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Kompetenz als Mantra neoliberaler Bildungsreform

Die Kompetenzdebatte in ihrer semantischen Weitläufigkeit und inhaltlichen Kurzatmigkeit

Titel: Kompetenz als Mantra neoliberaler Bildungsreform

Hausarbeit , 2011 , 11 Seiten

Autor:in: Anna Donderer (Autor:in)

Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Vorwort
2. Kompetenz-Was ist das?
2.1 Begriffshistorische Bestimmung von Kompetenz
2.2 Abgrenzung und Orientierung des Kompetenzbegriffs
3. Pädagogischer Kompetenzdiskurs: Neoliberale Rationalisierung und
kybernetische Subjektivität
4. Schlusswort

Literatur

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Kompetenz- Was ist das?

2.1 Begriffshistorische Bestimmung von Kompetenz

2.2 Abgrenzung und Orientierung des Kompetenzbegriffs

3. Pädagogischer Kompetenzdiskurs: Neoliberale Rationalisierung und kybernetische Subjektivität

4. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem inflationären Gebrauch des Kompetenzbegriffs im Kontext neoliberaler Bildungsreformen auseinander und untersucht dessen semantische Ausdehnung sowie die damit einhergehende inhaltliche Entleerung.

  • Historische Herleitung und interdisziplinäre Verwendung des Kompetenzbegriffs
  • Differenzierung zwischen Kompetenz, Bildung und Qualifikation
  • Analyse der neoliberalen Rationalisierung im pädagogischen Diskurs
  • Kritik an der Übertragung gesellschaftlicher Verantwortung auf das Individuum

Auszug aus dem Buch

Pädagogischer Kompetenzdiskurs: Neoliberale Rationalisierung und kybernetische Subjektivität

Der pädagogische Kompetenzdiskurs, kann durch zwei Richtungen gekennzeichnet werden: eine wissenspsychologische und eine anthropologisierende Ausrichtung. Das Ziel besteht im Anschluss an die psychologische Wissensforschung, mit dem Begriff der Kompetenz ein großes Feld von Fertigkeitsbereichen zu definieren und empirisch zu überprüfen. Der Kompetenzbegriff ist im Sinne von grundlegend und elementar an das Individuum adressiert. Dies bedeutet, dass hauptsächlich individuell-allgemeine Fähigkeiten gemessen und verglichen werden. Im Verglich zum Bildungsbegriff wird Kompetenz bewusst funktionalistisch gefasst. Zusätzlich wird betont, dass der Kompetenzbegriff sich nicht auf die Bildungstradition bezieht, sondern ein notwendiges Wissen und Können zur Bewältigung von Alltagssituationen darstellt. An diesem Beispiel zeigt sich, wie sich der Kompetenzbegriff vom Bildungsbegriff abkoppelt, da es sich um zwei verschiedene Bildungsprinzipien handelt. Hauptfunktion des Kompetenzkonzepts ist die sowohl Messbarkeit als auch die Vergleichbarkeit (vgl. Höhne 2007,S.33).

Ein weiterer wichtiger Fakt, den Kompetenzbegriff zu durchleuchten, ist zu untersuchen, wann und in welchem historischen Kontext ein Begriff auftaucht. Was nun die Entwicklung des Kompetenzkonzepts in der Pädagogik betrifft, so zeigt sich ein klarer Wechsel der Begriffe „Qualifikationen“ und „Schlüsselqualifikationen“ hin zu „Kompetenzen“. Legitimiert wird diese Wende aufgrund von neuen Herausforderungen und Notwendigkeiten, die der gesellschaftliche Wandel mit sich bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitende Kritik an der inflationären Verwendung des Begriffs „Kompetenz“ in der heutigen Gesellschaft, illustriert durch zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen.

2. Kompetenz- Was ist das?: Definition des Begriffs durch eine begriffsgeschichtliche Herleitung aus Biologie, Psychologie und Linguistik sowie eine klare Abgrenzung von Begriffen wie Bildung und Qualifikation.

3. Pädagogischer Kompetenzdiskurs: Neoliberale Rationalisierung und kybernetische Subjektivität: Kritische Analyse darüber, wie der Kompetenzbegriff zur Individualisierung von Verantwortung beiträgt und ein neoliberales Subjektbild fördert.

4. Schlusswort: Zusammenfassende Reflexion über die Notwendigkeit, mit Inkompetenz kompetent umzugehen, und Plädoyer für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kompetenzdiskurs.

Schlüsselwörter

Kompetenz, Neoliberalismus, Bildungsreform, Kompetenzdiskurs, Subjektivität, Individualisierung, Qualifikation, Bildung, Selbstorganisation, Inkompetenz, Markt, pädagogische Rationalisierung, Messbarkeit, Vergleichbarkeit, Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht kritisch, wie sich der Begriff „Kompetenz“ zu einem zentralen, aber semantisch weitläufigen Leitbegriff neoliberaler Bildungsreformen entwickelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Begriffs, seiner begrifflichen Abgrenzung zu traditioneller Bildung sowie der Verknüpfung von Kompetenzzuschreibungen mit neoliberalen Gesellschaftsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Ziel ist es, die inhaltliche Kurzatmigkeit der aktuellen Kompetenzdebatte aufzuzeigen und die Gefahren einer funktionalistischen Sichtweise auf Bildung und Subjektivität zu verdeutlichen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Untersuchung, die auf der begriffsgeschichtlichen Rekonstruktion und einer kritischen Literaturarbeit basiert.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Definition von Kompetenz und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der pädagogischen Rationalisierung und der damit einhergehenden Veränderung des Selbstverständnisses von Individuen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „neoliberale Bildungsreform“, „Kompetenzdiskurs“, „Individualisierung“ und „funktionale Bildung“ zusammenfassen.

Wie unterscheidet sich der hier verwendete Kompetenzbegriff vom klassischen Bildungsbegriff?

Während Bildung auf das Dasein des Menschen insgesamt abzielt und oft zweckfrei sein kann, ist der Kompetenzbegriff funktionalistisch geprägt und auf die Messbarkeit sowie die Lösung von Alltagsproblemen fokussiert.

Warum wird im Schlusswort eine „Inkompetenz-Kompensationskompetenz“ als zentral bezeichnet?

Der Autor argumentiert mit Bezug auf Geißler, dass angesichts der heutigen Wissensexplosion die Fähigkeit, das eigene Nichtwissen kompetent zu handhaben, wichtiger ist als das bloße Ansammeln von Fertigkeiten.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kompetenz als Mantra neoliberaler Bildungsreform
Untertitel
Die Kompetenzdebatte in ihrer semantischen Weitläufigkeit und inhaltlichen Kurzatmigkeit
Hochschule
Universität Augsburg
Autor
Anna Donderer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V182381
ISBN (eBook)
9783656061076
ISBN (Buch)
9783656061120
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kompetenz mantra bildungsreform kompetenzdebatte weitläufigkeit kurzatmigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Donderer (Autor:in), 2011, Kompetenz als Mantra neoliberaler Bildungsreform , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182381
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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