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Götterdämmerung - Das Ende des Mithraskultes und die Christianisierung des Römischen Reiches

Título: Götterdämmerung - Das Ende des Mithraskultes und die Christianisierung des Römischen Reiches

Trabajo , 2006 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M. A. Daniel Funke (Autor)

Arqueología
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Während zum Ursprung und zeitlichen Beginn der Mithrasverehrung im Römischen Reich verschiedene sich ausschließende Theorien diskutiert werden, so ist das Ende des Kultes unbestritten verbunden mit dem Prozeß der Christianisierung des Reiches in der Spätantike. Im Zuge dieses Prozeßes verlor sowohl die traditionelle graeco-romanische Staatsreligion und der Kaiserkult nach augusteischer Ausprägung, als auch die römischen Mysterienkulte, die noch im 3. Jh n. Chr. eine Blütezeit erfuhren, an Legitimation
und wurden schließlich aufgegeben. Im Rahmen dieses religionspolitischen Wandels soll in dieser Seminararbeit der Niedergang des Mithraskultes im 4. n. Chr. im Mittelpunkt stehen.
Die Schärfe der Auseinandersetzung zwischen Urchristentum und Mithraskult resultiert aus den nicht unerheblichen Schnittmengen beider Religionsgemeinschaften und ihrer Lehren. So bot der Mithraskult, gleichsam dem Christentum - aber im Gegensatz zur tradierten, offiziellen Staatsreligion - eine Erklärung für Wesen und Schicksal der Seele des Einzelnen. Auch war dem Mithraskult und Christentum gemein, daß sie einen nicht unerheblichen Anteil ihrer Anhängerschaft aus Mitgliedern sozial niederer Schichten gewannen. Trotz der genannten Gemeinsamkeiten, die sich weiter fortsetzen ließen, zeigt sich in dieser Arbeit - die methodisch interdisziplinär zwischen Geschichtswissenschaft und Archäologie angesiedelt ist -, dass der Niedergang des Mithraskultes letztlich eingebunden ist in den allgemeineren Prozeß der Aufgabe der heidnischen Religion im Zuge der Christianisierung des Römischen Reichs. Die materiellen Spuren dieses Wandels sind vor allem Befunde von Zerstörungen, die sich zwar allgemein gegen alle Motive altrömischer Religion richteten, aber, wie sich zeigen läßt, nicht undifferenziert, also nicht im gleichen Maße.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Religionspolitik der Kaiser im 4. Jh. n. Chr.

2.1 Konstantinische Wende:

Von Konstantin I. bis Constantius II. 306-361 n. Chr.

2.2 Heidnischer Reaktion:

Julian II. 361 n. Chr. - 363 n. Chr.

2.3 Christliche Toleranz:

Jovian - Valens 363 n. Chr. - 378 n. Chr.

2.4 Kultverbot:

Theodosius I. 379 n. Chr. - 395 n. Chr.

3. Synkretismus:

Zu Kontinuität und Diskontinuität in der mithräischen Kultpraxis

4. Der Antagonismus zwischen Christentum und

paganer Religion am Beispiel des Mithraskultes

4.1 Die historischen Quellen des Antagonismus

4.1.1 Frühe christliche Standpunkte: Tertullian

4.1.2 Christliche Standpunkte im 4. Jh.: Hieronymos, Gregor von Nazianz

4.2 Die archäologischen Zeugnisse des Antagonismus im 4. Jh. n. Chr.

4.2.1 Numismatik

4.2.1.1 Ikonographie

4.2.1.2 Schlußmünzen in Mithräen

4.2.2 Epigraphik

4.2.3 Steinmonumente: Mithräen und Plastiken

4.2.3.1 Zerstörungen

4.2.3.2 Überbauungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Niedergang des Mithraskultes im 4. Jahrhundert n. Chr. im Kontext der Christianisierung des Römischen Reiches, wobei der Fokus auf dem Wechselverhältnis zwischen imperialer Religionspolitik, historischen Quellen und archäologischen Befunden liegt.

  • Religionspolitik der römischen Kaiser im 4. Jahrhundert
  • Phänomen des Synkretismus bei heidnischen Kulten
  • Historische christliche Polemik gegen den Mithraskult
  • Numismatische und epigraphische Zeugnisse der Auseinandersetzung
  • Archäologische Befunde zu Zerstörungen und Überbauungen von Mithräen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Während zum Ursprung und zeitlichen Beginn der Mithrasverehrung im Römischen Reich verschiedene sich ausschließende Theorien diskutiert werden, so ist das Ende des Kultes unbestritten verbunden mit dem Prozeß der Christianisierung des Reiches in der Spätantike. Im Zuge dieses Prozeßes verlor sowohl die traditionelle graeco-romanische Staatsreligion und der Kaiserkult nach augusteischer Ausprägung, als auch die römi schen Mysterienkulte, die noch im 3. Jh n. Chr. eine Blütezeit erfuhren, an Legitimation und wurden schließlich aufgegeben. Im Rahmen dieses religionspolitischen Wandels soll in dieser Seminararbeit der Niedergang des Mithraskultes im 4. n. Chr. im Mittel punkt stehen.

Dabei soll anhand des Niederganges des Mithraskultes zum einen der Frage nachgegangen werden, ob der Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion auf einen vitalen Gegner in Form der paganen Religion und ihrer Kulte stieß, oder ob hier nur einem ohnehin schon fortgeschrittenen Auflösungsprozeß Vorschub geleistet wurde. Zum anderen stellt sich die Frage, wie sich der historische Sieger dieser Auseinandersetzung, also das Christentum gegenüber dem Gegner, in diesem Falle dem mithräischen Kult, im Laufe dieses Prozeßes verhielt und wie sich dies in den historischen Quellen und schließlich in den materiellen Zeugnissen niederschlug.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Untergangs des Mithraskultes im 4. Jahrhundert ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Rolle des Christentums und der materiellen Hinterlassenschaften.

2. Die Religionspolitik der Kaiser im 4. Jh. n. Chr.: Dieses Kapitel analysiert die gesetzgeberischen Maßnahmen der Kaiser von Konstantin bis Theodosius I. und deren Auswirkungen auf die heidnischen Kulte.

3. Synkretismus: Hier wird der verstärkte Synkretismus unter der paganen Oberschicht beleuchtet, der als Versuch der Selbstbehauptung gegenüber dem aufstrebenden Christentum gedeutet wird.

4. Der Antagonismus zwischen Christentum und paganer Religion am Beispiel des Mithraskultes: Dieser Abschnitt untersucht sowohl die schriftlichen Quellen christlicher Autoren als auch archäologische Evidenzen wie Münzfunde und Zerstörungen von Mithräen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These eines gewaltsamen Endes durch christlich motivierte Zerstörungen am Ende des 4. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Mithraskult, Christentum, Spätantike, Religionspolitik, Synkretismus, Zerstörung, Mithräum, Epigraphik, Numismatik, heidnische Reaktion, Konstantin, Theodosius I., Kultverbot, archäologische Zeugnisse, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Untergang des Mithraskultes im 4. Jahrhundert n. Chr. und dessen enges Zusammenspiel mit der fortschreitenden Christianisierung des Römischen Reiches.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kaiserliche Religionspolitik, der heidnische Synkretismus, die christliche Polemik gegen Mysterienkulte sowie die archäologische Untersuchung von Zerstörungshorizonten in antiken Mithräen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob der Mithraskult als eigenständiger, vitaler Gegner des Christentums auftrat und wie sich die Auseinandersetzung in historischen und archäologischen Quellen widerspiegelt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine methodische Kombination aus der Analyse kaiserlicher Gesetzestexte, der Auswertung historischer christlicher Schriften sowie der archäologischen Interpretation von Fundbefunden (insb. Münzdatierungen und Zerstörungsspuren).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung, die synkretistischen Strömungen der Elite und eine detaillierte Auseinandersetzung mit numismatischen und epigraphischen Belegen für den Konflikt zwischen Heidentum und Christentum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Mithraskult, Christianisierung, Spätantike, Religionspolitik, Ikonoklasmus und Synkretismus.

Welche Rolle spielte der Kaiser Konstantin I. für den Mithraskult?

Konstantin I. förderte das Christentum, ließ aber anfangs noch heidnische Symbole (sol invictus) zu, wobei seine Politik primär auf Stabilität und nicht auf die systematische Vernichtung heidnischer Kulte ausgerichtet war.

Wie lassen sich archäologisch christlich motivierte Zerstörungen nachweisen?

Nachweise liefern insbesondere das Zurücklassen von Wertgegenständen wie Münzschätzen in Zerstörungsschichten sowie das Überdecken von Mithras-Kultmotiven durch christliche Symbole wie das Kreuz.

Welche Rolle spielt die stadtrömische Aristokratie in diesem Kontext?

Sie versuchte ab der Mitte des 4. Jahrhunderts, durch eine synkretistische Bündelung verschiedener Priesterämter einen Widerstand gegen die christliche Dominanz zu organisieren und den Mithraskult gezielt zu stützen.

Wann endete der Mithraskult endgültig?

Die letzten Kulthandlungen in Mithräen sind im ersten Drittel des 5. Jahrhunderts n. Chr. nachweisbar, wenngleich in isolierten Regionen einzelne pagane Kulte noch bis ins 6. oder 7. Jahrhundert fortbestanden.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Götterdämmerung - Das Ende des Mithraskultes und die Christianisierung des Römischen Reiches
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (WInckelmann-Institut )
Curso
HS Mysterienkulte in der römischen Kaiserzeit
Calificación
1,3
Autor
M. A. Daniel Funke (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
26
No. de catálogo
V179706
ISBN (Ebook)
9783656020998
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mysterien Kult Religion Antike Rom Römisches Reich Kaiserzeit Heiden Pagan Christus frühes Christentum Urchristen Verfolgung Zerstörung Ikonoklasmus Götter Mythos Christentum Religionskrieg Mithras Mithraskult Geschichte Archäologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M. A. Daniel Funke (Autor), 2006, Götterdämmerung - Das Ende des Mithraskultes und die Christianisierung des Römischen Reiches, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179706
Leer eBook
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