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Literaturbericht zu "Transitional Justice" - ein Vergleich

Titre: Literaturbericht zu "Transitional Justice" - ein Vergleich

Recension Littéraire , 2011 , 14 Pages

Autor:in: Jennifer Brandscheidt (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Das Konzept der Transitional Justice erfreut sich seit den 1990er Jahren einer großen Beliebtheit, wird es doch als eine Art Werkzeugkasten angesehen, mit dessen Hilfe der Übergang von einem gewaltsamen Konflikt oder diktatorischen Regime zu einer friedlichen, demokratischen Gesellschaft gestaltet werden kann. Sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der politischen Praxis beschäftigt sich eine Vielzahl von staatlichen sowie nichtstaatlichen Akteuren intensiv mit den Möglichkeiten, die ihnen dieses Konzept bietet – besonders die Entwicklungszusammenarbeit hat sich dem Thema angenommen. Ganze Forschungszentren wurden für diesen Bereich gegründet wie beispielsweise das International Center for Transitional Justice (ICTJ), das seit nunmehr 10 Jahren existiert. In Deutschland beschäftigt sich besonders das Zentrum für Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg mit Transitional Justice (fortan: TJ); insbesondere Susanne Buckley-Zistel publizierte zahlreiche Schriften, in denen sie sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzt. Aufgrund ihrer enormen Bedeutung für das deutsche Forschungsfeld und angesichts der Schwierigkeit, analytische Schriften zu diesem Thema zu finden, sollen hier zwei Texte von ihr kritisch analysiert werden . Der erste stammt aus dem Jahr 2008 und der zweite wurde 2011 zusammen mit Anke Oettler als Beitrag für einen von Buckley-Zistel herausgegebenen Sammelband veröffentlicht. Diese beiden Aufsätze werden im Folgenden separat analysiert. Dabei wird zunächst die These, d.h. die Zielsetzung sowie das Hauptargument des Textes herausgearbeitet. Danach wird die Struktur genauer betrachtet – wie gehen die Autorinnen bei der Bearbeitung der Fragestellung vor? Daraufhin wird Kritik an dem Text geübt – hierbei wird die Nachvollziehbarkeit von Argumentation und Logik diskutiert. In einem Fazit werden dann beide Publikationen gegenübergestellt und Ähnlichkeiten ebenso wie Unterschiede herausgearbeitet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Buckley-Zistel 2008: Transitional Justice als Weg zu Frieden und Sicherheit

2.1 These

2.2 Struktur

2.3 Kritik

3. Buckley-Zistel/Oettler 2011: Was bedeutet: Transitional Justice?

3.1 These

3.2 Struktur

3.3 Kritik

4. Fazit: Gegenüberstellung der Texte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, zwei zentrale Publikationen der Politikwissenschaftlerin Susanne Buckley-Zistel kritisch zu analysieren und deren Aussagen zu Transitional Justice (TJ) gegenüberzustellen. Dabei stehen die theoretische Fundierung, die praktische Anwendbarkeit der Konzepte sowie die kritische Reflexion des normativen Gehalts von TJ im Vordergrund.

  • Kritische Bestandsaufnahme des Transitional-Justice-Konzepts
  • Analyse der normativen Dimensionen von Gerechtigkeit, Wahrheit und Versöhnung
  • Untersuchung der strukturellen Wirkungsweisen von TJ-Instrumenten
  • Reflexion über westliche Prägungen und deren Anwendbarkeit in Nachkriegsgesellschaften

Auszug aus dem Buch

2.2 Struktur

Um ihre Frage zu beantworten und ihr Hauptargument zu überprüfen, widmet Buckley-Zistel anschließend an die Einleitung ein Kapitel der Definition und dem Ursprung des Konzeptes. Sie argumentiert, dass der Begriff TJ in den 1990ern erstmals verwendet wurde und sich dadurch auszeichne, dass er die Übergangsphase in Nachkriegsgesellschaften „eng mit dem Streben nach Gerechtigkeit verknüpft“ (Buckley-Zistel 2008, 6). Danach behauptet sie, TJ beruhe auf der Annahme, dass Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen aufgearbeitet werden müssen, damit eine Gesellschaft den Übergang zu Frieden und Sicherheit bewältigen kann; daher habe TJ mehrere Ziele, u.a.: die Wahrheit über Verbrechen aufdecken, die Würde der Opfer wiederherstellen, Aussöhnung, etc. (vgl. ebd.).

Es folgt ein historischer Überblick über die Entwicklung des Konzeptes, mit dem sie u.a. nachweist, dass die Ursprünge von TJ weiter zurück reichen als in die 1990er, denn schon das Militärtribunal von Nürnberg habe Ziele verfolgt, die mit heutigen TJ-Zielen gleichzusetzen seien. Aus dem historischen Überblick heraus zieht Buckley-Zistel den Schluss, dass TJ ein weiterentwickeltes Konstrukt ist, das sich aufgrund des globalen Trends zur Demokratisierung zu dem entwickelt hat, was wir heute unter TJ verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas Transitional Justice und beschreibt die Methodik der kritischen Analyse zweier ausgewählter Texte.

2. Buckley-Zistel 2008: Transitional Justice als Weg zu Frieden und Sicherheit: Dieses Kapitel analysiert das 2008 erschienene Paper hinsichtlich seiner Thesen zur Friedenssicherung sowie der strukturellen und normativen Einordnung von TJ.

2.1 These: Dieser Abschnitt expliziert die Kernhypothese, dass eine nachhaltige Friedenssicherung die Verbesserung der Identitätsbeziehungen zwischen Konfliktparteien erfordert.

2.2 Struktur: Hier wird der Aufbau des Textes detailliert nachgezeichnet, insbesondere der historische Überblick und die Einordnung von TJ-Instrumenten.

2.3 Kritik: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Argumentationslogik und den Schwächen der Studie, etwa der fehlenden klaren Arbeitsdefinition.

3. Buckley-Zistel/Oettler 2011: Was bedeutet: Transitional Justice?: Das Kapitel untersucht den kooperativ verfassten Aufsatz von 2011 und dessen weiterentwickelte Sichtweise auf den Begriff der Transition.

3.1 These: Dieser Teil beleuchtet die Zielsetzung der Autorinnen, die semantische und konzeptionelle Basis von TJ offenzulegen.

3.2 Struktur: Darstellung der Argumentationsstruktur des Textes, angefangen bei der deutschen Vergangenheitspolitik bis hin zu aktuellen genderspezifischen Ansätzen.

3.3 Kritik: Einschätzung der Stärken und Schwächen der Argumentation im 2011er Text, wobei die Kürze der Ausführungen zu einzelnen Aspekten bemängelt wird.

4. Fazit: Gegenüberstellung der Texte: Dieses Fazit vergleicht beide analysierten Arbeiten und arbeitet die Verfeinerung des Konzepts über den zeitlichen Verlauf hinweg heraus.

Schlüsselwörter

Transitional Justice, Friedenssicherung, Gerechtigkeit, Wahrheit, Versöhnung, Nachkriegsgesellschaften, Konfliktbearbeitung, Menschenrechtsverletzungen, Internationale Tribunale, Identitätspolitik, Politische Transformation, Vergangenheitsbewältigung, Normativität, Gewaltprävention, Feministische Kritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit stellt einen Literaturbericht dar, der zwei zentrale Texte der Politikwissenschaftlerin Susanne Buckley-Zistel zu Transitional Justice kritisch analysiert und gegenüberstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Konzepte von Gerechtigkeit, Wahrheit und Versöhnung im Kontext der Aufarbeitung von gewaltsamen Konflikten und Diktaturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Argumentation Buckley-Zistels zum Transitional-Justice-Konzept über den Zeitraum von 2008 bis 2011 nachzuvollziehen und kritisch auf ihre wissenschaftliche Konsistenz zu prüfen.

Welche methodische Vorgehensweise wird verwendet?

Die Autorin wendet eine textkritische Analyse an, bei der sie zunächst die Thesen und Strukturen der jeweiligen Texte herausarbeitet, um diese anschließend einer kritischen Würdigung zu unterziehen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Publikationen aus den Jahren 2008 und 2011, wobei besonders der Wandel in der begrifflichen Definition und der normative Gehalt der Analysen diskutiert werden.

Was zeichnet die Arbeit in Bezug auf ihre Schlüsselwörter aus?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Transitional Justice, Normativität und Konfliktbearbeitung charakterisiert, die den Fokus auf die politische und ethische Dimension der Aufarbeitung legen.

Warum wird im Text die Rolle der feministischen Kritik an Tribunale hervorgehoben?

Die feministische Kritik ist ein spezifischer Aspekt des 2011er Textes, der kritisiert, dass viele Formen von gender-basierter Gewalt, etwa gegen Homosexuelle oder HIV-Infizierte, in der gängigen TJ-Praxis bisher kaum Beachtung finden.

Welche Erkenntnis ziehen die Autorinnen aus der Debatte um "Stunde Null"?

Buckley-Zistel weist darauf hin, dass es für Nachkriegsgesellschaften keine "Stunde Null" gibt, da diese Gesellschaften immer die Spannungen beinhalten, die den Konflikt erst verursacht haben.

Wie unterscheidet sich der Text von 2011 von dem von 2008?

Der Text von 2011 zeigt eine differenziertere Sichtweise, indem er neben Gerechtigkeit und Wahrheit explizit Versöhnung als Eckpfeiler integriert und die Begriffsdiskussion sowie Gender-Aspekte stärker gewichtet.

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Résumé des informations

Titre
Literaturbericht zu "Transitional Justice" - ein Vergleich
Université
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Politikwissenschaft )
Auteur
Jennifer Brandscheidt (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
14
N° de catalogue
V180452
ISBN (ebook)
9783656032977
ISBN (Livre)
9783656032847
Langue
allemand
mots-clé
literaturbericht transitional justice vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Brandscheidt (Auteur), 2011, Literaturbericht zu "Transitional Justice" - ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180452
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Extrait de  14  pages
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