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"Das Lebensbuch" - wie lässt sich diese Methode mit Kindern aus belastenden Lebensverhältnissen anwenden?

Biografiearbeit mit Kindern

Título: "Das Lebensbuch" - wie lässt sich diese Methode mit Kindern aus belastenden Lebensverhältnissen anwenden?

Trabajo Escrito , 2011 , 18 Páginas , Calificación: 13

Autor:in: Daniela Kesting (Autor)

Didáctica - Didáctica general, objetivos de la educación, métodos
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1. Einleitung
Verschiedenste Internetplattformen- und foren bringen es zum Vorschein. Der Mensch scheint ein sehr großes Interesse daran zu haben, sich in Zeiten des modernen Kommunikationswesens, fast zwanghaft, öffentlich darstellen zu müssen, und so viel wie möglich über sich preis zu geben. So ist z.B. mancher Gast einschlägiger Talkshows des privaten Fernsehens darin bestrebt, seine ureigene Lebensgeschichte in allen Einzelheiten darzulegen.
Mit „Biografie“ werden oftmals literarische Werke verbunden, je nachdem mit mehr oder weniger Anspruch. Mittlerweile scheint jeder, der etwas auf sich hält, oder einigermaßen bekannt ist in der Öffentlichkeit, seine eigene Biografie veröffentlichen zu müssen. Was aber, wenn die eigene Biografie zur Belastung wird oder nur lückenhaft vorhanden ist? Wie kann man sie bearbeiten und sie als solche akzeptieren?
Diese Arbeit soll diese Fragen näher betrachten und erläutern. Dabei wird der Fokus auf Kinder gelegt. Insbesondere jene, die in belastenden Verhältnissen aufwachsen, oder ihre Herkunftsfamilien nie kennengelernt haben. Speziell die Methode des „Lebensbuches“ soll näher untersucht werden. Inwieweit lässt sich die Methode des Lebensbuches in der sozialen Arbeit mit Kindern anwenden?
Dabei soll zunächst die Biografiearbeit allgemein vorgestellt werden, insbesondere für welche Zielgruppen diese geeignet ist und welche Methoden eingesetzt werden. Außerdem werden theoretische Grundlagen zum Thema dieser Arbeit angeführt, sowie ein Einblick in den Bereich der Forschung. Im Hauptteil wird anhand der Darstellung eines Fallbeispiels ein Einblick in die praktische Verwendung des Lebensbuches gewährt. Anhand der Analyse und dem Gesamtfazit wird im Schlussteil dieser Arbeit, Bezug genommen zur gestellten Frage dieser Arbeit, um diese hinreichend zu beantworten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Biografiearbeit

2.1 Biografieforschung

2.2 Biografiearbeit

2.2.1 Funktion des biografischen Gedächtnis

2.3 Zielgruppen, Methoden und Möglichkeiten von Biografiearbeit

2.3.1 Das narrative Interview

2.3.2 Biografiearbeit und Medien

2.3.3 Musik als Methode in der Biografiearbeit

3. Biografiearbeit mit Kindern

3.1 Die autobiografische Kompetenz von Kindern

3.2 Voraussetzung für Biografiearbeit mit Kindern

3.3 Das Lebensbuch – eine Methode in der Biografiearbeit mit Kindern

3.4 Fallbeispiel Thomas

4. Analyse des Fallbeispiels und des Lebensbuches als Methode

5. Gesamtfazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Methode des „Lebensbuches“ im Kontext der sozialen Arbeit mit Kindern, die in belastenden Lebensverhältnissen aufwachsen oder ihre Herkunftsfamilien nicht kennen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Methode zur Identitätsbildung und zur Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen beitragen kann.

  • Grundlagen der Biografieforschung und Biografiearbeit
  • Methodische Ansätze in der Arbeit mit Kindern
  • Die Funktion und Anwendung des Lebensbuches
  • Analyse praktischer Fallbeispiele (Thomas)
  • Voraussetzungen für eine gelingende Biografiearbeit

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel Thomas

„Thomas war 13 Jahre alt, als er von Maria, einer ledigen Frau Ende vierzig und ihrer verwitweten Mutter aufgenommen wurde. Es war seine neunte Fremdplatzierung, und er kam direkt von seinem dritten abgebrochenen Pflegeelternaufenthalt zu ihnen. Thomas` Eltern trennten sich, bevor er geboren wurde. Seine Mutter hatte bereits ein Kind und keinen Kontakt zu ihrer Familie, sie war ohne Hilfe und Unterstützung. In der Annahme, er würde adoptiert, ließ sie Thomas im Krankenhaus, in dem er geboren wurde. Thomas wurde bei älteren Pflegeeltern untergebracht und lebte acht Jahre bei ihnen, bis er herausgenommen wurde, weil er sich weigerte, in die Schule zugehen. Es folgt ein Bericht darüber, wie wir durch ein Lebensbuch die Vergangenheit von Thomas entwirrten und begreifen konnten.

Thomas schrieb sein Lebensbuch: ‚Meine erste Pflegemutter, von der ich dachte, sie sei meine richtige Mutter, verwöhnte mich. Sie ließ mich alles machen. Oft knoteten wir Bettlaken zusammen und spielten damit Tarzan. Der Sozialarbeiter brachte mich in die Ferien, weil ich ihn fragte, ob er das tun würde. Er brachte mich in ein Kinderheim. Ich war verwirrt, als ich herausfand, dass ich nicht zurück zu meiner Pflegemutter ging.‘

Thomas Lebensbuch zu machen war sehr schwierig, weil wir nur Fotos seines ersten Aufenthaltes bei Pflegeeltern hatten und nur ein Foto, das in einem Kinderheim aufgenommen wurde, als er zehn Jahre alt war. Über seine leiblichen Eltern war sehr wenig bekannt. Es gab nur eine Möglichkeit: das Gebiet an der Südküste besuchen, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und bei drei Pflegeeltern und in fünf Kinderheimen lebte. Das taten wir, Maria, Thomas und ich, sein Sozialarbeiter, und fingen mit dem Krankenhaus, in dem er geboren wurde, an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Biografie für den Menschen ein und stellt die Forschungsfrage zur Anwendung des Lebensbuches in der sozialen Arbeit mit Kindern vor.

2. Theoretische Grundlagen der Biografiearbeit: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln der Biografieforschung und definiert die Biografiearbeit als kreatives Instrument zur Identitätsstiftung.

2.1 Biografieforschung: Hier werden die historischen Anfänge und die methodischen Herausforderungen der qualitativen Biografieforschung beleuchtet.

2.2 Biografiearbeit: Dieses Kapitel beschreibt den Wert der Biografiearbeit für das Individuum, um Sinnzusammenhänge in der Lebensgeschichte zu entdecken.

2.2.1 Funktion des biografischen Gedächtnis: Es wird die Bedeutung des Gedächtnisses für die Identitätsfindung und die Konstruktion der eigenen Wirklichkeit analysiert.

2.3 Zielgruppen, Methoden und Möglichkeiten von Biografiearbeit: Ein Überblick über Methoden wie das narrative Interview und den Einsatz von Medien und Musik in der Biografiearbeit.

2.3.1 Das narrative Interview: Erläuterung der Technik des narrativen Interviews zur Förderung von Erinnerungsprozessen.

2.3.2 Biografiearbeit und Medien: Dieses Kapitel thematisiert, wie Medien als „Türöffner“ für den Zugang zur eigenen Biografie dienen können.

2.3.3 Musik als Methode in der Biografiearbeit: Beschreibung von Musik als emotionales Hilfsmittel, besonders wenn Worte nicht ausreichen.

3. Biografiearbeit mit Kindern: Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Bedarfe von Kindern in der Biografiearbeit, insbesondere bei Fremdunterbringung.

3.1 Die autobiografische Kompetenz von Kindern: Analyse der kognitiven Voraussetzungen und der Schwierigkeit von Kindern, differenzierte Erinnerungen zu bilden.

3.2 Voraussetzung für Biografiearbeit mit Kindern: Darstellung der ethischen Rahmenbedingungen und notwendigen Beziehungsarbeit zwischen Kind und Pädagoge.

3.3 Das Lebensbuch – eine Methode in der Biografiearbeit mit Kindern: Vorstellung des Lebensbuches als zentrales Instrument zur Visualisierung der Herkunft und Lebensstationen.

3.4 Fallbeispiel Thomas: Konkrete Anwendung der Lebensbuch-Methode an einem Praxisbeispiel eines 13-jährigen Jungen.

4. Analyse des Fallbeispiels und des Lebensbuches als Methode: Kritische Reflexion der Wirksamkeit der Methode und der notwendigen Begleitung durch Fachkräfte.

5. Gesamtfazit: Zusammenfassende Bewertung der Biografiearbeit als lohnendes, aber sorgsam einzusetzendes pädagogisches Instrument.

Schlüsselwörter

Biografiearbeit, Lebensbuch, Identitätsentwicklung, Biografieforschung, Fremdunterbringung, Kindheit, Erinnerung, Soziale Arbeit, Fallbeispiel, Identität, Autobiografie, Biografie, Traumaverarbeitung, Pädagogische Handlung, Lebensgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Biografiearbeit für Kinder und fokussiert dabei besonders auf die Methode des „Lebensbuches“ als Instrument zur Identitätsstärkung.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Zu den Schwerpunkten gehören die theoretische Einordnung der Biografieforschung, methodische Ansätze wie das narrative Interview oder der Medieneinsatz sowie die praktischen Voraussetzungen für die Arbeit mit Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, wie die Methode des Lebensbuches in der sozialen Arbeit mit Kindern aus belastenden Lebensverhältnissen angewendet werden kann, um ihnen Sicherheit und ein Verständnis für ihre eigene Geschichte zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer Ansätze und verbindet diese mit der Auswertung eines konkreten Fallbeispiels.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung der Biografiearbeit mit Kindern, den kognitiven Kompetenzen der Kinder sowie der detaillierten Beschreibung der Lebensbuch-Methode und ihrer Anwendung am Fall von Thomas.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Biografiearbeit, Lebensbuch, Identitätsentwicklung, Fremdunterbringung und Soziale Arbeit geprägt.

Welche Rolle spielt die „autobiografische Kompetenz“ bei Kindern?

Die Autorin betont, dass jüngere Kinder Schwierigkeiten haben, eine strukturierte Historie abzurufen, da ihr Gedächtnis oft von gegenwärtigen Gefühlen und bruchstückhaften Erinnerungen geprägt ist, was spezielle pädagogische Unterstützung erfordert.

Warum ist beim Lebensbuch die Zusammenarbeit mit der aktuellen Familie so wichtig?

Das Fallbeispiel Thomas zeigt, dass die Einbeziehung der neuen Bezugspersonen essentiell ist, um Vertrauen zu schaffen und dem Kind zu zeigen, dass die Vergangenheit zwar aufgearbeitet wird, aber die Gegenwart Sicherheit und Zukunftsperspektiven bietet.

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Detalles

Título
"Das Lebensbuch" - wie lässt sich diese Methode mit Kindern aus belastenden Lebensverhältnissen anwenden?
Subtítulo
Biografiearbeit mit Kindern
Universidad
University of Marburg
Calificación
13
Autor
Daniela Kesting (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
18
No. de catálogo
V179057
ISBN (Ebook)
9783656013471
ISBN (Libro)
9783656013594
Idioma
Alemán
Etiqueta
Biografiearbeit Lebensbuch Kinder
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Kesting (Autor), 2011, "Das Lebensbuch" - wie lässt sich diese Methode mit Kindern aus belastenden Lebensverhältnissen anwenden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179057
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