Tiergestützte Pädagogik als Chance für verhaltensauffällige Kinder

Am besonderen Beispiel der Canepädagogik


Examensarbeit, 2009
60 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung
1.1 Persönliche Motivation
1.2 Aufbau der Arbeit

2. Verhaltensauffälligkeiten
2.1 Definition
2.1.1 Internalisierende Auffälligkeiten
2.1.2 Externalisierende Auffälligkeiten
2.1.3 Komplexe Auffälligkeiten
2.2 Entstehung und Verursachung von Verhaltensauffälligkeiten
2.2.1 Der biophysische Aspekt
2.2.2 Der psychologische Aspekt
2.2.3 Der soziologische Aspekt
2.2.4 Der pädagogische Aspekt
2.3 Folgen

3. Therapiemöglichkeiten
3.1 Definition
3.2 Herkömmliche Formen derTherapie bei Verhaltensauffälligkeiten
3.3 Tiergestützte Therapie
3.3.1 Tiergestützte Aktivitäten
3.3.2 Tiergestützte Therapie
3.3.3 Tiergestützte Pädagogik
3.3.4 Entstehungsgeschichte der Tiergestützten Therapie

4. Mensch und Tier
4.1 Mensch-Tier-Kommunikation
4.1.1 Biophilie
4.1.2 Du-Evidenz
4.1.3 Bindungstheorie
4.1.4 Spiegelneurone
4.1.5 Anthropomorphisierung
4.1.6 Die nonverbale Kommunikation
4.2 Mensch-Tier-Beziehung
4.3 Kind-Tier-Beziehung
4.4. Wirkung der Tiere auf den Menschen
4.4.1 Physische Wirkung
4.4.2 Emotionale Wirkung
4.4.3 Soziale Wirkung
4.4.4 Wirkung auf das Lernverhalten

5. Canepädagogik: Der Hund als Therapiebegleiter
5.1 Definition
5.2 Gründe für den Einsatz von Hunden
5.3 Zielsetzung
5.4 Inhalte
5.5 Erziehung mit dem Hund
5.6 Anforderungen an den Hund
5.7 Anforderungen an den Halter des Hundes
5.8 Schutz des Hundes
5.9 Hygiene

6. Praxisbeispiele
6.1 Wirkungsmechanismen Tiergestützter Pädagogik bei Verhaltensauffälligen - Ergebnisse einer explorativen Studie
6.2 Die xy Schule
6.3TGHP
6.4 Jugendhilfe
6.5 Fitting-Dahlmann

7. Einsatz von Hunden bei verhaltensauffälligen Kindern

8. Kritische Aspekte

9. Schlussbetrachtung

10. Bibliographie
10.1 Literatur
10.2 Elektronische Quellen

1.Einleitung

1.1 Persönliche Motivation

Die Motivation, meine Arbeit diesem Thema zu widmen, ist größtenteils auf eigene Erfahrungen mit Tieren zurückzuführen. Seit ich denken kann, gab es im Haus meiner Eltern stets Tiere (Kaninchen, Wellensittiche, Meerschweinchen, Katzen). Als ich vier Jahre alt war, bekamen wir einen Hund, der von da an mein ständiger Begleiter war. Er war nicht nur mein

Spielkamerad, sondern gleichermaßen mein Vertrauter und mein bester Freund. Oft kamen andere Kinder zu Besuch, die mit unseren Tieren spielen oder sie streicheln wollten.

Zu Beginn meines Studiums bin ich zu Hause ausgezogen und seit knapp drei Jahren leistet mir ein Kater in meiner Wohnung Gesellschaft, der während ich diese Arbeit schreibe, ständig über die Tastatur läuft, mich hin und wieder ablenkt, mir aber durch sein stetiges Schnurren auch etwas von dem Stress nimmt.

Da ich nach dem Abschluss meines Studiums als Lehrerin arbeiten werde, hat es mich interessiert, inwieweit Tiere auch in pädagogischen Bereichen wirken können. So bin ich auf die Tiergestützte Pädagogik gestoßen. Im Rahmen meiner Recherche stellte ich dann fest, dass viele der beschriebenen Wirkungen der Tiere auf den Menschen hilfreich bei Verhaltensauffälligkeiten wirken können. Daher ist es nun Ziel dieser Arbeit, zu untersuchen, inwieweit Tiere, insbesondere Hunde, einen positiven Einfluss auf Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten haben können.[1]

1.2 Aufbau der Arbeit

Zunächst soll der Begriff „Verhaltensauffälligkeit“, sowie deren Ursachen und Folgen geklärt werden. „Verhaltensauffälligkeit“ und „Verhaltensstörung“ werden wertfrei und synonym verwendet. Im weiteren Verlauf werden die Begriffe „Therapie“, „Tiergestützte Therapie“ und die zugehörigen Unterkategorien definiert. Weiterhin soll die Beziehung zwischen Mensch und Tier geklärt werden. Hierfür erläutere ich die Mensch-Tier- Kommunikation, die Beziehung zwischen Mensch und Tier und die besondere Beziehung zwischen Kind und Tier. Außerdem werden die Wirkungen der Tiere auf den Menschen geschildert, die die Grundlage der Tiergestützten Therapie bilden.

Da es in dieser Arbeit insbesondere um den Aspekt der Canepädagogik, also der Tierpädagogik mit und durch Hunde geht, wird weiterhin geklärt, welche Gründe es für den Einsatz von Hunden gibt, inwieweit Anforderungen an den Hund und den Halter des Hundes bestehen, was, den Schutz des Hundes betreffend, beachtet werden sollte und inwiefern Bedenken hinsichtlich der Hygiene bestehen. Zudem soll natürlich der Begriff der „Canepädagogik“ abgegrenzt, die Zielsetzung und die Inhalte sowie der Gesichtspunkt der Erziehung mit dem Hund erläutert werden.

Um zu verdeutlichen, in welchen Bereichen Hunde eingesetzt werden und welche Wirkungen sie im Rahmen dieser Einsätze auf Kinder haben, werden im fünften Kapitel diverse Praxisbeispiele angeführt. Ferner werde ich anhand dieser Beispiele und der aufgeführten wissenschaftlichen Belege analysieren, welche dieser Wirkungen sich auf den Bereich der Verhaltensauffälligkeiten übertragen lassen. Obwohl in der vorliegenden Literatur kaum Kritik an der Tiergestützten Therapie (und Pädagogik) geübt wurde, erachte ich es für sehr wichtig, das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten und gehe daher im sechsten Kapitel auf Probleme ein, die sich im Rahmen der Tiergestützten Pädagogik ergeben. In der Schlussbetrachtung soll schließlich diskutiert werden, ob sich Tiergestützte Pädagogik als Chance für verhaltensauffällige Kinder eignet.[2]

2. Verhaltensauffälligkeiten

Verhaltensauffälligkeiten sollen grundlegender Bestandteil der vorliegenden Arbeit sein. Um im Laufe dieser Ausarbeitung ergründen zu können, inwieweit Tiergestützte Pädagogik (insbesondere Canepädagogik) als Chance für Verhaltensauffälligkeiten angesehen werden kann, sollte vorerst geklärt werden, wie genau Verhaltensauffälligkeiten definiert werden, welche Ursachen es dafür gibt und welche Folgen sie nach sich ziehen können.

„Fakt ist, dass eine steigende Zahl von Kindern mit Entwicklungsretardierungen und Verhaltensauffälligkeiten sowie psychische Erkrankungen allgemein eine vermehrte Nachfrage nach (alternativen) pädagogischen und therapeutischen Angeboten auslösen/[3]

2.1 Definition

Die Begriffe „Verhaltensauffälligkeit“ oder „Verhaltensstörung“ bedeuten, dass ein Kind oder ein Jugendlicher auffällig wird, sich also entgegen den geltenden Normen in der Gesellschaft verhält. Nach Fitting sind diejenigen Kinder und Jugendliche verhaltensauffällig, „deren Verhalten uns auffällig und unseren Erwartungen oft gegenläufig erscheint.[4] ‘ Problematisch ist hierbei vor allem, dass es zwar in jeder Gesellschaft ungeschriebene Gesetzmäßigkeiten gibt, diese sich aber „in dem Maße verändern, in dem sich auch soziale Konventionen oder gebotene Verhaltensweisen ändern können‘[5] und entsprechend immer in einem Kontext gesehen werden müssen. Vernooij formuliert wie folgt:

„Unter Verhaltensstörung wird ein Verhalten verstanden, welches von den formellen Normen einer Gesellschaft und/oder von den informellen Normen innerhalb einer Gruppe nicht nur einmalig und in schwerwiegendem Ausmaß abweicht. Dabei gelten sowohl die Untererfüllung der Norm als auch deren Übererfüllung als Abweichung. In der Regel werden Verhaltensstörungen von Autoritäten, von pädagogisch-psychologisch­medizinischen Beurteilungsinstanzen (Eltern, Erzieher, Lehrer, Ärzte) festgestellt.[6]

Verhaltensauffälligkeit ist also stets ein soziales Konstrukt und kann nicht allein für sich, sondern nur im Zusammenhang mit sozialen Gruppen- oder Individualnormen betrachtet werden. Eine Verhaltensauffälligkeit wird nicht bloß durch vorliegende Symptome, sondern auch durch Stärke und Anzahl der Symptome, Dauer der Symptomatik, die psychosozialen Beeinträchtigungen und Leistungs­beeinträchtigungen definiert.[7] Grundsätzlich ist es schwer, eine klare Grenze zwischen verhaltensauffällig und verhaltensunauffällig zu ziehen. Daher unterscheidet man zwischen den Polaritäten unauffällig/normal und auffällig/„gestört“.

Fröhlich-Gildhoff unterscheidet drei Gruppen von Verhaltensauffälligkeiten: Internalisierende Auffälligkeiten, externalisierende Auffälligkeiten und komplexeAuffälligkeiten.[8] Diese drei Klassifikationen sollen im Folgenden genauer definiert werden.

2.1.1 Internalisierende Auffälligkeiten

Der erste Punkt, der in den Bereich der internalisierenden Auffälligkeiten fällt, ist die Angststörung. Ängste werden kritisch, sobald sie unrealistisch und übertrieben sind und ]über einen längeren Zeitraum anhalten. Dauer und Intensität der Ängste sind also ausschlaggebend für die Einstufung als anomale Ängste. Ein weiterer Anhaltspunkt für eine Angststörung ist die Tatsache, dass die Ängste zu einer deutlichen Beeinträchtigung führen bzw. die normale Entwicklung eines Kindes gefährden. Angststörungen äußern sich in Ruhelosigkeit, Muskelverspannungen, Nervosität, dem Unvermögen sich zu entspannen und dem Gefühl von Müdigkeit. Weitere Symptome sind Erschöpfung oder Anstrengung, Konzentrationsprobleme oder Leere im Kopf, Reizbarkeit, Durchschlafstörungen, unruhiger oder schlechter Schlaf.

Auch Essstörungen wie Anorexie und Bulimie gehören zu den internalisierenden Auffälligkeiten. Anorexie (auch „Magersucht“) äußert sich in ständigem Gewichtsverlust und starkem Untergewicht, welches durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme hervorgerufen wird. Bei Bulimie kommt es zu Fressattacken mit beispielsweise Erbrechen als Gegenregulation. Das gesellschafltliche Schlankheitsideal als Vorbild der Betroffenen ist oft Auslöser dieser Störung. Die Körperwahrnehmung hat einen bedeutenden Einfluss auf den Selbstwert. Die Person, die von Bulimie betroffen ist, bestimmt über den eigenen Körper und hat aufrgund der beschriebenen Zwänge das Gefühl, Kontrolle auszuüben.

Bei Depressionen ist die Stimmung traurig, niedergedrückt, unglücklich, reizbar. Die betroffene Person hat oft negative Gedanken, eine geringe Kontrollerwartung sowie ein geringes Selbstwertgefühl. Sie schreibt sich selbst für vieles die Schuld zu, leidet an Interesselosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Suizidgedanken. Dementsprechend hat sie nur wenig Antrieb, ist psychomotorisch verlangsamt (oder auch erregt), weint viel, zieht sich sozial zurück und handelt suizidal. Zu den körperlichen Auswirkungen zählen Schlafstörungen, starke Müdigkeit, verminderter oder gesteigerter Appetit. Oft werden die Bindungsbedürfnisse von betroffenen Kindern nicht adäquat bzw. feinfühlig genug beantwortet. Dadurch ergeben sich ein negatives Selbstwertgefühl, geringe Selbstsicherheit, ein dysfunktionales Wahrnehmungs- und Bewertungsmuster, nur geringe Stressbewältigungskompetenten und keine autonome Erregungssteuerung.

Stark von internalisierenden Auffälligkeiten betroffene Kinder äußern oftmals den Wunsch, lieber allein zu sein, sind verschlossen und schüchtern, weigern sich zu sprechen und/oder sind selten aktiv und häufig traurig verstimmt. Dies bedeutet also einen sozialen Rückzug. Als körperliche Beschwerden machen sich verschiedene somatische Symptome wie Schwindelgefühle, Müdigkeit, Schmerzzustände und Erbrechen bemerkbar.

2.1.2 Externalisierende Auffälligkeiten

AD(H)S[9] ist heute sicher die meistdiskutierte Verhaltensauffälligkeit von Kindern (insbesondere in der Schule). Kindern mit AD(H)S fällt es schwer, das eigene Verhalten zu kontrollieren. Sie sind sehr ungeduldig, leicht ablenkbar, unaufmerksam, über- und hyperaktiv. Auf den Konzentrationsmangel dieser Kinder folgt meist ein ausbleibender Lernerfolg, der ihnen ein schlechteres Selbstwertgefühl gibt und dazu führt, dass sie noch weniger motiviert sind. Das Syndrom äußert sich in motorischer Unruhe und Impulsivität, häufig gestörter Feinmototrik und einem störenden Sozialverhalten. AD(H)S ist meist eine genetisch bedingte Störung der Selbstkontrolle, kann jedoch durch überstimulierendes und eindringliches Verhalten der Eltern und Beziehungsprobleme oder mangelnde Unterstützung der Eltern noch intensiviert werden. Betroffene Kinder benötigen Regelmäßigkeit, Bindungssicherheit und Klarheit, also Grenzen und Orientierung, sowie Unterstützung beim Aufbau von Selbstregulationsfähigkeiten.

Symptome von Gewalt und Delinquenz sind ein deutliches Maß an Ungehorsam, Streiten oder Tyrannisieren. Diese Auffälligkeiten bringen meist ungewöhnlich häufige und schwere Wutausbrüche, Grausamkeiten gegenüber anderen Menschen oder Tieren und erhebliche Destruktivität gegen Eigentum mit sich. Krankheitszeichen sind Zündeln, Stehlen, häufiges Lügen, Schul-Schwänzen und Weglaufen von Zuhause. Auslöser dieser Reaktionen ist hauptsächlich ein geringer Selbstwert. Auch dissoziales Verhalten äußert sich in Form von Lügen, Stehlen und Schule-Schwänzen. Hinzu kommen jedoch auch Verhaltensweisen, die häufig in Verbindung mit Dissozialität auftreten, wie zum Beispiel der Drang eines Kindes, seine Zeit mit Älteren zu verbringen.

Unter aggressivem Verhalten versteht man verbal- und körperlich-aggressive Verhaltensweisen sowie Verhaltensweisen, die häufig in Verbindung mit aggressivem Verhalten auftreten, wie beispielsweise lautes Reden, viel reden und den Clown spielen.

2.1.3 Komplexe Auffälligkeiten

Die Probleme der komplexen Auffälligkeiten sind in drei Kategorien unterteilt. Soziale Probleme beschreiben die Ablehnung der Betroffenen durch Gleichaltrige, ein unreifes und erwachsenenabhängiges Sozialverhalten. Als schizoid und zwanghaft werden jene klassifiziert, die zu zwanghaftem Denken und Handeln tendieren. Sie weisen psychotisch anmutende Verhaltensweisen[10] und eigenartiges, bizarres Denken sowie Verhalten auf. Unter die Kategorie der Aufmerksamkeitsprobleme fallen die Betroffenen, die sehr impulsiv sind, unter Konzentrationsstörungen und motorischer Unruhe leiden.

Borderline als erstgenannte komplexe Auffälligkeit lässt sich anhand einer hohen Impulsivität, der fehlenden Fähigkeit, eigene Affekte zu regulieren und einer hohen Sensibilität für emotionsauslösende Situationen erkennen. Die Betroffenen haben Fehlwahrnehmungen und Störungen in der Kommunikation, ihre Beziehungsdynamik ist durch extremes Schwanken von intensiven Wünschen nach Nähe und Abgrenzungsbedürfnissen gekennzeichnet. Sie haben ein chronisches Gefühl von Leere und verletzen sich selbst. Für Kinder mit dem Borderline-Syndrom sind der Aufbau einer sicheren Bindung bzw. Beziehung sowie korrigierende emotionale Erfahrungen besonders wichtig.

Traumafolgestörungen entstehen entweder durch unvorhersehbare Ereignisse oder durch Erfahrungen chronischer Traumatisierung wie lang anhaltende familiäre Gewalt und sexueller Missbrauch. Bedeutsam sind hier eine klare Führung und Struktur sowie Beziehungsgestaltung.

Die Therapie von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit definiert sich durch körperlichen Entzug auf der einen und die Behandlung der psychischen Funktionsstörung auf der anderen Seite. Grundlegend für die Therapie ist der Aufbau von Selbstwert, sozialer Kompetenz und einer Entwicklungs- und Lebensperspektive.

2.2 Entstehung und Verursachung von Verhaltensauffälligkeiten

Verhaltensstörungen sind grundsätzlich nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen, sondern immer eine Kombination aus verschiedenen Faktoren. Nach Myschker sind monokausale Erklärungen für die Ursachen von Verhaltens­auffälligkeiten nicht möglich. Auch mehrfaktoriale Kausalmodelle empfindet er nicht als sehr hilfreich. Stattdessen sollte man auf das „biosozial-interaktionale Erklärungs­system“ zurückgreifen, das Risikofaktoren und deren mögliches Zusammenwirken, mögliche Symptome bzw. Symptomverbindungen aufzeigt.[11]

2.2.1 Der biophysische Aspekt

Der biophysische Aspekt untersucht die biologischen Anlagen bzw. die Entwicklungs­bedingungen. Zu diesem Aspekt zählen der medizinische sowie der human- ethologische Aspekt.

Unter den medizinischen Aspekt fallen beispielsweise Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Hirnschädigungen bzw. zentralen Funktionsstörungen oder Allergien. Das Nervensystem ist biophysisch gesehen zusammen mit dem Gehirn, dem Rückenmark und den einzelnen Nerven bestimmend für das Denken, Fühlen und Wollen, für das Erleben und das Verhalten des Menschen. Unter medizinischem Aspekt sind Verhaltensstörungen häufig mit Schädigungen, Erkrankungen oder Funktionsstörungen dieses Systems verbunden.[12] Man unterscheidet bei den medizinisch relevanten Schädigungs- oder Störungsmöglichkeiten zwischen pränatal, subnatal und postnatal.

Pränatal können männliche und weibliche Geschlechtszellen z.B. durch Gifte, Krankheiten und Strahlungen geschädigt werden, was beim Kind später intrauterine Entwicklungsstörungen zur Folge hat.[13] Virusinfektionen der Mutter wie Röteln, Grippe oder Masern, Stoffwechselerkrankungen, Sauerstoffmangel infolge von Herz- und Lungenkrankheiten, Einwirkungen über Medikamente oder auch Röntgen- und Radiumbestrahlung sind die Ursache für Embryopathien, die bis zum dritten Schwangerschaftsmonat auftreten. Ursächlich für Fetopathien[14] sind mütterliche Virusinfektionen wie Herpes, Poliomyelitis und Windpocken, Bakteriumsinfektionen wie Syphilis, und Tuberkulose, durch Tiere übertragbare Infektionen wie Milzbrand oder Toxoplasmose und Resusfaktorunverträglichkeit.[15]

Die Bezeichnung „subnatal“ beschreibt den Zeitraum kurz vor, während und nach der Geburt.[16] Auf Einwirkungen in diesem Zeitraum sind Beschädigungen, Beeinträchtigungen und Störungen des Nervensystems zurückzuführen, mit denen die meisten organisch bedingten Verhaltensstörungen zusammenhängen. Verhaltensauffälligkeiten können auch beispielsweise durch Drüsenstörungen organisch bedingt sein. Dabei zeigen die Betroffenen ähnliche Symptome wie bei hirnorganischen Schädigungen bzw. Störungen.[17]

Der humanethologische Aspekt untersucht Verhalten biologisch, da das Verhalten des Menschen auch biophysisch und phylogenetisch mitbestimmt wird. Der Mensch wird als Resultat einer stammesgeschichtlichen und kulturellen Reihe angesehen, bei dem verschiedene Verhaltensweisen angeboren sind. „Unter humanethologischem Aspekt erscheinen einige Verhaltensschwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen als Resultat der Nichtbeachtung humanethologischer Einsichten.“[18]

2.2.2 Der psychologische Aspekt

Ausschlaggebend für den psychologischen Aspekt sind Psychoanalyse, Individualpsychologie und Lerntheorie. Der psychoanalytische Aspekt ist auf Freud zurückzuführen. Dieser sieht Verhaltensstörungen als die Funktion psychischer Prozesse, die zu einer unangemessenen Ich-Entwicklung geführt haben. „Bei verhaltensauffälligen Kindern liegt häufig eine unangemessene (zu starke/ zu schwache) Bedürfnisbefriedigung vor, die sich in der personalen und sozialen Insuffizienz manifestiert,[19] Nach Freud gibt es drei Triebentwicklungsphasen: Die orale, anal und urethral-phallische. Fehlentwicklungen in einer dieser Phasen können das normale Durchlaufen der nächsten Phase verhindern und somit einen negativen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes haben. Weiterhin können Verhaltensauffälligkeiten auf Pflegemängel zurückgeführt werden. Hierbei werden die Grundbedürfnisse nach Geborgenheit, Anregung und Liebe nicht erfüllt. Übermäßig strenge Bestrafungen, andauernde Vernachlässigungen und ständiger Wechsel der Hauptpflegeperson/Hauptbezugsperson werden als wichtigste Ursachen von Verhaltensstörungen angesehen.

Nach dem individualpsychologischen Aspekt kommt der Mensch mit einem angeborenen Gemeinschaftsgefühl auf die Welt, wobei er nur eine kleine Einheit dieser Gemeinschaft und allein minderwertig ist. „Wenn das Gemeinschaftsgefühl intakt ist und das Minderwertigkeitsgefühl nicht übermäßig stark wird, sind die menschlichen Entwicklungs- und Bewältigungstendenzen gemeinschaftsförderlich.‘[20] Wenn das Gemeinschaftsgefühl jedoch negativ beeinflusst ist, kann das Minderwertigkeitsgefühl sich bis hin zum Minderwertigkeitskomplex unverhältnismäßig verstärken. Ein Kind sollte Gemeinschaft daher positiv erleben, wobei die Erfahrungen in der Familie grundlegend für die Gefühle des Kindes bezüglich der Gesellschaft sind. Es ist also Aufgabe der Bezugsperson dieses Gemeinschaftsgefühl positiv zu beeinflussen.

Der humanistisch-psychologische Aspekt sieht den Menschen als positives, soziales Lebewesen. Entsprechend hängt es von den Umweltgegebenheiten ab, ob diese Anlage verstärkt oder negativ verändert wird. Die Persönlichkeitstheorie forcierte nach Myschker den verbreiteten Rückzug der Erwachsenen aus den Erziehungsaufgaben und reduzierte deren Erziehungswilligkeit und -fähigkeit, da Kinder sich ungestört entfalten sollen. Aufgrund unterstellter spekulativer und nicht verifizierter Anteile wird dieser Aspekt insbesondere von lerntheoretisch ausgerichteten Wissenschaftlern abgelehnt.[21]

Der lerntheoretische Aspekt zeigt, dass Lernvorgänge nach den Prinzipien des klassischen Konditionierens, des operanten Konditionierens und des Imitations- oder Modell-Lernens zum Aufbau und zur Modifikation von Verhaltensweisen führen kann. So kennen wir beispielsweise Pawlows Hunde-Experiment, das uns nur zu anschaulich verdeutlicht, „dass sich ein neutraler Reiz, wie ein akustisches oder optisches Signal, mit einer autonomen Reiz-Reaktionsfolge so verbinden lässt, dass er unabhängig von dem natürlichen Reiz die Reflexkette auslösen kann,‘[22] Ähnlich lernt ein Kind, dass ein bestimmtes Verhalten eine bestimmte Reaktion zur Folge hat. Daher verhält sich das Kind oft automatisch so, wie es konditioniert wurde und nicht immer bewusst. Entsprechend wird sich ein verhaltensauffälliges Kind, das sich nach Nähe sehnt, öfter „schlecht“ benehmen, wenn es dadurch von den Eltern mehr beachtet wird.

2.2.3 Der soziologische Aspekt

Der soziologische Aspekt beschreibt, dass die Verhaltensmöglichkeiten eines Menschen durch soziokulturelle Faktoren bestimmt werden. Entsprechend seien die Kernproblematik von Verhaltensstörungen nicht im Individuum, sondern in den sozialen Gegebenheiten und Erwartungen zu suchen. Nach diesem Aspekt fehlen verhaltensauffälligen Kindern elementare soziokulturelle Mittel, weil sie ihnen durch die Familie nicht vermittelt worden sind. Diese Mittel werden jedoch von den Kindern benötigt, um in der Gesellschaft bestehen zu können, da sie die Bereiche Sprachen, Manieren, Leistungsbereitschaft usw. betreffen. Myschker zufolge erklärt sich die Rolle der Umwelt durch den Etikettierungs-, Stigmatisierungs- und Selbst­stigmatisierungsprozess:[23]

„Der Etikettierungsansatz kann im Zusammenhang gesehen werden mit der ,Sündenbocktheorie’, nach der eine Gesellschaft Abweichler braucht, weil deren Bestrafung als Gratifikation für eigenes Wohlverhalten erlebt werden kann und sozialkonformes Verhalten stabilisiert.“[24]

Von der Gesellschaft wird ein gewisses Verhalten erwartet. Personen, die diesem Bild nicht entsprechen, können schnell als „verhaltensauffällig“ stigmatisiert werden. Wenn Kindern oft ein negatives Verhalten zugeschrieben wird, beginnen sie damit, sich selbst zu stigmatisieren und verlieren die Motivation etwas an ihrem Verhalten zu ändern.

2.2.4 Der pädagogische Aspekt

Der pädagogische Aspekt untersucht, inwieweit Verhaltensauffälligkeiten auf die Erziehung zurückzuführen sind. Demnach hat das Erziehungsverhalten der Dauerbezugspersonen für Kinder eine entscheidende Bedeutung. Ein inegaler (also inkonsequenter) Erziehungsstil mit wechselnden Erziehungspraktiken kann zur Folge haben, dass das Kind keine Erwartungen entwickeln kann, mit Unsicherheit, Angst und Nervosität reagiert und versucht, es allen recht zu machen oder die Erzieher gegeneinander auszuspielen. Aufgrund von Zurückweisung kann ein Kind kein Urvertrauen entwickeln und begegnet seiner Umwelt entsprechend skeptisch. Mögliche Folgen sind: Verlassenheits- und Minderwertigkeitsgefühle in Kombination mit Bindungsschwäche und einem übersteigertem Selbstbehauptungsbestreben, die „sich in berechnendem, aggressiv-grausamen, unsozialen und kriminellen Verhaltensweisen äußern[25] können.

Sowohl herrschsüchtig-verzärtelte[26] als auch nachsichtig-verzärtelte[27] Erziehung kann einen negativen Einfluss auf ein Kind haben. Die herrschsüchtig-verzärtelte Erziehung kann reduzierte Eigeninitiative, Unselbständigkeit und geringes Durchsetzungs­vermögen zur Folge haben. Durch nachsichtig-verzärtelte Erziehung können Egoismus, unrealistische Selbsteinschätzung, Befehlsgebaren und Renommiersucht[28] entstehen. Durch autoritäre oder herrschsüchtige Erziehung besteht die Gefahr, dass aggressive und opportunistische Tendenzen im Kind geweckt werden.[29]

Ursächlich für Verhaltensauffälligkeiten ist also nach dem pädagogischen Aspekt das elterliche Erziehungsversagen, das unter Umständen auch über Generationen fortbesteht, da der Mensch dazu neigt, auf erlernte Verhaltensmuster zurückzugreifen. Neben der Familie spielt jedoch auch die Schule als pädagogische Institution eine wichtige Rolle bei der Verursachung von Verhaltensstörungen. Unterricht ist meist durch den Lehrer dominiert - sowohl sprachlich als auch Unterricht-gestaltend - und auf den Leistungsdurchschnitt der Schüler ausgerichtet. Daher sind Schüler oft entweder über- oder unterfordert. Sie sollten hingegen durch Erfolgserlebnisse motiviert werden. Durch Frontalunterricht werden ihre sozialen Fertigkeiten nicht gefördert und die Schüler sind schnell gelangweilt. Bei Gruppenarbeit dagegen können soziale Kompetenzen geschult werden.

2.3 Folgen

Die möglichen Folgen der Verhaltensauffälligkeiten reichen von Ablehnung und Ausgrenzung des betroffenen Kindes bis hin zum Gefühl der Minderwertigkeit und der persönlichen Unzulänglichkeit. Die Unzufriedenheit des Kindes wächst, bis es schließlich resigniert und verzweifelt. Das Kind leidet in der Folge an personaler Insuffizienz (der Unfähigkeit sich selbst zu mögen oder anzunehmen) und sozialer Insuffizienz (schlechten zwischenmenschlichen Beziehungen) und erkennt die Werte und Normen der Gesellschaft sowie die daraus abgeleiteten Verhaltensregeln nicht an.[30] Ein verhaltensauffälliges Kind versucht in der Regel durch Rüpelhaftigkeit und Kaspereien die ersehnte Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erlangen, manifestiert jedoch hierdurch das Bild vom Störenfried und wird entsprechend noch mehr zum Außenseiter. Das Kind selbst kann diesen Konflikt nicht lösen, sondern benötigt Hilfe von außen, die ihm aber oft nicht angemessen gewährt wird.

3. Therapiemöglichkeiten

Da sich die vorliegende Arbeit auf Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten bezieht, soll im folgenden Kapitel nicht nur der Begriff „Therapie“ definiert, sondern zusätzlich aufgezeigt werden, welche Formen der Therapie bisher häufig bei Verhaltensauffälligkeiten angewandt werden. Anschließend soll als Alternative zu den „traditionelleren Therapieformen“ die Tiergestützten Therapie näher erläutert werden.

3.1 Definition

Das Wort „Therapie“ leitet sich aus dem Griechischen „therapeia“ ab und bedeutet zunächst einmal „Heilbehandlung“.[31] Es geht hierbei um Maßnahmen zur Behandlungen von Krankheiten und Verletzungen mit dem Ziel der Heilung, also der Gesundung oder Verbesserung der körperlichen oder psychischen Symptome. Feuser nennt Therapie ein „Mittel der Strukturierung von Lebens- und Lernfeldern in einer Weise, dass sie unter den individuellen Bedingungen eines jeden Menschen aneigbar sind, d.h. auf die Verhältnisse einzuwirken und sie zu verändern, damit in den Aneignungsprozessen andere Verhaltensweisen in der Rückwirkung auf die Verhältnisse reduzieren können.“[32]

[...]


[1] Anm: In der vorliegenden Arbeit wird aus Gründen der Vereinfachung meist von verhaltensauffälligen Kindern gesprochen; die Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten sind jeweils mit einbezogen.

[2] Anm.: In dervorliegenden Arbeit benutze ich zugunsten eines besseren Leseflusses bei nicht auf bestimmte Personen bezogenen Aussagen die männliche Form.

[3] Ringbeck 2003 nach Förster, Andrea (2005): Tiere als Therapie - Mythos oder Wahrheit? Zur Phänomenologie einer heilenden Beziehung mit dem Schwerpunkt Mensch und Pferd, Stuttgart: Ibidem.

[4] Fitting, Klaus (1993): Verhalten und Auffälligkeit. Ein Entwurfaus Sicht Humanistischer Pädagogik, in: Fitting, KLAUS/SAßENRATH-DöPKE, Eva-Maria (Hrsg.) (1993): Pädagogik und Auffälligkeit. Impulse für Lehren und Lernen bei erwartungswidrigem Verhalten, Weinheim: Deutscher Studien Verlag, S.91-112

[5] Ulrich, Daniela (2005): Verhaltensauffälligkeit als Schrei nach Anerkennung. Auffälligkeiten im Verhalten und die Entwicklung des moralischen Urteils, Tönning: Der Andere Verlag. S.56

[6] Vernooij, Monika A. (2000): Verhaltensstörungen in: Borchert, Johann (Hrsg.) (2000): Handbuch für Sonderpädagogische Psychologie, Göttingen/ Bern/ Toronto/ Seattle: Hogrefe, S.33

[7]. Vgl. Fröhlich-Gildhoff, Klaus (2007): Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Ursachen, Erscheinungsformen und Antworten, Stuttgart: Kohlhammer, S.17..

[8] Vgl. Ebd., S.27/28; Anm.: Die folgenden drei Punkte (2.1.1, 2.1.2, 2.1.3) sind nach Fröhlich-Gildhoff definiert..

[9] Anm.: AD(H)S: Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Syndrom.

[10] Anm.: z.B. Halluzinationen.

[11] Vgl. Myschker, Norbert (1993): Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Erscheinungsformen. Ursachen. Hilfreiche Maßnahmen, Stuttgart: Kohlhammer, S.91..

[12] Vgl.Ebd., S.92

[13] Vgl. Ebd., S.102/103..

[14]. Anm.: Beginn der neunten Schwangerschaftswoche bis zur Geburt des Kindes..

[15] Vgl. Myschker: Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, S.103/104.

[16] Anm.: Dieser Zeitraum beschränkt sich auf etwa eine Woche.

[17] Vgl. Myschker: Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, S.104.

[18] Ebd., S.106..

[19] MOHRKE,CORINNA Diplomarbeit,in http://www.canepaedagogik.de/canepaedagogik.pdf,S.56.

[20] Vgl. Myschker: Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, S.119..

[21] Vgl.Ebd., S.121..

[22] Ebd., S.122.

[23] Vgl.Ebd., S.127.

[24] Ebd., S.128..

[25] Vgl. Myschker: Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, S.136.

[26] Anm.: Herrsüchtig-verzärtelt: Eltern übernehmen alle Aufgaben und jegliche Verantwortung. Die Eigeninitiative des Kindes wird kaum gefordert.

[27] Anm.: Nachsichtig-verzärtelt: Dem Kind werden alle Wünsche erfüllt und kaum Grenzen gesetzt.

[28] Anm.: Renommiersucht beschreibt das ständige und unangemessene Bedürfnis eines Menschen, Anerkennung von anderen zu erfahren.

[29] Vgl. Myschker: Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, S.136.

[30] Vgl. Möhrke, Corinna: Diplomarbeit, in: http://www.canepaedagogik.de/canepaedagogik.pdf, S.35.

[31] Vgl. Duden, 23. Auflage, Mannheim 2004, S.964.

[32] Feuser, Georg (1991), zitiert bei Förster: Tiere als Therapie, S.14.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Tiergestützte Pädagogik als Chance für verhaltensauffällige Kinder
Untertitel
Am besonderen Beispiel der Canepädagogik
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
60
Katalognummer
V180653
ISBN (eBook)
9783656037682
ISBN (Buch)
9783656038009
Dateigröße
3706 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tiergestützte, pädagogik, eine, chance, kinder, beispiel, canepädagogik
Arbeit zitieren
Annika Schmidt (Autor), 2009, Tiergestützte Pädagogik als Chance für verhaltensauffällige Kinder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180653

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Tiergestützte Pädagogik als Chance für verhaltensauffällige Kinder


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden