Auf rund 160 Seiten werden in alphabetischer Reihenfolge Ortsnamen (Gehöft-, Gewässer-, Berg-, Burg- und Siedlungsnamen) aus den Verwaltungsbezirken Leoben, Knittelfeld, Judenburg und Murau in ihrer historischen Entwicklung und Schreibweise dargestellt und unter Zuhilfename verschiedener wissenschaftlicher Quellen interpretiert. Geschichtliche Ergänzungen und Anmerkungen, über 900 Fußnoten sowie ein Literaturverzeichnis für historisch Interessierte runden die Arbeit ab.
Alphabetisches Verzeichnis der Ortsnamen
Alphabetisches Verzeichnis der Ortsnamen
-ach-Namen
Achneralpe
Adelsberg
Adendorf
Admontbichl
+ ad pontem
+ Aich
+ Aichberg
Aichbergbach
Aichdorf
Aichfeld
Aiden
Aigelsbrunnalm
+ Ainhornhof
+ Allach
Allersdorf
Allgau
Alm, -alm -Namen, Alpe
+Alpsteig
Altendorf
+ Alterstein
Althaus
Ameringkogel
Amesser
Apfelberg
+ (im) Arbaisreut
Arzberg
Assinger
Au-, -au-Namen
Auerling
Authal
Babenberg
Bach-, -bach-Namen
Baierdorf
+ Baiersberg
Baumkirchen
Bei der Hand
Benkenbach
Benker
Berg-, -berg–Namen
Betzensee
Bichl-Namen
Birk-Namen
+ Bischofberg
Bischoffeld
Bichl-, -bichl-Namen
Birk-, Pirk-Namen
Blahbach
Bleitratten
Blümeltal
Bodendorf
Boden-, -boden -Namen
Bodenhütte
Bösenstein
Brandner
Brandnerhube
Breitwiesen
Bretstein
Brodjäger
Brodrinner
Bromach
-buch
Bühel, -bühel
-burg- Namen
+ Burgleiten
Burgstall-Namen
Burgstaller
Burgstallofen
Brunn-, -brunn - Namen
Brunn
+ die Chartewsen
+ (die) Chlampfhueb in der Vinstern Pels
+ (die) Chnappengruobe
Chol-, K(hol)-, Kohl-, Koller- Namen
+ Cholmann
+ (an der) Chubseben
+ locus Cidelarn
(+ alpis) Cirke
+ Cirm
+ Dannerstorf
Deixelberg
Dertschen
Diemersdorf
Dietersberg
Dietersdorf
Dinsendorf
Dirnsdorf
Doblhof
Dobritschbach
Dolzen
Donawitz
-dorf, -dörfel
Dornach
Dristhaler
+ Drumsel
+ Duringestorf
Dürnberg
Dürnstein
-eben, -ebner, Ebner
Eberdorf
-eck -egg - Namen
Edling
Edlinger
Egartner/E(h)garten
Eichberg
Eichhübler
Einach
Einasbachgraben
Einhörn
(Wildbad) Einöd
Einödhof
Einötzenalpe
Eitz
+ Eisengarten
Eiwegger, Oberer, Unterer
Ehrnau
+ Elm
+ Entrichestanne
Enzenbach
Enzersdorf
Eppenstein
Eselsberg
Etrachbach, -see
+ Etschtal
Falbenalm
Falkenberg
Falkendorf
Fallmoar
Farrach
Feeberg
Feistritz
Feistritzwald
Feitelofner
Felber
Feldbaumer
-feld, Feld
Feldern
Felfer
Fentsch
Feßnach
Fiegler
Fisching
+ ym Flatoch
Flatschach
+ Fleischhackeralm
+ Fleischhackerberg
Fohnsdorf
Foirach
Forchtenstein
Forst
Fötschach
Frauenburg
+ Frauenstraße
Fresen
Fressenberg
Frojach
Furt
Furth
Gaal
Gabelhofen
Gaberl
Gai
Gaishorn
Galgen
Galgenberg
Galgentratten
Gamskogel
Garges
Gaschbach
Gasselsdorf
Gassen
Gausendorf
Gefler
(+ albm gen. das) Gefuerb
(die) Gegend
(+ im) Gehag
Geißrücken
+ (im) Gern
G(e)sengachwald
+ Geysslitzerguet
Gföllgraben
Gföller
Giesshübel
Gietersberg
Gimplach
Gindisch-
Glanz -, Glanzer - Namen
Glarsdorf
Glaslbremse
Glasner
Glein
Gleinberg
+ Glogthurn
Gobernitz
Godritzberg
+ Goggendorf
Goldlacke
+ Goldwascher
+ Göltlhof
Gopitz
Goppelsbach
Göss
Gotschidl
Gottsbach
Göttschach
Götzendorf
Graberg
Grabmaier
Graden
Grafenberg
+ (die) Gramadell
+ (im) Gramatlach
(die) Granitzen
Grasser
Grassegger
Gras(s)lupp/Grazlupp
+ (mons) Grauenwart
+ Graviacae
Grebenzen
Greim
Greith - Namen
Greith nahe St. Marein bei Knittelfeld
Gries
Griesmoar
Grill(en)berg
+ Gröblach
Größenberg
Großlobming
Grottenhof
+ Grubacker
Grubhof
+ Grund
Grünfels
Grünhübl
Gschwend
Gsal
Gstoder
Gugelwaitalm
Guggamoar (Guggumoar)
Guldendorf
Gulsen
Gusterheim
Haarlacke
Hab(e)ring(stein)
Hafning
Hammergraben, Hammer
+ Handlhof
Hanfelden
+ Hangunderstein
+ Hangunder Weg
Harlacken
Hart
Hartler
Hartwald
Haselbach
Haslob
Haug
-haus, Haus - Namen
+Haus
Häus(e)lberg
Hautzenbichl
Hebalm
Heide, -heide
Heiligenstadt
Heinfelden/Hanfelden
+ (das) helmprechtslehen zu Swraw
+ Herbach
+ (die) Hermuel
+ Heerstraße
+ Helltar
Hessenberg
Hetzendorf
Hetzengraben
+ Himblerhof
Hinterburg
Hirschfeld
Hitzmannsdorf
Hocheck
Hochreichart
Hof-, -hof(en)- Namen
Hof(er)
Hohensinn, Hohe Sinn
+ Hohenstain
+ Höbstatt
+Höll
Hölltal
Hörfeld
Hösel
Hube, -hube
Huber, Hübler, -hube(r)- Namen
+ Hundlein
Hüdengraben
+ undrima
Ungern
+ Untermiesbacher
Unzdorf
Unzmarkt
(der) Ursprung
Ursprunghube
Urtel
+ Urtelfeld
+ Uuolfratesdorf
+ Vedigust
Velden
+ Vinsterpelse
+ Viscellae, Viscellis
Vockenberg
Vormacher
+ Vorwitzhof
+ Vuigantesdorf
Waasen
Wabitzer
+ der Wagram
+ Wagrein
+ Walchacker
Walchengraben
Wald, -wald - Namen
Wald am Schoberpass
Wallersbach
Walpurgiskirche
Waltenbach
Waltersdorf
+ Waltinpurch
Wandritsch
Wang, -wang
Warbach
+ Warfen
Wasendorf
Wasserberg
Wasserleit - Namen
+ die Wasserlait
Wasserleith
Watschaller
Watzenbach(er)
+ Watzendorf
Wazkogel
Weg, -weg
Weghube
+ Weißendorf
+ Weißenthurn
+ Weite Alm (Alpe)
Weitenbichl
Wenischgraben
+ Werfenstain
+ Wergelhube
Wetzelsberg
Weyer
+ Weyern
Weyerngraben
+ (am) Widem in Lessnitz
Wiegen
Wildbad Einöd
Wildsee
Wimml
+ Winckhl
Windberger
Winden
Winterleiten
+Wohlgrathof
Wolfersbach
+ Wolf(g)ersdorf
+ Wolfratesdorf
Wolfsbichl
Wolfsriegel
Wolkersdorf
+ Wolmutisdorf
Wöll
Wöllmerdorf
(die) Wölz
+ Wurmbach
Zachenbach
Zachenriegel
+ Zagatten
+ Zagler
Zanitzen
Zechner
+ (in der) Zedlach
Zedlacher
-zeiring
Zeltweg
Zeutschach
Ziegelwald
Zi(e)lberg
(Seckauer) Zinken
Zirbitzkogel
+ Zirknitz(bach)
Zistl
Zmöll
Zmöllach
Zöllen
+ Zuckdol
Zugtal
Zielsetzung & Themen
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Siedlungs-, Flur-, Gehöft- und Gewässernamen in den steirischen Bezirken Leoben, Knittelfeld, Judenburg und Murau in alphabetischer Reihenfolge zusammenzustellen, dabei Querverbindungen aufzuzeigen und die Herkunft der Namen etymologisch zu beleuchten, wobei auch die Siedlungsgeschichte des Obermurtals und der Einfluss verschiedener Völkergruppen Berücksichtigung finden.
- Etymologische Analyse von Siedlungs-, Flur- und Gewässernamen der Region.
- Untersuchung der Besiedlungsgeschichte des oberen Murtals (keltische, römische, awarische, slawische und bairische Einflüsse).
- Aufarbeitung urkundlicher Ersterwähnungen und Namensformen.
- Dokumentation lokaler Burg- und Wehrbauten im Kontext der Namensgebung.
- Aktualisierung von Ortsnamen im Hinblick auf Gemeindezusammenlegungen.
Auszug aus dem Buch
Die Awaren
Nach chinesischen Quellen sollen die „War“ zeitweilig Vasallen bzw. Angehörige der proto – mongolischen Rouran gewesen sein. Sie zogen nach dem Jahr 555 unter dem Druck der Göktürken nach Westen.
Die Awaren erschienen nach Kranzmayer als Beherrscher der Slawen in den Geschichtsquellen etwa um 568 - ein Jahr, nachdem ein Teil des Slawenvolkes nach Süden vorgestoßen war und sich in großer Zahl in Ungarn niedergelassen hatte. Ungefähr um 590 drangen die Awaren von Ungarn tief in die Ostalpenländer vor, wobei sie Slowenen mit sich trieben und zu neuen Wohnsitzen zwangen.
Mehrfache Versuche der Slawen, sich von der Awarenherrschaft zu befreien, wurden niedergeschlagen. Erst Kaiser Karl d. Gr. brach Ende des 8. Jahrhunderts die Macht der Awaren. Versuche der Etymologen, die Sprache der Awaren zu identifizieren, müssen bisher als gescheitert betrachtet werden. Der Grund dafür liegt primär im äußerst dürftig überlieferten Sprachmaterial, das sich auf einige Eigennamen, Titel und Landschaftsbezeichnungen beschränkt. Es scheint nicht einmal sicher, dass die Awaren nur eine einzige Sprache gesprochen hätten. Die überlieferten Namen (z. B. Targitios, Apsich, Kandich) lassen sich skythisch, „hunnisch“, mongolisch oder tschuwaschisch - turkisch erklären. Der Titel Khagan ist turkisch oder mongolisch zu deuten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Awarische sich mit Sicherheit weder der turkischen noch der mongolischen Sprachenfamilie zuweisen lässt. Sämtliche Zuordnungsversuche sind rein hypothethischer Natur.
Zusammenfassung der Kapitel
Alphabetisches Verzeichnis der Ortsnamen: Das Hauptkapitel listet detailliert Orts- und Flurnamen in alphabetischer Reihenfolge auf, wobei Etymologien, geschichtliche Hintergründe und urkundliche Belege für jedes Lemma angeführt werden.
Schlüsselwörter
Ortsnamen, Siedlungsgeschichte, Obermurtal, Leoben, Knittelfeld, Judenburg, Murau, Etymologie, Besiedlung, Slawen, Baiern, Gewässernamen, Flurnamen, Burgen, Sprachgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Siedlungsgeschichte des oberen Murtals anhand der Analyse von Ortsnamen in den Bezirken Leoben, Knittelfeld, Judenburg und Murau.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die Herkunft von Orts-, Flur-, Gehöft- und Gewässernamen sowie deren etymologische Deutung unter Berücksichtigung der geschichtlichen Besiedlung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist eine übersichtliche Zusammenstellung und Erklärung der Namen, um einen Einblick in die Besiedlung und die kulturellen Einflüsse im Obermurtal zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden etymologische Untersuchungen auf Basis historischer Quellen, früherer Dissertationen (insb. Dr. Klaus Kessler) sowie archäologischer Funde und lokaler Überlieferungen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil besteht aus einem umfangreichen alphabetischen Verzeichnis, in dem einzelne Ortsnamen hinsichtlich ihrer Herkunft, Bedeutung und urkundlichen Belege analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Ortsnamen, Siedlungsgeschichte, Obermurtal, Etymologie, Slawen, Baiern, Gewässernamen, Burgen.
Welche Rolle spielen die Awaren und Slawen für die Namensbildung?
Die Awaren traten als Beherrscher auf, unter denen slawische Stämme ins Land kamen, was sich in vielen slawisch geprägten Ortsnamen und Namensbildungen widerspiegelt.
Wie erklärt der Autor die Herkunft der „-dorf“-Namen?
Die „-dorf“-Namen, die etwa 30-mal auftreten, zeugen von der Hochblüte der bairischen Binnenkolonisation, wobei der Großteil mit Personennamen zusammengesetzt ist.
Warum gibt es Unsicherheiten bei der Deutung mancher Namen?
Unsicherheiten entstehen oft durch die Unvollständigkeit der Überlieferung, volksetymologische Umdeutungen im Laufe der Jahrhunderte oder das Fehlen von Sprachmaterial für sehr frühe, voridg. Schichten.
- Citation du texte
- Dr. Otto Schinko (Auteur), 2011, Achner, Benker, Cidelarn ..., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183399