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Lassen sich aus den Folgen der Lehman Pleite Schlüsse für ein Handeln im Falle Griechenlands treffen

Titre: Lassen sich aus den Folgen der Lehman Pleite Schlüsse für ein Handeln im Falle Griechenlands treffen

Dossier / Travail , 2011 , 4 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Groß (Auteur)

Economie politique - Macroéconomie, en général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Text versucht Schlüsse aus den Folgen der Lehman Pleite auf ein Handeln in de Staatsschuldenkrise zu ziehen. Insbesondere die potentiellen Folgen einer Pleite Griechenlands auf weitere europäische Staaten werden hierbei ins Auge gefasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Lassen sich aus den Folgen der Lehman Pleite Schlüsse für ein Handeln im Falle Griechenlands treffen?

1.1 Systemische Vergleichbarkeit Lehman mit anderen Banken und Griechenland mit anderen Staaten und der daraus resultierende Vertrauensverlust

1.2 Verknüpfung, d.h. sowohl Interbankenverknüpfungen und Interstaatenverknüpfungen und allgemeine Auswirkungen auf die Staatshaushalte

2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob aus den Mechanismen und Folgen der Lehman-Brothers-Pleite Erkenntnisse für den Umgang mit der griechischen Staatsschuldenkrise abgeleitet werden können, um das Risiko eines vergleichbaren globalen Dominoeffekts zu bewerten.

  • Analyse systemischer Risiken bei Banken und Staaten
  • Untersuchung von Vertrauensverlusten im Interbanken- und Interstaatenhandel
  • Bewertung von Deleveraging-Prozessen und deren Dominoeffekten
  • Auswirkungen von Staatsanleihen-Abschreibungen auf nationale Haushalte

Auszug aus dem Buch

Systemische Vergleichbarkeit Lehman mit anderen Banken und Griechenland mit anderen Staaten und der daraus resultierende Vertrauensverlust

Sowohl Lehman als auch andere Banken hatten erheblich zu wenig Eigenkapital gegenüber den eingegangenen Risiken zurückgestellt. Dies führte nach dem Ausfall der Kredite dazu, dass Banken hohe Verluste in ihre Bücher aufnehmen mussten. Um die vorgeschriebene Eigenkapitaldeckung dennoch zu erreichen, kam es zum sog. deleveraging. Die Banken mussten ihre Papiere mit dem aktuellen Marktwert bewerten. Nach der Pleite von Lehman, war dieser bei null. Um nun die vorgeschriebene Eigenkapitaldeckung zu erreichen mussten die Banken eigene Kredite zurückfordern oder Wertpapiere verkaufen.

Dies war allerdings nur zum aktuellen Marktwert und gerade nicht zum Nennwert und somit nur unter erheblichen Verlusten möglich. Dies ließ die Wertpapierkurse weiter sinken und führte wiederum zu Abschreibungen und Verkäufen durch die Banken. Gerade durch die hohe Überschuldung wurde der Druck auf die Banken zum deleveraging enorm. Es entstand somit ein Dominoeffekt, der zum einen immer stärker wurde und zum anderen immer mehr Banken infizierte. Daneben war nicht sicher, wie viele dieser „toxischen Wertpapiere“ bei den einzelnen Banken vorhanden waren und wie groß somit das Risiko weiterer Kreditausfälle/-rückforderungen sowie weiterer Insolvenzen war.

Dies hatte zur Folge, dass sich die Banken gegenseitig misstrauten und sich keine weiteren Kredite gewährten. Durch diesen Vertrauensverlust, kam die Interbanken-Finanzierung beinahe vollständig zum Erliegen, sodass die Banken, um sich neues und weiteres Kapital zu verschaffen, wiederum auf das deleveraging zurückgreifen mussten. Folglich fielen die Kurse weiter. Dieser Prozess wurde erst durch gezielte staatliche Interventionen in Form von staatlichen Sicherheitsgarantien beruhigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lassen sich aus den Folgen der Lehman Pleite Schlüsse für ein Handeln im Falle Griechenlands treffen?: Die Einleitung stellt die Fragestellung auf, ob die Mechanismen der Finanzkrise 2008 auf die aktuelle Situation Griechenlands übertragbar sind.

1.1 Systemische Vergleichbarkeit Lehman mit anderen Banken und Griechenland mit anderen Staaten und der daraus resultierende Vertrauensverlust: Dieses Kapitel analysiert den Prozess des Deleveraging bei Banken und zieht Parallelen zur Überschuldung europäischer Staaten, die zu einer Kettenreaktion führen kann.

1.2 Verknüpfung, d.h. sowohl Interbankenverknüpfungen und Interstaatenverknüpfungen und allgemeine Auswirkungen auf die Staatshaushalte: Der Abschnitt erläutert die Risiken durch gegenseitige finanzielle Verflechtungen und die daraus resultierende Belastung für die Haushalte einzelner Staaten.

2. Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die identischen Charakteristika beider Krisen und warnt vor einem ähnlichen Dominoeffekt im Falle einer Insolvenz Griechenlands.

Schlüsselwörter

Staatsschuldenkrise, Lehman-Pleite, Griechenland, Dominoeffekt, Bankrott, Deleveraging, Eigenkapitaldeckung, Interbankenhandel, Staatsanleihen, Vertrauensverlust, Finanzkrise, EZB, EFSF, Zahlungsunfähigkeit, Spekulanten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ähnlichkeiten zwischen der Lehman-Brothers-Pleite von 2008 und der griechischen Staatsschuldenkrise, um Handlungsempfehlungen und Risiken für die Zukunft abzuleiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die systemische Vergleichbarkeit zwischen Banken und Staaten, die Rolle von Vertrauensverlusten auf Finanzmärkten und die Auswirkungen von massiven Wertpapier-Abschreibungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob aus den bekannten Folgen der Lehman-Pleite auf mögliche Konsequenzen eines Verhaltens gegenüber Griechenland geschlossen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der ökonomische Indikatoren und Krisenmechanismen der Lehman-Krise auf die aktuelle Situation der europäischen Staatsschulden übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den ökonomischen Prozessen wie dem Deleveraging, dem Interbanken-Vertrauensverlust und der spezifischen finanziellen Verflechtung der europäischen Staaten untereinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Staatsschuldenkrise, Dominoeffekt, Deleveraging, Interbankenhandel und Staatsanleihen geprägt.

Wie beeinflusst das Eigenkapital der Banken die Krisendynamik?

Geringe Eigenkapitalquoten zwingen Banken bei Verlusten zum sofortigen Verkauf von Wertpapieren zu schlechten Kursen, was einen Teufelskreis aus weiteren Abschreibungen und Kursverlusten auslöst.

Welche Rolle spielen dieRatingagenturen in diesem Szenario?

Negative Ratings verschlechtern die Bonität der Staaten, führen zu steigenden Zinsen und erschweren die notwendige Rekapitalisierung, was den Druck auf die Finanzmärkte weiter erhöht.

Warum ist die systemische Verknüpfung so gefährlich?

Die Verknüpfung sorgt dafür, dass Verluste durch ein einziges Ereignis – wie eine Staatspleite – sofort auf eine Vielzahl anderer Akteure, insbesondere Banken und andere Staaten, übertragen werden.

Was bedeutet der „Dominoeffekt“ im Kontext der Arbeit?

Der Dominoeffekt bezeichnet die Übertragung der Zahlungsunfähigkeit von einem Akteur auf den nächsten, da durch Misstrauen und Wertverluste eine Kettenreaktion der Instabilität ausgelöst wird.

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Résumé des informations

Titre
Lassen sich aus den Folgen der Lehman Pleite Schlüsse für ein Handeln im Falle Griechenlands treffen
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Chair of Financial Economics)
Cours
VWL für Juristen
Note
1,0
Auteur
Johannes Groß (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
4
N° de catalogue
V180283
ISBN (ebook)
9783656028406
ISBN (Livre)
9783656028567
Langue
allemand
mots-clé
Staatsschuldenkrise Lehman Brothers Finanzkrise
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Groß (Auteur), 2011, Lassen sich aus den Folgen der Lehman Pleite Schlüsse für ein Handeln im Falle Griechenlands treffen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180283
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