexion und Kritik es der Gesellschaft ermöglichte, ihre eigenen Prozesse (z.B. durch Rezensionen oder Leserinteraktion) zu beobachten und zu bewerten.

Warum wird gerade das 18. Jahrhundert als Schwerpunkt gewählt?

Das 18. Jahrhundert gilt als "Jahrhundert der Zeitschrift" und Sattelzeit, in der sich die moderne Ausdifferenzierung der Gesellschaft und die Etablierung der Massenmedien als eigenständiges Funktionssystem vollzogen haben.

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Résumé des informations

Titre
Analyse des Medien- und Kulturwandels an der Schwelle zur Moderne am Beispiel der Zeitschrift aus systemtheoretischer Sicht
Université
University of Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Oto Morár (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
26
N° de catalogue
V178726
ISBN (ebook)
9783656009443
ISBN (Livre)
9783656010852
Langue
allemand
mots-clé
Niklas Luhmann Medien Zeitschrift Mediengeschichte Systemtheorie Europäische Moderne Kulturwandel Kommunikation Massenmedien Ausdifferenzierung Beobachtung Beobachtung der Moderne Öffentlichkeit Gesellschaft 1800 Beobachter-Haltung Kritik Kritiker differenzierte Gesellschaft Reflexion Rezension 18. Jahrhundert
Sécurité des produits
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Citation du texte
Oto Morár (Auteur), 2011, Analyse des Medien- und Kulturwandels an der Schwelle zur Moderne am Beispiel der Zeitschrift aus systemtheoretischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178726
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Extrait de  26  pages
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