Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ruso / Lenguas eslavas

Träume in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“

Título: Träume in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“

Trabajo , 2010 , 31 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anastasia Heidrich (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Träume1 sind ein fester Bestandteil unseres Lebens. Die Menschheit hat sich seit jeher mit Träumen beschäftigt. In der fiktionalen Literatur nehmen Träume einen wichtigen Platz ein und übernehmen mehrere Funktionen.
Eine besonders große Aufmerksamkeit gewinnen Träume in der Romantik. Die Romantiker gehören zu den ersten, die das „Unbewusste“ des menschlichen Daseins beschreiben und ein besonderes Interesse an Träumen als Ausdruck dieses Unbewussten entwickeln.
Die Geschichte der Traumdarstellung in der russischen Literatur hat eine lange Tradition und erreicht ihren Höhepunkt im 19.Jahrhundert. „In virtually every major novel writting during the nineteenth century, Russian writers evinced an overwhelming fascination with dreams: their fictional heroes and heroines fall asleep and, almost without exception, witness imaginative night visions.“ 2
F.M. Dostoevskij zählt zu den bedeutendsten Repräsentanten des russischen Romans des 19. Jahrhunderts. Dostoevskijs Originalität als Künstler besteht darin, dass er neue Formen der künstlerischen Vision in die Literatur mitbrachte. Eine solche Form ist der Traum. Dostoevskij beschreibt in seinen Werken nicht nur das bewusste Leben seiner Protagonisten, sondern auch ihre inneren, ihnen unbewusste Vorgänge. Er setzt damit eine Tradition fort, die in der Romantik ihren Anfang nahm.
Die Wörter „son“ und „snovidenie“ (Traum, Traum/Nachtvision) kommen in den Titeln von drei Werken Dostoevskijs („Djadjuškin son“, „Peterburgskie snovidenija v stihah i proze“, „Son smešnogo čeloveka“) vor. Aber auch die Helden der anderen Erzählungen und Romanen sehen besondere Träume, die der Autor auswendig beschreibt.
Das Interesse dieser Arbeit gilt ausschließlich den Träumen des Romans „Verbrechen und Strafe“. Dieser Roman ist besonders reich an Träumen, die eine enorm wichtige Rolle für das Konzept des gesamten Werkes spielen. Angesichts der unzureichenden Untersuchungen auf diesem Gebiet soll die Arbeit einen Beitrag dazu leisten, auf Grundlage der ausgewählten Beispiele die Besonderheiten der Traumdarstellung Dostoevskijs darzulegen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Träume: ein Überblick

1.1. Träume in der Literatur

1.2. Träume im Werk Dostoevskijs

2. Träume in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“

2.1. Raskol'nikovs Träume

2.1.1. Erster Traum

2.1.2. Zweiter Traum

2.1.3. Dritter Traum

2.1.4. Vierter Traum

2.1.5. Fünfter Traum

2.1.6. Träume Raskol'nikovs im Kontext des Romans

2.2. Svidrigajlovs Träume

3. Optische und akustische Ebenen in den Träumen

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Träume im Roman „Verbrechen und Strafe“ von F.M. Dostoevskij. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Träume als psychologische Instrumente fungieren, die tiefere Schichten des Unbewussten der Protagonisten offenlegen, ihre moralischen Konflikte spiegeln und maßgeblich zum Verständnis der Romanhandlung beitragen.

  • Die Funktion literarischer Träume im 19. Jahrhundert
  • Systematische Analyse der fünf Träume Raskol'nikovs
  • Vergleichende Untersuchung der Alpträume Svidrigajlovs
  • Symbolik von Farben und Geräuschkulissen in Traumszenen
  • Die Verbindung zwischen Traumbildern und der realen Romanhandlung

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Erster Traum

Den ersten Traum sieht Raskol'nikov kurz vor dem Mord, als er unter einem Busch im Park nach der „Probe" und dem schweren Treffen mit Marmeladov eingeschlafen ist.

Dieser Traum wird durch eine Charakteristik der Träume „im krankhaften Zustand“ eingeleitet: „В болезненном состоянии сны отличаются часто необыкновенною выпуклостию, яркостью и чрезвычайным сходством с действительностью. Слагается иногда картина чудовищная, но обстановка и весь процесс всего представления бывают при этом до того вероятны и с такими тонкими, неожиданными, но художественно соответствующими всей полноте картины подробностями, что их и не выдумать наяву этому же самому сновидцу, будь он такой же художник, как Пушкин или Тургенев. Такие сны, болезненные сны, всегда долго помнятся и производят сильное впечатление на расстроенный и уже возбужденный организм человека.“

Da sich Raskol'nikov im Laufe des ganzen Romans im krankhaften Zustand befindet, sind alle seine Träume krankhaft. Man kann sagen, dass diese Einleitung vor dem ersten Traum alle seine Träume kommentiert.

Der erste Traum ist schwer, qualvoll, erschöpfend und sehr reich an Symbolen. Er wird direkt, unmittelbar und ausdrücklich eingeleitet: „Страшный сон приснился Раскольникову.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Träumen in der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts und Eingrenzung des Themas auf Dostoevskijs „Verbrechen und Strafe“.

1. Träume: ein Überblick: Theoretische Grundlagen und Motivfunktionen von Träumen in der fiktionalen Literatur sowie deren spezifische Rolle bei Dostoevskij.

2. Träume in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“: Systematische Analyse der Träume von Raskol'nikov und Svidrigajlov hinsichtlich ihrer psychologischen Aussagekraft.

3. Optische und akustische Ebenen in den Träumen: Untersuchung der symbolischen Verwendung von Farben, Schrei-Motiven und Stille innerhalb der Traumszenen.

4. Schlusswort: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Dostoevskijs Träume ein zentrales Werkzeug zur künstlerischen Darstellung menschlicher Abgründe und Entwicklungsprozesse sind.

Schlüsselwörter

Dostoevskij, Verbrechen und Strafe, Raskol'nikov, Svidrigajlov, Traumdeutung, Unbewusstes, Literatur des 19. Jahrhunderts, Alptraum, Symbolik, Psychologie, Schuld, Moral, russische Literatur, Traummotiv, Bewusstwerdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Symbolik von Träumen im Roman „Verbrechen und Strafe“ von F.M. Dostoevskij, um deren Einfluss auf die psychologische Gestaltung der Hauptfiguren zu beleuchten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die literarische Traumdarstellung, die Psychoanalyse der Romanfiguren, die Verbindung von Traum und Realität sowie die symbolische Bedeutung von Farben und Geräuschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Dostoevskij Träume als „Hebel“ nutzt, um die unterbewussten Tiefenschichten seiner Protagonisten freizulegen und deren Entwicklung bis hin zur moralischen Umkehr darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textanalytischen und motivgeschichtlichen Vorgehensweise, wobei die Träume systematisch im Kontext der Gesamthandlung interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der fünf Träume Raskol'nikovs, die Untersuchung der Alpträume seines Doppelgängers Svidrigajlov und eine Untersuchung der sinnlichen Gestaltungsmittel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie Raskol'nikov, Alptraum, symbolische Träume, Unbewusstes, Schuldverdrängung und moralische Transformation stehen im Mittelpunkt.

Wie unterscheidet sich Raskol'nikovs fünfter Traum von den vorangegangenen?

Er ist allegorisch und abstrakt gestaltet, zeigt ein apokalyptisches Panorama einer Seuche und markiert den Übergang von der individuellen psychologischen Krise zur philosophischen Schlussfolgerung des Werks.

Welche Rolle spielt die „Stille“ in den Träumen Raskol'nikovs?

Die Stille fungiert im vierten Traum als bedeutendes Element der Verunsicherung, das einen starken Kontrast zur lautstarken Geräuschkulisse anderer Traumszenen bildet.

Warum wird Svidrigajlov als Doppelgänger Raskol'nikovs interpretiert?

Er verkörpert die letzte Konsequenz des Weges, den Raskol'nikov betritt, und dient ihm in der Erzählung als ein prophetischer Spiegel für die Folgen seiner pseudowissenschaftlichen Theorie.

Inwiefern werden Farben in den Träumen symbolisch genutzt?

Dostoevskij nutzt beispielsweise „Rot“ als Zeichen für Krankheit, Tod und Brutalität, während „Grün“ und „Weiß“ oft mit Reinheit und Hoffnung assoziiert werden, um emotionale Zustände zu verdeutlichen.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Träume in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Curso
Hauptseminar „F.M. Dostoevskij“
Calificación
1,0
Autor
Anastasia Heidrich (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
31
No. de catálogo
V182376
ISBN (Ebook)
9783656064039
ISBN (Libro)
9783656063834
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verbrechen und Strafe Schuld und Sühne Dostoevskij Dostojewski Träume Raskol'nikov
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anastasia Heidrich (Autor), 2010, Träume in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182376
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  31  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint