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Der Regisseur als Translator - Eine translationswissenschaftliche Analyse der Perspektive des Theaterregisseurs auf den Text

Titel: Der Regisseur als Translator - Eine translationswissenschaftliche Analyse der Perspektive des Theaterregisseurs auf den Text

Seminararbeit , 2011 , 16 Seiten

Autor:in: Faranak Soleymanzadeh (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, sich der Theateraufführung aus translationswissenschaftlicher Sicht zu nähern, und dabei die Perspektive des Theaterregisseurs (Translator) auf die Texte zu analysieren. Diesbezüglich lautet die Fragestellung der Arbeit: Welche Faktoren beeinflussen die Perspektive des Regisseurs als Translator auf den Text?
Im Folgenden werden relativ häufig grundsätzliche Begriffe wie „Text“ und „Perspektive“ benutzt, deren genaue Definition nicht unzweifelhaft ist. Da die gründliche und ausführliche Erläuterung dieser Begriffe nicht im Rahmen der vorliegenden Arbeit steht, wird nur versucht die passenden Definitionen angesichts ihrer relevanten Merkmale zu finden, um später ihre Beziehungen zueinander besser verstehen zu können. Insofern widmet sich der erste Teil der Arbeit der Begriffgserklärung.
Um die Theateraufführung im Rahmen der Translationswissenschaft als Translat analysieren zu können, wird folglich auf das Thema „Theateraufführung als Translation“ eingegangen, was offensichtlich auf den interdisziplinären Charakter der Translationswissenschaft hindeutet. Danach wird auf die translatorische Tätigkeit des Theaterregisseurs hingewiesen und demzufolge wird im letzten Teil seine Perspektive auf Theatertext und Faktoren, die seine Perspektive gestalten, untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffserklärung

1.1 Perspektive

1.2 Textbegriff

2. Theater als Translation

2.1 Intersemiotische Translation und Intermedialität

3. Theaterregisseur als Translator und Theateraufführung als Translat

4. Die Perspektive des Regisseur auf den Theatertext

4.1 Textinterner Perspektive

4.2 Textexterner Perspektive

Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theateraufführung aus einer translationswissenschaftlichen Perspektive mit dem Ziel, die Einflussfaktoren auf die Sichtweise des Theaterregisseurs als Translator zu identifizieren und zu analysieren.

  • Grundlagen der Begriffe Perspektive und Text im theaterwissenschaftlichen Kontext
  • Konzeptualisierung der Theateraufführung als intersemiotische Translation
  • Analyse der Regiearbeit als translatorischer Prozess
  • Unterscheidung und Bedeutung von textinternen und textexternen Perspektiven
  • Einfluss von soziokulturellen, politischen und räumlichen Rahmenbedingungen auf die Inszenierung

Auszug aus dem Buch

4. Die Perspektive des Regisseur auf den Theatertext

Die Entstehung der Perspektive des Regisseurs auf den Text fängt mit dem Textauswahl, während er aus verschiedenen Gründen sich für einen besonderen Text entscheidet. Seine Perspektive auf den Text als potenzieller aufgeführter Text auf der Bühne, kann in zwei groben Gruppen gegliedert werden: Textinternes Perspektive und Textexternes Perspektive, die durch mehrere implizite und explizite Faktoren beeinflusst werden. Implizite Faktoren umfassen seinen Hintergrund: soziale Kontext, Familie, Kulturelle Sinnsystem, Bildungsniveau, Bedürfnisses und seine kognitive Kompetenz und berufliche Erfahrung, die seine Tätigkeit als Rezipient (Leser) massiv beeinflussen. Kohlmayer bezeichnet diesen Hintergrund als „lebensweltlichen Wissens“:

„muß man sagen, daß das, was dasteht, nicht alles ist: Jeder Text gehört in eine bestimmte Lebenswelt, die aber synchron und diachron eine außerordentliche Tiefe und Breite hat. Was nicht dasteht, was also „unterhalb der Wasserlinie“ liegt oder „zwischen den Zeilen“ steht, wie Peter von Polenz metaphorisch schreibt, hängt vom Leser ab, von der historischen und synchronen Weite seines lebensweltlichen Wissens. Dieses Wissen ist von Mensch zu Mensch variabel. Dadurch wird das Verständnis aber keineswegs beliebig: Wer mehr weiß, versteht mehr.“ (Kohlmayer, Rainer 1997:7)

Auf der anderen Seite gestalten explizite Faktoren sowie Publikum, kulturelle Auswirkung, politische Zustand, finanzielle und räumliche Vorgaben seine Perspektive in der Reproduktionsphase, wo er als Translator/Autor fungiert. Da die translatorische Tätigkeit des Regisseurs für vorliegende Arbeit von großer Bedeutung ist, wird im folgendem nur auf explizite Faktoren eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, welche Faktoren die Perspektive des Regisseurs als Translator beeinflussen, und skizziert das methodische Vorgehen.

1. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Perspektive und Text im Hinblick auf ihre Relevanz für die Translationswissenschaft.

2. Theater als Translation: Hier wird Theateraufführung als Form der intersemiotischen Translation analysiert und in den Kontext von Intermedialität gesetzt.

3. Theaterregisseur als Translator und Theateraufführung als Translat: Dieses Kapitel betrachtet den Regisseur als aktiven Translator, der den Ausgangstext in einer mehrphasigen Handlung in ein visuelles Translat überführt.

4. Die Perspektive des Regisseur auf den Theatertext: Das Hauptkapitel untersucht die verschiedenen textinternen und textexternen Faktoren, die die Sichtweise des Regisseurs auf den zu inszenierenden Text prägen.

Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Perspektive des Regisseurs durch eine komplexe Vielfalt an textuellen und kontextuellen Faktoren geformt wird.

Schlüsselwörter

Theateraufführung, Translation, Regisseur, Perspektive, Theatertext, Intersemiotische Translation, Intermedialität, Kommunikation, Textanalyse, Translator, Inszenierung, Lebensweltliches Wissen, Polysystem, Patronage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Theateraufführung aus der Sicht der Translationswissenschaft, wobei der Theaterregisseur als Translator verstanden wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Theater als Translation, der translatorische Prozess auf der Bühne und die Einflussfaktoren auf die Perspektive des Regisseurs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Faktoren die Perspektive eines Regisseurs bei der Übersetzung eines Textes für die Bühne beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die sich auf kommunikationsorientierte Ansätze der Textlinguistik und translationswissenschaftliche Modelle stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Rolle des Regisseurs als Translator, die Kategorisierung von Texten und die spezifischen textinternen und textexternen Einflüsse auf die Regiearbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Theateraufführung, Translation, Regisseur, Theatertext, Perspektive, Intermedialität und Kommunikation.

Welche Rolle spielt das Publikum für den Regisseur?

Das Publikum ist ein entscheidender textexterner Faktor; der Regisseur berücksichtigt bei seiner Arbeit die Erwartungen, das Vorwissen und die soziokulturelle Zusammensetzung der Zuschauer.

Was versteht man unter dem erweiterten Textbegriff?

In der Arbeit wird Text nicht nur als geschriebenes Wort definiert, sondern als mediales Produkt, das visuelle und auditive Zeichen sowie die Gestaltung durch ein Medium umfasst.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen textinternen und textexternen Faktoren?

Textinterne Faktoren beziehen sich auf die Struktur und den Typ des Dramas, während textexterne Faktoren durch das soziale, kulturelle und politische Polysystem sowie das Publikum bestimmt werden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Regisseur als Translator - Eine translationswissenschaftliche Analyse der Perspektive des Theaterregisseurs auf den Text
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Autor
Faranak Soleymanzadeh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V181421
ISBN (eBook)
9783656046486
ISBN (Buch)
9783656046110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Germanistik Translation Theater Perspektive auf die Texte Intermedialität intersemiotisch Theateraufführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Faranak Soleymanzadeh (Autor:in), 2011, Der Regisseur als Translator - Eine translationswissenschaftliche Analyse der Perspektive des Theaterregisseurs auf den Text, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181421
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Leseprobe aus  16  Seiten
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