Durch die zunehmende Globalisierung und steigende Anforderungen bezüglich Preis, Qualität und Lieferbereitschaft sowie der Verknappung von Rohstoffen müssen sich Unternehmen einem stetig wachsenden Wettbewerbsdruck stellen. Die Beschaffung stellt in vielen Branchen den größten Kostenblock dar.
Warum ist es sinnvoll, die Bereiche Beschaffung und Controlling miteinander zu verbinden? Was sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Beschaffungscontrolling? Und inwieweit sind Instrumente des Beschaffungscontrolling bereits in Unternehmen integriert?
Jacek Meyer stellt in seiner Publikation die Instrumente des Beschaffungscontrollings vor und ermittelt, inwieweit Unternehmen diese bereits verwenden. Dabei unterstreicht Meyer das Einsparungspotenzial und die positive Gewinnauswirkung von Beschaffungscontrolling und gibt Tipps zur effizienten Anwendung im Unternehmensalltag.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Die Beschaffung als Funktionsbereich
2.1 Abgrenzung der Begriffe Einkauf und Beschaffung
2.2 Aufgaben und Phasen der Beschaffung
2.3 Ziele und Aufgaben der strategischen Beschaffung
2.4 Der Gewinnbeitrag der Beschaffung
3 Controlling
3.1 Auslegung des Begriffs Controlling
3.2 Die Funktionen des Controllings
4 Beschaffungscontrolling
4.1 Strategisches Beschaffungscontrolling
4.2 Operatives Beschaffungscontrolling
4.3 Die Kennzahlen im Beschaffungscontrolling
5 Instrumente zur Leistungsermittlung
5.1 Die ABC-Analyse
5.2 Die XYZ-Analyse
5.3 Total Cost of Owernership (TCO)
5.4 Die Balanced Scorecard (BSC)
5.5 Beschaffungs-Balanced Scorecard (B-BSC)
5.6 Target Costing
5.7 Portfolio Analysen
6 Einsatz der Instrumente in der Praxis
6.1 Beschaffungscontrolling in der Praxis – State of the Art
7 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Instrumente des Beschaffungscontrollings systematisch darzustellen, ihre Bedeutung für die Performance der Beschaffung zu untersuchen und deren Beitrag zur Ergebnisverbesserung im Unternehmen aufzuzeigen.
- Methodische Grundlagen des Beschaffungscontrollings
- Strategische vs. operative Steuerungsinstrumente
- Einsatzmöglichkeiten von Kennzahlensystemen
- Analyseinstrumente wie ABC-/XYZ-Analyse, TCO und B-BSC
- Praxisstatus des Beschaffungscontrollings
Auszug aus dem Buch
5.7 Portfolio Analysen
Mit Portfolio Analysen sollten ursprünglich finanzielle Aspekte unter der Berücksichtigung des Risikos und der Rendite betrachtet werden. Dabei steht die Gesamtbetrachtung der Anlage im Rahmen der Beurteilung. Eine isolierte Betrachtung soll damit ausgeschlossen werden.
Heutzutage gehören Portfolio Analysen zum Standardwerkzeug im Beschaffungswesen, da diese die Vielzahl der unterschiedlichen Beschaffungsgüter und der Lieferanten abbilden können.
Nachfolgend werde zwei Konzepte vorgestellt, die für das Beschaffungscontrolling von Bedeutung sind.
Das Marktmacht Portfolio (Macht Matrix) beschreibt zwei Dimensionen.
1. Die Stärke des Lieferanten
2. Die Stärke des Abnehmers
Die Marktmacht Matrix vergleicht die eigene Position im Markt mit der des Lieferanten. Darüber hinaus soll sie Möglichkeiten aufzeigen, wie die Abnehmermacht weiter ausgebaut werden kann.
Über die Matrix kann die Abhängigkeit des Unternehmens von seinen Lieferanten abgebildet werden und als Grundlage bei Vertragsverhandlungen genutzt werden. Alle relevanten Parameter liegen zur Bestimmung der Verhandlungsstrategie vor.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck in der Beschaffung und definiert die Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Die Beschaffung als Funktionsbereich: Dieses Kapitel grenzt die Begriffe Einkauf und Beschaffung voneinander ab und analysiert die Bedeutung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg.
3 Controlling: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Controlling-Begriffs und eine Erläuterung der zentralen Steuerungs- und Planungsfunktionen.
4 Beschaffungscontrolling: Dieses Kapitel verschmilzt die Bereiche Beschaffung und Controlling und differenziert zwischen strategischen und operativen Aufgabenfeldern.
5 Instrumente zur Leistungsermittlung: Hier werden gängige Controlling-Instrumente wie ABC/XYZ-Analysen, TCO, BSC und Target Costing detailliert vorgestellt.
6 Einsatz der Instrumente in der Praxis: Anhand empirischer Studien wird der aktuelle Stand des Beschaffungscontrollings in Unternehmen kritisch bewertet.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz einer strategischen Ausrichtung der Beschaffung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Anforderungen.
Schlüsselwörter
Beschaffungscontrolling, Einkauf, Materialwirtschaft, Kennzahlen, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Total Cost of Ownership, Balanced Scorecard, Target Costing, Portfolio-Analyse, Strategische Beschaffung, Performance Management, Lieferantenmanagement, Kostenreduzierung, Wertschöpfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Anwendung von Controlling-Instrumenten, um die Leistungsfähigkeit der Beschaffung in Unternehmen messbar und steuerbar zu machen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die strategische Bedeutung der Beschaffung, die Implementierung geeigneter Kennzahlensysteme sowie der Einsatz spezifischer Analysewerkzeuge zur Kosten- und Risikooptimierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Beitrag des Beschaffungscontrollings zum Gesamterfolg des Unternehmens aufzuzeigen und Einsparpotenziale durch den Einsatz moderner Methoden zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Praxisrelevanz des Beschaffungscontrollings.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Controllings, die spezifische Ausgestaltung des Beschaffungscontrollings sowie die Vorstellung einzelner Analyseinstrumente.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Materialkostenmanagement, Total Cost of Ownership (TCO), strategische Beschaffungsplanung und Performance Measurement im Einkauf.
Wie unterscheidet sich das strategische vom operativen Beschaffungscontrolling?
Das strategische Controlling ist potenzialorientiert und langfristig ausgerichtet, während das operative Controlling auf die kurz- bis mittelfristige Kostenreduzierung und Prozessoptimierung fokussiert ist.
Warum ist die Implementierung einer Beschaffungs-BSC (B-BSC) so bedeutend?
Die B-BSC ermöglicht eine ganzheitliche Steuerung, die sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Ziele sowie die Lieferantenperspektive integriert und somit Transparenz schafft.
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- Jacek Meyer (Autor), 2011, Beschaffungscontrolling - Instrumente zur Leistungsermittlung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184434