Abstract
Die schwierige Wirtschaftslage am Ende des letzten und zu Beginn dieses Jahrhunderts hat die Zahl der Sozialhilfebeziehenden in der Schweiz sprunghaft ansteigen lassen. Ein namhafter Teil derselben verfügt nicht über eine berufliche Ausbildung, viele Jugendliche haben auch keinen Schulabschluss. Selbst die Klienten und Klientinnen, die eine Lehre absolviert haben, sehen sich mit der Situation konfrontiert, dass ihre Kompetenzen zu den aktuellen gestiegenen Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht kompatibel sind oder dem Anspruchsniveau nicht zu genügen vermögen.
Obwohl die Politik auf diese Situation unter anderem mit einem neuen Arbeitslosengesetz und einer Anpassung der für die Sozialhilfe relevanten Richtlinien reagiert hat, die beide ein Recht auf Beschäftigungsprogramme und Bildungsmassnahmen der beruflichen Integration vorsehen, erweist sich die Umsetzung als Weg mit vielen Stolpersteinen, die sich bei den Erwerbslosen selber und ihrer belastenden sozialen Lebenslage, im Kontext des Arbeitsmarktes, seitens des Betreuungssettings, aber auch auf struktureller Ebene manifestieren.
Anhand von Interviews mit Experten und Expertinnen der Fachstellen der beruflichen Integration werden diese Hindernisse konkretisiert und die systemischen Zusammenhänge aufgezeigt. Dieser mehrperspektivische Zugang soll zudem - weil er die Komplexität der Problematik spiegelt - sachdienliche Ansatzpunkte für mögliche Erfolgsfaktoren der arbeitsmarktlichen und Bildungsmassnahmen geben. Auf dieser Grundlage werden Optimierungsmöglichkeiten entwickelt und Empfehlungen für die verschiedenen Akteure in einem zeitlich gestaffelten Rahmen vorgeschlagen. Dabei steht die These im Raum, dass ein gut koordiniertes, zielgerichtetes und flexibles interdisziplinäres Vorgehen wirksamer ist als das Ausschöpfen der jeweiligen Einzelmöglichkeiten der Fachstellen.
Gefragt ist folglich ein Paradigmenwechsel hin zu einer systemischen Lebenslaufperspektive mit einem professionellen Diversity Management.
Inhaltsverzeichnis
1 Menschen im Kontext von Ausbildung, Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe
2 Berufsbildungssystem in der Schweiz
2.1 Organisationsstruktur der Berufsbildung und Rahmengesetzgebung
2.2 Pädagogische Grundlagen der Berufsbildung
2.3 Berufsbildung unter erschwerten Rahmenbedingungen
2.4 Innovative Validierungsverfahren für Bildungsleistungen
3 Unterstützung Arbeitsloser in der Schweiz
3.1 Organisationsstruktur und Rahmengesetzgebung
3.2 Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes
3.3 Betreuung und Vermittlung - arbeitsmarktliche Massnahmen
3.4 Arbeitslosigkeit und ihre Folgen für die Betroffenen
3.5 Konzept der kantonalen Arbeitslosenhilfe
4 Sozialhilfe in der Schweiz
4.1 Organisation der Sozialhilfe und SKOS-Richtlinien
4.2 Merkmale und Lebenslage von Sozialhilfebeziehenden
4.3 Soziale und berufliche Integration
4.4 Massnahmen für die soziale und berufliche Integration
4.5 Ausbildungs- und arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene
5 Untersuchungsdesign
5.1 Auswahl der Fachstellen
5.2 Experteninterviews
5.3 Materialienpool
5.4 Qualitative Inhaltsanalyse
6 Stadt Bern - Kompetenzzentrum Arbeit
6.1 Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene
6.2 Angebote für Erwachsene
6.3 Angebote der Sektion Abklärung und Qualifizierung erwachsene Sozialhilfebeziehende
7 Kanton Wallis - topjoberwallis
7.1 Vertragsmodelle für die berufliche Integration
7.2 Umsetzung der Vertragsmodelle
7.3 Befristete Stelle in der öffentlichen Verwaltung
7.4 Ausbildungslose Jugendliche und junge Erwachsene
7.5 Sozialpädagogischer Förderprozess
8 Stadt Zürich - Arbeitsintegration
8.1 Arbeitsintegrationsangebote der Stadt Zürich
8.2 Abteilung Berufsbildung und Integration
8.3 Chancenmodell
8.4 Konzept der Ressourcen- und Sozialraumorientierung
9 Wirksamkeit der Massnahmen zur beruflichen Integration
9.1 Integrationshindernisse
9.1.1 Integrationshindernisse seitens der Sozialhilfebeziehenden
9.1.1.1 Ausbildungsniveau und Basiskompetenzen
9.1.1.2 Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdbild
9.1.1.3 Erwartungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen
9.1.1.4 Vom Wollen zum Umsetzen
9.1.1.5 Soziale Lebenslage als Kumulation ungünstiger Faktoren
9.1.1.6 Handlungsautonomie wahren
9.1.1.7 Ausgeprägtes Anspruchsdenken
9.1.1.8 Bezug zwischen Interviews und Forschungsliteratur
9.1.2 Integrationshindernisse seitens des Arbeitsmarktes
9.1.2.1 Allgemeine Wirtschaftslage
9.1.2.2 Wandel der Firmenstrukturen und Berufsfelder
9.1.2.3 Veränderungen der Arbeitsverhältnisse und Verlust von Nischenarbeitsplätzen
9.1.2.4 Grösse des Unternehmens
9.1.2.5 Betriebswirtschaftliche Aspekte
9.1.2.6 Öffentliche Hand als Arbeitgeberin
9.1.2.7 Vorurteile und negative Einstellungen
9.1.2.8 Gesamtarbeitsvertragliche Lohnbarrieren
9.1.2.9 Überflutung mit "unkoordinierten" Anfragen verschiedener Dienste
9.1.2.10 Bezug zwischen Interviews und Forschungsliteratur
9.1.3 Integrationshindernisse seitens der Sozialhilfe / Betreuung
9.1.3.1 Steigende Komplexität und wenig kompatible Prozesse
9.1.3.2 Hoher administrativer Aufwand der Fachstelle
9.1.3.3 Verständigungsbasis im Betreuungssetting
9.1.3.4 Arbeitsklima und Zusammenarbeit mit anderen Sozialhilfebeziehenden
9.1.3.5 Umgang mit Grenzen im Förderprozess
9.1.3.6 Auffangen struktureller Risiken
9.1.3.7 Interinstitutionelle Zusammenarbeit
9.1.3.8 Schnittstelle zu Unternehmen
9.1.3.9 Qualitätsmanagement und Kommunikation
9.1.4 Strukturelle Integrationshindernisse
9.1.4.1 Fehlender Fokus auf Berufsbildung
9.1.4.2 Nicht genutztes Potential des neuen Berufsbildungsgesetzes
9.1.4.3 Konkurrenzverbot der öffentlichen Hand
9.1.4.4 Interdependenzen der Sozialversicherungen
9.1.4.5 Föderalismus
9.1.4.6 Administrativer Aufwand in der interinstitutionellen Zusammenarbeit
9.1.4.7 Räumliche Trennung zwischen Sozialdiensten und Fachstellen
9.1.4.8 Finanzanreize und Lohnfreibeträge
9.1.4.9 Sanktionsmechanismen
9.1.4.10 Sprachregionale Zugehörigkeit
9.1.4.11 Genderproblematik
9.1.4.12 Gesellschaftliche Exklusionsprozesse
9.2 Erfolgsfaktoren
9.2.1 Erfolgsfaktoren seitens der Sozialhilfebeziehenden
9.2.2 Erfolgsfaktoren seitens des Arbeitsmarktes
9.2.3 Erfolgsfaktoren seitens der Sozialhilfe / Betreuung
9.2.4 Strukturelle Erfolgsfaktoren
10 Optimierungsmöglichkeiten
10.1 Optimierungsmöglichkeiten bei den Sozialhilfebeziehenden
10.1.1 Kompetenzen entwickeln und zertifizieren
10.1.2 Veränderung des Verhaltensrepertoires und der Denkmuster
10.1.3 Stärkung des sozialen Umfelds
10.2 Optimierungsmöglichkeiten im Kontext des Arbeitsmarktes
10.2.1 Gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen
10.2.2 Etablierung eines zweiten und dritten Arbeitsmarkts
10.2.3 Öffentliche Hand in der Pflicht
10.3 Optimierungsmöglichkeiten bei der Sozialhilfe / Betreuung
10.3.1 Tragfähiges Commitment
10.3.2 Differenzierte Standortbestimmung - umfassendes Assessment
10.3.3 Interne Abläufe effizienter gestalten
10.3.4 Wirksame interinstitutionelle Zusammenarbeit
10.3.5 Supported Employment
10.4 Optimierungsmöglichkeiten bei den strukturellen Rahmenbedingungen
10.4.1 Gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft
10.4.2 Diskussion des Primats der Arbeit in der Gesellschaft
10.4.3 Poolfinanzierung "Berufliche Integration"
10.4.4 Berufsbildung neu denken
10.4.5 Ganzheitliche Sozialpolitik
11 Empfehlungen und Schlussfolgerungen
11.1 Übersicht der Empfehlungen für die verschiedenen Akteure
11.2 Auf den Punkt gebracht
11.3 Grenzen der Arbeit
11.4 Paradigmenwechsel hin zu einer systemischen Lebenslaufperspektive
12 Literaturverzeichnis
13 Informationstools
13.1 Verzeichnis der Abkürzungen
13.2 Verzeichnis der Übersichten und Tabellen
14 Interviewleitfaden
15 Antwortraster Experteninterviews
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Wirksamkeit der beruflichen Integration von langzeitarbeitslosen Sozialhilfebeziehenden in der Schweiz. Das Hauptziel besteht darin, die systemischen Zusammenhänge an den Schnittstellen von Sozialhilfe, Arbeitslosenversicherung und Berufsbildung zu analysieren und Empfehlungen zu entwickeln, um das Gesamtgefüge der beruflichen Integration effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
- Analyse der strukturellen und persönlichen Integrationshindernisse bei Sozialhilfebeziehenden.
- Untersuchung der Rolle der drei beteiligten Disziplinen (Sozialhilfe, Arbeitslosenversicherung, Berufsbildung).
- Bewertung der Wirksamkeit bestehender Massnahmen und Arbeitsintegrationsmodelle.
- Integration der Perspektive der Arbeitgeber des ersten Arbeitsmarktes.
- Entwicklung von Optimierungsmöglichkeiten durch systemische Ansätze und interinstitutionelle Zusammenarbeit.
Auszug aus dem Buch
9.1.1.1 Ausbildungsniveau und Basiskompetenzen
Der eigentliche Knackpunkt der beruflichen Integration ist der Spagat zwischen den Anforderungen der Wirtschaft an die Arbeitnehmenden und den tatsächlich vorhandenen Kompetenzen der Sozialhilfebeziehenden (vgl. Ar, F 22, Be, Z. 1386 ff.). Ein grosses Problem ist das Ausbildungsniveau bzw. die fehlende Berufsausbildung. Die meisten Betreuten haben entweder keinen Beruf erlernt oder aber ihre berufliche Anschlussfähigkeit verloren. Ihr Wissen ist, teilweise wegen der langen Dauer der Arbeitslosigkeit, teilweise wegen fehlender Weiterbildung bereits zu Zeiten der letzten beruflichen Tätigkeit, nicht mehr auf dem aktuellen Stand (vgl. Ar, F 23, Wa, Z. 1466 ff.).
Sie haben zudem manchmal in sehr spezialisierten Segmenten gearbeitet und dort beachtliche Kompetenzen erworben, doch sind diese zu Aufgaben ausserhalb dieses spezifischen Betriebs nicht kompatibel, haben also für andere Unternehmen kaum Wert. Die betreuten Männer und Frauen haben teilweise sogar Berufe erlernt, die es heute gar nicht mehr gibt. Hinzu kommen bei Migranten und Migrantinnen die fehlenden oder mangelnden Sprachkenntnisse.
Obwohl ein grosser Prozentsatz der langzeitarbeitslosen Sozialhilfebeziehenden im Vorfeld durch Fachleute anderer Institutionen der beruflichen Integration wie z.B. die RAV oder die Berufsberater betreut worden ist, sind erstaunlich viele Bewerbungsdossiers unvollständig bzw. die Stellensuchenden nicht fähig, ohne Hilfe eine sachdienliche Unterlagenmappe zusammenzustellen und sich bei einem Gespräch angemessen zu präsentieren.
Durch die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und teilweise auch infolge der begonnenen sozialen Desintegration fehlen abgesehen von der fachlichen Qualifikation oft bereits die grundlegenden Basisfertigkeiten. Es fällt einigen trotz guten Willens schwer, überhaupt und pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, die Tätigkeiten sinnvoll zu organisieren und sorgfältig auszuführen, sich mit Kollegen zu verständigen oder auch nur einfache Anweisungen und Regeln zu befolgen. Die Frustrationstoleranz ist nicht selten niedrig, ein kleiner Misserfolg kann bereits zum Abbruch führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Menschen im Kontext von Ausbildung, Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe: Dieses Kapitel thematisiert den Anstieg der Sozialhilfeabhängigkeit und die Schwierigkeiten bei der beruflichen Integration aufgrund der Sektorisierung der sozialen Sicherungssysteme.
2 Berufsbildungssystem in der Schweiz: Es wird die Struktur der schweizerischen Berufsbildung erläutert, wobei ein besonderer Fokus auf das Verständnis von Kompetenz und die Herausforderungen durch das neue Berufsbildungsgesetz liegt.
3 Unterstützung Arbeitsloser in der Schweiz: Dieses Kapitel beschreibt die Funktionsweise der Arbeitslosenversicherung, deren Instrumente zur Reintegration sowie die psychologischen und sozialen Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit.
4 Sozialhilfe in der Schweiz: Es wird die Organisation der Sozialhilfe, die Lebenslage der Betroffenen und die verschiedenen Faktoren untersucht, die den Zugang zur beruflichen Integration erschweren oder ermöglichen.
5 Untersuchungsdesign: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, basierend auf Experteninterviews und der Analyse eines Materialienpools bei spezifischen Fachstellen für berufliche Integration.
6 Stadt Bern - Kompetenzzentrum Arbeit: Hier werden die spezifischen Angebote der Stadt Bern für Jugendliche und Erwachsene vorgestellt, die auf eine rasche berufliche Integration abzielen.
7 Kanton Wallis - topjoberwallis: Dieses Kapitel präsentiert das regionale Modell im Kanton Wallis und die dort angewandten Vertragsmodelle zur beruflichen Reintegration.
8 Stadt Zürich - Arbeitsintegration: Es wird der ergänzende Arbeitsmarkt in Zürich beschrieben, inklusive des Chancenmodells und des Konzepts der Ressourcen- und Sozialraumorientierung.
9 Wirksamkeit der Massnahmen zur beruflichen Integration: Eine umfassende Analyse der Integrationshindernisse und Erfolgsfaktoren aus Sicht der Fachpersonen, kategorisiert nach verschiedenen Akteuren.
10 Optimierungsmöglichkeiten: Aufbauend auf der Analyse werden konkrete Optimierungspotenziale bei den Sozialhilfebeziehenden, dem Arbeitsmarkt, der Betreuung und den strukturellen Rahmenbedingungen diskutiert.
11 Empfehlungen und Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse in tabellarischer Form zusammen und plädiert für einen Paradigmenwechsel hin zu einer systemischen Lebenslaufperspektive.
Schlüsselwörter
Berufliche Integration, Sozialhilfe, Langzeitarbeitslosigkeit, Berufsbildung, Arbeitsmarkt, Kompetenzentwicklung, Interinstitutionelle Zusammenarbeit, Soziale Integration, Arbeitslosenversicherung, Fallmanagement, Arbeitsmarktfähigkeit, Ressourcenorientierung, Bildungsmassnahmen, Validierungsverfahren, Systemischer Ansatz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die berufliche Integration von langzeitarbeitslosen Sozialhilfebeziehenden in der Schweiz. Sie untersucht, wie verschiedene Institutionen wie RAV, IV und Sozialhilfe zusammenwirken, welche Hindernisse bei der Wiedereingliederung auftreten und wie diese Prozesse optimiert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Felder sind die Schnittstellenproblematik zwischen den sozialen Sicherungssystemen, das Berufsbildungssystem für Erwachsene, die Rolle der Unternehmen bei der Integration sowie die Bedeutung von persönlicher Betreuung und sozialpädagogischen Ansätzen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Fachpersonen der beruflichen Integration die Rahmenbedingungen konkretisieren, welche Settings zum Einsatz kommen und welche Faktoren die Wirksamkeit der Massnahmen bei der Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt positiv oder negativ beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse. Sie führt Experteninterviews mit Fachpersonen aus den Fachstellen der beruflichen Integration in Bern, dem Wallis und Zürich durch und kombiniert diese mit einer Analyse eines umfangreichen Materialienpools aus diesen Institutionen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Systeme (Berufsbildung, Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe), eine detaillierte Darstellung der Arbeitspraxis in den untersuchten Kantonen/Städten sowie eine umfassende Analyse der Integrationshindernisse und Erfolgsfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören "Berufliche Integration", "Sozialhilfe", "Langzeitarbeitslosigkeit", "Systemischer Ansatz" und "Interinstitutionelle Zusammenarbeit".
Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Studien?
Die Arbeit wählt bewusst keinen einperspektivischen Zugang, sondern verbindet die Optik von Betroffenen, der Berufsbildung, des Arbeitsmarktes und der Sozialhilfe, um systemische Zusammenhänge über die Grenzen einzelner Fachbereiche hinweg aufzuzeigen.
Welche Rolle spielt die "Lebenslaufperspektive" in der Schlussfolgerung?
Die Autorin fordert einen Paradigmenwechsel: Bildung sollte nicht mehr als isolierte Phase zu Beginn der Karriere, sondern als lebenslange, modulare Berufsbildungsbiografie verstanden werden, um Menschen mit nicht-linearen Lebensläufen besser zu unterstützen.
- Citation du texte
- Eveline Zurbriggen (Auteur), 2011, Kompetenzentwicklung mit langzeitarbeitslosen Sozialhilfebeziehenden in der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184229