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Ist prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert?

Titre: Ist prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert?

Dossier / Travail , 2010 , 11 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Isabel Dietrich (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Eine Gegenüberstellung verschiedener Ansätze zu dem Thema, ob prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert ist, ist der Inhalt dieser Arbeit. Nach einer kurzen Einleitung folgt die Darstellung der Ergebnisse von Batson et al. (1981), sowie Cialdini et al. (1987) zu dem Thema Empathie im Zusammenhang mit Hilfeverhalten. Auch die Sicht der Evolutionsbiologen soll dazu beitragen die Fragestellung zu klären. Insbesondere wird darauf eingegangen welche Auswirkungen erhöhtes Hilfeverhalten auf die eigene Stimmung hat, und ob die Möglichkeit einer Stimmungsveränderung Auswirkungen darauf hat, ob jemand eher hilft oder nicht. Während Batson die Empathie bei prosozialem Verhalten im Vordergrund stehen sieht, zeigt Cialdini die eigene Trauer, wenn Menschen einen anderen leiden sehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Über die Natur, die egoistisches oder altruistisches Verhalten hervorruft

2.1 Empathie als Motiv für prosoziales Verhalten

2.2 Caldini et al. und die negative Zustand- Erleichterungs- Erklärungsweise

2.3 Stimmung und prosoziales Verhalten

2.4 Theorie des sozialen Austauschs

2.5 Ansätze der Evolutionsbiologen und Entwicklungspsychologen

3 Resumee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozialpsychologische Fragestellung, ob prosoziales Verhalten primär auf altruistischen Motiven basiert oder ob egoistische Interessen, wie die Minderung eigener negativer Gefühle, den Kern der Hilfsbereitschaft bilden.

  • Die Empathie-Altruismus-Theorie nach Batson
  • Die Negative-Zustand-Erleichterungs-Hypothese von Cialdini
  • Der Einfluss von Stimmung und situativen Faktoren auf Hilfeverhalten
  • Evolutionspsychologische Ansätze (Verwandtenselektion und Reziprozität)
  • Die Rolle der Sozialisation bei der Entwicklung prosozialer Normen

Auszug aus dem Buch

2.1 Empathie als Motiv für prosoziales Verhalten

Daniel Batson (1991) behauptet, dass Menschen oft aus reiner Nächstenliebe handeln. Dies geschehe insbesondere dann, wenn eine Person Empathie für eine andere Person empfindet. Somit versetzt sich derjenige in die Situation des anderen und hilft unabhängig davon, ob er selber einen Nutzen daraus zieht oder nicht. Genau dies zeigt Batson mit seiner Empathie- Altruismus- Theorie und löste damit eine Debatte aus. Besteht nicht auch die Möglichkeit, dass der eigene Distress gemindert werden will beim Anblick einer leidenden Person? Empathie löst prosoziales Verhalten aus, welches einerseits kognitiv beeinflusst wird, durch verschiedene Beweggründe, und andererseits aufgrund von emotionalen Gründen, wie Wünschen und Wollen.

Ist keine Sympathie im Spiel, kommen laut Batson durchaus egoistische Beweggründe hinzu und man spricht von der Frage des sozialen Austauschs. Hier ist das Individuum dann darauf aus seinen eigenen Nutzen aus der Situation zu ziehen, wie beispielsweise Anerkennung oder Lob zu erhalten. Folgendes Experiment soll beleuchten warum Menschen helfen. Toi & Batson (1982) stellten Eigeninteresse und Empathie als Motive zu helfen gegenüber. Hierbei hören die Probanden das Schicksal einer Mitstudierenden, die nach einem Autounfall beide Beine gebrochen hat und nun im Rollstuhl sitzen muss. Nachdem sie das Band gehört haben, bekommen sie einen Brief von Carol, die um Hilfe bittet. Diejenigen, welche durch Manipulation der Sympathie mehr Empathie empfanden, standen denen gegenüber, die objektiv die Situation zu beurteilen hatten und somit weniger empathisch waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Definition von prosozialem Verhalten ein und beleuchtet die zentrale Forschungsdebatte zwischen altruistischen und egoistischen Motiven.

2 Über die Natur, die egoistisches oder altruistisches Verhalten hervorruft: Dieser Hauptteil analysiert die wissenschaftliche Kontroverse anhand der Theorien von Batson und Cialdini sowie ergänzender evolutionsbiologischer und psychologischer Perspektiven.

2.1 Empathie als Motiv für prosoziales Verhalten: Hier wird Batsons Empathie-Altruismus-Theorie vorgestellt, die Empathie als Kern für selbstloses Hilfeverhalten postuliert.

2.2 Caldini et al. und die negative Zustand- Erleichterungs- Erklärungsweise: Das Kapitel kontrastiert Batsons Sicht mit der Hypothese, dass Helfen vor allem dazu dient, die eigene negative Stimmung bzw. Trauer zu reduzieren.

2.3 Stimmung und prosoziales Verhalten: Diese Sektion untersucht den direkten Einfluss von positiven und negativen Emotionen auf die Bereitschaft, anderen zu helfen.

2.4 Theorie des sozialen Austauschs: Hier wird der Ansatz diskutiert, dass Hilfeverhalten als ökonomisches Abwägen von Kosten und Nutzen verstanden werden kann.

2.5 Ansätze der Evolutionsbiologen und Entwicklungspsychologen: Das Kapitel beleuchtet biologische Überlebensstrategien wie die Verwandtenselektion und die Internalisierung sozialer Normen durch Sozialisation.

3 Resumee: Das Fazit fasst zusammen, dass eine eindeutige Trennung zwischen altruistischem und egoistischem Verhalten schwierig bleibt, da menschliches Handeln durch ein komplexes Zusammenspiel von Empathie, Situation und Eigennutz determiniert ist.

Schlüsselwörter

Prosoziales Verhalten, Altruismus, Egoismus, Empathie, Hilfeverhalten, Soziale Psychologie, Negative-Zustand-Erleichterungs-Hypothese, Theorie des sozialen Austauschs, Evolutionspsychologie, Verwandtenselektion, Reziprozitätsnorm, Sozialisation, Stimmung, Distress, Emotionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sozialpsychologischen Untersuchung, ob Menschen bei prosozialem Verhalten rein altruistisch handeln oder ob dabei egoistische Motive – etwa die Reduktion eigener negativer Zustände – überwiegen.

Welche zentralen theoretischen Ansätze werden gegenübergestellt?

Im Zentrum stehen die Empathie-Altruismus-Theorie von Batson und die Negative-Zustand-Erleichterungs-Hypothese von Cialdini et al.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, anhand wissenschaftlicher Experimente zu klären, ob Hilfeverhalten als Ausdruck echter Nächstenliebe oder als Strategie zur Verbesserung des eigenen emotionalen Befindens interpretiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär zur Argumentation genutzt?

Die Autorin stützt ihre Argumentation auf eine Analyse sozialpsychologischer Experimente (z.B. „Sympathie for Elaine“), in denen Variablen wie Empathie, Stimmung und Fluchtmöglichkeiten manipuliert wurden.

Welche Aspekte umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diskussion über Empathie als Motiv, die Erklärungsansätze für egoistisches Stressmanagement, den Einfluss der Stimmung, die Theorie des sozialen Austauschs sowie evolutionäre und entwicklungspsychologische Perspektiven.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Forschungsarbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Empathie, Altruismus, prosoziales Verhalten, soziale Normen und der Nutzen-Kosten-Abgleich in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Inwiefern beeinflussen soziale Normen das Hilfeverhalten laut der Autorin?

Die Autorin führt aus, dass Menschen durch Sozialisation lernen, dass Hilfsbereitschaft positiv bewertet wird; dies steigert den Selbstwert und hilft, gesellschaftliche Anerkennung zu erlangen.

Welche Rolle spielt die Evolutionstheorie in diesem Kontext?

Die Evolutionstheorie, insbesondere das Konzept der Verwandtenselektion und der Reziprozitätsnorm, wird herangezogen, um zu erklären, warum prosoziales Verhalten trotz des primären Überlebensdrangs aus biologischer Sicht vorteilhaft für die Arterhaltung sein kann.

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Résumé des informations

Titre
Ist prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert?
Université
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Sozialpsychologie
Note
2,3
Auteur
Isabel Dietrich (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
11
N° de catalogue
V184130
ISBN (ebook)
9783656088400
ISBN (Livre)
9783656088745
Langue
allemand
mots-clé
verhalten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Isabel Dietrich (Auteur), 2010, Ist prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184130
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Extrait de  11  pages
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