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TV-Duelle - Entertainment statt Inhalte?

Título: TV-Duelle - Entertainment statt Inhalte?

Trabajo de Seminario , 2009 , 22 Páginas

Autor:in: Pola Sarah (Autor)

Medios / Comunicación - Medios y política, comunicaciones políticas
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TV-Duelle sind im deutschen Bundestagswahlkampf eine verhältnismäßig neue Erscheinung. Auch in diesem Wahljahr werden die beiden Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Angela Merkel (Union) gegeneinander antreten. Am 13. September 2009 werden sich Angela Merkel (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur Diskussion gegenüberstehen. Die Idee der TV-Duelle stammt aus den USA. 1956 wurde die erste Diskussion im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Vereinigten Staaten sind eine präsidiale Republik. In den einzelnen Bundesstaaten werden mittelbar Wahlmänner und –frauen gewählt, die dann für ihren Präsidentschaftskandidaten oder –kandidatin stimmen. Außerdem haben die USA ein Zwei-Parteien-System, es wird von der Demokratischen und der Republikanischen Partei bestimmt. Die Bundesrepublik Deutschland hat eine geteilte Exekutive und ein Mehrparteiensystem. In Deutschland gibt es seit dem Bundestagswahlkampf 2002 TV-Duelle. Doch immer wieder werden Stimmen laut, die eine Veränderung oder gar Abschaffung des vorhandenen Formats der TV-Duelle fordern.
In meiner Arbeit will ich zunächst die Geschichte der TV-Duelle darstellen, dann am Beispiel der ersten deutschen Diskussion dieser Art auf Bundesebene die Regeln und den Aufbau erläutern. Schließlich stelle ich die Vor- und Nachteile von TV- Duellen vor und gelange so zu meinem Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Geschichte der TV-Duelle

2.1 Vereinigte Staaten von Amerika

2.2 Bundesrepublik Deutschland

2.3 Personalisierung

3. Beispiel: TV-Duelle im Bundestagswahlkampf 2002

3.1 Aufbau und Regeln

3.2 TV-Duelle als Schauspiel?

4. Unterhaltung versus Inhalte

4.1 Vorteile von TV-Duellen

4.2 Nachteile von TV-Duellen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle und Auswirkung von TV-Duellen im deutschen Bundestagswahlkampf, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen inhaltlicher Information und medialer Unterhaltung sowie Personalisierung.

  • Historische Entwicklung und Ursprünge der TV-Duelle in den USA und Deutschland.
  • Analyse des Formats am Beispiel der TV-Duelle im Bundestagswahlkampf 2002.
  • Untersuchung der "Amerikanisierung" und Personalisierung politischer Kommunikation.
  • Kritische Gegenüberstellung von Unterhaltungswert und inhaltlicher Tiefe.
  • Diskussion über alternative Formate in einem Mehrparteiensystem.

Auszug aus dem Buch

3.2 TV-Duelle als Schauspiel?

„Spätestens seit der Vereinbarung der beiden TV-Duelle war klar, dass dem Fernsehen bei dieser Wahl eine zentrale Bedeutung zukommen würde. Nachdem der erste große Fernseh-Auftritt Stoibers als Kanzlerkandidat der Union bei Sabine Christiansen etwas verunglückte, kamen Befürchtungen auf, der Kandidat könnte dabei gegenüber dem häufig als ‚Medienliebling‘ bezeichneten Kanzler ins Hintertreffen geraten. Das Wahlkampfteam der Union wurde deshalb mit Michael Spreng, einem ausgewiesenen Medienprofi, als persönlicher Berater von Stoiber verstärkt. Seine Aufgabe bestand unter anderem darin, die Defizite des Kandidaten in der Außenwirkung abzubauen beziehungsweise sie als sympathischen Charakterzug darzustellen (‚Kantig. Echt. Erfolgreich‘) und seine inhaltliche Kompetenz stärker zu betonen.“

Christian Schicha führt in seinem Text „Politik auf der ‚Medienbühne‘“ vier Einflussfaktoren auf die Wirkung von TV Duellen an:

Zum einen wird die Wirkung des Duells durch die sogenannte „Performance“ beeinflusst. Darunter versteht man, wie ein Politiker oder eine Politikerin sich bezüglich Körpersprache und Stimme dem durch die Debatte entstehenden Druck verhält und bei ZuschauerInnen ankommt. Zweitens handelt es sich bei den TV-Duellen immer um eine Darstellung, eine „Inszenierung“. Das bezeichnet die Art und Weise, wie der Kandidat oder die Kandidatin mit den Gegebenheiten der Debatte umgeht, um dem Publikum einen sepeziellen Sachverhalt zu vermitteln. Es spielen hier auch Lichtverhältnisse und der Studiohintergrund mit hinein. Außerdem sind noch die „Korporalität“ – die Darstellung des Kandidaten - und die Wahrnehmung der Zuschauer von Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der TV-Duelle im deutschen Bundestagswahlkampf ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Entstehung und Geschichte der TV-Duelle: Dieses Kapitel behandelt die historischen Ursprünge der TV-Duelle in den USA sowie deren Übernahme in die deutsche politische Kultur unter dem Aspekt der Personalisierung.

3. Beispiel: TV-Duelle im Bundestagswahlkampf 2002: Hier wird der Aufbau, die Regelungen und die Inszenierung der ersten deutschen Kanzlerduelle konkret analysiert.

4. Unterhaltung versus Inhalte: Dieser Abschnitt kontrastiert die proklamierten Vorteile der TV-Duelle, wie die Information der Wähler, mit den Nachteilen einer zunehmenden Oberflächlichkeit und Inszenierung.

5. Fazit: Das Fazit bewertet TV-Duelle kritisch und schlägt alternative Diskussionsformate vor, die besser zum deutschen Parteiensystem passen.

Schlüsselwörter

TV-Duell, Bundestagswahl, Amerikanisierung, Personalisierung, Spin Doctors, Medienkanzler, Politische Kommunikation, Inszenierung, Wahlkampf, Kanzlerkandidaten, Unterhaltungs-Show, Demokratie, Fernsehdebatte, Wählerinformation, Politische Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Format der TV-Duelle in deutschen Bundestagswahlkämpfen und hinterfragt, ob diese zur inhaltlichen politischen Meinungsbildung beitragen oder lediglich Unterhaltungscharakter besitzen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst die Geschichte der TV-Duelle, die Rolle von Beratern (Spin Doctors), die Auswirkungen auf die Personalisierung der Politik und eine Bewertung des Formats in Bezug auf die deutsche Mehrparteienlandschaft.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob TV-Duelle in Deutschland im derzeitigen Format sinnvoll sind und ob sie den Anforderungen an einen informierten politischen Diskurs gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung von Studien und der Untersuchung spezifischer Wahlkampfareignisse (insbesondere 2002) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil setzt sich detailliert mit den Regeln, der Inszenierung, den Vor- und Nachteilen für die Kandidaten sowie der selektiven Wahrnehmung durch die Medien auseinander.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Personalisierung, Inszenierung, Politische Kommunikation und Amerikanisierung des Wahlkampfes.

Inwiefern beeinflussen Spin Doctors das TV-Duell?

Spin Doctors bereiten die Kandidaten intensiv vor, indem sie Formulierungen und Gesten trainieren, um das Risiko einer Blamage zu minimieren und eine positive Inszenierung in der Medienberichterstattung zu gewährleisten.

Warum hält die Autorin TV-Duelle für problematisch in Deutschland?

Da Deutschland ein Mehrparteiensystem hat, werden durch die Konzentration auf nur zwei Kandidaten andere relevante Parteien aus der Öffentlichkeit verdrängt und die parlamentarische Realität verzerrt dargestellt.

Welche Alternativen schlägt die Autorin vor?

Als Alternativen werden das "Österreichische Modell", bei dem alle Parteien in wechselnden Konstellationen diskutieren, sowie eine verlängerte "Elefantenrunde" vorgeschlagen.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
TV-Duelle - Entertainment statt Inhalte?
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Curso
Bundestagswahl 2009 – Parteien, Programme, Politiker
Autor
Pola Sarah (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
22
No. de catálogo
V184680
ISBN (Ebook)
9783656096351
Idioma
Alemán
Etiqueta
TV-Duell Personalisierung Bundestagswahl 2002 Vorteil Nachteil
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pola Sarah (Autor), 2009, TV-Duelle - Entertainment statt Inhalte?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184680
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