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Jeanne d’Arc – als Hexe oder aus politischen Gründen verurteilt?

Analyse des Verurteilungs- und Revisionsprozesses

Title: Jeanne d’Arc – als Hexe oder aus politischen Gründen verurteilt?

Term Paper , 2009 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Rothe (Author)

Cultural Studies - European Studies
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Summary Excerpt Details

In this work I analyze if Joan of Arc was sentenced as a witch or because of political reasons. Therefore I would like to begin my examination with the history of France in the 14th and 15th century. Then I am describing the circumstances of the ascents and descents of her life. This is important to gain necessary background information about the time she lived in and the thinking of the people she was surrounded with. In the introduction of her judges I am showing their argumentations in this court case which are mainly political and / or personal. In the main part constituents of the process are presented which deliver the arguments that Joan of Arc was condemned as a witch and heretic. These constituents include for example pagan beliefs in the town of her childhood or that Joan wore man dresses. In the end I am telling about the death of Joan and the rehabilitation proceeding 20 years after to underline the connection with political and religious motifs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Kontext

1.1. Der Konflikt der Engländer und Franzosen

1.2. Der Aufstieg Jeanne d´Arcs

1. 3. Der Fall Jeanne d´Arcs

2. Der Verurteilungsprozess

2.1. Die Gegner Jeanne d´Arcs und ihre Motive

2.1.1. Die Engländer und ihre Anhänger

2.2. Die Grundlagen zur Anklage als Hexe

2.3. Die Verurteilung

3. Kritik am Prozess und Revisionsprozess

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das historische Phänomen Jeanne d’Arc und analysiert, inwieweit ihr Verurteilungsprozess als Hexenprozess gewertet werden kann oder ob primär politische Motive und machtpolitische Interessen der damaligen Zeit ausschlaggebend für das Urteil waren.

  • Historische Kontextualisierung Frankreichs im 14. und 15. Jahrhundert
  • Analyse der politischen und religiösen Motive der Ankläger
  • Untersuchung der Prozessführung und der Anklagepunkte als Hexenprozess
  • Bewertung des Rehabilitationsprozesses und der juristischen Kritik

Auszug aus dem Buch

2.2.4. Die Erhebung über Gott

„Jeanne schöpfte aus dem Glauben und ihren Stimmen ein ganz ungewöhnliches Selbstbewusstsein“, schreibt Gerd Krumeich in seinem Werk „Die Geschichte der Jungfrau von Orleans“. Dieses Selbstbewusstsein ist des Weiteren verbunden mit außerordentlichem Mut und einer Schlagfertigkeit, die dem einfachen Mädchen; das nicht lesen und schreiben konnte und keinen Rechtsbeistand besaß, eine gewisse geistige Überlegenheit gegenüber der „Institution und [des] bürokratisch ausgeformte[n] politischen Apparates“ des Inquisitionsverfahrens. Zum Beispiel antwortete Jeanne auf die Fangfrage: „Johanna, seid Ihr gewiss, im Stande der Gnade zu sein?“ „Wenn ich es nicht bin, möge mich Gott dahin bringen, wenn ich es bin, möge mich Gott darin erhalten!“. Hätte sie behauptet im Stande der Gnade zu sein, wäre ihr das als ketzerische Anmaßung ausgelegt worden, hätte sie es geleugnet, so hätte sie ihre Schuld zugegeben. Was für heutige Leser eine unheimliche Faszinationskraft ausstrahlt, weckte aber bei den Richtern Missmut und Abwehrmaßnahemen, da sie diese Antworten als Indiz für einen häretischer Charakter, Hochmut und mögliche Zauberkraft auslegten.

Auch auf die Kritik, dass sie sich von ihren Anhängern feiern ließ, antwortet Jeanne überaus selbstbewusst, ja fast arrogant: Glaubt ihr, dass sie (ihre Anhänger, K.R.) der guten Überzeugung sind, ihr seiet von Gott gesandt? Wenn sie das glauben, dann sind sie nicht auf dem Irrwege.“ Jeanne bestreitet allerdingsdings, sich von diesen die Hände oder Füße küssen gelassen zu haben und begründet ihre Beliebtheit mit dem Nationalgefühl und ihrer Hilfe Armen und Kranken gegenüber.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung von Jeanne d'Arc ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Art des Prozesses.

1. Kontext: Dieses Kapitel erläutert die politischen Verhältnisse, den Hundertjährigen Krieg und den Aufstieg sowie Fall von Jeanne d'Arc.

2. Der Verurteilungsprozess: Es werden die Akteure, die Motive der Ankläger und die inhaltlichen Anklagepunkte als Hexenprozess detailliert beleuchtet.

3. Kritik am Prozess und Revisionsprozess: Dieser Abschnitt thematisiert die juristischen Mängel des Erstprozesses und das spätere Rehabilitationsverfahren.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Prozess gegen Jeanne d'Arc maßgeblich durch politische Machtinteressen und theologisches Schisma geprägt war.

Schlüsselwörter

Jeanne d'Arc, Inquisition, Hexenprozess, Hundertjähriger Krieg, Karl VII., Pierre Cauchon, Pariser Universität, Schismatik, Ketzerin, Rehabilitationsprozess, Machtpolitik, Mittelalter, Glaubensprozess, Jungfrau von Orleans.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert, ob die Verurteilung von Jeanne d'Arc als Hexe ein auf religiösen Fakten basierender Prozess war oder ob politische Motive und die Machtansprüche der Engländer und der Pariser Universität im Vordergrund standen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Untersuchung umfasst den historischen Kontext des Hundertjährigen Krieges, die juristischen Abläufe des Prozesses, die Rolle der Kirche und der Pariser Universität sowie die spätere Rehabilitierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es zu belegen, dass der Prozess gegen Jeanne d'Arc primär ein politischer Justizmord war, der unter dem Deckmantel eines Hexenprozesses vollzogen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung von Prozessakten, ergänzt durch die historische Einordnung zeitgenössischer Quellen.

Was ist der inhaltliche Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Prozessbeteiligten, die Analyse der Anklagepunkte hinsichtlich Hexerei, Schismatik und „unweiblichem“ Verhalten sowie eine kritische Hinterfragung der Prozessführung.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von politischer Geschichte und theologischer Argumentation aus, um die Komplexität der damaligen Verurteilung aufzuzeigen.

Welche Rolle spielte der „Feenbaum“ im Prozess gegen Jeanne d'Arc?

Der Feenbaum diente den Richtern als Vorwand, um Jeanne d'Arc heidnische, abergläubische Praktiken und Umgang mit bösen Geistern zu unterstellen, was als Indiz für eine Anklage als Hexe genutzt wurde.

Warum war das Tragen von Männerkleidung ein so schwerwiegender Anklagepunkt?

Im Mittelalter galt das Tragen von Männerkleidung durch eine Frau als Verstoß gegen die von Gott gewollte natürliche Ordnung und wurde daher als Häresie und Beweis für ein teuflisches Wesen gewertet.

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Details

Title
Jeanne d’Arc – als Hexe oder aus politischen Gründen verurteilt?
Subtitle
Analyse des Verurteilungs- und Revisionsprozesses
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturgeschichte )
Course
Hexen - ein europäischer Mythos?
Grade
1,7
Author
Katharina Rothe (Author)
Publication Year
2009
Pages
32
Catalog Number
V182333
ISBN (eBook)
9783656059103
ISBN (Book)
9783656058960
Language
German
Tags
Johanna von Orleans Jeanne d´Arc Hexen Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Rothe (Author), 2009, Jeanne d’Arc – als Hexe oder aus politischen Gründen verurteilt? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182333
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