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Zivil-militärische Koordination als Teil der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Título: Zivil-militärische Koordination als Teil der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Trabajo , 2010 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nils Müller (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, inwieweit es den EU-Mitgliedsstaaten gelungen ist, die als notwendig erachtete wirksame Verbindung von zivilen und militärischen Maßnahmen zur Konfliktverhinderung und Konfliktlösung auf politisch-strategischer Ebene umzusetzen.

Nach einem kurzen Überblick über die zivilen und militärischen Fähigkeiten der EU im Bereich der ESVP sollen dann verschiedene Ausprägungen eines umfassenden Ansatzes im Bereich Krisenmanagement im Mittelpunkt stehen. Es geht hierbei in erster Linie um die begriffliche Abgrenzung von zivil-militärischer Kooperation (Civil-Military Co-operation - CIMIC) und zivil-militärischer Koordination (Civil-Military Coordination – CMCO). Der Fokus soll dabei auf der zivil-militärischen Koordination liegen (CMCO), da sie das eigentliche konzeptuelle Herzstück eines umfassenden Ansatzes innerhalb der Eu-ropäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik darstellt und die strategische und institutionelle Grundlage für die Anwendung des umfassenden Ansatzes auf operationeller und taktischer Ebene in der Form von CIMIC bildet. Ein Blick auf die bisherigen Einsätze im Rahmen der ESVP, in denen CMCO zum Einsatz kam, soll dann Potentiale und Defizite einer zivil-militärischen Koordination aufzeigen und versuchen, Ursachen für mögliche Schwierigkeiten der Implementierung eines solchen Ansatzes darzustellen. Die unterschiedlichen Einsatztypen der bisherigen EU-Missionen, die ein weites Feld unterschiedlicher Konfliktszenarien abzudecken versuchten, sollen dabei Berücksichtigung finden und die Auswirkungen der unterschiedlichen Konfliktszenarien auf die Umsetzung eines umfassenden Ansatzes im Sinne einer zivil-militärischen Ko-ordination herausgearbeitet werden.

Es wird sich herausstellen, dass unterschiedliche sicherheitspolitische Konzepte und Interessen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union der Realisierung eines wirkungsvollen und in sich geschlossenen Konzeptes einer zivil-militärischen Koordination in der Realität bisher im Wege standen. Die Ursachen dafür liegen nicht nur in unterschiedlichen nationalen Ansätzen zur Koordination ziviler und militärischer Konfliktmanagementmaßnahmen begründet, sondern sie resultieren gleichzeitig aus einer fehlenden gemeinsamen Vorstellung der EU-Mitgliedstaaten bezüglich der Rolle der Europäischen Union im Bereich Krisenmanagement und der angemessenen Reaktion auf Konfliktszenarien des 21. Jahrhunderts.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik

3. Fähigkeiten der EU im Bereich Krisenmanagement

3.1. Militärische Fähigkeiten

3.2. Zivile Fähigkeiten

4. Zivil-Militärische Koordination aus konzeptioneller Sicht

4.1. Civil-Military Co-ordination (CMCO)

4.2. Civil-Military Co-operation (CIMIC)

5. Zivil-Militärische Koordination aus institutioneller Sicht

6. CMCO in der bisherigen Praxis

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung der zivil-militärischen Koordination (CMCO) innerhalb der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) und analysiert, inwieweit es den Mitgliedsstaaten gelungen ist, einen umfassenden Ansatz für das Krisenmanagement auf politisch-strategischer Ebene zu etablieren.

  • Analyse der konzeptionellen Grundlagen von CMCO und CIMIC innerhalb der EU.
  • Untersuchung der institutionellen Strukturen und deren Rolle bei der zivil-militärischen Koordination.
  • Bewertung der bisherigen ESVP-Missionen und der dabei auftretenden Hindernisse.
  • Identifikation von Defiziten in der strategischen Einsatzplanung und Koordinierung.
  • Diskussion der Auswirkungen nationaler Interessen auf die europäische Sicherheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

4.1. Civil-Military Co-ordination (CMCO)

Civil-Military Co-ordination (CMCO) stellt den Versuch dar, die einzelnen Elemente eines umfassenden Ansatzes zum zivil-militärischen Krisenmanagement auf politisch-strategischer Ebene im institutionellen Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik wirkungsvoll zu kombinieren:

“Civil-Military Co-ordination (CMCO) in the context of CFSP/ESDP addresses the need for effective co-ordination of the actions of all relevant EU actors involved in the planning and subsequent implementation of EU's response to the crisis.”

CMCO ist damit Grundbestandteil der Realisierung eines Comprehensive Approach auf EU-Ebene. Die Anwendung von zivil-militärischer Koordination soll dabei nicht nur auf State- oder Nation-building-Einsätze beschränkt sein, sondern sich auf alle Phasen von Krisenmanagement erstrecken und in allen denkbaren Einsatzszenarien, die durch die Petersberg-Aufgaben umschrieben sind, Anwendung finden.

Erste Schritte zur Ausgestaltung der Koordination der einzelnen Fähigkeitsbereiche der EU im Krisenmanagement erfolgten unmittelbar nach Verabschiedung der Europäischen Sicherheitsstrategie. Nationale Souveränitätsvorbehalte der Mitgliedsstaaten und das Grundprinzip der Intergouvernementalität in Entscheidungsprozessen zur ESVP führten jedoch dazu, dass man lediglich eine Kultur der Koordination zwischen den einzelnen Akteuren einforderte. Dies bezieht sich sowohl auf Koordination zwischen Akteuren innerhalb einer Säule (intra-pillar co-ordination), namentlich also innerhalb der ESVP-Organe, als auch auf Koordination zwischen den einzelnen Säulen (inter-pillar co-ordination) (Koordination zwischen ESVP-Organen und der Kommission).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Entstehung der ESVP ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Wirksamkeit der zivil-militärischen Verbindung zur Konfliktlösung.

2. Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der ESVP von der Westeuropäischen Union bis zur Europäischen Sicherheitsstrategie.

3. Fähigkeiten der EU im Bereich Krisenmanagement: Es werden die militärischen und zivilen Kapazitäten der EU sowie die Herausforderungen beim Aufbau dieser Fähigkeiten analysiert.

4. Zivil-Militärische Koordination aus konzeptioneller Sicht: Dieses Kapitel differenziert begrifflich zwischen CMCO und CIMIC und erläutert deren Rolle im umfassenden Ansatz.

5. Zivil-Militärische Koordination aus institutioneller Sicht: Es wird die institutionelle Architektur der EU-Krisenbewältigung untersucht, insbesondere die Rolle des PSK und der Zivil-militärischen Zelle.

6. CMCO in der bisherigen Praxis: Basierend auf bisherigen Einsätzen werden Potenziale und Defizite in der praktischen Umsetzung der strategischen Koordination aufgezeigt.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Hindernisse bei der Umsetzung des umfassenden Ansatzes und stellt fest, dass nationale Interessen einer einheitlichen europäischen Strategie weiterhin entgegenstehen.

Schlüsselwörter

Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, ESVP, Krisenmanagement, zivil-militärische Koordination, CMCO, CIMIC, Comprehensive Approach, Petersberg-Aufgaben, Europäische Sicherheitsstrategie, Intergouvernementalität, Konfliktbewältigung, EU-Battlegroups, Strategische Einsatzplanung, EU-Mitgliedsstaaten, Sicherheitsarchitektur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die zivil-militärische Koordination (CMCO) innerhalb der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) und analysiert, wie zivile und militärische Mittel effektiv im Rahmen des EU-Krisenmanagements kombiniert werden.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themenfelder sind die konzeptionelle Abgrenzung von CMCO und CIMIC, die institutionelle Struktur der EU-Krisenbewältigung sowie die praktische Analyse bisheriger EU-Missionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob und inwieweit es den EU-Mitgliedstaaten gelungen ist, einen "umfassenden Ansatz" für eine wirksame Konfliktverhinderung und -lösung politisch-strategisch umzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die konzeptionelle Dokumente der EU sowie Berichte über frühere Einsätze systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von EU-Fähigkeiten, die konzeptionelle und institutionelle Einordnung der zivil-militärischen Koordination sowie eine kritische Betrachtung der bisherigen Einsatzpraxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören ESVP, CMCO, CIMIC, der umfassende Ansatz (Comprehensive Approach) sowie das Prinzip der Intergouvernementalität.

Welche Rolle spielt der Vertrag von Lissabon in diesem Kontext?

Der Vertrag von Lissabon wird als potenzieller Katalysator für eine verbesserte Koordinierung diskutiert, insbesondere durch die Zusammenführung von Funktionen im Amt des Hohen Vertreters der EU.

Warum ist die "Zivil-militärische Zelle" ein wichtiges Beispiel?

Sie gilt als positives Beispiel für Koordination auf EU-Ebene, wird aber kritisch hinsichtlich ihrer institutionellen Verortung und ihrer begrenzten konzeptionellen Planungsmacht hinterfragt.

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Detalles

Título
Zivil-militärische Koordination als Teil der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Nils Müller (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
23
No. de catálogo
V180857
ISBN (Ebook)
9783668718241
ISBN (Libro)
9783668718258
Idioma
Alemán
Etiqueta
zivil-militärische koordination teil europäischen sicherheits- verteidigungspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nils Müller (Autor), 2010, Zivil-militärische Koordination als Teil der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180857
Leer eBook
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