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Postdemokratische Symptome der politischen Elite in der Bundesrepublik Deutschland

Título: Postdemokratische Symptome der politischen Elite in der Bundesrepublik Deutschland

Trabajo Escrito , 2011 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Andreas Weiß (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Die Demokratie und ihre Verfahren kommen immer wieder in die Kritik. Sei es die einseitige Wirkung von massenmedialer Vermittlung politischen Geschehens, sei es der unterschiedlich hoch bewertete Einfluss von Wirtschaft auf Entscheidungsträger oder der irrationale Wähler selbst - Vereinzelt treten diese und andere Kritikpunkte immer wieder in die Diskussion um Demokratie und deren Funktionalität sowie Effizienz.
Colin Crouch diagnostizierte mit seinem Werk „Postdemokratie“ verschiedenartige Mängel der Demokratie. Die Bandbreite der Verfehlungen westlicher Systeme wurde dabei nahezu erschöpfend über das gesamte Arbeitsfeld der politischen Institutionen ausgeweitet und somit auch die politischen Parteien nicht verschont. Letzteren wirft Crouch im Rahmen des von ihm beschriebenen Prozesses Entwicklungen vor, die nicht im Interesse der Gesellschaft sein können. Es sind eben diese Entwicklungen, die ich in der folgenden Arbeit rekonstruieren möchte und schließlich mit der Zusammensetzung politischer Führungskräfte der Bundesrepublik Deutschland als Kontrastfolie auf ihre Plausibilität hin prüfen möchte. Im Zentrum dieser Erörterung steht wesentlich die Frage ob die Diagnosen von Colin Crouch auf die Bundesrepublik anwendbar sind. Im Rahmen dieser Ausarbeitung kann freilich keine umfangreiche Forschung betrieben werden. Dennoch möchte ich Argumente liefern die eine Beurteilung der Lage meinerseits ermöglichen.
Zunächst möchte ich die zentralen Thesen aus Crouchs Werk wiedergeben, um daraufhin speziell die auf die Lage der Parteien im Rahmen von „Postdemokratie“ einzugehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Colin Crouch – Postdemokratie

2.1 Zentrale Thesen

2.2 Die postdemokratische Entwicklung der Parteien

2.2.1 Die politische Elite im Umbau

2.2.2 Privatisierung

3 Transfer auf die politische Elite der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Zur Vergabe hoher politischer Ämter

3.1.1 Die Bedeutung von Ressourcen

3.1.2 Die Bedeutung von Motivationen

3.1.3. Übersicht und Übertragung

3.2 Tätigkeiten hochrangiger Politiker nach der Politik

3.3 Bewertung

4 Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert Colin Crouchs Thesen zur Postdemokratie und prüft deren Anwendbarkeit auf die politische Elite in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere hinsichtlich der Rekrutierung und beruflichen Mobilität zwischen Politik und Wirtschaft.

  • Postdemokratische Mängel westlicher Demokratien
  • Strukturelle Veränderungen politischer Parteien
  • Einfluss von Lobbyismus und globalen Unternehmen
  • Rekrutierungsmechanismen für hohe politische Ämter
  • Berufliche Wechsel nach dem Ausscheiden aus politischen Mandaten

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Vergabe hoher politischer Ämter

Zu dem Prozess, der aus einem Bürger ein hochrangiges Parteimitglied macht, existieren bereits Forschungsergebnisse. Kenneth Prewitt entwarf hierzu das Modell der chinesischen Schachteln. Diese stellen immer kleiner werdende, ineinander gestapelte Kästen dar mit der Besonderheit, dass man, um an den Kern zu kommen, jede äußere Schachtel für sich öffnen muss. Angewandt auf Parteien bedeutet dies das Durchlaufen von hierarchischen Positionen, wobei für das Passieren jeder Station gewisse Voraussetzungen an die Person gestellt werden.

Das Modell lässt sich analog zur Erwähnung der konzentrischen Kreise in „Postdemokratie“ verstehen, welche bereits in Kapitel 2.2.1. beschrieben wurden. Relevant wird in diesem Kontext nun, welche Faktoren ein Parteimitglied begünstigen, in Richtung elitärer Positionen fortzuschreiten. Diese individuellen, die politische Karriere bestimmenden Eigenschaften wurden innerhalb der Partizipationsforschung in den drei Dimensionen Ressourcen, Motivationen und Opportunität verortet. Eine Studie zur Vergabe lokaler politischer Ämter (Kreis- und Ortsvorstände) aus dem Jahr 1998 dokumentiert entlang dieser Dimensionen zwar nur die Zusammensetzung lokaler Führungskräfte, lässt sich aber auf Spitzenpositionen übertragen.

Dies ist möglich, da Trends identifiziert werden konnten, die sich hierarchisch gesehen nach oben gerichtet weiterführen lassen. Die Ergebnisse dieser Studie in den Dimensionen Ressource und Motivation werden in Hinsicht auf exklusive politische Arbeitsplätze wesentlich, während die Opportunitätskomponente mit fortschreitender Hierarchie und damit steigendem Organisationsgrad hinfällig wird und somit in den folgenden Ausführungen keine Erwähnung mehr findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die allgemeine Kritik an der Funktionalität und Effizienz moderner Demokratien und führt in die Fragestellung ein, ob Colin Crouchs Diagnose auf Deutschland übertragbar ist.

2 Colin Crouch – Postdemokratie: Dieses Kapitel erläutert die Kernaussagen von Colin Crouch, insbesondere das Modell der konzentrischen Kreise innerhalb der Parteien und deren postdemokratische Verformung durch Lobbyismus.

3 Transfer auf die politische Elite der Bundesrepublik Deutschland: Hier wird geprüft, inwiefern Crouchs Thesen auf die deutsche Parteienlandschaft zutreffen, wobei der Fokus auf Ämtervergabe und politischem Seitenwechsel liegt.

4 Zusammenfassung und Schluss: Das Fazit resümiert die Analyseergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass Crouchs Thesen im deutschen Kontext zumindest teilweise als vorläufig bestätigt gelten können.

Schlüsselwörter

Postdemokratie, politische Elite, Bundesrepublik Deutschland, Parteien, Lobbyismus, Machtdreieck, Rekrutierung, Seitenwechsel, Politische Theorie, Demokratie, Partizipation, Korruptionsprävention, Interessenvertretung, Führungskräfte, politische Ämter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit der postdemokratischen Thesen von Colin Crouch auf die politische Elite und das Parteiensystem in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die strukturelle Veränderung politischer Parteien, der Einfluss der Wirtschaft und von Lobbyisten sowie die Rekrutierung und der berufliche Werdegang hochrangiger Politiker.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, ob die von Colin Crouch diagnostizierten Mängel der Postdemokratie – wie die Machtkonzentration bei Eliten – auf die deutsche politische Praxis anwendbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Rekonstruktion von Crouchs Modell und einem anschließenden Transfer auf den deutschen Fall, unter Einbeziehung von Forschungsergebnissen zur Partizipations- und Elitenforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Vergabe hoher politischer Ämter, die Rolle von Ressourcen und Motivationen sowie die berufliche Mobilität hochrangiger Politiker zwischen Politik und Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Postdemokratie, politische Elite, Lobbyismus, Machtdreieck und parteiinterne Rekrutierung geprägt.

Welche Bedeutung haben die „konzentrischen Kreise“ in der Analyse?

Sie visualisieren die Zusammensetzung einer Partei und dienen als Grundlage, um zu verdeutlichen, wie durch Lobbyismus und Privatisierung die Parteiführung zunehmend mit externen wirtschaftlichen Akteuren verschmilzt.

Warum wird der „Seitenwechsel“ als kritisch bewertet?

Der Wechsel aus der Politik in die Privatwirtschaft, insbesondere in politiknahe Unternehmen, birgt Risiken der Korruption und beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit demokratischer Institutionen.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Anwendbarkeit von Crouchs Thesen in Deutschland?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Crouchs Thesen zumindest teilweise als vorläufig bestätigt gelten können, da Symptome einer postdemokratischen Entwicklung auch in Deutschland erkennbar sind.

Was wird als Lösung für die beschriebenen Probleme vorgeschlagen?

Die Arbeit diskutiert die Einführung von Sperrzeiten für hohe politische Ämter und fordert eine Abkehr vom grundlegenden Misstrauen in die politische Praxis.

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Detalles

Título
Postdemokratische Symptome der politischen Elite in der Bundesrepublik Deutschland
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,3
Autor
Andreas Weiß (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
14
No. de catálogo
V180500
ISBN (Ebook)
9783656033448
ISBN (Libro)
9783656033714
Idioma
Alemán
Etiqueta
postdemokratische symptome elite bundesrepublik deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Weiß (Autor), 2011, Postdemokratische Symptome der politischen Elite in der Bundesrepublik Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180500
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