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Flash Crash: Elektronischer Börsenhandel

Título: Flash Crash: Elektronischer Börsenhandel

Tesis (Bachelor) , 2011 , 49 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jakob Miera (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Resumen Extracto de texto Detalles

Am 06. Mai 2010 um 14:30 Uhr, New Yorker Zeit, sorgte ein sog. Flash Crash für den größten Kurssprung der jemals an einer Börse in sehr kurzer Zeit beobachtet wurde. Der Dow-Jones-Industrial-Average-Index (DJIA) verlor in wenigen Minuten knapp 1000 Punkte. Der S&P 500 sank in sechs Minuten um nahezu sechs Prozent. Innerhalb von zehn Minuten wurden am Dow-Jones ca. 1,3 Milliarden Aktien gehandelt, ein Vielfaches des durchschnittlichen Volumens. Einige Aktien verloren bis zu 99 Prozent ihres Wertes. Fast ebenso schnell, wie die Aktien an Wert verloren, so erholten sie sich blitzartig in den folgenden Minuten wieder. Am Handelsschluss betrug der Verlust des DJIA im Vergleich zum Vortag „nur“ noch drei Prozent.

Dies war ein völlig überraschender Schock für die Aktienmärkte und die Finanzaufsichten. Wie konnte es zu solchen Kurssprüngen kommen? Zunächst wurde von einem „Fat-Finger“-Trade ausgegangen, bei dem sich ein Börsenhändler beim Verkauf einer Aktienposition um mehrere Nullstellen vertippt haben soll. Schnell wurde den meisten bewusst, dass die Ursache der Geschehnisse nicht so einfach sein kann. Am 30. September 2010 veröffentlichen die US-Aufsichtsbehörden einen offiziellen Abschlussbericht, der den Kurseinbruch untersuchte. Vielmehr war der Crash eine Folge der strukturellen Veränderungen der Börse.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die vorliegende Bachelorarbeit einer umfassenden Analyse des Flash Crashs. Zu diesem Zweck wird zunächst der generelle Hintergrund der Aktienmärkte beleuchtet, um einen Einblick in die Prozesse und Mechanismen der Börse zu bekommen. Weiter wird gezeigt welchen Einfluss die Entwicklung der Informations- und Kommunikationssysteme auf die Börse hat.
Anschließend wird der Flash Crash genauer beschrieben und analysiert. Zunächst erfolgt anhand des offiziellen Abschlussberichts der CFTC/SEC eine exakte Betrachtung des Ablaufs. Nachfolgend werden die Konsequenzen und die durchgeführten Veränderungen der SEC auf die Geschehnisse genannt.

Abschließend wird im Rahmen einer kritischen Evaluierung des Flash Crash vom 6. Mai 2010 die Notwendigkeit bzw. werden die verschiedenen Möglichkeiten zur Vermeidung erneuter Flash Crash diskutiert. Hieraus werden Implikationen zur Verbesserung des Aktienhandels und der gängigen Systeme abgeleitet. Des Weiteren wird zur Analyse des Flash Crash das Augenmerk auf algorithmische Handelssysteme gelegt, um deren möglichen signifikanten Einfluss auf den extremen Kurssprung zu untersuchen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BÖRSENHANDEL

2.1 TRANSAKTIONSPROZESS DER BÖRSE

2.1.1. MARKTTEILNEHMER UND PRODUKTE

2.1.2. ORDERS

2.1.3 PREISBILDUNG UND MATCHING

2.2 DER WANDEL ZUR ELEKTRONISCHEN PLATTFORM

2.2.1 COMPUTERISIERUNG DES WERTPAPIERHANDELS

2.2.2 ATS

2.3 LIQUIDITÄT

3 FLASH CRASH

3.1 BERICHT DER SEC/CFTC – ABLAUF DES FLASH CRASH

3.2 LÖSUNG DER CFTC/SEC

3.2.1 LIQUIDITÄTSKRISE BEIM E-MINI

3.2.2 LIQUIDITÄTSKRISE ETF UND AKTIEN

3.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN DES BERICHTES

3.4 KONSEQUENZEN

3.4.1 STORNIERUNG VON TRADES

3.4.2 VERÄNDERUNGEN DER REGELN

3.4.3 GEPLANTE SCHUTZMAẞNAHMEN

3.5 WEITERE FAKTOREN

3.5.1 HIGH FREQUENCY TRADER ALS AUSLÖSER

3.5.2 TOXIZITÄT IM MARKT

3.5.3 QUOTE STUFFING

3.5.4 INTERMARKET SWEEP ORDER

3.5.5 WECHSELKURSSCHWANKUNGEN

3.5.6 FAT-FINGER-THEORIE

4 ALGORITHMIC TRADING

4.1 EIGENSCHAFTEN DES ALGORITHMIC TRADING

4.2 HFT

5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen des „Flash Crash“ vom 6. Mai 2010, bei dem es zu einem kurzfristigen, massiven Kurseinbruch an den US-Finanzmärkten kam. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern strukturelle Veränderungen durch den elektronischen Handel und algorithmische Strategien zu diesem extremen Ereignis beigetragen haben.

  • Grundlagen des modernen Börsenhandels und Transaktionsprozesse.
  • Analyse des Flash Crash Ablaufs basierend auf CFTC/SEC-Berichten.
  • Untersuchung der Rolle von High-Frequency-Trading (HFT) und Algorithmen.
  • Diskussion von Liquiditätskrisen, Toxizität im Orderfluss und systemischen Risiken.
  • Evaluierung regulatorischer Schutzmaßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Crashs.

Auszug aus dem Buch

3.5.3 Quote Stuffing

Die NANEX veröffentlichte eine Theorie die das Quote Stuffing als Mitauslöser für den Flash Crash sieht. Beim Quote Stuffing werden in kürzester Zeit tausende Kauf- und Verkaufsaufträge, die meist knapp über oder unter dem aktuellen Kurs liegen, für eine Aktie generiert. Fast so schnell wie die Wertpapierhandelsaufträge von den High Frequency Tradern im Markt platziert werden, stornieren sie diese wieder. Diese Scheinorders können das Marktvolumen stark erhöhen und die Mikrostruktur des Marktes verändern, indem sie den Kurs beeinflussen und die Volatilität erhöhen.

Aktuell gibt es neun verschiedene Börsen und alternative Handelssysteme die Orders zu an der NYSE gelistete Aktien weiterleiten. Jede Börse bietet einen Geld und Briefkurs für die von ihnen gehandelten Aktien an. Der höchste Geldkurs und niedrigste Briefkurs werden zum „National Bid Best Offer“ (NBBO) angeboten. Die unterschiedlichen Börsen konkurrieren um den besten Geld und Briefkurs, damit die Aufträge an ihre Systeme übermittelt werden. Ferner versuchen sie Kursdifferenzen untereinander zu vermeiden, da sonst High Frequency Trader diese minimalen Preisdifferenzen für Arbitrage-Geschäfte nutzen könnten.

Anhand von CQS-Daten ist zu erkennen, dass während dem Flash Crash bis zu 5000 Quotes pro Sekunde für Aktien gestellt wurden. D.h., dass zu viele Aufträge an das System der New Yorker Börse gesandt und wieder storniert wurden. Folge war eine Verzögerung der Daten. Größtenteils waren die übermittelten Aufträge weit entfernt vom NBBO. Durch die große Anzahl an Handelsaufträgen lieferte die NYSE CQS-Daten mit einer Verzögerung von bis zu 24 Sekunden. Die mitgelieferte Zeitmarke der Quotes suggerierte, dass die Daten gültig waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Phänomen des Flash Crash am 6. Mai 2010 und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 BÖRSENHANDEL: Beschreibung der Transaktionsprozesse, Marktteilnehmer sowie der Entwicklung hin zu elektronischen Handelsplattformen.

3 FLASH CRASH: Detaillierte Analyse des Ablaufs, der behördlichen Lösungsansätze sowie der verschiedenen Ursachenfaktoren des Flash Crash.

4 ALGORITHMIC TRADING: Erläuterung der Grundlagen des computergestützten Handels und der spezifischen Charakteristika von High-Frequency-Trading.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG: Kritische Reflexion der Ereignisse, der Rolle der HFT und Diskussion zukünftiger regulatorischer Anforderungen.

Schlüsselwörter

Flash Crash, Börsenhandel, High Frequency Trading, HFT, Liquidität, Algorithmic Trading, SEC, CFTC, Quote Stuffing, Marktstruktur, Volatilität, Finanzmärkte, Orderbuch, elektronischer Handel, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den sogenannten „Flash Crash“ vom 6. Mai 2010, bei dem es an den US-Börsen zu einem blitzartigen und drastischen Kursverfall kam.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Struktur elektronischer Handelsplattformen, die Funktionsweise von Algorithmen und High-Frequency-Trading sowie deren Einfluss auf die Marktliquidität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die umfassende Analyse der Ursachen des Flash Crashs, um zu verstehen, wie technologische Veränderungen im Aktienhandel zur Instabilität beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Berichtsanalyse, insbesondere basierend auf dem offiziellen Abschlussbericht der US-Aufsichtsbehörden CFTC und SEC.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des modernen Börsenhandels dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Rekonstruktion des Crash-Ablaufs und einer Diskussion verschiedener Auslösefaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Flash Crash, High Frequency Trading (HFT), Marktliquidität, Algorithmic Trading und regulatorische Schutzmaßnahmen.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Fat-Finger-Theorie“ bei den Untersuchungen?

Die Theorie vermutete einen Tippfehler bei einem großen Aktienverkauf, wurde jedoch durch Analysen als eher nachgelagertes Ereignis entkräftet, da der Markt bereits zuvor eingebrochen war.

Inwiefern hat „Quote Stuffing“ den Flash Crash beeinflusst?

Quote Stuffing führte durch eine Flut an Scheinorders zu einer enormen Auslastung des Handelssystems und Datenverzögerungen, was die Marktlage unübersichtlich machte und Liquidität entzog.

Final del extracto de 49 páginas  - subir

Detalles

Título
Flash Crash: Elektronischer Börsenhandel
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Mercator School of Management)
Calificación
1,7
Autor
Jakob Miera (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
49
No. de catálogo
V182666
ISBN (Ebook)
9783656063940
ISBN (Libro)
9783656063704
Idioma
Alemán
Etiqueta
flash crash elektronischer börsenhandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jakob Miera (Autor), 2011, Flash Crash: Elektronischer Börsenhandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182666
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Extracto de  49  Páginas
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