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Die Förderung der Ausbildung historischen Bewusstseins an außerschulischen Lernorten

Eine Abhandlung am Beispiel des Schulmuseums Dresden

Título: Die Förderung der Ausbildung historischen Bewusstseins an außerschulischen Lernorten

Tesis (Bachelor) , 2011 , 33 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Katja Neumann (Autor)

Didáctica - Historia
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Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Förderung der Ausbildung historischen Bewusstseins an außerschulischen Lernorten. Spezifiziert wird die Arbeit durch die exemplarische Betrachtung eines außerschulischen Lernortes, dem Schulmuseum in Dresden. Ziel dieser Arbeit ist es, eine Möglichkeit der Ausbildung von Geschichtsbewusstsein am außerschulischen Lernort, dem Schulmuseum in Dresden, aufzuzeigen.

Zunächst wird der Versuch einer Definition der Begrifflichkeit „Geschichtsbewusstsein“ unternommen, indem die Dimensionen von Geschichtsbewusstsein analysiert und zusammengeführt werden. Dabei gibt es zahlreiche Wege, sich der Thematik über den Erwerb und Ausbau des Geschichtsbewusstseins, zu nähern. Die Forschungslage ist gut und reicht von den Ansätzen von Waltraud Schreiber über die Studien von Bodo Borries. Hier soll vor allem auf die Erkenntnisse Hans-Jürgen Pandels eingegangen werden, welcher den Versuch unternahm, Geschichtsbewusstsein zu dimensionieren. Aufbauend soll die Förderung des Aufbaus von Geschichtsbewusstsein nach dem konstruktivistischen Ansatz dargestellt werden. Der Versuch, Geschichtsbewusstsein über den konstruktivistischen Ansatz zu befördern, fußt im Wesentlichen auf dem Aufsatz von Dagmar Klose und wird über das „Level-of-Processing-Modell“ von Craig und Lockhart visualisiert.

Im zweiten Schwerpunkt der Arbeit werden außerschulische Lernorte hinsichtlich ihrer Chancen und Schwierigkeiten und auch im Hinblick auf die Möglichkeit der Förderung von Geschichtsbewusstsein, betrachtet. Die Einteilung der Lernorte folgt der Anschauung von Gesine Hellberg-Rode. Für die Auseinandersetzung mit den Chancen und Schwierigkeiten von außerschulischen Lernorten war vor allem das Werk „Geschichtsbewusstsein und Methoden historischen Lernens“ zentral. Abschließend soll die Projektmethode nach Karl Frey auf außerschulische Lernorte angewandt und als eine Möglichkeit, das Potential außerschulischer Lernorte auszuschöpfen und Problemen vorzubeugen, erläutert werden.

Der letzte Schwerpunkt bezieht sich inhaltlich auf die bisher gewonnenen allgemeinen Erkenntnisse der Arbeit. Diese werden nun auf einen speziellen außerschulischen Lernort, das Schulmuseum in Dresden, angewandt. Dabei wird diese Einrichtung zunächst vorgestellt und hinsichtlich ihrer Besonderheiten erläutert. Die spezifische Leistung der Arbeit besteht in der vollständigen Planung einer Unterrichtsstunde, wie sie am Schulmuseum künftig gehalten werden könnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtsbewusstsein

2.1 Die Dimensionierung von Geschichtsbewusstsein als Versuch der Strukturierung und Definition des Begriffs

2.2 Der konstruktivistische Ansatz in der Geschichtsdidaktik – Ein Versuch den Aufbau von Geschichtsbewusstsein zu fördern

3. Außerschulische Lernorte

3.1 Die Chancen von außerschulischen Lernorten

3.2 Schwierigkeiten von außerschulischen Lernorten erkennen und vorbeugen

3.3 Die Projektmethode am außerschulischen Lernort

4. Das Schulmuseum

4.1 Das Schulmuseum – Ein außerschulischer Lernort stellt sich vor

4.2 Die Bedeutsamkeit des Schulmuseums für Schüler und Schülerinnen

4.3 Eine Unterrichtsplanung für das Schulmuseum

4.3.1 Bedingungsanalyse

4.3.2 Sachanalyse

4.3.3 Didaktische Analyse

4.3.4 Ziele der Unterrichtsstunde

4.3.5 Methodische Analyse

4.3.6 Tabellarischer Stundenverlaufsplan

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie außerschulische Lernorte – exemplarisch dargestellt am Schulmuseum in Dresden – dazu beitragen können, das historische Bewusstsein von Schülern zu fördern. Dabei wird eine Brücke zwischen geschichtsdidaktischer Theorie und der praktischen Konzeption einer handlungsorientierten Unterrichtsstunde geschlagen.

  • Dimensionierung und Strukturierung des Begriffs Geschichtsbewusstsein
  • Konstruktivistische Ansätze zur Förderung historischen Lernens
  • Potenziale und Herausforderungen außerschulischer Lernorte
  • Einsatz der Projektmethode in musealen Kontexten
  • Entwicklung eines didaktischen Konzepts für den außerschulischen Lernort Schulmuseum

Auszug aus dem Buch

3.2 Schwierigkeiten von außerschulischen Lernorten erkennen und vorbeugen

Trotz des beeindruckenden Potentials außerschulischer Lernorte, weisen diese auch bestimmte Problematiken auf, denn nicht jede Ausstellung und nicht jede Exkursion sind geeignet, dem Lernenden den jeweiligen Lerngegenstand nahezubringen.

Dabei stellt sich die Frage: Woran scheitern Unternehmungen an außerschulischen Lernorten und welche Voraussetzungen müssen allgemein didaktisch beachtet werden, um das Lernen am außerschulischen Lernort erfolgreich zu gestalten?

Zunächst einmal ist es ratsam, die Bedürfnisse und Erwartungen der jeweiligen Lernenden zu beachten. Dies kann in differenzierter Weise Interesse wecken und damit verbunden eine intrinsische Motivation bei den Lernenden auslösen. In qualitativen Befragungen äußerten Schüler vermehrt den Wunsch, selbstständig Aktivitäten und Erkundungen durchzuführen und sprachen sich größtenteils gegen Führungen und längere Texte aus. Forderung nach selbstständigen Aktivitäten ist dabei, nach meinem Ermessen, ein grundlegender Anspruch an das Gelingen der Wissensvermittlung und eine der größten Chancen außerschulischer Lernorte. Daher sollten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, selbstständig aktiv erforschend tätig zu werden. Einher geht diese Erkenntnis mit der Ablehnung von Führungen und langen Texten. Die Lernenden wollen individuell Zugang zu den Objekten finden und nicht vorgelegt bekommen, was wo und warum zu sehen ist. Dabei sollte das natürliche Neugier- und Explorationsverhalten des Kindes nicht gestört werden. Natürlich ist es erforderlich, einige Objekte oder Begebenheiten näher zu erläutern, doch dies sollte mit Hilfe von kurzen, prägnanten und interessanten Texten oder unter Zuhilfenahme von visuellen oder auditiven Medien geschehen. Meiner Meinung ist auch eine abschließende Reflexion zielführend, in der Schüler und Lehrer gemeinsam beleuchten können, was sie erlebt und gesehen haben, was sie nicht verstanden haben oder ausführlicher vertiefen möchten. Empfehlenswert für Forderung nach Interaktivität bei gleichzeitiger Konzentration auf den Lerngegenstand, halte ich die Projektmethode nach Karl Frey, welche Punkt 3.3 noch genauer diskutiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Förderung des Geschichtsbewusstseins an außerschulischen Lernorten ein und stellt das Schulmuseum in Dresden als Praxisbeispiel vor.

2. Geschichtsbewusstsein: Dieses Kapitel definiert Geschichtsbewusstsein als mentale Struktur und untersucht konstruktivistische Lernansätze zur Förderung dieses Bewusstseins.

3. Außerschulische Lernorte: Es werden Chancen und Schwierigkeiten außerschulischer Lernorte erörtert sowie die Eignung der Projektmethode für diese Orte analysiert.

4. Das Schulmuseum: Nach einer Vorstellung des Dresdner Schulmuseums wird dessen Bedeutung für die historische Bildung dargelegt und eine detaillierte Unterrichtsplanung für diesen Lernort erstellt.

Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit, das Potenzial solcher Lernorte durch gezielte, handlungsorientierte Planung für Schüler nutzbar zu machen.

Schlüsselwörter

Geschichtsbewusstsein, Geschichtsdidaktik, Außerschulische Lernorte, Schulmuseum Dresden, Konstruktivismus, Projektmethode, Historisches Lernen, Unterrichtsplanung, Bildgedächtnis, Handlungsorientierung, Historische Identität, DDR-Geschichte, Lehrer-Schüler-Interaktion, Politische Bildung, Vermittlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung des historischen Bewusstseins bei Schülern durch den gezielten Einsatz außerschulischer Lernorte, insbesondere am Beispiel des Schulmuseums in Dresden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Definition von Geschichtsbewusstsein, konstruktivistische Didaktik, die Vor- und Nachteile außerschulischer Lernorte und die praktische Anwendung der Projektmethode.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein außerschulischer Lernort wie das Schulmuseum genutzt werden kann, um Geschichtsbewusstsein nachhaltig aufzubauen und zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und in eine didaktische Konzeption (Unterrichtsplanung) mündet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Geschichtsbewusstsein und Lernorten sowie eine detaillierte Fallstudie zum Schulmuseum inklusive eines konkreten Stundenentwurfs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Geschichtsbewusstsein, Handlungsorientierung, Projektmethode, außerschulische Lernorte und historische Identität.

Warum ist das Schulmuseum in Dresden für diese Untersuchung von besonderer Bedeutung?

Es dient als authentischer Erfahrungsraum, der durch seine epochentypisch eingerichteten Zimmer und historischen Lehrmittel eine hohe Anschaulichkeit für Schüler bietet.

Wie geht die Autorin mit dem Problem um, dass Schüler verschiedene Lernvoraussetzungen mitbringen?

Die Autorin schlägt vor, vor dem Besuch ein kurzes Vorgespräch mit der Lehrkraft der jeweiligen Klasse zu führen, um den Kenntnisstand zu klären und so die Planungssicherheit zu erhöhen.

Welche Rolle spielt die Projektmethode in der Unterrichtsplanung der Autorin?

Die Projektmethode wird als Instrument genutzt, um Schülern selbstständiges und interaktives Arbeiten in Kleingruppen zu ermöglichen, anstatt sie lediglich passiv durch das Museum zu führen.

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Detalles

Título
Die Förderung der Ausbildung historischen Bewusstseins an außerschulischen Lernorten
Subtítulo
Eine Abhandlung am Beispiel des Schulmuseums Dresden
Universidad
Dresden Technical University
Calificación
1,7
Autor
Katja Neumann (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
33
No. de catálogo
V183293
ISBN (Ebook)
9783668743564
ISBN (Libro)
9783668743571
Idioma
Alemán
Etiqueta
förderung ausbildung bewusstseins lernorten eine abhandlung beispiel schulmuseums dresden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katja Neumann (Autor), 2011, Die Förderung der Ausbildung historischen Bewusstseins an außerschulischen Lernorten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183293
Leer eBook
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