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Korruption: Grundlagen - Folgen - Bekämpfung

Eine Analyse der OECD Convention on Combating Bribery of Foreign Public Officials in International Business Transactions

Title: Korruption: Grundlagen - Folgen - Bekämpfung

Thesis (M.A.) , 2007 , 130 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anita Schneider (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Ist der Ehrliche der Dumme? Diese Frage stellt sich spätestens immer dann, wenn wieder ein neuer Fall von Korruption aufgedeckt wird. Verstärkte Aufmerksamkeit erzielt das Thema Korruption vor allem durch aufsehenserregende nationale und in-ternationale Korruptionsfälle wie die Flick-Affäre oder die Affäre im Siemens-Konzern gerückt. Neben aktuellen Nachrichten aus der Unternehmenswelt spielt das Thema Korruption in allerlei gesellschaftlichen Genre eine Rolle.

Mit der verstärkten Wahrnehmung von Korruption durch die Öffentlichkeit wurde der Druck auf die Staaten und zwischenstaatlichen Organisationen erhöht, sich vermehrt diesem Thema anzunehmen. Ein Beispiel für die globale Form der Kooperation zur Bekämpfung von Korruption und ihren Folgen ist die ‚United Nations Convention
against Corruption’ (UNCAC). Sie wurde zu Anfang des 21. Jahrhunderts von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York verabschiedet.

Die verschiedenen internationalen Abkommen und Kooperationen zur Bekämpfung von Korruption implizieren drei Annahmen. Zuerst bedeutet die Kooperation zur Be-kämpfung von Korruption, dass Korruption negative Aspekte aufweist, die bekämpft werden müssen. Gleichzeitig wird unterstellt, dass es möglich ist, Korruption zu bekämpfen und dass sich drittens für die Bekämpfung auch internationale Instrumente eignen. Die drei Annahmen werden im Laufe dieser Arbeit um eine weitere These ergänzt: Internationale Formen der Korruptionsbekämpfung sind dann erfolgreich, wenn ihnen das gemeinsame Interesse der Staaten zugrunde liegt. Die Grundlage der internationalen Kooperationen stellt nicht nur, im Gegensatz zur nationalen Korruptionsbekämpfung, die gemeinsamen moralischen und ethischen Grundlagen der Staaten dar. Internationale Formen der Zusammenarbeit bestehen neben der
UNCAC auch bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick-lung (OECD) in Form der OECD Konvention zur Bekämpfung der Bestechung von ausländischen Beamten in internationalen Geschäftsbeziehungen (im Folgenden OECD Convention). Die Effektivität dieser OECD Convention bei der Bekämpfung von Korruption soll im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden.

Korruption und korruptes Verhalten sind auf den kurzfristigen Erfolg und die Durchsetzung der individuellen Interessen ausgelegt. Um langfristig stabile Verhältnisse zu gewährleisten, ist das ‚westliche’ Sprichwort ‚ehrlich währt am Längsten’ auch auf den Umgang mit Korruption übertragbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition, Messung von Korruption und der Stand der Forschung

2.1 Definition und Unterscheidung von Formen der Korruption

2.1.1 Definition

2.1.2 Systematik von Korruption und ihre Erscheinungsformen

2.2 Die ‚Messung’ von Korruption und ein Überblick zum Stand der Forschung

3 Ursachen, Folgen und die Bekämpfung von Korruption

3.1 Politiktheoretisches und ökonomisches Verständnis von Korruption

3.2 Korruption und ihre Folgen

3.2.1 Korruption und die politische Ethik

3.2.2 Korruption und die Institutionen eines Staates

3.2.3 Korruption und Wachstum

3.2.4 Korruption und Ressourcenallokation

3.3 Prävention von und der Kampf gegen Korruption

4 Korruptionsbekämpfung auf globaler Ebene

4.1 Regimeanalyse: Entstehung, Legitimität und Effektivität von Regimes

4.1.1 Entstehung und Bedeutung von Regimen

4.1.2 Legitimität

4.1.3 Effektivität von Regimen

4.2 Die ‘OECD Convention on Combating Bribery of Foreign Public Officials in International Business Transactions’

4.2.1 Entstehung und Funktionsweise

4.2.2 Die Legitimität der OECD Convention

4.2.3 Die Effektivität der OECD Convention

4.3 Analyse der OECD Convention im Kontext

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Konvention der OECD zur Bekämpfung der Bestechung von ausländischen Beamten ausreichend und effektiv ist, um den negativen Folgen von Korruption für staatliche Institutionen und die Ökonomie entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage analysiert dabei die theoretischen Voraussetzungen internationaler Korruptionsbekämpfung im Kontext der Regimeanalyse.

  • Politiktheoretische und ökonomische Analyse von Korruption und ihren Folgen
  • Die Problematik der Messbarkeit von Korruption in der Forschung
  • Regimeanalyse als Instrument zur Bewertung internationaler Abkommen
  • Legitimität und Effektivität der OECD Convention als Fallbeispiel
  • Zusammenhang zwischen Korruption, Demokratie und wirtschaftlicher Entwicklung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Korruption und die politische Ethik

Korrupte Handlungen, in deren Mittelpunkt die Verwirklichung der eigenen Interessen und Nutzen steht, gehen in den meisten Fällen zu Lasten des Gemeinwohls. Das Gemeinwohl, das die gemeinsamen Wertvorstellungen einer Gemeinschaft umfasst und die Grundlage des kollektiven Handelns bildet, wird durch Korruption und den mit ihr nach republikanischem Verständnis einhergehendem Tugendverlust nachhaltig gestört und geschwächt.

Eine Republik oder ein Staat basiert, wie bereits mehrfach angesprochen, auf der moralischen Basis und Integrität eines politischen und gesellschaftlichen Systems. Innerhalb dieses politischen bzw. gesellschaftlichen Systems herrscht Konsens in den grundlegenden Werten. Für eine Demokratie, im Gegensatz zu einer Diktatur, ist eine gemeinsame Wertebasis eine notwendige Bedingung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema Korruption, Darstellung der negativen gesellschaftlichen Auswirkungen sowie Präsentation der Forschungsfrage bezüglich der Effektivität der OECD Convention.

2 Definition, Messung von Korruption und der Stand der Forschung: Erörterung der verschiedenen Korruptionsformen und der Schwierigkeiten, Korruption wissenschaftlich objektiv zu messen.

3 Ursachen, Folgen und die Bekämpfung von Korruption: Analyse der Korruptionsfolgen für Demokratie, Institutionen, Wachstum und Ressourcenallokation im republikanischen und ökonomischen Kontext.

4 Korruptionsbekämpfung auf globaler Ebene: Anwendung des theoretischen Regimeansatzes auf das Beispiel der OECD Convention, um deren Entstehung, Legitimität und Effektivität zu evaluieren.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit mit dem Ergebnis, dass die OECD-Konvention effektiv, aber aufgrund ihres begrenzten Anwendungsbereichs nicht ausreichend zur umfassenden Korruptionsbekämpfung ist.

Schlüsselwörter

Korruption, OECD Convention, Regimeanalyse, Politische Ethik, Ressourcenallokation, Wirtschaftswachstum, Bestechung, Transparenz, Legitimität, Effektivität, Good Governance, Staatlichkeit, Institutionen, Republikanismus, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Korruption aus politikwissenschaftlicher und ökonomischer Sicht und untersucht insbesondere, wie internationale Abkommen wie die OECD-Konvention zur Bekämpfung von Bestechung im internationalen Geschäftsverkehr wirksam eingesetzt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Korruption, ihren Folgen für politische Systeme und Ökonomien, den Problemen bei der empirischen Messung von Korruption und der Analyse internationaler Antikorruptions-Regime.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob die OECD-Konvention ausreichend und effektiv ist, um den negativen Folgen von Korruption für die verschiedenen Elemente eines Staates entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Da objektive Daten zur Messung von Korruption fehlen, nutzt die Autorin eine theoretische Analyse auf Basis des Regimeansatzes der Internationalen Beziehungen, um die OECD-Konvention zu bewerten.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Definitionen, Messung, Folgen) und einen empirisch-analytischen Teil, der mittels Regimeanalyse die Entstehung, Legitimität und Effektivität der OECD-Konvention untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Untersuchung?

Neben dem Kernbegriff Korruption sind Konzepte wie der Republikanismus, das Principal-Agent-Client-Modell, Input- und Output-Legitimität sowie die internationale Regime-Theorie zentral.

Warum wird die OECD-Konvention als Beispiel gewählt?

Die Konvention bietet ein begrenztes, aber scharf definiertes Problemfeld (aktive Bestechung durch internationale Unternehmen) und dient als konkretes Fallbeispiel für die Einbindung der Zivilgesellschaft.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Effektivität?

Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass die OECD-Konvention zwar effektiv in ihrem begrenzten Rahmen ist, jedoch als „Ja, aber...“-Lösung gilt, da sie viele andere Formen der Korruption (wie Nepotismus) ausklammert und als reiner Kompromiss zu werten ist.

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Details

Title
Korruption: Grundlagen - Folgen - Bekämpfung
Subtitle
Eine Analyse der OECD Convention on Combating Bribery of Foreign Public Officials in International Business Transactions
College
RWTH Aachen University  (Institut für Politische Wissenschaft)
Grade
2,0
Author
Anita Schneider (Author)
Publication Year
2007
Pages
130
Catalog Number
V181280
ISBN (eBook)
9783656043348
ISBN (Book)
9783656043119
Language
German
Tags
korruption grundlagen folgen bekämpfung eine analyse oecd convention combating bribery foreign public officials international business transactions
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anita Schneider (Author), 2007, Korruption: Grundlagen - Folgen - Bekämpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181280
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