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Strategien asiatischer Unternehmen im Rahmen des Hyperwettbewerbs

Am Beispiel von China und Indien

Title: Strategien asiatischer Unternehmen im Rahmen des Hyperwettbewerbs

Diploma Thesis , 2011 , 97 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Khalid Hübsch (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In den Medien wurde in letzter Zeit des Öfteren über den etwaigen Beginn eines asiatischen Jahrhunderts diskutiert. In welchem Bezug diese markante These zur Lebenswelt der Bevölkerung steht, lässt sich für viele nur erahnen. Die breite Öffentlichkeit hierzulande verbindet mit asiatischen Ländern zumeist weit entfernte Urlaubsziele und Bevölkerungsschichten, die hinsichtlich ihres Lebensstandards scheinbar noch weit hinter den westlichen Industrieländern zurückliegen. Diese Wahrnehmung dürfte sich jedoch alsbald ändern.
Im September des Jahres 2011 erhielt der aufmerksame Betrachter einen Eindruck dessen, was aller Voraussicht nach in baldiger Zukunft im Alltag vieler Menschen in das Blickfeld rückt. Im Europapokalspiel des FC Schalke 04 gegen den israelischen Fußballverein Maccabi Haifa konnte man chinesische Schriftzeichen als Bandenwerbung für den größten chinesischen Haushaltsgeräte-Hersteller namens Haier erblicken. Dieser für manch einen der vielen Fernsehzuschauer in Deutschland sicherlich überraschende und ungewohnte Anblick war mit direktem Augenschein erkennbar. Anders mag es vielen Fußballinteressierten ergangen sein, die in der Halbzeitpause Automobilwerbungen von vier global bekannten Automarken sahen, von deren, für viele wahrscheinlich unbemerkt, drei im Zuge der letzten Jahre in die Hände indischer oder chinesischer Fahrzeugbauer gelangten.
Ebenfalls im September 2011 widmete das Nachrichtenmagazin Focus, eine der auflagenstärksten Zeitschriften Deutschlands, sein Titelthema mit der Überschrift „China kauft Deutsch“ der globalen Shopping-Tour Chinas mit einhergehenden Investitionen in Rohstoffe, Unternehmen, Know-how und Staatsschulden sowie seinem bemerkbaren Vorpreschen in europäische Gefilde.
Andere Beispiele, bezogen auf Chinas wirtschaftspolitische Vorgehensweisen, machen vor allem eines erkennbar: dass es vom Westen fast unbemerkt ablief.
Es erweckt den Anschein, dass wie im obigen Beispiel der chinesischen Bandenwerbung im Fußballstadion, der Westen, sei es ein Staat oder ein Unternehmen, plötzlich mit dem aufstrebenden Riesen aus dem Reich der Mitte konfrontiert wird.
Greift man auf, was einer der bedeutendsten chinesischen Militärstrategen, Sun Tsu, im Hinblick auf das Schmieden einer Strategie gegen das Ausland sagte, gelangt man zusammengefasst zu der Maxime, dass man den Feind besiegen solle, ohne zu kämpfen. Demnach geht es ihm um den Einsatz kluger Strategien, die einen Kampf entscheiden, ohne Krieg führen zu müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Erläuterungen des Strategiebegriffs

2.1 Definition

2.2 Entwicklung und Zielsetzung

2.3 Strategie-Arten

2.4 Die Rolle der Wettbewerbsvorteile im strategischen Management

3. Hyperwettbewerb

3.1 Definition

3.2 Die Strategie-Konzeption von D’Aveni

3.3 Kritische Würdigung der Strategie-Konzeption D’Avenis

3.4 Charakteristika des Hyperwettbewerbs

3.5 Ursachen und Treiber des Hyperwettbewerbs im globalen Kontext

4. Asiatische Unternehmen

4.1 Voraussetzungen für chinesische Unternehmensstrategien

4.1.1 Strategien bei Netzwerkbildung und Schutzrechten

4.1.2 Strategien bei F&E und Joint Ventures

4.1.3 Strategien bei Mergers & Acquisitions

4.1.4 Strategien zur Rohstoffgewinnung

4.2 Voraussetzungen für indische Unternehmensstrategien

4.2.1 Strategien durch Innovationen und neue Geschäftsmodelle

4.2.2 Strategien der Internationalisierung

4.3 Erfolgsfaktoren

4.3.1 VR China

4.3.2 Indien

5. Auswirkungen im Rahmen des Hyperwettbewerbs

5.1 Globale Auswirkungen

5.2 Kritik

5.2.1 Chinas Rohstoffpolitik

5.2.2 Kritik an Patentverletzungen

5.2.3 Benachteiligung ausländischer Unternehmen durch die Behörden

5.2.4 Kritik an Umweltverschmutzungen

5.3 Gegenstrategien der EU und Deutschland

6. Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Strategien chinesischer und indischer Unternehmen im globalen Hyperwettbewerb. Ziel ist es zu untersuchen, wie diese aufstrebenden Wirtschaftsakteure durch spezifische Vorgehensweisen ihre Position ausbauen und welche Herausforderungen dies für westliche Industrienationen mit sich bringt.

  • Analyse des Hyperwettbewerbs nach D’Aveni.
  • Untersuchung chinesischer Expansionsstrategien (Netzwerke, M&A, Rohstoffe).
  • Untersuchung indischer Innovationsstrategien und Internationalisierung.
  • Kritische Beleuchtung der Auswirkungen, einschließlich ethischer und ökologischer Aspekte.
  • Diskussion möglicher Gegenstrategien der EU und Deutschlands.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Strategie-Konzeption von D’Aveni

D’Avenis Strategie-Konzeption basiert auf der Grundannahme, dass sich, aufgrund bestimmter Faktoren, die näher in Kapitel 3.4 und 3.5 erläutert werden, alle Branchen in absehbarer Zeit in einem Hyperwettbewerbsumfeld befinden.41 Er begründet dies anhand von Beispielen auf den vier Wettbewerbsschauplätzen Kosten und Qualität, Zeitwahl und Know-how, Hochburgen und finanzielle Stärken.42 Diese Beispiele interagierender Unternehmen in den einzelnen Wettbewerbsschauplätzen veranschaulichen eine zunehmende Eskalation auf der Jagd nach Wettbewerbsvorteilen. D’Aveni erkennt dabei jeweils Muster unternehmerischer Interaktionen, wonach ständig wiederholende Manöver und Gegenmanöver der einzelnen Wettbewerber dauerhafte Wettbewerbsvorteile nicht mehr möglich machen. Diese Muster spiegeln sich in Wettbewerbskreisläufen auf sogenannten Eskalationsleitern (escalation ladder) wider.43

Eine eingehende Betrachtung dieser eskalierenden Vorgänge würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Folgend wird Bezug auf die strategische Ausrichtung der Unternehmen genommen, die es laut D’Aveni im Hyperwettbewerb als Mittel einer erfolgreichen Positionierung anzustreben gilt.

Ausgangspunkt ist hierbei die Erkenntnis, dass dauerhafte Wettbewerbsvorteile nicht mehr möglich sind. Um sich erfolgreich positionieren zu können, sollten Unternehmen fortan mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Markt zu erschüttern und ihre Mitwettbewerber unter Druck zu setzen.44 Dies kann ihnen gelingen, wenn sie in der Lage sind, kontinuierlich Vorteile aufzubauen und die Vorteile der Konkurrenz zu egalisieren.45 Wenn ihnen bewusst ist, dass heutzutage jeder Wettbewerbsvorteil nur von temporärer Dauer ist, sind sie darauf bedacht, ihre gegenwärtigen Vorteile bis zum Aufbau eigener neuer Vorteile auszuschöpfen und bedienen sich nicht einer Strategie, die darauf abzielt, die eigenen Wettbewerbsvorteile langfristig zu sichern.46 Sie verlassen sich nicht auf Eintrittsbarrieren, da diese heutzutage bei stärkeren Bemühungen der Konkurrenz unwirksam werden und greifen die Schwächen der anderen Unternehmen nicht an, um nicht berechnend zu erscheinen und deren Schwächen in Stärken umzuwandeln.47 Folglich konzentrieren sie sich auf ein Verhalten, das sie höchst aggressiv, unberechenbar und irrational erscheinen lassen, um so ihre Konkurrenten vor Angriffen abzuschrecken und auf der Eskalationsleiter immer im Vorteil zu sein.48

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg asiatischer Unternehmen und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor, wie diese Unternehmen im globalen Wettbewerb agieren.

2. Erläuterungen des Strategiebegriffs: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Strategie im betriebswirtschaftlichen Kontext und diskutiert verschiedene Strategieansätze sowie die Bedeutung von Wettbewerbsvorteilen.

3. Hyperwettbewerb: Hier wird das Konzept des Hyperwettbewerbs nach D’Aveni erläutert, das durch schnelle, aggressive Marktveränderungen und temporäre Wettbewerbsvorteile gekennzeichnet ist.

4. Asiatische Unternehmen: Das Kapitel analysiert detailliert die Voraussetzungen und spezifischen Strategien chinesischer und indischer Unternehmen, darunter Netzwerkbildung, F&E, M&A und Innovationsmodelle.

5. Auswirkungen im Rahmen des Hyperwettbewerbs: Es werden die globalen Konsequenzen asiatischer Expansionspraktiken diskutiert sowie kritische Punkte wie Rohstoffpolitik und Patentverletzungen beleuchtet, ergänzt um europäische Gegenstrategien.

6. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Entwicklung beider Nationen im Hinblick auf ihre Innovationskraft und wirtschaftliche Integration.

Schlüsselwörter

Hyperwettbewerb, Strategie, Unternehmensführung, China, Indien, Wettbewerbsvorteile, Internationalisierung, Mergers & Acquisitions, Innovationen, Rohstoffpolitik, Globalisierung, Patentrecht, Technologietransfer, Marktdynamik, Wirtschaftsreformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, mit welchen Strategien Unternehmen aus China und Indien im globalen Hyperwettbewerb erfolgreich sind und welche Auswirkungen dies auf westliche Industrienationen hat.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit befasst sich mit Strategiebegriffen, dem Konzept des Hyperwettbewerbs nach D’Aveni, den spezifischen Unternehmensstrategien in China und Indien sowie den globalen Auswirkungen und Kritikpunkten dieser Entwicklungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse, wie chinesische und indische Firmen durch strategische Initiativen ihre Marktposition ausbauen und wie westliche Länder, insbesondere Deutschland und die EU, darauf reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Analysearbeit, die betriebswirtschaftliche Strategiekonzepte auf aktuelle Praxisbeispiele und Daten aus den Jahren 2000 bis 2011 anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Strategiebegriff, Hyperwettbewerb) und einen umfangreichen Praxisteil, der die spezifischen Vorgehensweisen asiatischer Konzerne bei Expansion und Innovation analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Hyperwettbewerb, Internationalisierungsstrategien, Marktdynamik, Technologieaneignung und der staatliche Einfluss in Schwellenländern.

Welche Rolle spielt die chinesische Regierung bei den dortigen Strategien?

Die Regierung agiert als zentraler Akteur, der durch "Politik der Öffnung", Fünfjahrespläne und Milliardenkredite über staatseigene Banken gezielt die globale Expansion nationaler Unternehmen fördert.

Was zeichnet die "Gandhi-Innovationen" indischer Unternehmen aus?

Es handelt sich um Strategien, die mit geringen finanziellen Mitteln durch innovative Geschäftsmodelle oder Kombinationen vorhandener Technologien Produkte schaffen, die auf breite Bevölkerungsschichten ausgerichtet sind (z.B. Tata Nano oder günstige Mobilfunkdienste).

Warum wird die Kritik an chinesischen Wirtschaftspraktiken als "Janusköpfigkeit" bezeichnet?

Da die chinesische Regierung einerseits auf globalen Märkten expandiert und Vorteile einfordert, andererseits aber innerhalb des eigenen Landes durch Rohstoffdrosselung, Patentrechtslücken und Handelsbarrieren ausländische Unternehmen benachteiligt.

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Details

Title
Strategien asiatischer Unternehmen im Rahmen des Hyperwettbewerbs
Subtitle
Am Beispiel von China und Indien
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1,3
Author
Khalid Hübsch (Author)
Publication Year
2011
Pages
97
Catalog Number
V183476
ISBN (eBook)
9783656078258
ISBN (Book)
9783656078586
Language
German
Tags
Strategien Hyperwettbewerb China Indien D'Aveni Kritik China Unternehmensstrategien Erfolgsstrategien Internationalisierung China Internationalisierung Indien chinesische Unternehmen indische Unternehmen asiatische Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Khalid Hübsch (Author), 2011, Strategien asiatischer Unternehmen im Rahmen des Hyperwettbewerbs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183476
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