Kritische Analyse der Erforderlichkeit einer umfassenderen Regulierung der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen


Seminararbeit, 2011

27 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

I Problemstellung

II Rolle von Abschlussprüferregulierung und -aufsicht vor dem Hintergrund der Doppelfunktion und der EU-Harmonisierungsbestrebung
1. Bedeutung von Abschlussprüferregulierung und -aufsicht im Hinblick auf den Interessenkonflikt
a) Würdigung der Doppelfunktion des Abschlussprüfers und des daraus resultierenden Interessenkonflikts
b) Diskussion der Stärkung der Abschlussprüferaufsicht und weiterer Möglichkeiten zur Lösung des Interessenkonflikts
2. Bedeutung einer Aufsichtsharmonisierung für die Abschlussprüfung und Darstellung am Beispiel des europäischen Finanzmarkts
a) Diskussion der Notwendigkeit und Umsetzung der Aufsichtsharmonisierung im Bereich der Abschlussprüfung
b) Diskussion der Gründe und Gestaltung der Aufsichtsharmonisierung am Beispiel des europäischen Finanzmarkts

III Kritische Würdigung der Vorschläge des Grünbuchs zur Revisoraufsicht vor dem Hintergrund des Interessenkonflikts und der Harmonisierung
1. Kritische Analyse der Stärkung der Berufsaufsicht im Hinblick auf den Interessenkonflikt des Abschlussprüfers
a) Gewährleistung von der Prüferbranche unabhängiger Berufsaufsichten
b) Integration nationaler Abschlussprüferaufsichten auf EU-Ebene
c) Intensiverer Dialog zwischen Abschlussprüfern und Aufsichtsbehörden
2. Kritische Analyse der Integration nationaler Abschlussprüferaufsichten auf EU-Ebene im Hinblick auf das Harmonisierungsziel

IV Thesenförmige Zusammenfassung
Verzeichnis zitierter Schriften
Verzeichnis zitierter Comment Letter zum Grünbuch
Verzeichnis zitierter amtlicher Drucksachen
Verzeichnis zitierter Gesetze

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

I Problemstellung

Am 13.10.2010 publizierte die EU-Kommission das Grünbuch zur Abschlussprüfung, welches die Angemessenheit des derzeitigen rechtlichen Rahmens dahingehend hinterfragt, ob den Interessengruppen des Revisors ein ausreichend hohes Maß an Sicherheit gewährt wird.[1] Als unabhängiger Experte[2] soll der Wirtschaftsprüfer einerseits den Unternehmensinteressen durch die Unterstützung des Aufsichtsrats gerecht werden, andererseits dem Willen der Öffentlichkeit entsprechen.[3] Dabei sind die Erwartungen beider Parteien zum Teil gegensätzlich.[4] Folglich besteht für den Prüfer die Gefahr eines Interessenkonflikts. Daher stellt sich die Frage, wie dieser gemildert werden kann und, ob die im Grünbuch vorgeschlagene Stärkung staatlicher Berufsaufsicht,[5] einen positiven Beitrag zur Lösung der Problematik leisten kann.

Zudem strebt die EU durch Interventionen das Fundamentalziel eines einheitlichen Binnenmarktes an.[6] Auch im Bereich der Abschlussprüfung wird über kohärente Normen und Aufsichten diskutiert.[7] Zu letzterem regt das Grünbuch eine umfassendere Harmonisierung auf paneuropäischer Ebene an.[8] Hierzu ist zu analysieren, ob eine Konvergenzbestrebung für die Profession notwendig erscheint. Als kritisch wäre eine damit verbundene Souveränitätseindämmung von Länderbehörden anzusehen.

Als Ziel der vorliegenden Arbeit soll daher die Bedeutung der Berufsaufsicht vor dem Hintergrund des Interessenkonflikts und oben genannter Harmonisierung aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang werden die Empfehlungen des Grünbuchs bezüglich beider Problembereiche kritisch hinterfragt. Dies erfolgt u.a. durch Heranziehung der zum Grünbuch eingegangenen Comment Letter diverser Institutionen.

Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Abschnitt II würdigt die Revisoraufsicht vor dem Hintergrund des Interessenkonflikts sowie des EU-Harmonisierungsziels. Darauf aufbauend diskutiert Abschnitt III konkret die im Grünbuch angeregten Überwachungsmaßnahmen unter besonderer Betrachtung der beiden aufgezeigten Problemfelder bevor in Abschnitt IV die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst werden.

II Rolle von Abschlussprüferregulierung und -aufsicht vor dem Hintergrund der Doppelfunktion und der EU-Harmonisierungsbestrebung

1. Bedeutung von Abschlussprüferregulierung und -aufsicht im Hinblick auf den Interessenkonflikt

a) Würdigung der Doppelfunktion des Abschlussprüfers und des daraus resultierenden Interessenkonflikts

Gesetzlicher Auftrag des Abschlussprüfers ist die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses zu gewährleisten sowie unterschiedliche Interessengruppen über potenzielle Unternehmensfortführungsrisiken aufzuklären.[9] Demzufolge nimmt der Wirtschaftsprüfer gleichzeitig eine Beglaubigungs- und Informationsfunktion wahr.[10]

Beide Aufgaben des Revisors sind dabei einerseits für die Firmen, beispielsweise durch Milderung bestehender Prinzipal-Agenten-Probleme zwischen Vorstand und Aktionären,[11] andererseits auch für die Öffentlichkeit durch Vertrauensbildung in die vom Unternehmen verfassten Quartals- und Jahresberichte von Interesse. In seiner Rolle als „Gatekeeper“[12] ist der Revisor in Deutschland nach § 321 HGB gezwungen, seine Erkenntnisse in Form eines ausführlichen Prüfungsberichts dem Aufsichtsrat zur Unterstützung bei der Vorstandsüberwachung mitzuteilen.[13] Dieses Gesellschaftsorgan stellt aufgrund der umfassenden Verschwiegenheitspflicht des Prüfers, den einzigen Adressaten dieses privaten Informationsmediums dar.[14] Eine Ausnahme dazu besteht aktuell lediglich bei der Prüfung von Finanzinstituten, bei welchen der Prüfungsbericht zudem den jeweiligen Finanzaufsichten auszuhändigen ist.[15] Des Weiteren ist der Abschlussprüfer in seiner Funktion als „Public Watchdog“ verpflichtet die Öffentlichkeit auf seine Feststellungen hinzuweisen.[16] Dies erfolgt durch den Bestätigungsvermerk, welcher bei erfolgreicher Verifizierung zum einen eine normkonforme Präsentation der Finanzergebnisse attestiert, zum anderen bei negativen Feststellungen auch als „Krisenwarner“ fungieren soll.[17]

Aus der als „Whistleblowing“[18], der Veröffentlichung unternehmensinterner Schwächen an Dritte, bezeichneten Funktion des Prüfers kann die Gefahr einer „self-fulfilling prophecy“ folgen.[19] Laut Mock können der geprüften Gesellschaft durch die Publizierung festgestellter Mängel Nachteile entstehen.[20] Mögliche Probleme ergeben sich durch Reputationsverluste am Kapitalmarkt und dem daraus resultierenden Finanzmittelentzug potenzieller Investoren was zu einer Verschärfung der oftmals ohnehin schon angespannten Liquiditätssituation führt.[21] Darüber hinaus hat ein eingeschränkter Bestätigungsvermerk meist ein ungünstigeres Rating bei Banken verbunden mit schlechteren Zinskonditionen zur Folge. Da die Veröffentlichung verlässlicher Information jedoch die Grundlage effizienter Finanzmärkte darstellt und für externe Kapitalmarktteilnehmer die wichtigste und zumeist einzig zugängliche Quelle für deren Investitionsentscheidung bildet, erscheint für Fluri eine Publizierung aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sinnvoll.[22] Durch die Doppelverpflichtung ist der Wirtschaftsprüfer gezwungen sowohl im Interesse des Unternehmens zu agieren, welches an einer möglichst positiven Stellungnahme interessiert ist, als auch dem Wunsch der Öffentlichkeit einer unparteilichen und fachkundigen Stellungnahme zu entsprechen.[23] Folglich sieht er sich einem Interessenkonflikt ausgesetzt. In der Vergangenheit wurde dem Abschlussprüfer daher eine Stellung wie ein Gesellschaftsorgan zugesprochen.[24] Vice versa können durch den Fokus auf das Prüfungssubjekt, bei Mängeln in der Finanzberichterstattung, negative Effekte auf Dritte einhergehen.

b) Diskussion der Stärkung der Abschlussprüferaufsicht und weiterer Möglichkeiten zur Lösung des Interessenkonflikts

Zur Lösung des Interessenkonflikts werden in der Literatur diverse (zum Teil auch radikale) Vorschläge unter Abschaffung des Dualismus diskutiert.[25] Zur Betonung der privaten Funktion des Abschlussprüfers schlägt Ronen den Marktmechanismus einer Bilanzversicherung vor.[26] Dabei entrichten die versicherten Firmen Prämien an den Versicherungsträger, welcher die Prüfer auswählt und entlohnt sowie bei aufgedeckter Bilanzmanipulation Schadenersatzzahlungen an die Aktionäre entrichtet.[27] Allerdings findet hier eine ausschließliche Fokussierung auf die Versicherung und aktuelle Anteilseigner statt, da nur diese durch den Mechanismus profitieren.[28] Dies greift aufgrund fehlender Informationsversorgung weiterer Marktteilnehmer zu kurz.

Eine Form staatlicher Intervention stellt der Gedanke einer Verstaatlichung der gesetzlichen Prüfung dar.[29] Dies entspricht durch die nunmehr eindeutige öffentliche Stellung des Revisors dem Interesse Dritter. Gleichwohl würde durch den Fokus auf das Gemeinwohl, die private Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft sowie insbesondere die Unterstützung des Aufsichtsrats vernachlässigt werden.[30] Weitere Kritikpunkte ergeben sich aus der organisatorischen Gestaltung einer neu zu schaffenden Behörde. Schwierig erscheint eine fachkompetente, personelle Ausstattung sowie entstehende Kosten, welche womöglich indirekt von den Firmen zu tragen wären.

Ein realistischerer Ansatz zur Lösung der Problematik – unter Beibehaltung der Doppelfunktion – könnte daher in der Aufsicht des Abschlussprüfers durch staatliche Instanzen liegen. Dabei scheint eine Kontrolle für Kühnberger insbesondere für externe Parteien von Bedeutung, da diese aufgrund fehlender privater Informationen gezwungen sind auf das Testat zu vertrauen.[31] Diese Funktion ist durch den Interessenkonflikt des Prüfers nicht zwangsläufig gewährleistet. Böcking und Dutzi stellen jedoch fest, dass durch staatliche Beaufsichtigung, der Öffentlichkeit zusätzliche Sicherheit in den vom Revisor ausgestellten Bestätigungsvermerk vermittelt wird.[32]

Laut Bertram und Heininger schränkt eine Aufsichtsintensivierung allerdings gleichzeitig die Selbstverwaltung und Eigenverantwortlichkeit des Prüfers ein.[33] Hierdurch wird seine private Stellung gegenüber den Firmen beeinträchtigt. Damit verbunden ergeben sich weitere Verpflichtungen ohne die eigenen Befugnisse und Rechte zu festigen.[34] Auch die Ausweitung von Berichtspflichten gegenüber Behörden erscheint im Hinblick auf die private Funktion problematisch. Hierzu ist die Durchbrechung von Beschränkungen bei Weitergabe vertraulicher Information erforderlich.[35]

Festzuhalten ist, dass eine Stärkung staatlicher Berufsaufsicht den Interessenkonflikt nicht vollständig eliminieren kann. Durch diese Maßnahme wird jedoch die gesellschaftliche Verantwortung der Abschlussprüfung betont.[36] Da vor allem in Insider-orientierten Corporate-Governance-Systemen[37] ein deutlicher Informationsvorsprung unternehmensinterner Gruppen zu Lasten externer Kapitalmarktteilnehmer besteht,[38] ist über eine Einschränkung der privaten Interessen zum Schutz des Allgemeinwohls, durch die Gewährleistung der Finanzmarktstabilität nachzudenken.

2. Bedeutung einer Aufsichtsharmonisierung für die Abschlussprüfung und Darstellung am Beispiel des europäischen Finanzmarkts

a) Diskussion der Notwendigkeit und Umsetzung der Aufsichtsharmonisierung im Bereich der Abschlussprüfung

Aufgrund des EU-Harmonisierungsziels soll im Bereich der Abschlussprüfung zudem eine Konvergenz des aufsichtsrechtlichen Rahmens verwirklicht werden. Ein Schlüsselelement für ein homogenes Prüfungslevel stellen dabei uniforme Standards dar.[39] Deren EU-weite Implementierung ist aktuell mit den ISA in Diskussion.[40] Bestehen jedoch keine konsistenten Aufsichtssysteme für die Normenanwender, ist die Gefahr variierender Prüfungsqualitäten einzelner Ländern weiterhin existent.[41]

In diesem Zusammenhang waren im Zuge der im Jahr 2005 verabschiedeten Abschlussprüferrichtlinie in allen EU-Mitgliedsstaaten öffentlich-wirksame Berufsaufsichten zu errichten.[42] Kritisch im Hinblick auf das Harmonisierungsziel der EU erscheint das auf dem Subsidiaritätsgrundsatz basierende Herkunftslandprinzip.[43] Dieses belässt die praktische Aufsichtsverantwortung auf einzelstaatlicher Ebene.[44] Zielsetzung hierbei ist, eine durch Marktnähe induzierte Effizienzsteigerung bei der Abschlussprüferüberwachung.[45] Da die Ausgestaltung nationaler Kontrollsysteme nur Mindestvorgaben unterliegt, welche von den staatlichen Regulierungsbehörden unterschiedlich ausgelegt werden, ist Lanfermann der Meinung, dass Divergenzen in den Aufsichtspraktiken der Mitgliedsländer jedoch weiterhin Bestand haben.[46]

Zudem wird durch die Richtlinie mit der EGAOB eine „Europäische Gruppe“[47] definiert.[48] Diese setzt sich aus jeweils einem Vertreter der nationalen Aufsichtsgremien aller EU-Staaten unter Vorsitz der Kommission zusammen.[49] Aufgabe der EGAOB ist, den Wissensaustausch zwischen den nationalen Behörden sowie deren Kooperation zu fördern und zudem die EU-Kommission beratend zu unterstützen.[50] Die EGAOB kommt dem Abschlussprüferbinnenmarkt einen Schritt näher. Da durch ihre ausschließlich beratende Funktion,[51] von der EGAOB keinerlei Kompetenz gegenüber einzelstaatlicher Gremien ausgeht, ist ein positiver Effekt auf die Verwirklichung der vollständigen europäischen Konvergenz der Revisoraufsicht anzuzweifeln. Insbesondere bei der Überwachung europaweit tätiger Prüfungsgesellschaften, bei welchen nur der inländische Part einer ausreichenden Kontrolle unterliegt, scheint die Harmonisierung und die Abschaffung von „Aufsichtsarbitrage“[52] durch die EGAOB verbunden mit heterogen strukturierten Länderbehörden nicht gewährleistet.

Eine konsistentere Aufsicht von grenzüberschreitend tätigen Abschlussprüfern könnte in einer Verstärkung dieser „Mindestharmonisierung“[53] liegen. Möglich wäre der EGAOB eine Rechtsstellung mit umfassenderen Hoheitsrechten zu gewähren sowie eine Zentralisierung mit Bündelung der Entscheidungskompetenzen auf EU-Ebene anzustreben. Beides wurde bereits in verwandten Wirtschaftssektoren etabliert.

b) Diskussion der Gründe und Gestaltung der Aufsichtsharmonisierung am Beispiel des europäischen Finanzmarkts

Ein interessantes Beispiel einer umfangreicheren Verwirklichung des Harmonisierungsprozesses innerhalb der EU findet sich in der Wertpapier-, Banken- und Versicherungsaufsicht. Die Forderung einer einheitlichen Aufsichtskultur resultiert für Finanzinstitute aus ihrer grenzüberschreitenden Tätigkeit,[54] der enormen Größe sowie ihrer Systemrelevanz für die Stabilität europäischer Kapital- und Finanzmärkte.[55]

Aus diesem Grund wurde für jede der Branchen mit der CESR, der CEBS und der CEIOPS im Zuge des Lamfalussy-Verfahrens[56] ein Level-3 Ausschuss mit Rechtspersönlichkeit auf Landesebene konstituiert.[57] Diese Ausschüsse lassen grundlegende Affinität zur EGAOB erkennen. Gründe ergeben sich aus ihrer Beratungs- und Kooperationsförderungsfunktion,[58] der Zusammensetzung aus staatlichen Vertretern sowie der fehlenden Entscheidungshoheit gegenüber Länderaufsichten. Allerdings war es den Ausschüssen über Peer Reviews[59] gestattet zu prüfen, wie nationale Behörden von ihnen angebrachte Vorgaben umsetzen und durch Androhung bzw. Durchführung einer Publizierung gewissen Druck auszuüben.[60] Daraus lassen sich im Vergleich zur EGAOB geringfügig höhere Kompetenzen ableiten. Als kritisch im Hinblick auf die EU-Harmonisierung sind jedoch weiterhin die fehlende europäische Rechtspersönlichkeit sowie ihr weitgehend unverbindliches Fungieren zu sehen.

Aus diesem Grund wurden die Level-3 Ausschüsse im Zuge einer weiteren Reform zum 01.01.2011 in die Gemeinschaftsbehörden ESMA, EBA und EIOPA institutionalisiert und in das ESFS[61] integriert.[62] Differenzen zur bisherigen Gestaltung bestehen in der Rechtsstellung auf EU-Ebene.[63] Die Institutionen sind nunmehr befugt rechtlich verbindliche Maßnahmen bei Meinungsverschiedenheiten nationaler Aufsichtsinstanzen und bestimmten Krisenfällen einzuleiten sowie in diesen Situationen Leitlinien, Beschlüsse, Empfehlungen oder Richtlinien gegenüber staatlichen Behörden und teilweise direkt den Finanzinstituten zu erlassen.[64] Festzuhalten ist, dass die praktische Überwachung weiterhin mehrheitlich bei den Ländern verbleibt, da nur in Spezialfällen eingeschritten werden darf.[65] Trotzdem ist eine Kompetenzbündelung auf supranationaler Ebene unter Souveränitätsentzug staatlicher Gremien erkennbar.

III Kritische Würdigung der Vorschläge des Grünbuchs zur Revisoraufsicht vor dem Hintergrund des Interessenkonflikts und der Harmonisierung

1. Kritische Analyse der Stärkung der Berufsaufsicht im Hinblick auf den Interessenkonflikt des Abschlussprüfers

a) Gewährleistung von der Prüferbranche unabhängiger Berufsaufsichten

Im Grünbuch wird die Errichtung unabhängiger Aufsichtssysteme empfohlen, um potenzielle Interessenkonflikte mit der Profession zu vermeiden.[66] Die Neutralität der Überwachungsinstanzen würde eine höhere Objektivität bei der Beaufsichtigung des Revisors begründen. Dadurch ergibt sich eine Vertrauenssteigerung in die gesetzliche Abschlussprüfung sowie eine Steigerung ihres Wertes und ihrer öffentlichen Akzeptanz.[67] Darüber hinaus stärkt die Einsetzung neutraler Aufsichtsgremien die Gewissheit Dritter bezüglich dem Wahrheitsgehalt der Finanzberichterstattung und kann sich zudem positiv auf die Prüfungsqualität auswirken.[68] Eine Beaufsichtigung des Abschlussprüfers durch Berufsangehörige scheint dies nicht zwangsläufig sicherzustellen. Kritisch hierbei erscheint, dass ein berufsständisches Überwachungsorgan dem gleichen Interessenkonflikt wie der Wirtschaftsprüfer ausgesetzt wäre. Demzufolge würde sich durch die Selbstkontrolle des Revisors für die Öffentlichkeit keine weitere Sicherheits- und Vertrauenssteigerung in dessen Tätigkeit ergeben.[69] Daraus entsteht jedoch ein Widerspruch zum Interesse externer Parteien nach verlässlicher Informationsversorgung als Grundlage für deren Investitionsevaluation.

Dem Unabhängigkeitsprinzip der Aufsicht wird in Deutschland durch die im Zuge der Abschlussprüferrichtlinie implementierte APAK[70] entsprochen.[71] „Die „Kommission für die Aufsicht über die Abschlussprüfer in Deutschland“ (Abschlussprüferaufsichtskommission) führt eine öffentliche fachbezogene Aufsicht über die Wirtschaftsprüferkammer“ (§ 66a Abs. 1 APAG). Zwar fließt die Fachkompetenz der abhängigen WPK bei der Überwachung des Revisors weiterhin ein, jedoch liegt die alleinige Entscheidungshoheit bei der APAK.[72] Daraus folgert Wagener eine Dezimierung der Selbstverwaltung bei der Überwachung des Berufstands.[73] Da diese ein grundlegendes Merkmal eines freien Berufs darstellt,[74] ergibt sich durch die Einschränkung, eine Schwächung der privatrechtlichen Stellung des Wirtschaftsprüfers.

Festzuhalten ist, dass eine berufsfremde Aufsicht der Tätigkeit des Abschlussprüfers zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht, welche aufgrund des Interessenkonflikts für externe Parteien von Bedeutung ist. Gleichzeitig wird jedoch die Eigenverantwortlichkeit des Revisors eingeschränkt. Dies steht der privaten Stellung gegenüber den geprüften Firmen entgegen. Folglich führt die Einsetzung neutraler Aufsichtsorgane zu keiner vollständigen Lösung des Dilemmas. Dadurch ergibt sich vielmehr eine indirekte Betonung der gesellschaftlichen Verantwortung der Abschlussprüfung.

b) Integration nationaler Abschlussprüferaufsichten auf EU-Ebene

Zudem wird im Grünbuch eine stärker integrierte Überwachung von grenzüberschreitend tätigen Prüfungsgesellschaften auf supranationaler Ebene vorgeschlagen.[75] Um der Öffentlichkeit ein ausreichend hohes Maß an Sicherheit in die Finanzdaten europaweit tätiger, börsennotierter Unternehmen zu garantieren, scheint es für Dewing und Russell essentiell, dass auch diese einer unparteiischen und zuverlässigen Prüfung unterliegen.[76] Die Schaffung einer zweiten, paneuropäischen Aufsichtsinstanz könnte eine stärkere Überwachung von Prüfern dieser Firmen ermöglichen. Dies geht mit einer Erhöhung der Prüfungsqualität einher und steigert somit das allgemeine Finanzmarktvertrauen sowie den Anlegerschutz.[77] Folglich wird der Öffentlichkeit dadurch zusätzliche Sicherheit in die Tätigkeit transnationaler Prüfungsgesellschaften gewährt. Dies erscheint notwendig, da eine Vielzahl an Prüfern (vor allem die „Big-Four“), insbesondere die von börsennotierten Unternehmen, nicht ausschließlich im Heimatmarkt sondern vielmehr grenzüberschreitend innerhalb des gesamten Binnenmarktes agieren. Demzufolge würde der Öffentlichkeit neben der Gewissheit in die Tätigkeit inländisch tätiger Abschlussprüfer, zudem eine Sicherheitssteigerung in das Vorgehen länderübergreifender Revisorgesellschaften gewährt.

Gleichzeitig geht eine zusätzliche Überwachung von Wirtschaftsprüfern auf europäischer Ebene mit einer weiteren Eindämmung der berufsständischen Selbstverwaltung von Abschlussprüfern einher. Die Schaffung einer zwei- und in Deutschland sogar dreistufigen Überwachungsstruktur, schränkt die Eigenverantwortlichkeit des Revisors in zunehmenden Maße ein. Ein Beispiel dazu findet sich im Finanzsektor, in welchem den europäischen Behörden neben Kompetenzen gegenüber staatlicher Aufsichten sogar direkte Interventionsmöglichkeiten gegenüber den Instituten zugesprochen wurden. Daraus ergibt sich eine Schwächung der privaten Funktion des Abschlussprüfers gegenüber den geprüften Unternehmen, so dass auch hier von keiner Eliminierung des bestehenden Interessenkonflikts ausgegangen werden kann.

c) Intensiverer Dialog zwischen Abschlussprüfern und Aufsichtsbehörden

Des Weiteren wird im Grünbuch ein intensiverer Dialog zwischen Revisor und Aufsichtsbehörde sowie eine Ausweitung der Berichtspflichten von Wirtschaftsprüfern börsennotierter Unternehmen gegenüber Kontrollgremien angeregt.[78] Die „Whistleblower“-Funktion des Abschlussprüfers gegenüber Überwachungsinstanzen erscheint zum Schutz Dritter bei Feststellung bestandsgefährdender Tatsachen von Bedeutung.[79] Eine Möglichkeit könnte – wie bereits in Deutschland bei Finanzinstituten existent – in der Erweiterung der Aushändigungspflicht des Prüfungsberichts auf alle börsennotierten Unternehmen bestehen.[80] Des Weiteren wird durch die Erörterung interner Firmendaten zwischen Revisor und Aufsicht, ohne die gleichzeitige öffentliche Diskussion, die Gefahr einer „self-fulfilling prophecy“ verringert.[81]

[...]


[1] Vgl. Detzen, Dominic/Zülch, Henning: Das Grünbuch zur Abschlussprüfung – Schreckgespenst oder ernste Gefahr?, in: DB, 44. Jg. (2010), S. M01, hier S. M01.

[2] Probleme hierzu könnten im gleichzeitigen Angebot von Beratungsleistungen sowie in der Revisorhonorierung und -beauftragung bestehen, vgl. dazu Orth, Christian et al.: Das Grünbuch zur Abschlussprüfung – Kein Treffer ins Schwarze, in: AR, 4. Jg. (2011), S. 50–51, hier S. 50 f.

[3] Vgl. ebenda, hier S. 50.

[4] Vgl. Kuhner, Christoph: Interessenkonflikte aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre, in: zfwu, 6. Jg. (2005), Nr. 2, S.138–154, hier S. 149.

[5] Vgl. Europäische Kommission: Grünbuch – Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise, Brüssel 2010, hier S. 5.

[6] Vgl. Europäische Kommission Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland: EU Binnenmarkt, in: EU-Nachrichten, 5. Jg. (2003), S. 1–24, hier S. 2.

[7] Vorliegende Arbeit beschränkt sich allein auf die Harmonisierung der Abschlussprüferaufsicht.

[8] Vgl. Europäische Kommission: Grünbuch – Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise, a. a. O., hier S. 5.

[9] Vgl. Wagener, Hans: Bankenaufsicht und Wirtschaftsprüfung – Potenzial für Synergien, in: ZfK, 8. Jg. (2007), S. 43–47, hier S. 44.

[10] Vgl. Koch, Christopher: Die öffentlich-rechtliche Stellung des Wirtschaftsprüfers im internationalen Kontext (insbesondere EU), in: DK, 3. Jg. (2005), S. 723–733, hier S. 725–727.

[11] Vgl. Gunther, Jeffery W./Moore, Robert R.: Auditing the Auditors: Oversight or Overkill?, in: EFPR, Vol. 1 (2002), No. 5, S. 1–19, hier S. 4.

[12] Velte, Patrick/Weber, Stefan C.: Agency-theoretische Betrachtungen zur Gehilfen- und Gatekeeper-Funktion des Abschlußprüfers sowie potentielle Zielkonflikte, in: BFuP, 2. Jg. (2011), S. 223–239, hier S. 223.

[13] Vgl. Wüstemann, Jens: Wirtschaftsprüfung case by case, 2. Aufl., Frankfurt am Main 2011, hier S. 165 f.

[14] Vgl. Wüstemann, Jens: Evaluation and Response to Risk in International Accounting and Audit Systems: Framework and German Experiences, Sonderforschungsbereich 504 Working Paper, Universität Mannheim 2004, hier S. 14.

[15] Vgl. Hense, Burkhard: Der Prüfungsbericht hat zu viele Empfänger – auch ein Beitrag zur besseren Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Abschlussprüfer. Festschrift für W. D. Budde, in: Rechenschaftslegung im Wandel, hrsg. v. G. Förschle et al., München 1995, S. 287–311, hier S. 287.

[16] Vgl. Velte, Patrick/Weber, Stefan C.: Agency-theoretische Betrachtungen zur Gehilfen- und Gatekeeper-Funktion des Abschlußprüfers sowie potentielle Zielkonflikte, a. a. O., hier S. 223.

[17] Vgl. Wüstemann, Jens: Evaluation and Response to Risk in International Accounting and Audit Systems: Framework and German Experiences, a. a. O., hier S. 15 f.

[18] Berndt, Thomas/Hoppler, Ivo: Whistleblowing – ein integraler Bestandteil effektiver Corporate Governance, in: BB, 48. Jg. (2005), S. 2623–2629, hier S. 2623.

[19] Vgl. Kleibold, Thorsten/Wyss, Otto: Grünbuch zur Abschlussprüfung, in: ST, 1.–2. Jg. (2011), S. 8–11, hier S. 9.

[20] Vgl. Mock, Sebastian: Die Verschwiegenheitspflicht des Abschlussprüfers und Interessenkonflikte, in: DB, 37. Jg. (2003), S. 1996–2002, hier S. 1999.

[21] Vgl. Wüstemann, Jens: Evaluation and Response to Risk in International Accounting and Audit Systems: Framework and German Experiences, a. a. O., hier S. 16 f.

[22] Vgl. Fluri, Edgar: Die Rolle des Wirtschaftsprüfers, in: ST, 11. Jg. (2006), S. 822–827, hier S. 825.

[23] Vgl. Kuhner, Christoph: Interessenkonflikte aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., hier S. 149.

[24] Vgl. Mößle, Bernd: Abschlussprüfer und Corporate Governance, Frankfurt am Main 2003, zugleich: Universität Konstanz, Diss., hier S. 120.

[25] Vgl. Koch, Christopher: Die öffentlich-rechtliche Stellung des Wirtschaftsprüfers im internationalen Kontext (insbesondere EU), a. a. O., hier S. 731 f.

[26] Vgl. Ronen, Joshua: Corporate Audits and How to Fix Them, in: JEP, Vol. 24 (2010), No. 2, S. 189–210, hier S. 204–207.

[27] Vgl. ebenda, hier S. 205 f.

[28] Vgl. Dontoh, Alex et al.: Financial Statements Insurance, SSRN Working Paper, New York University 2004, hier S. 2.

[29] Vgl. Koch, Christopher: Die öffentlich-rechtliche Stellung des Wirtschaftsprüfers im internationalen Kontext (insbesondere EU), a. a. O., hier S. 732.

[30] Vgl. ebenda, hier S. 732.

[31] Vgl. Kühnberger, Manfred: Wirtschaftsprüfer im Widerstreit der Interessen, Spardorf 1985, hier S. 20.

[32] Vgl. Böcking, Hans-Joachim/Dutzi, Andreas: Neugestaltung der Berufsaufsicht für Wirtschaftsprüfer, in: BFuP, 58. Jg. (2006), Nr. 1, S. 1–21, hier S. 18.

[33] Vgl. Bertram, Klaus/Heininger, Klaus: Neue Anforderungen an Berufsaufsicht und Qualitätskontrolle durch das Abschlussprüferaufsichtsgesetz (APAG), in: DB, 33. Jg. (2004), S. 1737–1741, hier S. 1737.

[34] Vgl. Koch, Christopher: Die öffentlich-rechtliche Stellung des Wirtschaftsprüfers im internationalen Kontext (insbesondere EU), a. a. O., hier S. 731.

[35] Der Abschlussprüfer ist gegenüber unternehmensexternen Parteien grundsätzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet, vgl. dazu Mock, Sebastian: Die Verschwiegenheitspflicht des Abschlussprüfers und Interessenkonflikte, a. a. O., hier S. 2000.

[36] Vgl. Koch, Christopher: Die öffentlich-rechtliche Stellung des Wirtschaftsprüfers im internationalen Kontext (insbesondere EU), a. a. O., hier S. 732.

[37] Ein solches Corporate-Governance-System ist u.a. in Deutschland vorzufinden, vgl. dazu Wüstemann, Jens: Disclosure Regimes and Corporate Governance, Sonderforschungsbereich 504 Working Paper, Universität Mannheim 2004, hier S. 4 f.

[38] Vgl. Leuz, Christian/Wüstemann, Jens: The Role of Accounting in the German Financial System, CFS Working Paper, Goethe Universität Frankfurt am Main 2003, hier S. 7 f.

[39] Vgl. o. V.: Stärkung der Abschlussprüfung in der EU, in: BuW, 16. Jg. (2003), S. 666–670, hier S. 667.

[40] Vgl. Europäische Kommission: Grünbuch – Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise, a. a. O., hier S. 11 f.

[41] Vgl. Dewing, Ian, P./Russell, Peter O.: Accounting, Auditing and Corporate Governance of European Listed Countries: EU Policy Developments Before and After Enron, in: JCMS, Vol. 42 (2004), No. 2, S. 289–319, hier S. 309.

[42] Vgl. Richtlinie 2006/43/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2006 über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen, zur Änderung der Richtlinien 78/660/EWG und 83/349/EWG des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 84/253/EWG des Rates, in: ABlEU, Nr. L 157 vom 09.06.2006, S. 1–36, hier Nr. 20.

[43] Vgl. o. V.: Stärkung der Abschlussprüfung in der EU, a. a. O., hier S. 667.

[44] Vgl. EGAOB: Guidance Paper on the Cooperation Between Competent Authorities within the EU, o. O. 2009, hier S. 6.

[45] Vgl. FEE: Future Supervision of the Audit Profession – Further Cooperation, Brüssel 2011, hier S. 1.

[46] Vgl. Lanfermann, Georg: Vorschlag der EU-Kommission zur Modernisierung der EU-Prüferrichtlinie, in: DB, 12. Jg. (2004), S. 609–613, hier S. 612.

[47] Vgl. Beschluss der Kommission vom 14. Dezember 2005 zur Einsetzung einer Expertengruppe, die die Kommission beraten und die Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Aufsichtssystemen für Abschlussprüfer und Prüfungsgesellschaften erleichtern soll, in: ABlEU Nr. L 329 vom 16.12.2005, S. 38–39, hier Art. 1.

[48] Ein Pendant zur EGAOB auf globaler Ebene stellt das IFIAR dar, welches u.a. für die Kooperationsgewährleistung zwischen staatlichen Aufsichtsbehörden zuständig ist, vgl. dazu IFIAR: Core Principles for Independent Audit Regulators, London o. J., hier S. 1.

[49] Vgl. o. V.: EU-Binnenmarkt: Einsetzung einer Gruppe aus Vertretern der Aufsichtsgremien für Abschlussprüfer, in: DB, 1. Jg. (2006), S. XXII, hier S. XXII.

[50] Vgl. Europäische Kommission: Report of the European Group of Auditors’ Oversight Bodies (EGAOB), Brüssel 2008, hier S. 3 f.

[51] Vgl. ebenda, hier S. 3.

[52] Dreher, Meinrad/Lange, Martin: Die Vollharmonisierung der Versicherungsaufsicht durch Solvency II, in: VerR, 62. Jg. (2011), Nr. 19, S. 825–834, hier S. 829.

[53] Rechtliches Mindestniveau, welches durch die EU-Mitgliedsstaaten nicht unterschritten, jedoch überschritten werden darf, vgl. ebenda, hier S. 825.

[54] Vgl. Weber, Manfred: Weiterentwicklung des Europäischen Ausschusses der Bankenaufsichtsbehörden (CEBS) durch Übergang zum Mehrheitsprinzip, in: ZfK, 21. Jg. (2007), S. 10–11, hier S. 10.

[55] Vgl. Lehmann, Matthias/Manger-Nestler, Cornelia: Die Vorschläge zur neuen Architektur der europäischen Finanzaufsicht, in: EuZW, 3. Jahrgang (2010), S. 87–92, hier S. 87.

[56] Zur detaillierten Beschreibung des Lamfalussy-Verfahrens, vgl. Claßen, Ruth/Heegemann, Volker: Das Lamfalussy-Verfahren – Bestandsaufnahme, Bewertung und Ausblick, in: ZfK, 20. Jg. (2003), S. 66–69, hier S. 66 f.

[57] Vgl. Weber, Manfred: Weiterentwicklung des Europäischen Ausschusses der Bankenaufsichtsbehörden (CEBS) durch Übergang zum Mehrheitsprinzip, a. a. O., hier S. 11.

[58] Vgl. Nouy, Danièle: Convergence and supervisory practices in Europe: state of play and expectations, in: ZfK, 8. Jg. (2007), S. 24–26, hier S. 24.

[59] Überprüfung der Angemessenheit und der Einhaltung von Maßnahmen durch einen Außenstehenden, vgl. Köhler, Annette G./Marten, Kai-Uwe: Externe Qualitätskontrolle (Peer Review), in: DBW, 61. Jg. (2001), Nr. 1, S. 157–159, hier S. 157.

[60] Vgl. Berger, Axel: Zur Entwicklung und zum Stand des Enforcements in der Europäischen Union, in: BFuP, 61. Jg. (2009), Nr. 6, S. 599–620, hier S. 603.

[61] In dessen Zuständigkeitsbereich fällt zusätzlich die Überwachung von europäischen Ratingagenturen, vgl. dazu o. V.: EU: Verbesserte EU-Aufsicht der Ratingagenturen und Konsultation über Corporate Governance in Finanzinstituten, in: DB, 23. Jg. (2010), S. M15–M16, hier S. M15.

[62] Vgl. Lehmann, Matthias/Manger-Nestler, Cornelia: Die Vorschläge zur neuen Architektur der europäischen Finanzaufsicht, a. a. O., S. 87–92, hier S. 87 f.

[63] Vgl. ebenda, hier S. 92.

[64] Vgl. Detzen, Dominic/Hoffmann, Sebastian: ESMA – Praktische Implikationen und kritische Würdigung der neuen Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde, in: DB, 22. Jg. (2011), S. 1261–1263, hier S. 1261 f.

[65] Vgl. Forst, Gerrit: Zum Verordnungsvorschlag der Kommission über eine europäische Versicherungsaufsicht, in: VerR, 61. Jg. (2010), Nr. 4, S. 155–162, hier S. 161.

[66] Vgl. Europäische Kommission: Grünbuch – Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise, a. a. O., hier S. 16.

[67] Vgl. IDW: Grünbuch: „Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise“, Düsseldorf 2010, hier S. 31.

[68] Vgl. Ernst & Young: Green Paper entitled „Audit Policy: Lessons from the Crisis“, London 2010, hier S. 16.

[69] Vgl. Ebner, Stolz, Mönning & Bachem: Stellungnahme zum Grünbuch der Abschlussprüfung vom 13.10.2010, Hamburg 2010, hier S. 12.

[70] Der Unabhängigkeit der APAK wird durch die Zusammensetzung aus berufsfremden Mitgliedern sowie durch die Weisungsungebundenheit und Unabhängigkeit von der WPK entsprochen, vgl. dazu Köhler, Annette G./Marten, Kai-Uwe: Abschlussprüferaufsichtskommission, in: DBW, 65. Jg. (2005), Nr. 4, S. 427–429, hier S. 428.

[71] Vgl. Köhler, Annette G./Marten, Kai-Uwe: Enforcement, in: DBW, 68. Jg. (2008), Nr. 1, S. 118–123, hier S. 121.

[72] Vgl. Wagener, Hans: Bankenaufsicht und Wirtschaftsprüfung – Potenzial für Synergien, a. a. O., hier S. 47.

[73] Vgl. ebenda, hier S. 47.

[74] Vgl. Bertram, Klaus/Heininger, Klaus: Neue Anforderungen an Berufsaufsicht und Qualitätskontrolle durch das Abschlussprüferaufsichtsgesetz, a. a. O., hier S. 1737.

[75] Vgl. Europäische Kommission: Grünbuch – Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise, a. a. O., hier S. 16.

[76] Vgl. Dewing, Ian, P./Russell, Peter O.: Accounting, Auditing and Corporate Governance of European Listed Countries: EU Policy Developments Before and After Enron, a. a. O., S. 289–319, hier S. 308.

[77] Vgl. 3L3 Commitees: Joint Letter on the European Commission’s Green Paper on Audit: Lessons learnt from the Crisis, o. O. 2010, hier S. 4.

[78] Vgl. Europäische Kommission: Grünbuch – Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise, a. a. O., hier S. 17.

[79] Vgl. APAK: Grünbuch: „Weiteres Vorgehen im Bereich der Abschlussprüfung: Lehren aus der Krise“ vom 13.Oktober 2010, Berlin 2010, hier S. 8.

[80] Die Erforderlichkeit einer Ausweitung auf alle kapitalmarktorientierten Unternehmen wird von der APAK jedoch angezweifelt, vgl. ebenda, hier S. 8.

[81] Vgl. IDW: Conference organised by the European Commission, Brüssel 2011, hier S. 2.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Kritische Analyse der Erforderlichkeit einer umfassenderen Regulierung der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V185094
ISBN (eBook)
9783656099161
ISBN (Buch)
9783656099253
Dateigröße
613 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsprüfung, Grünbuch, Auditing, Harmonisierung, Wirtschaftsprüferaufsicht
Arbeit zitieren
B.A. Wirtschaftswissenschaften Daniel Schreiber (Autor), 2011, Kritische Analyse der Erforderlichkeit einer umfassenderen Regulierung der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185094

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Kritische Analyse der Erforderlichkeit einer umfassenderen Regulierung der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden