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Reflexionen über die Existenz des Teufels nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil

Title: Reflexionen über die Existenz des Teufels nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil

Seminar Paper , 2008 , 11 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Marc Weyrich (Author)

Theology - Systematic Theology
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Die Hausarbeit wird im Vergleich der Werke „Abschied vom Teufel“ des bereits verstorbenen Tübinger Theologen Herbert Haag, sowie „Kein Abschied vom Teufel“ der in Fulda lehrenden Theologin Ute Leimgruber, sowie im Lichte eigener Überlegungen, den Versuch einer Antwort aufzeigen, ob der seit dem II. Vatikanischen Konzil angeklungene „Abschied vom Teufel“ theologisch gerechtfertigt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die „Rede vom Teufel“ gerechtfertigt an eigenen Erfahrungen

Der Teufel – noch personal existent im Volk Gottes?

Abschied vom Teufel – Historisch kritische Untersuchungen Haags

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die theologische Relevanz und die Existenzberechtigung des Teufelsbegriffs in der katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, indem sie Positionen zur Personalisierung des Bösen gegenüberstellt.

  • Vergleich der theologischen Ansätze von Herbert Haag und Ute Leimgruber.
  • Die Veränderung der Liturgie und das Verschwinden von Dämonenabwehr-Riten.
  • Die Spannung zwischen offizieller Lehrmeinung (Katechismus) und historisch-kritischer Exegese.
  • Die psychologische und soziale Funktion der Personifizierung des Bösen.
  • Das Spannungsfeld zwischen der Allmacht Gottes und der Existenz des Bösen in der Welt.

Auszug aus dem Buch

Abschied vom Teufel – historisch-kritische Untersuchungen Haags

Der ehemalige Tübinger Theologieprofessor Herbert Haag wählt für seine Argumentation für den Abschied vom Teufel einen anderen Ansatz. Haag bedient sich stark der historisch-kritischen Analyse der Bibelstellen, in denen vom Teufel die Rede ist. Dabei weist er auf, dass es semantisch betrachtet den Begriff Teufel in der Bibel nicht braucht. Vielmehr könne man an jeder fraglichen Stelle das Wort Teufel schlicht durch „das Böse“ oder „die Sünde“ ersetzen. Die Neigung wiederum Böses zu tun, sieht Haag als zutiefst menschliche Eigenschaft, die Frucht der Freiheit des Menschen ist. Der Mensch sei vielmehr vor sich selbst nicht sicher, wie die Geschichte von Adam und Eva aufzeige. Adam sei logischerweise nicht als der erste Mensch zu verstehen, sondern als eine Art „pars pro toto“, wie der Mensch eben sündig konstitutiert sei. Das Böse in der Welt sei also etwas zutiefst menschliches. Selbst in der Bibel werde nicht dem Teufel dafür die Schuld gegeben, sondern der Sünde. Der Mensch selbst – aus dem Alltagsleben heraus nachvollziehbar – sucht für seine Sünden aber stets einen Mitschuldigen, um nicht selbst die volle Verantwortung übernehmen zu müssen. Die Mitschuld wird somit quasi in die Figur des Teufels, des Verführers, projiziert.

Diese vermeintliche Entlastung des sündigen Menschen jedoch belastet Gott. Denn wie soll der gnädige, alle Menschen liebende Schöpfergott einerseits, das Böse auf der anderen Seite erschaffen haben? Der mit der Fähigkeit Böses zu tun ausgestattete Mensch, kann diese Fähigkeit ja nur von seinem Schöpfer verliehen bekommen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung führt in das Spannungsfeld zwischen der christlichen Lehre vom gütigen Gott und der realen Erfahrung des Bösen ein und stellt die Fragestellung nach der Aktualität der Teufelsfigur nach dem II. Vatikanum vor.

Die „Rede vom Teufel“ gerechtfertigt an eigenen Erfahrungen: Dieses Kapitel thematisiert die menschliche Neigung zur Personifizierung des Bösen als Bewältigungsstrategie und beleuchtet die empirischen Ansätze Ute Leimgrubers.

Der Teufel – noch personal existent im Volk Gottes?: Hier wird die „Renaissance des Teufels“ in Randgruppierungen sowie die Diskrepanz zwischen der offiziellen lehramtlichen Position und der veränderten kirchlichen Praxis analysiert.

Abschied vom Teufel – Historisch kritische Untersuchungen Haags: Dieser Abschnitt widmet sich Herbert Haags historisch-kritischer Analyse, die den Teufelsbegriff als entbehrliche Projektion menschlicher Sünde entlarvt und für eine Entmythologisierung plädiert.

Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der katholischen Position zusammen und stellt fest, dass das Böse als integraler Bestandteil der Welterfahrung nicht durch eine simple Teufelsfigur externalisiert werden kann.

Schlüsselwörter

Teufel, Satan, II. Vatikanisches Konzil, Herbert Haag, Ute Leimgruber, Böses, Sünde, Entmythologisierung, Liturgiereform, Dogmatik, Gottesbild, Personifizierung, Katechismus, Exorzismus, Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert die Bedeutung und Existenz des Teufels in der katholischen Theologie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Es werden das Verhältnis zwischen Gott und dem Bösen, die historische Entwicklung der Teufelslehre und deren Wandel durch die Liturgiereform untersucht.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeleitete „Abschied vom Teufel“ theologisch gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt einen vergleichenden theologischen Ansatz, der Werke von Herbert Haag und Ute Leimgruber gegenüberstellt und durch historisch-kritische Exegese ergänzt.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Gegenüberstellung von Haags historisch-kritischem Ansatz und Leimgrubers empirisch orientierter Untersuchung zur Relevanz der Teufelsvorstellung im Volk Gottes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind die Entmythologisierung, der „Abschied vom Teufel“, die Personifizierung des Bösen und der locus theologicus der Glaubensgemeinschaft.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Herbert Haag von der des offiziellen Katechismus?

Haag plädiert für eine Streichung des Teufelsbegriffs zugunsten des Begriffs „das Böse“, während der Katechismus der Katholischen Kirche von 1992 den Teufel weiterhin als gefallenen Engel lehrt.

Welche Rolle spielt die „Rede vom Teufel“ für das moderne Gottesbild?

Der Autor schlussfolgert, dass ein Gottesbild, das auf der Externalisierung des Bösen in einer teuflischen Figur beruht, der pastoraltheologischen Sicht auf den gnädigen Schöpfergott widerspricht.

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Details

Title
Reflexionen über die Existenz des Teufels nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil
College
University of Tubingen  (Katholische Theologie)
Grade
2,5
Author
Marc Weyrich (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V180997
ISBN (eBook)
9783656037385
ISBN (Book)
9783656037835
Language
German
Tags
reflexionen existenz teufels zweiten vatikanischen konzil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Weyrich (Author), 2008, Reflexionen über die Existenz des Teufels nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180997
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