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Allgemeine Sprachdummheiten und die Angst vor des Genitivs Tod

Sprachkritik um 1900 und heute

Titel: Allgemeine Sprachdummheiten und die Angst vor des Genitivs Tod

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 32 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Kay Nagel (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht den Unterschied von Sprachkritik und Sprachverbesserung zwischen Bemühungen dieser Art um 1900 und heute. Die Analyse erfolgt aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, einerseits werden literarische Veröffentlichungen untersucht (Wustmanns 'Sprachdummheiten' und Sicks 'Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod', Bde. 1-3), andererseits wird die Arbeit des Verein Deutsche Sprache (VDS) und anderer historischer Sprachgesellschaften verglichen. Einen Abschluss bietet die Diskussion um die zwei gegensätzlichen Thesen von Sprachwandel und Sprachverfall.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sprachkritik...

2.1 ...im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm

2.2 ...um 1900

2.3 ...heute

2.4 Publizistische Sprachkritik

3 Sprachkritik in ihren literarischen und sozietätischen Ausformungen

3.1 Die literarische Seite

3.1.1 Allerhand Sprachdummheiten vs. Randbemerkungen

3.1.2 Die Angst vor des Genitivs Tod und sprachliche Fehler

3.2 Sprachkritik in der Gesellschaft – Der VDS

3.2.1 Die Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts – Ein Rückblick

3.2.2 Eckdaten zum VDS

3.2.3 Positionen zur Sprachkritik

4 Fazit: Sprachwandel versus Sprachverfall

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Sprachkritik diachron sowie synchron, um zu ergründen, ob aktuelle sprachkritische Tendenzen lediglich Symptome eines natürlichen Sprachwandels oder Belege für einen tatsächlichen Sprachverfall darstellen.

  • Historische Entwicklung des Begriffs Sprachkritik
  • Vergleichende Analyse literarischer Sprachkritik am Beispiel von Gustav Wustmann und Bastian Sick
  • Soziolinguistische Einordnung sprachpflegerischer Gruppierungen wie dem Verein Deutsche Sprache (VDS)
  • Abgrenzung von wissenschaftlicher zu publizistischer Sprachkritik
  • Diskussion der Sprachverfallsklage versus Sprachwandeltheorie

Auszug aus dem Buch

Die literarische Seite

Seit 1879 erschienen im Besprechungsteil der Zeitung Die Grenzboten, die seit 1871 den Untertitel Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst trug, in regelmäßigen Abständen Glossen des Altphilologen Gustav Wustmann. Als Linguist ließ er sich darin über die Sprachpraxis in deutschen Tageszeitungen aus. 1892 schließlich kristallisierte sich daraus ein Buch mit dem Titel Allerhand Sprachdummheiten. Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Häßlichen.

Im Jahre 2004 veröffentlichte auch der Romanist und Übersetzer Bastian Sick seine seit Mai 2003 bei SPIEGEL online erschienene so genannten Zwiebelfisch-Kolumnen. Das Ergebnis hieß Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache. Es folgten zwei weitere Bände nebst zwei Bildbänden mit Rechtschreib- und stilistischen Fehlern in Bildform.

Beide Publikationen sind ähnlich erfolgreich gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Sprachkritik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Abgrenzung von Sprachwandel und Sprachverfall vor.

2 Sprachkritik...: Dieses Kapitel beleuchtet diachron die Definitionen und Ansichten zur Sprachkritik, von den historischen Wurzeln bis hin zur modernen Differenzierung zwischen wissenschaftlicher und publizistischer Kritik.

3 Sprachkritik in ihren literarischen und sozietätischen Ausformungen: Hier werden Fallbeispiele literarischer Sprachkritik (Wustmann vs. Sick) sowie die Rolle gesellschaftlicher Akteure wie des VDS in einer komparatistischen Analyse untersucht.

4 Fazit: Sprachwandel versus Sprachverfall: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Sprachkritik als Indiz für Sprachwandel, wobei die These des Sprachverfalls unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Positionen relativiert wird.

Schlüsselwörter

Sprachkritik, Sprachwandel, Sprachverfall, Bastian Sick, Gustav Wustmann, Verein Deutsche Sprache, VDS, Anglizismen, Rechtschreibung, Sprachpflege, Sprachnormen, Soziolinguistik, Publizistik, Sprachwissenschaft, Sprachgesellschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Sprachkritik und hinterfragt kritisch, ob die oft geäußerte Sorge vor einem Sprachverfall berechtigt ist oder ob es sich lediglich um den stetigen, natürlichen Prozess des Sprachwandels handelt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die diachrone Entwicklung der Sprachkritik, den Vergleich historischer und zeitgenössischer Sprachpflege-Publikationen sowie die Rolle organisierter Sprachvereine ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Sprachkritik anhand wissenschaftlicher Kriterien zu analysieren und zu bewerten, um festzustellen, ob aktuelle Tendenzen Anzeichen für einen Verfall oder eine kontinuierliche Sprachentwicklung sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine diachrone sowie synchrone Analyse, einen komparatistischen Vergleich von Primärliteratur und zieht soziolinguistische sowie fachwissenschaftliche Argumentationen heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Begriffsdefinition sowie einen praktischen Teil, in dem die Werke von Gustav Wustmann und Bastian Sick sowie die Positionen des Vereins Deutsche Sprache untersucht werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sprachwandel, Sprachkritik, Sprachverfall, Anglizismen, der Verein Deutsche Sprache (VDS) und die Abgrenzung von Hochsprache zu Gebrauchssprache.

Warum wird Bastian Sicks Sprachkritik als "defizitorientiert" bezeichnet?

Die Arbeit argumentiert, dass Sick den Fokus primär auf Fehler und Abweichungen von Normen legt, ohne dabei den natürlichen Wandel der Sprache als kreativen und notwendigen Prozess vollumfänglich anzuerkennen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Vereins Deutsche Sprache (VDS)?

Der VDS wird als eine Initiative beschrieben, die zwar eine hohe öffentliche Resonanz erzielt, jedoch methodisch als wissenschaftlich fragwürdig eingestuft wird, da sie primär polemisch und defizitorientiert gegen Anglizismen vorgeht.

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Details

Titel
Allgemeine Sprachdummheiten und die Angst vor des Genitivs Tod
Untertitel
Sprachkritik um 1900 und heute
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Germanistik und Kommunikation)
Veranstaltung
Sprach- und Medienwandel
Note
2,3
Autor
Kay Nagel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
32
Katalognummer
V181667
ISBN (eBook)
9783656048251
ISBN (Buch)
9783656047919
Sprache
Deutsch
Schlagworte
allgemeine sprachdummheiten angst genitivs sprachkritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kay Nagel (Autor:in), 2011, Allgemeine Sprachdummheiten und die Angst vor des Genitivs Tod, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181667
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Leseprobe aus  32  Seiten
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