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Wissenschaft und Moral. Bemerkungen zur Motivation von Sozialpädagoginnen.

Título: Wissenschaft und Moral. Bemerkungen zur Motivation von Sozialpädagoginnen.

Tesis , 1998 , 74 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Sylvia Zander (Autor)

Filosofía - Otras
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„Was soll ich tun“ ist nicht nur die Frage eines ‘Helfers in Handlungsverzug’ sondern die Frage der Praktischen Philosophie schlechthin; Kant wählte sie zu einer zentralen Fragestel-lung seiner Moralphilosophie.

Diese Frage steht in direktem Zusammenhang mit den Sozialwissenschaften, die sich mit ihren empirischen Forschungen um die Möglichkeit der objektiven Beantwortung dieser Frage bemühen.
Daraus ergeben sich verschiedene Probleme sowohl auf der theoretischen als auch auf der praktischen Ebene, die sich ebenfalls auf den einzelnen beziehen lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 PHILOSOPHISCHE BETRACHTUNG DER WISSENSCHAFT UND MORAL

2.1 Begriffliche Eingrenzung von ‘Wissenschaft’

2.2 Begriffliche Eingrenzung von ‘Moral’

2.3 Aufgaben der Moralphilosophie

2.4 Der Widerspruch zwischen Wissenschaft und Moral; Einführung in die Philosophie Kants

2.5 Interpretation zentraler Themen der Moralphilosophie Kants durch Adorno

2.5.1 Willensfreiheit und Kausalität (Freiheit und Determinismus)

2.5.2 Praxis und Theorie

2.5.3 Imperative

2.5.4 Zusammenfassender Kommentar

2.6 Wissenschaftskritik aus der philosophischen Konsequenz

2.6.1 Kritik an der wissenschafttheoretischen Sicht der Wirklichkeit

2.6.2 Problematik der wissenschaftlichen Reduzierung

2.7 Fazit/ Kommentar

3 KRITIK DER POSITIVISTISCHEN AUFFASSUNG VON SOZIALPÄDAGOGIK

3.1 Zweck-Mittel-Orientierung der Theorien der Sozialpädagogik

3.2 Darstellung des Zweck-Mittel-Schemas anhand von Beispielen aus der sozialpädagogischen Fachliteratur

3.2.1 Professionalität

3.2.2 Beispiel Fachwissen

3.3 Hilfe und HelferInnen

3.3.1 Kritik der positivistischen Sichtweise von Hilfe

3.3.2 Zur emotionalen Komponente der Hilfe

3.3.3 Bemerkungen zur Motivation der SozialpädagogInnen

3.3.4 Fazit

3.4 Zweckrationale Interpretation von Werten

3.4.1 Kritik aus wertrationaler Sicht

3.4.2 Fazit

4 WERTRATIONALITÄT ALS GRUNDPRINZIP DES HANDELNS

4.1 ‘Kantische Sittlichkeit’ als pädagogische Handlungsorientierung

4.2 Möglichkeiten und Schwierigkeiten der transzendentalen Sicht von Erziehungszielen

4.3 Fazit

5 ZUSAMMENFASSENDE REFLEXION UND INTENTION DER ARBEIT

6 SCHLUßBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlich-positivistischer Erklärungslogik und moralisch-ethischen Handlungsprinzipien in der Sozialpädagogik. Ziel ist es zu hinterfragen, ob eine zweckrationale Ausrichtung erzieherischer Ziele sinnvoll ist oder ob eine Rückbesinnung auf transzendentale Handlungsprinzipien – inspiriert durch Kant und Adorno – für die professionelle Praxis der Sozialpädagogik neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.

  • Kritische Analyse des Zweck-Mittel-Schemas in der sozialpädagogischen Fachliteratur.
  • Philosophische Auseinandersetzung mit Kants Freiheitsbegriff und Adornos Wissenschaftskritik.
  • Untersuchung der Rolle von Professionalität, Fachwissen und Motivation bei der helfenden Praxis.
  • Reflexion über Eigenverantwortung und moralische Orientierung in der Erziehung.

Auszug aus dem Buch

2.4 Der Widerspruch zwischen Wissenschaft und Moral; Einführung in die Philosophie Kants

Ich halte es für notwendig einen Überblick darüber zu geben, wo die Grundüberlegungen der Philosophie Kants ansetzten, da vor allem auch die Begrifflichkeiten, die er verwendet, in gewisser Weise ein Eigenleben führen, welches sich nicht unbedingt mit den Bedeutungen, die durch Alltagssprache assoziiert werden können, decken müssen.

Ich weise jedoch ausdrücklich darauf hin, daß ich mich mit der Bestimmung von Begriffen zwangsläufig bereits in einer philosophischen Überlegung befinde und daß jegliche ‘Aussage’ über diese Begriffe eigentlich schon Interpretationen sind, die genaugenommen nur aus dem Zusammenhang zu hinterfragen wären.

Trotzdem ist ein Hinweis auf manche Begriffe unabdingbar, da vor allem Bezeichnungen wie Freiheit, Willen, Kausalität, Vernunft bei Kant eine ganz andere Bedeutung zukommt, als die, welche durch unsere Alltagssprache assoziiert wird.

Grundbedingung der Philosophie ist die Annahme, daß es etwas gibt, was über das rein Empirische, über das sinnliche Wahrnehmen und das triebhafte Streben (Lust-Unlust-Motivation) hinausgeht, das sozusagen das Empirische erklären kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein und verknüpft die philosophische Frage nach dem „richtigen Handeln“ mit den sozialwissenschaftlichen Anforderungen an die pädagogische Praxis.

2 PHILOSOPHISCHE BETRACHTUNG DER WISSENSCHAFT UND MORAL: Dieses Kapitel arbeitet das Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Moral anhand der Transzendentalphilosophie Kants und der Erkenntnistheorie Adornos heraus.

3 KRITIK DER POSITIVISTISCHEN AUFFASSUNG VON SOZIALPÄDAGOGIK: Es wird untersucht, wie das Zweck-Mittel-Schema die sozialpädagogische Fachliteratur prägt und warum dieser Ansatz zur Lösung komplexer menschlicher Probleme unzureichend ist.

4 WERTRATIONALITÄT ALS GRUNDPRINZIP DES HANDELNS: Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Kants „Sittlichkeit“ als pädagogische Orientierung und der Frage, wie transzendentale Freiheit in der Erziehung verwirklicht werden kann.

5 ZUSAMMENFASSENDE REFLEXION UND INTENTION DER ARBEIT: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit, moralische Kategorien nicht auf bloße empirische Messbarkeit zu reduzieren und betont die Eigenverantwortung des Handelnden.

6 SCHLUßBEMERKUNG: Eine abschließende Betrachtung, die die Hoffnung auf eine rein wissenschaftliche Erlösung von moralischen Problemen als romantisch und müßig entlarvt.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Moral, Sozialpädagogik, Kausalität, Freiheit, Kant, Adorno, Zweck-Mittel-Schema, Professionalität, Fachwissen, Hilfe, Eigenverantwortung, Sittlichkeit, Transzendentalphilosophie, Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit hinterfragt das wissenschaftliche Selbstverständnis der Sozialpädagogik, das oft auf einer positivistischen Zweck-Mittel-Logik basiert, und stellt diesem moralphilosophische Prinzipien gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Wissenschaftskritik, die philosophische Fundierung von Moral bei Kant und Adorno, sowie die professionelle Identität und Motivation von Sozialpädagoginnen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass moralisches Handeln nicht auf wissenschaftliche Verfahren reduziert werden kann und dass eine echte Professionalität eine ethische Reflexion über die reine Zweckorientierung hinaus benötigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt primär einer philosophisch-kritischen Analyse. Sie greift auf die Methode der Textinterpretation von Kant und Adorno zurück, um diese auf sozialpädagogische Fachliteratur anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schwächen des Zweck-Mittel-Schemas in der Fachliteratur, kritisiert den Professionalisierungsanspruch und untersucht die Rolle von Empathie und Motivation in der professionellen Hilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissenschaft, Moral, Sozialpädagogik, Freiheit, Professionalität, Fachwissen, Eigenverantwortung und Sittlichkeit.

Welche Rolle spielt die Wissenschaftskritik bei Adorno für die Arbeit?

Adornos Kritik an der „naturwissenschaftlichen Reduzierung“ dient als zentrales Instrument, um die Grenzen der empirischen Sozialforschung bei der Erfassung moralischer Phänomene aufzudecken.

Warum hält der Autor den Professionalisierungsbegriff für problematisch?

Der Autor kritisiert, dass der Professionalisierungsanspruch oft als bloßes „Mittel“ genutzt wird, um die fehlende Klärung über das, was „richtige Hilfe“ eigentlich ist, zu kaschieren.

Wie lässt sich die „Kluft“ zwischen Theorie und Praxis schließen?

Nach Ansicht des Autors lässt sie sich nicht durch eine „technische“ Verfeinerung schließen, sondern nur durch eine individuelle Entscheidung des Handelnden zur Selbstreflexion und Übernahme von Eigenverantwortung.

Final del extracto de 74 páginas  - subir

Detalles

Título
Wissenschaft und Moral. Bemerkungen zur Motivation von Sozialpädagoginnen.
Universidad
University of Applied Sciences Düsseldorf
Calificación
1
Autor
Sylvia Zander (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
74
No. de catálogo
V185247
ISBN (Ebook)
9783656998587
ISBN (Libro)
9783867461535
Idioma
Alemán
Etiqueta
wissenschaft moral bemerkungen motivation sozialpädagoginnen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sylvia Zander (Autor), 1998, Wissenschaft und Moral. Bemerkungen zur Motivation von Sozialpädagoginnen., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185247
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