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Reform der Alterssicherung

Title: Reform der Alterssicherung

Seminar Paper , 2002 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sascha Schmel (Author), Christian Haupricht (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist der wichtigste Teil der Alterssicherung im Rahmen der sozialen Sicherung. Für rund 85% der Erwerbstätigen ist die GRV die wesentliche Sicherung gegen die Risiken des Alters, der Invalidität sowie der Hinterbliebenenschaft im Todesfall.1
Diese Ausarbeitung beschränkt sich thematisch auf die Altersrente.
Die grundsätzliche Gewährung, sowie die Höhe der Rentenzahlungen hängen von den während der Erwerbstätigkeit bezogenen Löhnen und abgeführten Rentenbeiträgen ab. Durch eine dynamische Anpassung findet die allgemeine wirtschaftlichen Entwicklung Berücksichtigung bei der Höhe der Auszahlungen.

Selbstständig Erwerbstätige können wählen, ob sie der GRV beitreten oder privat vorsorgen. Personen, die nicht versicherungspflichtig sind, können sich ab ihrem 16. Lebensjahr freiwillig in der GRV versichern.
Die GRV stellt die erste von drei Säulen der Altervorsorge dar. Allerdings ist sie in Deutschland stärker gewichtet als z.B. in anderen EU-Ländern und geht über eine Grundsicherung weit hinaus.
Die zweite Säule ist die in Deutschland wenig ausgeprägte betriebliche Altersvorsorge, die dritte umfasst die private Altersvorsorge, also alle vermögensbildenden Maßnahmen.
Als erstes wird nun der Status Quo der Alterssicherung in Deutschland bestimmt. Hierbei finden alle drei Säulen der Alterssicherung in Deutschland Beachtung, außerdem wird auf die Problematik der aktuell unterschiedlichen Besteuerung der Alterseinkünfte eingegangen.
Daraufhin werden die diesbezüglichen Reformansätze vorgestellt und diskutiert, Schwerpunkte bilden hier das ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts bzgl. der Rentenbesteuerung sowie die neue private Zusatzrente nach dem Riester-Modell, kurz Riester-Rente.
Ein Blick über die deutsche Grenze hinaus auf die Alterssicherungssysteme der europäischen Nachbarn soll die Frage beleuchten, ob die dortigen Systeme Anregungen zur Reform des deutschen Systems bieten, bzw. welche eventuellen Fehler unserer Nachbarn vermieden werden können.
Schließlich wird, gewissermaßen als Fazit, versucht die Frage nach dem weiteren Reformbedarf der deutschen Alterssicherung zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Status quo und Probleme der Alterssicherung in Deutschland

2.1 Die gesetzliche Rentenversicherung

2.2 Die private Altersvorsorge

2.3 Die betriebliche Altersvorsorge

2.4 Die Probleme der Rentenbesteuerung

3 Reformansätze der Alterssicherung

3.1 Die Reform der Besteuerung von Bezügen aus der gesetzlichen Rentenversicherung

3.2 Zusatzrente nach dem Riester-Modell

3.2.1 Die private Zusatzrente nach dem Riester-Modell

3.2.2 Die betriebliche Zusatzrente nach dem Riester-Modell

3.2.3 Fazit: Aktueller Reformstand

4 Die Alterssicherungen im europäischen Ausland und deren Übertragbarkeit auf Deutschland

5 Weiterer Reformbedarf der deutschen Alterssicherung?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Situation der deutschen Alterssicherung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und bewertet die Reformmaßnahmen der Bundesregierung, insbesondere die Einführung der privaten „Riester-Rente“.

  • Status quo der drei Säulen der Alterssicherung in Deutschland
  • Problematik der Rentenbesteuerung und Reformansätze
  • Funktionsweise und kritische Würdigung der Riester-Rente
  • Vergleich der Alterssicherungssysteme in Europa
  • Diskussion über den weiteren Reformbedarf des deutschen Systems

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die private Zusatzrente nach dem Riester-Modell

Für die Einzahlung der Vorsorge stehen verschiedene Anlagemöglichkeiten zur Verfügung, die nach dem Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz dafür vom Bundesaufsichtsamt zugelassen sind. Hauptkriterien für eine Zertifizierung sind die verrentete Auszahlung, eine Nichtverfügbarkeit bzw. Nichtverpfändbarkeit während der Ansparphase sowie eine Garantie auf die Auszahlung. Die Nichtverfügbarkeit gilt auch bzgl. der Anrechenbarkeit auf Sozial- bzw. Arbeitslosengeld, d.h. die Anlagen werden nicht der Bemessungsgrundlage für diese Sozialleistungen zugeschlagen.

Der Arbeitnehmer kann eine Förderung seiner Einzahlung beantragen. Wird dem Antrag entsprochen, ergänzt der Staat die Einzahlungen durch die Grundzulage und ggf. durch die Kinderzulage. Der Arbeitnehmer bekommt nur dann den maximalen Förderbetrag, wenn er eine Mindestsparleistung erbringt. Diese beträgt in den Veranlagungszeiträumen 2002 und 2003 1% des Bruttolohns und steigt auf 4% ab 2008. Der Arbeitnehmer zahlt dabei als Eigenbeitrag aber nur die Differenz zwischen der Mindestsparleistung und der staatlichen Zulage. Zahlt der Arbeitnehmer weniger als den Mindesteigenbeitrag, so wird die Zulage anteilig gekürzt.

Sowohl die Grundzulage als auch die Kinderzulage sind fixe Beträge, die zudem für alle Einzahler gleich hoch sind. Daraus resultiert eine anteilsmäßig höhere Förderung, je niedriger das Einkommen des Arbeitnehmers ist (also je niedriger sein Eigenbeitrag ist) bzw. je mehr Kinder er hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Strukturen der sozialen Sicherung in Deutschland und benennt die Altersrente als zentrales Thema der Arbeit.

2 Status quo und Probleme der Alterssicherung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die drei Säulen der Alterssicherung und analysiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel sowie die Problematik der Rentenbesteuerung.

3 Reformansätze der Alterssicherung: Hier werden die geplanten Änderungen zur Rentenbesteuerung sowie die Einführung der Riester-Rente als neue, kapitalgedeckte Säule detailliert vorgestellt und kritisch bewertet.

4 Die Alterssicherungen im europäischen Ausland und deren Übertragbarkeit auf Deutschland: Dieses Kapitel vergleicht das deutsche System mit anderen europäischen Ländern, um Reformanregungen zu gewinnen und die Relevanz ausländischer Modelle zu prüfen.

5 Weiterer Reformbedarf der deutschen Alterssicherung?: Das Abschlusskapitel diskutiert, ob die bisherigen Reformen ausreichen, um den drohenden Kollaps der Rentenfinanzierung abzuwenden, und beleuchtet weitere notwendige Anpassungen.

Schlüsselwörter

Alterssicherung, Gesetzliche Rentenversicherung, Riester-Rente, demografischer Wandel, Rentenbesteuerung, Kapitaldeckung, Umlageverfahren, Altersvorsorge, Generationenvertrag, Rentenniveau, Altersstruktur, Sozialstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Reform der Alterssicherung in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf den Auswirkungen der Rentenreform 2000 und der Einführung der Riester-Rente liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die gesetzliche Rentenversicherung, die private und betriebliche Altersvorsorge, die steuerliche Behandlung von Renten sowie der internationale Vergleich von Sicherungssystemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die aktuelle Situation der Alterssicherung zu analysieren, die Effektivität der neuen Reformansätze kritisch zu hinterfragen und die Frage nach weiterem Reformbedarf zu beantworten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine deskriptive und analytische Literaturarbeit, um bestehende Gutachten und wissenschaftliche Studien zur Finanzierung und Besteuerung der Altersvorsorge zusammenzuführen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Status quo der Alterssicherung, die Problematik der Rentenbesteuerung, die Ausgestaltung der Riester-Rente sowie die Ansätze in europäischen Nachbarländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Alterssicherung, demografischer Wandel, Rentenbesteuerung, Riester-Rente und der generationenübergreifende Reformbedarf.

Warum wird die Riester-Rente von den Autoren kritisch gesehen?

Die Autoren kritisieren, dass die Riester-Rente für viele Bürger keine echte Förderung darstellt, da sie oft nur eine steuerliche Umverteilung ist und für Geringverdiener ohne Kinder kaum attraktive Anreize bietet.

Was ist das Ergebnis der Analyse zur Rentenbesteuerung?

Die Arbeit stellt fest, dass die unterschiedliche Besteuerung von Renten und Pensionen zwar als ungerecht empfunden wird, aber verfassungsrechtlich bisher Bestand hat. Die Autoren erwarten eine kommende Umstellung auf eine nachgelagerte Besteuerung.

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Details

Title
Reform der Alterssicherung
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Course
Seminar zu: Wirtschaftspolitik unter Reformdruck
Grade
1,7
Authors
Sascha Schmel (Author), Christian Haupricht (Author)
Publication Year
2002
Pages
34
Catalog Number
V1821
ISBN (eBook)
9783638111225
ISBN (Book)
9783638637466
Language
German
Tags
Riesterrente Rente Alterssicherung GRV Rentenbesteuerung Förderrente Rentenreform
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Schmel (Author), Christian Haupricht (Author), 2002, Reform der Alterssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1821
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