Hochmittelalterliche Kaufmannsiedlungen in der Niederlausitz und an der Schwarzen Elster als archäologische Problemstellung


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2011
54 Seiten

Leseprobe

Hochmittelalterliche Kaufmannsiedlungen

in der Niederlausitz und an der Schwarzen Elster

als archäologische Problemstellung1

Bruno Mézec

Bisherige Äußerungen zur Stadtgenese in der Niederlausitz und im westlich davor liegenden Abschnitt der Schwarzen Elster gingen teilweise2 von kaufmännischen Impulsen aus. Vor allem das Vorhandensein von Kaufmannsiedlungen wird in allen publizistischen Genres bis hin zu wissenschaftlichen Publikationen gern, wenn auch zuweilen mit Vorbehalt, behauptet oder suggeriert. Dies betrifft in den Arbeiten von Blaschke besonders die Städte Forst, Lübben, Herzberg, Luckau und Cottbus,3 wo sich diese Annahme in einem breiten Spektrum weiterer Veröffentlichungen widerspiegelt.4 Auch Uebigau5 und

Bad Liebenwerda6 an der Schwarzen Elster wurden in Anlehnung an diese Anregung als Kaufmannsiedlung angesprochen. Einige in diesem Zusammenhang verwendete Formulierungen, beispielsweise „Marktsiedlung der Kaufleute „Kaufmannsstadt“, oder „Bürgerstädte mit zur Kaufmannsiedlung gehörendem Markt“ schießen über orthodoxe Vorstellungen hinaus – um es vorsichtig zu formulieren – und verraten eine anscheinend weit verbreitete Unkenntnis in Bezug auf Vorgänge der Stadtgenese. Daher zuerst einige Erläuterungen zu diesem bis dato eminent wichtigen stadtgenetischen Ansatz, bevor durch Hinweise auf archäologische Quellen gefragt wird, ob überhaupt noch Platz für Kaufmannsphantasien bleibt.

Wandel durch Handel

Obwohl das Suchen nach urbanitätsstiftenden Kaufmannsiedlungen, beispielsweise in Form von Kaufmannswiken7 Kaufleutekolonien8 oder Nikolaisiedlungen9 eine längere Tradition hat, sind derartige Termini keinesfalls deckungsgleich. Blaschke kommt der Verdienst zu, der begrifflichen Neubildung ‚Kaufmannsiedlung’ eine gewisse Präzisierung geben zu wollen. Ihm zufolge darf man sich unter diesem Begriff eine von personenrechtlich freien (d.h. von grundherrlichen oder kirchlichen Bindungen unabhängigen) und genossenschaftlich organisierten, deutsch-christlichen Fernhändlern bewohnte, im verfassungstechnischen Sinne prä-urbane Siedlung vorstellen, deren Bedeutung für die nachfolgende Stadtbildung hervorgehoben wird. Die in zahlreichen Beiträgen vorgestellten Anregungen zur Bedeutung von Kaufmannsiedlungen dieses Genres im Urbanisierungsprozess und die als Bedingung ihrer empirischen Verifizierung notwendige Begleitbehauptung, Nikolaikirchen wiesen sie aus,10 stellen einen der beliebtesten, wenn nicht immer stillschweigend akzeptierten,11 keinesfalls konkurrenzlosen, aber durchaus anfechtbaren ‚Fertigbaustein’ zur mitteleuropäischen Stadtentstehung dar. Dieser Theorienkomplex entstammt der bürgerlichen Geschichtsschreibung12 und wurde von Stadtforschern auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs gern bedient.13 Ob es sich hier um eine Umwandlung der bisherigen – nicht zuletzt wegen ihrer Selbstherrlichkeit in Verruf geratenen14 – bürgerlich-kaufmännischen Ansätze15 handelt, lasse ich vorerst dahingestellt.16

Im Gegensatz zu der eher logisch-empirischen, d.h. quellenkritisch vergleichenden Methode Schlesingers handelt es sich um eine zunächst auf kartenkundlichen Anfangsverdacht17 bzw. Überlegungen zu Toponymen beruhende, wohl analogisch-reduktive, dazu durch eine pragmatische Vorliebe zum freien Handel geleitete Theorie. Die Kaufmannthese entstand – wenn auch zugegebenermaßen nicht ausdrücklich – in Anlehnung an überwiegend archäologisch erfasste und nicht zuletzt von der bürgerlichen Geschichtsschreibung ebenfalls stilisierte Bewohner küstennaher Handelsemporien einer früheren Epoche,18 als deren inländisches Pendant.19 Derartige Kaufmannsiedlungen wurden vom Erfinder selbst in verstreuten Regionen identifiziert20 und die Kaufmannthese ist von seinen Anhängern weiträumig in alle Himmelsrichtungen, meist ohne archäologischen Querverweis – obwohl man es hier eindeutig mit einem frühgeschichtlichen Forschungsobjekt zu tun hat – getragen worden.

Dass Kaufmannsschichten im hohen Mittelalter bevorzugt in der Nähe kaufkräftiger Kundschaften, z.B. Bischofssitze oder Bergbausiedlungen, in Erscheinung traten, ist selbstredend. Demzufolge wären Kaufmannsiedlungen eine sekundäre Begleiterscheinung. Vorstellungen, nach denen freie Kaufleute sich an günstigen Straßenkreuzungen niederließen, um auf Kundschaft zu warten, widersprechen Erkenntnissen bezüglich der Natur des mittelalterlichen Fernhandels, der im gegebenen Zeitraum, auf welche Art auch immer, herrschaftsgebunden war,21 und bedienen moderne Vorstellungen.

Die Bedeutung der nach 1100 weitestgehend beseitigten22 Handelsprivilegien aus ottonischer Zeit darf nicht überbewertet werden. Eine Berufung auf den Status als Königsmuntlinge geschah im Hochmittelalter zunehmend erst dann, wenn man ein Argument gegen die als restriktiv empfundenen sozialen Bedingungen des neuen ‚Schutzherrn’ brauchte.23 Von Handelsfreiheit kann nur im relativen Sinne innerhalb eines stets vorhandenen, wie auch immer gearteten Banns die Rede sein. Zudem muss davor gewarnt werden, dieses für das Altsiedelland entworfene Model unkritisch durch Analogieschluss auf einen kolonialen Siedlungsrahmen zu übertragen. Zum einen spricht Schlesingers noch gültige Beobachtung der „Bindung des bäuerlichen und des kaufmännischen Elements“ im kolonialen Siedlungsvorgang24 gegen eine Passgenauigkeit der Kaufmannsthese östlich der Elbe. Kaufmannsiedlungen wären – Schlesingers Feststellung folgend – kaum nachhaltig gewesen und hätten sich nur durch den Zuzug anderer Berufsgruppen behaupten können. Auf die richtige Mischung kam es bewusst an. Wo sich ein kaufmännisches Element in der ‚Stadtplanung’ nachweisen lässt, ist es, wenn auch Unternehmerkonsortien zugegebener Weise gelegentlich zur Initiative griffen,25 stets eine in grundherrlicher Aufsicht hinzu genommene Komponente ohne stadtgenetische Vorrangstellung. Nichtsdestotrotz wird an der Existenz von Kaufmannsiedlungen in den höchsten akademischen Kreisen weitestgehend festgehalten. Zu den vorrangig diskutierten Kaufmannsiedlungskandidaten östlich der Elbe zählen Alt-Lübeck, Brandenburg a.d. Havel und Frankfurt a.d. Oder. Trotz Behauptungen, Kaufmannsiedlungen seien nachweisbar, halte ich die angegebenen Quellennachweise für fragwürdig26 bzw. durchaus gründlich, aber sehr gewagt.27 Auch hier bleibt die Integrität dieses Begriffs im Grunde genommen unangefochten.

Nun, heilige Kühe schlachtet man bekanntlich nicht gern. Ich möchte trotzdem, wenn nur zu Belebungszwecken der Diskussion, anzweifeln, ob es derart genossenschaftliche herrschaftsferne Kaufmannsiedlungen unmittelbar vor der Verstädterung, d.h. ab Mitte des 12. bis spätestens bis Mitte des 13. Jahrhunderts, zwischen Elbe und Oder überhaupt gegeben hat. Ein eindeutiger urkundlicher Niederschlag ist zumindest kaum fassbar, und Bezeichnungen wie colonia mercatorum/ colonia … mercatores28 sind zu selten, um sie für repräsentativ halten zu können. Viel eher spricht o.g. Herrschaftsgebundenheit der Kaufleute im hohen Mittelalter für eine Unterbringung in diversen, wirtschaftlich und sozial, vor allem im Sinne von Rechtsstatus ihrer Einwohner, eventuell auch in ethnischer Hinsicht, heterogenen Siedlungsgattungen, deren Existenz durch eine Vielzahl von früh- und vorstädtischen Bezeichnungen, beispielsweise Wik, suburbium, oppidum und villa fori belegt ist.29 Der Versuch, Blaschkes hypothetisches Konstrukt in letztgenannte Siedlungstypen zu zwingen,30 kann nur mit Skepsis betrachtet werden.

Der Kaufmann im archäologischen Befund

Wenn oben vorgetragene Bemerkungen in Beziehung zur Frage der Stadtgenese unschlüssig sind, wie ist es mit der Archäologie selbst bestellt? Lassen sich Zeugnisse kaufmännischen Treibens durch Beobachtungen zu ihren Hinterlassenschaften auf einem direkteren Weg bewerkstelligen? Im prominentesten Kaufmannsiedlungsfall Brandenburg a.d.H. blieb eine Zusammenstellung der weiträumig durchgeführten archäologischen Untersuchungen31 in Bezug auf diese Fragestellung unschlüssig. Dies sollte nicht als Kritik empfunden werden, sondern es unterstreicht die Schwierigkeiten, durch „Profilstudien“ Rückschlüsse auf mittelalterliche Kaufmänner zu machen. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre die Archäologie, nicht zu letzt wegen der zu erwartenden Überlagerungen und damit verbundenen Störungen, aber auch aufgrund sonstiger fehlender, weiterführender Anhaltspunkte kaum in der Lage, Kaufmannsiedlungen, falls es sie gegeben hat, archäologisch zu identifizieren. Die Ausweisung durch das Vorhandensein von Münzen, Waagen und Gewichten32 ist nur bedingt zulässig,33 ebenso eine Annäherung durch religiöse Charakteristika allein, besonders spezifisch jüdische.34

Ein Zugang gelänge eventuell durch Überlegungen zum kaufmännischen Behausungsbedarf. Bei einem oben angedeuteten, dem Grundherren dienenden Handelstyp, z.B. je nach Jahreszeit und günstiger Witterung, Aufenthalte kurzer Dauer etc., ist eine notdürftige Behausung in Grubenhäusern, die unter anderem eine spezifisch frühstädtische provisorische Behausungsform waren,35 vorstellbar. Doch außer Kaufleuten könnten sie auch Kolonisten, Wanderbauleuten und anderen Schichten gedient haben. Durch eine Auswertung der damit vergesellschafteten Kulturabfälle ließen sich weitere Erkenntnisse gewinnen.

Grubenhäuser wurden u. a. in Herzberg, Cottbus, Uebigau und Wahrenbrück dokumentiert,36 wobei sie in letztgenannten zwei Fällen nicht auf Flurstücken der ‚gemessenen’ Stadt lagen, sondern am Markt bzw. im Straßenbereich, was durchaus eine prä-städtische Deutung nahe legen könnte. Weitere in Herzbergs Torgauer Straße dokumentierte Gebäude, unter anderen Blockbauten, ließen sich eventuell, den sehr frühen Radiokarbondatierung um das Jahr 116737 nach zu urteilen, einer prä-städtischen Phase zuordnen.

Die Annahme, Herzberg sei aus einer Kaufmannsiedlung hervor gegangen, hat sich in den letzten Jahren bei den wenigen in dieser Stadt tätigen Archäologen verselbstständigt.38 Es wird, auf Blaschke39 verweisend, die Bedeutung des Nikolaipatroziniums als Indikator einer Kaufmannsiedlung betont.40 Auch vom „transkontinentalen Handelsweg“41 ist die Rede, der mutmaßlich mitten durch die Stadt entlang der Torgauer und Schliebener Straße verlief.42 Die Stadtkirche steht an der höchsten Erhebung der Innenstadt. Eine „frühzeitige“ straßenseitige Bebauung wird zunächst in diesem Bereich für denkbar gehalten,43 was durch im selben Beitrag vorgestellte und oben angesprochene Grabungsergebnisse nahe gelegt wird. In diesem Licht erscheint die Mutmaßung zur Lage einer eventuellen Kaufmannsiedlung, die „Marktsiedlung der Kaufleute“ wäre durchaus als „Ufermarkt“ außerhalb der Stadt angesiedelt,44 bemerkenswert, nicht zuletzt wegen dem Zusatz „Markt“.

Dem entgegen zu setzen ist Blaschkes45 Deutung des meist in der Nähe von oder an Fernhandelsstraßen liegenden und in Herzberg belegten Toponyms Plan, der meistens außerhalb, aber auch innerhalb eines befestigten Stadtgefüges vorkommt. Die in Herzberg liegende Flur mit dieser Bezeichnung befindet sich etwas nördlich der Schliebener Straße, innerhalb der zu einem späteren Zeitpunkt von der Stadtmauer umkreisten Altstadt. Zusammenfassend führt Blaschke fort, dass der Plan im Funktionsgefüge der Stadt des Mittelalters ein Platz war, der einem gewissen Warenhandel diente, ohne das volle Marktrecht zu besitzen, und der zumeist an den Anfang der Stadtentwicklung im Anschluss an eine Fernstraße zu stellen ist. Die eigentliche Stadtentstehung hat sich dann aber nicht an den Plan angeschlossen, sondern ist neben ihm, wenn auch in seiner unmittelbaren Nähe, vor sich gegangen.46

Angesichts dieser Andeutungen kommt den seit der Wende in zunehmendem Maße innerhalb der Herzberger Altstadt stattfindenden archäologischen und kunsthistorischen Maßnahmen eine erhebliche Bedeutung zu. Vor allem stellen die im Bereich des Marktplatzes durchgeführten Untersuchungen eine Schlüsselposition bezüglich seiner Entstehung und Entwicklung dar.

Müller schloss anhand des Aufdeckens eines aus sieben Pfostengruben im heutigen Marktbereich belegten, etwa 6 m langen Baus, dass „die heutige Platzsituation im 12./13. Jahrhundert noch nicht existierte. Es scheint einen von der momentanen Situation abweichenden Straßenverlauf gegeben zu haben, dessen ursprüngliche Ausrichtung jedoch nicht nachgewiesen werden konnte“.47 Was dessen Alter angeht, soll er sich in der ältesten anthropogenen Schicht befunden haben, die „aus der Zeit vor der Stadtgründung stammt, wohl ein hochmittelalterliches Stratum, das der frühesten Besiedlung auf einer an der Schwarzen Elster gelegenen und von einem sumpfigen Gelände umgebenen Erhebung zuzuordnen war“.48

Es wurde geschlossen, der heute bestehende Platzcharakter des Marktes im Spätmittelalter war nicht gegeben, und bezweifelt, ob der Markt aus Gründen des Platzmangels dort gehalten wurde.49 Im späteren Beitrag50 wurden diese Äußerungen aufgegeben und nun doch von einem ehemals kleineren Marktplatz ausgegangen.51 Der archäologisch erfasste Vorgängerbau des noch stehenden Rathauses aus dem 17. Jahrhundert spielt eine Schlüsselrolle bei diesen Überlegungen, da er zur Flucht der südlichen Marktbebauung etwas nach Norden versetzt stand.52 Der Versuch, diese Platzsituation bis ins 13. Jahrhundert zurück zu projizieren,53 scheitert an der Tatsache, dass es keine Anhaltspunkte gibt, dass das besagte Rathaus tatsächlich mittelalterlich war. Seine vergleichbare Größe zum neuzeitlichen Nachfolgebau spricht vielmehr dagegen. Das Ausmaß der ehemaligen Marktfläche lässt sich angesichts fehlender Angaben zur Bebauungszeit der um den Markt liegenden Parzellen, wo kaum auswertbare Grabungen durchgeführt wurden,54 schlecht schätzen. Ein mittelalterlicher Straßenmarkt, der von Plate vorausgesetzt wird,55 ist im Übrigen im Untersuchungsgebiet keine Seltenheit.56 Auch der mittig durch den Platz ziehende Graben57 und die Bohlenwege dürften vor einer solchen Deutung nicht abschrecken.

Blaschke verlangte eine Nachprüfung „… ob der Patrozinienwechsel“, der unter anderem im Falle Herzbergs bekannt ist, nicht etwa mit einer Zweistufigkeit der Stadtentstehung in dem Sinne zusammenhängt, dass die Nikolaikirche einer ursprünglichen Kaufmannsiedlung bei der Gründung der späteren Stadt das Marienpatrozinum erhielt, das ja als Patrozinium für die Kirchen von Stadtgemeinden sehr weit verbreitet war.58

Es ist schwer vorstellbar, wie eine derartige „Prüfung“ auszusehen hätte, da weder eine Kaufmannsiedlung noch eine Stadtgründung, lediglich eine Gründungssage,59 belegt sind. Da der Patroziniumwechsel um 1400 erfolgte,60 ist dieses Szenario auszuschließen. Die Popularität dieses Patroziniums blieb bis in das späte Mittelalter bestehen61 und war zudem nicht exklusiv den Kaufmannsgenossenschaften vorbehalten.62 Es ist auch unklar, welche Kirche einer Kaufmannsiedlung hätte dienen können, denn bei der Herzberger Stadtkirche handelt es sich um einen spätgotischen Bau mit Baubeginn um 1350.63 Bei den dort 2001/2002 durchgeführten archäologischen Untersuchungen wurde ein in Massivbauweise errichteter Vorgängerbau in Teilen erfasst. Während der Ausgräber richtiger Weise mit der überlieferten Nikolaikirche zu tun zu haben glaubte,64 erwies sich dessen Bauzeit ins 13. Jahrhundert,65 was eine Zuweisung als Kirche einer Kaufmannsiedlung ausschließen dürfte. Auch deren großzügige Ausmaße deuten darauf hin, dass sie, wie viele vergleichbare Nikolaikirchen, als Stadtkirche gedient hat.66

Blaschke67 nennt Cottbus als Beispiel, in dem „eine Kaufmannsiedlung zum Ausgangspunkt der späteren Stadtentwicklung und ihr Gotteshaus zur vollgültigen Stadtkirche wurde“. Auch Herrmann68 betrachtet das Vorhandensein einer Kaufmannsiedlung dort als beschlossene Sache. Bei Dehio 200069 ist von einer Kaufmannsiedlung im 12. Jahrhundert im Schutze der Burg die Rede. Die Nikolaikirche oder Oberkirche ist eine Backsteinhalle aus den 15. - 16. Jahrhundert.70 Sie befindet sich nahe des Mitte des 12. Jahrhunderts als deutsches Machtzentrum geltenden Schlossbergs71 und wird von Lehmann fälschlicherweise als Burgwardkirche angesprochen.72 Archäologische Beobachtungen und Funde sprechen allerdings dafür, dass sie im Bereich einer Mitte des 12. Jahrhunderts von einer überwiegend slawischen Bevölkerung bewohnten Burgsiedlung stand.73 Seit den 1970er Jahren fanden dort drei Mal Ausgrabungen statt.74 Dabei wurden zwar wichtige Details zu älteren Bauphasen ermittelt, doch zum Aussehen der Kirche im 12. Jahrhundert gibt es noch keine gesicherten Kenntnisse.75 Hier scheint – eine Kirchenstandortkontinuität vorausgesetzt – kein Platz für eine Kaufmannsiedlung zu sein.

Die Luckauer Stadtkirche St. Nikolai76 steht auf dem Kirchplatz. Hierbei handelt es sich um eine gotische dreischiffige Hallenkirche aus Backstein, deren Bau im Jahre 1375 begann. Kunstgeschichtliche Beobachtungen deuten allerdings eine Zeitstellung des Unterbaus des Westturms aus Feldsteinquadern in die Mitte des 13. Jahrhunderts an. Eine Bautätigkeit im Jahre 1291 belegt ein Ablassbrief des Bischof von Naumburg. 1995 sollen bei Grabungen südlich des Südwest-Turms Fundamente eines Vorgängerbaus freigelegt worden sein.77 Auch einige zweit verwendete spätromanische Dekorsteine verweisen auf die Existenz eines Vorgängerbaus um 1200.78 Eine im Jahre 1932 auf der Innenwand des Südturmes entdeckte Inschrift deutet eventuell darauf hin, dass eine hölzerne Burgkirche St. Johannes vor 1200 an dieser Stelle stand.79 In der Tat spricht die Lage der Nikolai Kirche zwischen Burg80 und Marktplatz dafür, dass sie, wie in Falle Cottbus, aus einer Burgkirche hervor gegangen ist. Eine Burgsiedlung in diesem Bereich wird beispielsweise von Heinrich81 und Kirsch/Pohl82 angenommen, ließ sich durch archäologische Beobachtungen83 bisher jedoch nicht nachweisen. Die ehemalige Umgrenzung der Burgsiedlung wird beim Aufgehen in die Stadt möglicherweise verwischt worden sein,84 oder sie verschwand beim Bau des Stadtgrabens. Obwohl eine Siedlungskontinuität spätslawisch-frühdeutsch auf dem Luckauer Schlossberg umstritten ist,85 wird von zwei Siedlungskernen – der schon erwähnten Burgsiedlung im Bereich des Kirchplatzes und dem Markt, dessen Georgenkirche ein ähnliches Alter aufweist86 und durch planmäßigen Ausbau entstand – ausgegangen.87 Zahlreiche Baubegleitmaßnahmen in der Altstadt belegen, dass das bisher unzugängliche morastische Gelände im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts durch aufwendige Arbeiten – beispielsweise 2 m mächtige Aufschüttungen, Entwässerungsgräben und Bohlenwege – erschlossen wurde.88 Erst diese schufen die Voraussetzung einer dauerhaften Besiedlung. Auch die Handelsstraße (Lange Straße) wird demzufolge wohl erst danach angelegt worden sein. Obwohl hier eindeutig Planungsschritte89 zu erkennen sind, ist Vorsicht geboten, nicht zu viel Urbanität hinein zu interpretieren.90 Eine Durchführung dieser Arbeiten unter genossenschaftlicher kaufmännischer Obhut scheint mir möglich, jedoch unwahrscheinlich. Viel eher dürfte man es hier mit einem weiteren Beispiel91 des infrastrukturellen Ausbaus im Umfeld der Marktgründung zu tun zu haben.

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolai (seit 1931 Paul-Gerhardt-Kirche) in Lübben ist eine spätgotische vierjochige Backsteinhalle, deren ältestes sichtbares Mauerwerk aus der Zeit um 1300 stammt.92 Sie steht am begehrtesten Ort weit und breit, am Marktplatz einer nahe der landesherrlichen Burg planmäßig und laut gängiger Meinung im 13. Jahrhundert am günstigsten Flussübergang angelegten, ebenfalls landesherrlichen Stadt.93 Zwischen 1150 und 1180 ist eine deutsche Burg in Lübben überliefert.94 Obwohl die außerhalb der Altstadt stehende Befestigung Burglehn in spätslawischer Zeit anscheinend belegt war,95 dürfte es sich bei den urkundlichen Erwähnungen um eine am Rande der Altstadt gelegene ehemalige Wasserburg handeln,96 die spätestens Anfang des 13. Jahrhunderts „in Betrieb“ gewesen sein dürfte.97 An dieser Stelle sollte eine Kaufmannskirche nicht gestanden haben, es hieße denn, sie wäre älter als besagte Stadt. Während archäologischer Untersuchungen wurden lediglich Fundamentausbruchgräben eines undatierten Vorgängerbaues nachgewiesen.98 Wegen der im 19. Jahrhundert stattgefundenen, tief greifenden Eingriffe in die untertägige Bausubstanz99 dürften die Chancen auf zukünftige Hinweise zu Bauphasen des 12. Jahrhunderts gering sein. Daher sind stadttopologische Überlegungen und die Ergebnisse rezenter Untersuchungen in der Lübbener Altstadt, aber vor allem Hinweise auf eventuelle prä-städtische Befunde von großer Bedeutung.

Bei den in den letzten Jahren um die St. Nikolaikirche stattfindenden archäologischen Untersuchungen blieben Hinweise auf eine Kaufmannsiedlung oder auf eindeutig andersartige prä-städtische Siedlungen100 bisher aus. Zu den ältesten Befunden zählen Ackernutzspuren, d.h. Spaten und Pflugspuren,101 und eventuell auf Rodung hinweisende Schichten.102 Auch hier sind Beobachtungen zu systematischen geländevorbereitenden Maßnahmen zu verzeichnen, beispielsweise dem Anlegen von Entwässerungsgräben, Geländenivellierungen und Aufschüttungen.103 Das morastische, schwer passierbare Gelände wurde von zahlreichen Altarmen durchzogen, die erst im Laufe der Stadtgeschichte zugeschüttet wurden.104

Zu den ältesten, d.h. Anfang des 13. Jahrhunderts datierbaren, strukturellen Befunden zählen Pfostenbauten (1223 und 1224) und Erdkeller.105 Hölzerne Straßenbelege mit teils bis zu sechs Lagen konnten weiträumig, beispielsweise in der Kirchstraße,106 Hauptstraße107 und im Marktbereich108 nachgewiesen werden. Sie werden durch Beobachtungen zum Keramikinventar und stratigraphischen Verhältnissen in der Hauptstraße nach 1300 datiert, beziehungsweise durch Dendrodatierung in das Jahr 1395,109 und in der Kirchstraße ebenfalls ins 14.-15. Jahrhundert.110 Auch Wacker geht davon aus, dass die Hauptstraße erst in Verbindung mit dem Bau der Stadtmauer zu Beginn des 14. Jahrhunderts angelegt wurde.111 Hölzerne Oberflächenbefestigungen am Markt und entlang der Poststraße datieren in die Jahre 1399 und um 1410, beziehungsweise 1385.112 Im selben Zeitraum ist eine Bebauung am Markt (1323 und 1337) nachgewiesen worden.113

Überraschend und erklärungsbedürftig im Vergleich mit Luckau ist die relativ späte Datierung all dieser hölzernen Wegführungen in die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert, die offensichtlich nicht zu der von Forschern erwünschten Stadtgründung des 13. Jahrhunderts gehören können. Sie als „Modernisierung“ zu bezeichnen114 greift daneben, da sich selbst bescheidene Klostermärkte des 13. Jahrhunderts ausgeklügelte Knüppelbefestigungen leisteten.115

Im Jahr 1329 ist von opidum Lubbyn die Rede,116 was eher als Marktort zu deuten sein wird; 1359 wird das Wort Stat verwendet.117 Obwohl eine Stadtrechtverleihung nicht bekannt ist,118 geht man davon aus, dass das Magdeburger Recht im 13. Jahrhundert vorhanden war,119 was keinesfalls das Vorhandensein einer Stadt in jedweder Form voraussetzt, da dies bekanntlich auch an Marktdörfer verliehen wurde.

[...]


1 Folgende Studie entwickelte sich aus einem Beitrag für den Heimatkalender für die Region Herzberg, der leider vom Herausgeber als zu anspruchsvoll zur Veröffentlichung in einer derartigen Publikation nicht freigegeben wurde. Die dort befindlichen Aussagen wurden ausgebaut, um weitere heute bzw. ehemals (Uebigau und Bad Liebenwerda in der Niederung der Schwarzen Elster) zur Niederlausitz gehörenden Städte, denen eine Kaufmannsiedlung zugesprochen wurde, einzubeziehen.

2 Die meisten Städte der Niederlausitz waren grundherrliche Gründungen mit „geringen wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten“ (Neitmann 2006a, 77), nach Stoob (1970, 225-245) sogenannte Minderstädte des sekundären urbanen Netzes mit lokalen Märkten, deren Ursprünge weder unter Verdacht stehen, in Verbindung mit kaufmännischer Initiative zu stehen, beziehungsweise, wie im Falle Elsterwerdas, andere Züge aufweisen (Mézec 2009, 2011b).

3 Blaschke 1987, 46; ders. 1995, 167; ders. 2001a, 45; ders. 2001b, 260; ders. 2003, 33, Abb. 15; ders. 2007, 104.

4 z.B. Lauth, 3; Schrage 2000, 244; Müller 1999, 83; Peter-Patzelt 2005, 299; Jennes 1998, 153; Plate 2008, 65; Kirsch/Pohl 1976, 65, 70; J. Herrmann 2003, 60; Fitzkow 1970, 89; Köhn 2000, 313.

5 H. G. Lehmann 2003, 13; Plate 2008, 68.

6 Fitzkow 1970, 89; Heimerl 2001, 43.

7 Siehe beispielsweise Planitz 1996, 56.

8 Ennen 1953, 121-149.

9 Beispielsweise Huth 1966, 86. Eine andere Variante ist die politisch korrektere Kaufleutesiedlung, z.B. Engel 2005, 22. Küstennahe Handelsemporien werden auch als Handelsplätze bezeichnet.

10 Beide Komponenten wurden zuletzt erläutert in Blaschke 2007, 91-124.

11 z.B. Hye 1995, 175-177.

12 Dazu Schreiner 1985, 517-541.

13 Huth 1966, 84-93; J. Herrmann 1971, 150, 163, 165; ders. 1991, 7-18; Seyer 1991, 19-24.

14 Man hätte Bosls im Jahre 1969 ausgesprochene Mahnung, die alte These der Autogenese bürgerlicher Freiheiten und städtischen Fortschritts dürfe von ernsthaften Forschern nicht weiter akzeptiert werden, als Schlussstrich verstehen können (Bosl 1969, 5).

15 Für einige bis nach dem 2. Weltkrieg einflussreiche Beiträge aus der nationalsozialistisch angehauchten bürgerlichen Stadtgeschichteschreibung siehe beispielsweise Rörig 1955 (erweiterte Auflage einer Veröffentlichung von 1932), 17; Ennen 1977 (ursprünglich 1942), 91, wo von „bürgerlich–genossenschaftlichem Unternehmensgeist“ die Rede ist; Ennen 1953.

16 Statt auf frühstädtischen kaufmännischen Leistungen zu beharren, wird ein neues Betätigungsfeld im prä-städtischen Milieu gesucht.

17 Siehe beispielsweise Blaschke 2003, 5-18.

18 Eine gegenseitige ‚Befruchtung’, aber auch Berichtigung, zwischen Archäologie und Historie ist in Bezug auf diese Siedlungsgattung besonders deutlich zu erkennen. Während man einst von „germanischen Handelsemporien“, deren innere Verfassung auf dem Prinzip der „Blutsbruderschaft“ beruhte, sprach, ist bezeichnenderweise in rezenteren Abhandlungen eher von „multiethnischen Handelsplätzen … an transkontinentalen Handelsrouten“ die Rede. Vergleiche Ennen 1953, 69-83; Wieczorek/Hinz 2000, xxv. Dass es sich dabei um von Händlern und Handwerkern bewohnte, herrschaftsgebundene Siedlungen handelte, ist – nicht zuletzt dank archäologischer Forschung – längst anerkannt. Vergleiche Schlesinger 1969, 248; Verhulst 1994, 370; Fehring 1996, 29-31.

19 Blaschke 2007, 103.

20 Blaschke 1995, 165-175; ders. 1973, 333-381; ders. 1970, 21-40.

21 Vergleiche beispielsweise Schlesinger 1961, 288; Schich 2008, 325-335.

22 Puhle 2005, 61; Ilgenstein 1908, 23.

23 Für ein viel zitiertes Beispiel siehe Schulze 1989, 9-10.

24 Schlesinger 1961, 299.

25 Dazu Reincke 1969, 331-363.

26 Beispielsweise im Falle Frankfurt a.d.O. (Huth 1966, 84-93).

27 Damit ist gemeint: Fritze 1993, 103-130.

28 Fritze 1993, 103; Schich 2007, 247. Auf die diesbezügliche Relevanz oder Zuverlässigkeit der auf vielen topologischen Rekonstruktionen erscheinenden Judendörfer, Judensiedlungen, jüdischen Siedlungen etc. kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden, z.B. Nickel 1975, 312, Abb. 8; Christl, 2004, 59, Abb. 9; J. Herrmann 1971, 141, Abb. 45.

29 Vergleiche Brachmann 1995, 324; Schwineköper 1958, 403; J. Herrmann 1971, 147, 150, 152.

30 Engel 2005, 22; Köhn 2000, 313; Köbler 1975, 62.

31 Mangelsdorf 1993.

32 Vergleiche Steuer 1997; Leciejewicz 1978, 203; ders., 1995, 60-67; K. Kirsch 2003, 48, 51, Abb. 5.

33 Gringmuth-Dallmer 1989, 62; Brachmann 1995, 320.

34 Z. B. Horn 1995, 36-37; Nicol 2001, 153; Pöschl 2001, 47-48; Wamers/Backhaus 2004; Schmidt 2011, 68-69, Abb. 2/33.

35 Vergleich Gringmuth-Dallmer 1989, 62; Brachmann 1995, 320.

36 Peter-Patzelt 1998a, 155, 156, Abb. 110, Bau 16; dies. 2005a, 304, Abb. 13; Stückrad/Müller-Stückrad 2004, 163, Abb. 2; Kettlitz 2002, 251, Abb. 4-5; Christl 1990, 183, Abb. 1, 3.

37 Peter-Patzelt 1998a, 157.

38 Dazu z. B. Schrage 2000, 244; Brauer 1998, 44; Peter-Patzelt 2005a, 297; Müller 1999, 83. Plate 2008, 65; Lauth 2002, 3; Jennes 1998, 153, wo aber vom abwegigen Begriff Kaufmannstadt die Rede ist.

39 Blaschke 1973, 333-381.

40 Peter-Patzelt 2005, 297.

41 Ebd.

42 Da eine Auswertung der zahlreichen Proben der mittelalterlichen hölzernen Straßenbefestigung nicht vorliegt, muss diese Annahme zunächst dahingestellt bleiben.

43 Peter-Patzelt 2005, 299.

44 Ebd.

45 Blaschke 1987, 44; ders. 1997, 164, 166, 168, 170, 171, Abb. 4-6.

46 Blaschke 1997, 166.

47 Müller 1999, 84; ders. 2001, 117. Siehe auch Plate 2008, 66.

48 Müller 2001, 117.

49 Müller 1999, 85.

50 Müller 2001, 117.

51 Ebd.

52 Müller 1999, 85.

53 Müller 2001, 117.

54 Eine Ausnahme bildet de Vries 2000, 138-139.

55 Plate 2008, 65.

56 Bekannte Beispiele sind Liebenwerda, Elsterwerda, Kirchhain, Finsterwalde und Wahrenbrück.

57 Müller 1999, 84-86, Abb. 2.

58 Blaschke 2001a, 45.

59 Gückel/Lehmann 2009, 12-13.

60 Dehio 2000, 442.

61 Vergleiche Schich 2007, 248; Hye 1995, 175-177; Reincke 1969, 334; Blaschke 2007, 104; Schulze 2006, 141.

62 Blaschke selbst bemerkt, dass das Nikolai Patrozinium bei Seefahrern, deren Gilden übrigens auch in Städten weitab vom Meer, beispielsweise Stendal, zu finden waren, belegt ist (Blaschke 2007, 103-104); Schulze 2006, 141.

63 Müller-Stückrad 2006, 40, 42.

64 Ebd., 40.

65 Ebd. 40-41. Ders. 2004, 66.

66 Vergleiche Kaltofen 2002, 151-166; Dehio 2000, 135, 184.

67 Blaschke 2007, 104.

68 J. Herrmann 2003, 60.

69 Dehio 2000, 182.

70 Ebd., 184.

71 Für eine Zusammenfassung der dort vor dem Jahre 2000 stattfindenden Ausgrabungen und einen Abriss der Besiedlungsabfolge siehe Wetzel 2001, 565-566.

72 R. Lehmann 1998, 110.

73 Christl 1990, 182-183; Eickhoff, 2001, 445.

74 Vergleiche E. Kirsch 1978, 107-113; Schmiederer 1999, 112-115; ders. 1995, 166-167; Agthe/Berger/Ruhnow 2006, 59-76.

75 Agthe/Berger/Ruhnow 2006, 59.

76 Ursprünglich doppeltes Patrozinium St. Marien und Nikolai (Dehio 2000, 607).

77 Ebd. Zu den im Bereich des einst als Stadtfriedhof dienenden Kirchplatzes und im weiteren Umfeld der Nikolaikirche entdeckten Bestattungen siehe Kirsch/Pohl 1976, 74-75.

78 Kaltofen 2002, 155-158, 163, 164, 166, Abb. 7, 8, 13.

79 Ebd., 151; Dehio 2000, 608. Dieses Patrozinium wird von Kirsch/Pohl (1976, 63-98) für ausgeschlossen gehalten.

80 Siehe aber dazu Agthe 1994, 53-58. Zu den wenigen vorwendezeitlichen archäologischen Beobachtungen siehe Wetzel 1989, 648-649.

81 Heinrich 1973, 269.

82 Kirsch/Pohl 1976, 65.

83 Beispielsweise Wüstefeld 2001, 133-141.

84 Auf einer Lithographie vor 1846 ist ein später ausplanierter Wall im Bereich des Kirchhofes zu sehen (Ströbl 1998a, 49).

85 Spazier 1999, 101; Einige spätslawische Scherben wurden beim Bau einer Gaststätte auf dem Plateau bzw. aus den nördlich des Schlossbergs angrenzenden Gärten geborgen (Kirsch/Pohl 1976, 65, 72, 73).

86 Auch hier wird von einem Vorgängerbau aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ausgegangen (Ströbl 1998a, 52). Siehe auch ders. 1998b, 43; Agthe 2003, 241-242; Kettner 1972, 72-94.

87 Beispielsweise Ströbl 2000, 125; ders. 1998a, 47; Jentgens 1998, 136; Kirsch/Pohl 1976, 65, 70; Dehio 2000, 606; Ebert 1976, 44.

88 Jentgens 1998, 137-138; Agthe/Plate 2001, 462-465; Plate 2000, 97-101; Boroffka/Ströbl 1998, 139-140; Ströbl 1998a, b.

89 Dazu Gutscher 2004, 103-106.

90 Vergleiche Wüstefeld 2000, 147; Boroffka/Ströbl 1998, 140.

91 Siehe Mézec 2011a, 95-104.

92 Dehio 2000, 622.

93 Vergleiche Ebert 1976, 37-48; Neitmann 2006a, 76-77; Wacker 2000a, 103; ders. 2001a, 465; Kunert 1998, 131; Müller-Stückrad, 2008, 247; Walter 1999, 115; Hensel/Richter/Rode 2011, 120.

94 Neitmann 2006a, 75-77.

95 Spazier 1999, 177.

96 Neitmann 2006a, 76.

97 Spazier 1999, 21-22, Abb. 9.

98 Agthe 2001, 578-579.

99 Ebd., 579.

100 Zum Beispiel die von Ebert (1999, 10) gemutmaßten slawischen und deutschen Gehöfte.

101 Kunert 1998, 132; Müller-Stückrad 2008, 248; Hensel/Richter/Rode 2011, 120.

102 Hensel/Richter/Rode 2011, 120.

103 Ebd.; Müller-Stückrad 2008, 248; Kunert 1998, 132.

104 Peter-Patzelt 1998b, 58; dies. 1998c, 130.

105 Ebd.

106 Hensel/Richter/Rode 2011, 119-130.

107 König 1998, 63-66. Walter 1999, 117.

108 Müller-Stückrad 2008, 249.

109 Walter 1999, 115, 117.

110 Hensel/Richter/Rode 2011, 121.

111 Wacker 2000a, 105.

112 Müller-Stückrad 2008, 248.

113 Peter-Patzelt 2005b, 102.

114 Hensel/Richter/Rode 2011, 120-121.

115 Beispielsweise Kirchhain, siehe Mézec 2011a, 97-98.

116 Neitmann 2006a, 76.

117 Ebd.

118 Ebert 1976, 37.

119 Köhn 2000, 313.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Hochmittelalterliche Kaufmannsiedlungen in der Niederlausitz und an der Schwarzen Elster als archäologische Problemstellung
Autor
Jahr
2011
Seiten
54
Katalognummer
V183016
ISBN (eBook)
9783656070689
ISBN (Buch)
9783656070870
Dateigröße
954 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kaufmannsiedlungen, Hochmittelalter, Niederlausitz, Archäologie
Arbeit zitieren
Bruno Mézec (Autor), 2011, Hochmittelalterliche Kaufmannsiedlungen in der Niederlausitz und an der Schwarzen Elster als archäologische Problemstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183016

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