Die Personalbedarfsplanung gehört zu einer der bedeutendsten Aufgaben der Personalwirtschaft eines Unternehmens. Sie dient als Grundlage für die verschiedensten Entscheidungsprozesse. Die Ermittlung des Personalbedarfs ist beispielsweise Grundlage für die Personalbeschaffung, Personalfreiset-zung und der Personaleinsatzplanung. Die Personalbedarfsplanung ist langfristig natürlich auch Grundlage der Personalentwicklung. Wird umsichtig agiert, so ist die Personalbedarfsplanung immer mit anderen Unternehmensentscheidungen verknüpft. Dies können Entscheidungen sein die sich aus der Absatz-, Produktions- und Investitionsplanung ergeben. Wenn solche Entscheidungen getroffen werden ohne die Personalbedarfsplanung zu berücksichtigen, kann dies zu ungewollten Effekten führen. Daraus lässt schließen, dass alle planerischen Aktivitäten die Personalbedarfsplanung berücksichtigen sollten.
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema Personalbedarfsplanung. Dabei wird zuerst auf die Gründe und Ziele der Personalbedarfsplanung eingegangen. Es wird beschrieben, warum die Personalbedarfsplanung ein wichtiges Instrument der Personalwirtschaft ist. Des Weiteren wird auf die Einflussfaktoren der Bedarfsplanung eingegangen. Nachdem die Einfluss-faktoren erläutert sind, wird die generelle Vorgehensweise bei der Personal-bedarfsplanung beschrieben. Dieses dreistufige Verfahren zur Berechnung des Nettopersonalbedarfs sollte durchgeführt werden, ganz gleich welche Methode zur Personalbedarfsplanung eingesetzt worden ist. Die Methoden zur Bestimmung des Bruttopersonalbedarfs werden im dritten Kapitel ausführlich beschrieben. Man unterscheidet zwischen Schätzungen, statistischen Verfahren, organisatorischen Verfahren, arbeitswissenschaftlichen Verfahren und monetären Verfahren. Diese Verfahren werden kurz vorgestellt, und in den Unterkapiteln werden die wichtigsten Ausprägungen jedes Verfahrens dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bedeutung der Personalbedarfsplanung
2.1 Einflussfaktoren der Personalbedarfsplanung
2.2 Generelle Vorgehensweise
2.2.1 Bestimmung des Bruttopersonalbedarfs
2.2.2 Bestimmung des zukünftigen Personalbestands
2.2.3 Ermittlung des Nettopersonalbedarfs
3 Methoden der Personalbedarfsplanung
3.1 Schätzungen
3.1.1 Einfache Schätzungen
3.1.2 Expertenbefragung
3.1.3 Delphi-Methode
3.2 Statistische Verfahren
3.2.1 Trendverfahren
3.2.2 Kennzahlenmethode
3.2.3 Regressions- und Korrelationsrechnungen
3.3 Organisatorische Verfahren
3.3.1 Stellenplanmethode
3.3.2 Arbeitsplatzmethode
3.4 Arbeitswissenschaftliche Verfahren
3.4.1 REFA-Verfahren
3.4.2 Methods of Time Measurement (MTM)
3.5 Monetäre Verfahren
3.5.1 Budgetierung
3.5.2 Zero-Base-Budgetierung
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Instrumente und Methoden der Personalbedarfsplanung, um aufzuzeigen, wie Unternehmen ihren zukünftigen Personalbedarf systematisch ermitteln können, um diesen als Grundlage für strategische Personalentscheidungen zu nutzen.
- Grundlagen und Ziele der Personalbedarfsplanung
- Generelles dreistufiges Vorgehen zur Bedarfsermittlung
- Schätzverfahren und statistische Methoden
- Organisatorische und arbeitswissenschaftliche Verfahren
- Monetäre Ansätze wie die Budgetierung
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Expertenbefragung
Bei der Expertenbefragung werden mehrere Personen, welche eine Führungsposition innehaben, um ihre Einschätzung gebeten. Diese Einzelurteile werden durch die Gruppe der befragten Experten zu einem Gesamturteil zusammengefasst. Die einfache Durchführung der Expertenbefragung ist als vorteilhaft anzusehen.
Nachteilig ist die Tatsache, dass die Ergebnisse der Einzelurteile sehr subjektiv geprägt sind. Bei unterschiedlichen Urteilen der Experten kann es bei der Findung des Gesamtergebnisses dazu kommen, dass sich der Experte durchsetzt, welcher die höchste Hierachieebene besetzt oder am durchsetzungsstärksten ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Personalbedarfsplanung als zentrales Instrument der Personalwirtschaft ein und gibt einen Überblick über die behandelten Methoden.
2 Bedeutung der Personalbedarfsplanung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Personalplanung für Unternehmensentscheidungen sowie die internen und externen Einflussfaktoren und das dreistufige Vorgehensmodell.
3 Methoden der Personalbedarfsplanung: Hier werden detailliert verschiedene methodische Ansätze wie Schätzungen, statistische, organisatorische, arbeitswissenschaftliche und monetäre Verfahren vorgestellt.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit der methodischen Wahl in Abhängigkeit von den Unternehmensbedingungen.
Schlüsselwörter
Personalbedarfsplanung, Bruttopersonalbedarf, Nettopersonalbedarf, Einsatzbedarf, Reservebedarf, Personalbestand, Schätzverfahren, Expertenbefragung, Trendverfahren, Kennzahlenmethode, Stellenplanmethode, Arbeitswissenschaftliche Verfahren, REFA, Budgetierung, Zero-Base-Budgetierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit behandelt die verschiedenen Methoden und Instrumente, die Unternehmen zur Planung ihres zukünftigen Personalbedarfs einsetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Personalbedarfsplanung, die Einflussfaktoren auf den Personalbedarf sowie die verschiedenen Ansätze zur Ermittlung des Brutto- und Nettopersonalbedarfs.
Was ist das primäre Ziel dieser Ausarbeitung?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die gängigen Verfahren der Personalbedarfsplanung zu geben, um Personalverantwortlichen bei der Auswahl geeigneter Instrumente zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und Verfahren der Personalbedarfsplanung darstellt und systematisiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung zum Prozess der Bedarfsplanung und eine detaillierte Vorstellung der Methoden, unterteilt in Schätzungen, statistische, organisatorische, arbeitswissenschaftliche und monetäre Verfahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Personalbedarfsplanung, Bruttopersonalbedarf, Nettopersonalbedarf, Personalbestand, Schätzungen, Kennzahlenmethode, Stellenplanmethode und Budgetierung.
Wie unterscheidet sich die Delphi-Methode von einer einfachen Expertenbefragung?
Im Gegensatz zur einfachen Befragung erfolgt die Delphi-Methode systematisch mittels Fragebögen, wobei die Ergebnisse der ersten Runde den Experten zur erneuten, reflektierten Einschätzung vorgelegt werden.
Warum sind arbeitswissenschaftliche Verfahren wie MTM primär in der Industrie relevant?
Diese Verfahren basieren auf der exakten Messung von Arbeitszeitabläufen bei körperlichen Tätigkeiten, was sie für industrielle Fertigungsprozesse prädestiniert, jedoch weniger für Führungstätigkeiten.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Budgetierung und Zero-Base-Budgetierung?
Während die klassische Budgetierung meist auf den Werten der Vorperiode aufbaut, setzt die Zero-Base-Budgetierung bei Null an und leitet den Personalbedarf rein aus den absolut notwendigen Unternehmensfunktionen ab.
- Citation du texte
- Benjamin Vaupel (Auteur), 2010, Instrumente/Methoden der Personalbedarfsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184197