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Ermittlung von Anschaffungskosten bei Verschmelzungen gem. § 24 UmwG und § 253 Abs. 1 HGB

Título: Ermittlung von Anschaffungskosten bei Verschmelzungen gem. § 24 UmwG und § 253 Abs. 1 HGB

Trabajo de Seminario , 2003 , 23 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Daniel Wiegand (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Resumen Extracto de texto Detalles

[...] Die vorliegende Arbeit konzentriert sich dabei
zum einen auf die Verschmelzung im Rahmen der Ausgabe neuer Anteile (Kapitalerhöhung).
Zum anderen soll auch die Ermittlung der Anschaffungskosten
beim up-stream merger genauer beleuchtet werden. Diesen beiden Arten der
Durchführung einer Verschmelzung liegen unterschiedliche Anschaffungsvorgänge
zugrunde (Sacheinlage, Tauschgeschäft). An ihnen lässt sich die Problematik
der Ermittlung von Anschaffungskosten bei Verschmelzungen ausreichend
aufzeigen. Des Weiteren unterliegen die anderen obigen Durchführungsarten
entweder denselben Problemen oder sind grundsätzlich unproblematisch.
Gleiches gilt für die Fokussierung auf die Verschmelzung zur Aufnahme. Es
ergeben sich in Bezug auf die Ermittlung der Anschaffungskosten keine Unterschiede
zur Verschmelzung zur Neugründung. Auch soll nur die Verschmelzung
zweier Kapitalgesellschaften in der vorliegenden Arbeit Berücksichtigung
finden, da die Besonderheiten anderer Gesellschaftsformen (insbesondere Personengesellschaften)
den Rahmen der Arbeit sprengen würden.
In der vorliegenden Arbeit soll auch kurz auf die Schlussbilanz des übertragenden
Rechtsträgers eingegangen werden.8 Sie ist insoweit relevant, als sie bereits
vor der Verschmelzung einen Einblick über Teile des übergehenden Vermögens
bietet. Auch ist eine Erläuterung des Vorgehens auf der Ansatzebene
beim übernehmenden Rechtsträger erforderlich,9 da auf die aktivierten Vermögensgegenstände
die Anschaffungskosten verteilt werden. Am Ende soll auch
kurz auf die Ermittlung des Umtauschverhältnisses eingegangen werden.10 Es
ist bei Verschmelzungen von besonderer Bedeutung und wird im Rahmen der
Bewertung des Wertes aller beteiligten Unternehmen ermittelt. Insbesondere
bei der Verschmelzung mit Kapitalerhöhungen kommt ihm eine besondere
Bedeutung zu.

8 Vgl. Kapitel 2, S. 3.
9 Vgl. Kapitel 3, S. 3 ff.
10 Vgl. Kapitel 6, S. 13 f.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers

3. Ansatz beim übernehmenden Rechtsträger

4. Bilanzierung beim übernehmenden Rechtsträger bei Kapitalerhöhung

4.1. Anschaffungskosten für das übernommene Vermögen

4.1.1. Grundsätzliches

4.1.2. Bewertung des übernommenen Vermögens

4.1.2.1. Zwingende Bewertung mit dem Zeitwert

4.1.2.2. Bewertungswahlrecht

4.2. Verteilung der Anschaffungskosten

4.2.1. Grundsätzliches

4.2.2. Gesamtanschaffungskosten sind höher als der Zeitwert des übernommenen Vermögens

4.2.3. Gesamtanschaffungskosten sind niedriger als der Zeitwert des übernommenen Vermögens

5. Bilanzierung beim übernehmenden Rechtsträger beim up-stream merger

5.1. Anschaffungskosten für das übernommene Vermögen

5.1.1. Grundsätzliches

5.1.2. Ansatz des übernommenen Vermögens zum Buchwert der untergehenden Anteile

5.1.3. Ansatz des übernommenen Vermögens zum Zeitwert der untergehenden Anteile

5.1.4. Ansatz des übernommenen Vermögens zum ergebnisneutralen Zwischenwert

5.2. Verteilung der Anschaffungskosten

5.2.1. Grundsätzliches

5.2.2. Gesamtanschaffungskosten sind höher als der Zeitwert des übernommenen Vermögens

5.2.3. Gesamtanschaffungskosten sind niedriger als der Zeitwert des übernommenen Vermögens

5.3. Mischfälle

6. Ermittlung des Umtauschverhältnisses

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die handelsrechtliche Ermittlung von Anschaffungskosten bei Verschmelzungen gemäß § 24 UmwG in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB. Zentral ist die Frage, wie der übernehmende Rechtsträger das übernommene Vermögen bewertet, wenn keine Buchwertverknüpfung gewählt wird, und wie diese Kosten auf die einzelnen Vermögensgegenstände verteilt werden.

  • Anschaffungskostenermittlung bei Verschmelzung durch Kapitalerhöhung
  • Bilanzierung beim sogenannten "up-stream merger"
  • Methoden der Verteilung von Anschaffungskosten
  • Behandlung von Differenzbeträgen bei Abweichungen vom Zeitwert
  • Bedeutung der Unternehmensbewertung und Umtauschverhältnisse

Auszug aus dem Buch

4.1.2.2. Bewertungswahlrecht

Entgegen der oben erläuterten Ansichten bejaht die – aus theoretischer und praktischer Sicht – herrschende Meinung einen zumindest anschaffungsähnlichen Vorgang bei der Einbringung der Sacheinlage. Hierbei besteht bei der Bewertung der Sacheinlage des übertragenden Rechtsträgers ein Wahlrecht. Sofern zwischen den Verschmelzungsparteien nichts vereinbart wurde, kann als Höchstwert der Zeitwert des übernommenen Vermögens angesetzt werden. Daneben existieren vier weitere Varianten:

- Erfolgt eine Kapitalerhöhung unter gleichzeitiger Festsetzung eines Agios, sind die Anschaffungskosten durch den Ausgabebetrag bestimmt.

- Wird bestimmt, dass eine Differenz zwischen dem Zeitwert des übernommenen Vermögens und der Nominalkapitalerhöhung in die Kapitalrücklage eingestellt werden kann, bilden die Nominalkapitalerhöhung und die entsprechende Rücklagendotierung (= Höhe des Zeitwerts) die Anschaffungskosten.

- Wird nur der Betrag der Nominalkapitalerhöhung durch den Beschluss bei der Parteien festgelegt, ist durch Auslegung zu ermitteln, ob die Anschaffungskosten durch den Nominalbetrag bestimmt sind oder ob ein Agio bis zur Höhe des Zeitwerts der Sacheinlage mit der Folge höherer Anschaffungskosten in die Kapitalrücklage eingestellt werden darf.

- Auch sind bei fehlender Regelung Zwischenwerte zwischen dem Betrag der Nominalkapitalerhöhung und dem Zeitwert möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verschmelzung und die zentrale Fragestellung der Bewertung des übergegangenen Vermögens.

2. Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers: Erläuterung der handelsrechtlichen Anforderungen an die Schlussbilanz und die anzuwendenden Bewertungsvorschriften.

3. Ansatz beim übernehmenden Rechtsträger: Darstellung der Pflichten und Verbote bei der Erstbilanzierung des übernommenen Vermögens durch den übernehmenden Rechtsträger.

4. Bilanzierung beim übernehmenden Rechtsträger bei Kapitalerhöhung: Analyse der Ermittlung und Verteilung der Anschaffungskosten bei Verschmelzungen gegen Gewährung neuer Anteile.

5. Bilanzierung beim übernehmenden Rechtsträger beim up-stream merger: Betrachtung der Sonderproblematik bei konzerninternen Verschmelzungen ohne neue Anteilsausgabe.

6. Ermittlung des Umtauschverhältnisses: Erörterung der Bedeutung und der methodischen Schwierigkeiten bei der Festlegung des Umtauschverhältnisses zwischen den beteiligten Unternehmen.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse zur Bilanzierung und Anschaffungskostenermittlung bei Verschmelzungen.

Schlüsselwörter

Verschmelzung, UmwG, Anschaffungskosten, Handelsbilanz, Kapitalerhöhung, up-stream merger, Sacheinlage, Zeitwert, Buchwertverknüpfung, Unternehmensbewertung, Umtauschverhältnis, Rechnungslegung, Vermögensgegenstände, Firmenwert, Konfusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der handelsrechtlichen Bilanzierung von Verschmelzungen nach dem Umwandlungsgesetz und insbesondere mit der Ermittlung der Anschaffungskosten für das übernommene Vermögen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Verschmelzung gegen Kapitalerhöhung, der up-stream merger sowie die Methoden zur Verteilung von Anschaffungskosten auf Vermögenswerte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, nach welchen Grundsätzen die Bewertung des übernommenen Vermögens zu erfolgen hat, wenn keine Buchwertverknüpfung gewählt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der Literatur, des Umwandlungsgesetzes, des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen herrschenden Meinung in der Fachwelt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bilanzierungsvarianten, Wahlrechte bei der Bewertung der Sacheinlage sowie die Besonderheiten bei konzerninternen Verschmelzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anschaffungskosten, UmwG, Kapitalerhöhung, Zeitwert, Sacheinlage und das Bewertungswahlrecht.

Wie unterscheidet sich die Bilanzierung beim up-stream merger von einer normalen Verschmelzung?

Beim up-stream merger fehlt es an einem Markttest, da keine neuen Anteile ausgegeben werden; zudem sind Interessensgegensätze innerhalb des Konzerns schwächer ausgeprägt.

Warum ist das Umtauschverhältnis für die Bilanzierung relevant?

Das Umtauschverhältnis ist zentral für den Unternehmenswert und die Vermeidung von Benachteiligungen der Gesellschafter, was die Grundlage für die Wertermittlung bildet.

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Detalles

Título
Ermittlung von Anschaffungskosten bei Verschmelzungen gem. § 24 UmwG und § 253 Abs. 1 HGB
Universidad
University of Siegen  (Wirtschaftsprüfung und Steuerlehre)
Calificación
2,0
Autor
Daniel Wiegand (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
23
No. de catálogo
V18523
ISBN (Ebook)
9783638228565
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ermittlung Anschaffungskosten Verschmelzungen UmwG
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Wiegand (Autor), 2003, Ermittlung von Anschaffungskosten bei Verschmelzungen gem. § 24 UmwG und § 253 Abs. 1 HGB, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18523
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