Der Weg ins digitale Zeitalter, der schon längst begonnen hat, bringt eine Vielzahl an Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft mit sich. Es vollzieht sich derzeit ein Wandlungsprozeß von der Produktions- zur Kommunikationswirtschaft. Diese vollendet die Produktionsgesellschaft zu ihrer bislang entwickelsten Form, der Informationsgesellschaft.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Informationsgesellschaft ist die Multimediatechnologie als Teil der Informations- und Kommunikationstechnik, die bereits seit einiger Zeit einen der weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweige repräsentiert. Der Ausgangspunkt für die Entstehung von Multimedia ist in der technologischen Konvergenz, basierend auf der Digitalisierung von Daten, zu sehen, die zu einer Konvergenz der sogenannten „TIME-Industrien“, d.h. der Telekommunikation, der Informationstechnologie, der Medienindustrie und der audiovisuellen Elektronik, führt. Die TIME-Industrien bieten Multimedia-Systeme an, die schließlich von Unternehmen für Marketingzwecke angewendet werden. Als Folgen dieser Entwicklung können neue Geschäftsfelder erschlossen werden, wobei allerdings mit einer sehr intensiven und zum Teil neuartigen Konkurrenz gerechnet werden muß, da solche Technologien den globalen Wettbewerb fördern. Das bedeutet auch, daß sich der Kommunikationswettbewerb künftig nicht entspannen, sondern wohl eher erheblich verschärfen wird. Diesen Trends müssen die Unternehmen in ihrem Handeln entsprechen und ihre Unternehmenspolitik kontinuierlich anpassen.
Insbesondere für die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings erweist sich Multimedia als eine neue und bedeutende Herausforderung. Die Chance multimedialer Anwendungen könnte in einer Verbesserung der Marketingstrategie liegen, mit der eine bessere Erreichbarkeit und Beeinflussung der Konsumenten erfolgen kann und die somit zu einem Wettbewerbsvorteil gegenüber konkurrierenden Unternehmen führt.
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung
1. Problemstellung der Arbeit
2. Gang der Untersuchung
II. Hauptteil
1. Rahmenbedingungen
1.1 Marktbedingungen
1.2 Gesellschaftlicher Wandel
1.3 Kommunikationsbedingungen
2. Einführung in die verhaltenswissenschaftliche Theorie
2.1 S-R-Paradigma
2.2 S-O-R-Paradigma
2.3 Aktivierende Prozesse
2.4 Kognitive Prozesse
3. Grundlagen von Multimedia
3.1 Merkmale von Multimedia
3.2 Multimedia-Systeme im Marketing
3.2.1 Offline-Medien
3.2.2 Online-Medien
3.3 Entwicklung des Multimediamarktes
4. Das Konsumentenverhalten unter dem Einfluß von Multimedia
4.1 Aktivierungswirkungen durch Multimedia
4.2 Erlebnis- und emotionsorientiertes Marketing mit Multimedia
4.3 Informationsverhalten der Rezipienten bei multimedialer Kommunikation
4.4 Multimediakommunikation
4.5 Veränderung des verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes durch Multimedia
III. Fazit
Zusammenfassung der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, wie Multimedia im Vergleich zu klassischen Kommunikationsmedien die Beeinflussung des Konsumentenverhaltens verändert und welche Auswirkungen dies auf die verhaltenswissenschaftlichen Determinanten (Emotion, Motivation, Einstellung, Informationsverarbeitung) im Marketing hat.
- Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen des Konsumentenverhaltens
- Integration von Multimedia-Technologien in das Marketing
- Einfluss von Multimedia auf Aktivierung und Kognition
- Veränderung des klassischen Kommunikationsmodells hin zum interaktiven Dialog
Auszug aus dem Buch
1. Problemstellung der Arbeit
Der Weg ins digitale Zeitalter, der schon längst begonnen hat, bringt eine Vielzahl an Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft mit sich. Es vollzieht sich derzeit ein Wandlungsprozeß von der Produktions- zur Kommunikationswirtschaft. Diese vollendet die Produktionsgesellschaft zu ihrer bislang entwickelsten Form, der Informationsgesellschaft.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Informationsgesellschaft ist die Multimediatechnologie als Teil der Informations- und Kommunikationstechnik, die bereits seit einiger Zeit einen der weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweige repräsentiert. Der Ausgangspunkt für die Entstehung von Multimedia ist in der technologischen Konvergenz, basierend auf der Digitalisierung von Daten, zu sehen, die zu einer Konvergenz der sogenannten „TIME-Industrien“, d.h. der Telekommunikation, der Informationstechnologie, der Medienindustrie und der audiovisuellen Elektronik, führt. Die TIME-Industrien bieten Multimedia Systeme an, die schließlich von Unternehmen für Marketingzwecke angewendet werden. Als Folgen dieser Entwicklung können neue Geschäftsfelder erschlossen werden, wobei allerdings mit einer sehr intensiven und zum Teil neuartigen Konkurrenz gerechnet werden muß, da solche Technologien den globalen Wettbewerb fördern.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einführung: Darstellung der Problemstellung und des Untersuchungsgangs, eingebettet in den Kontext der Informationsgesellschaft.
II. Hauptteil - 1. Rahmenbedingungen: Analyse der veränderten Markt-, Gesellschafts- und Kommunikationsbedingungen, die den Einsatz von Multimedia erforderlich machen.
II. Hauptteil - 2. Einführung in die verhaltenswissenschaftliche Theorie: theoretische Einordnung des Konsumentenverhaltens unter Nutzung des S-O-R-Paradigmas.
II. Hauptteil - 3. Grundlagen von Multimedia: Definition der Merkmale von Multimedia und Klassifizierung der verwendeten Systeme.
II. Hauptteil - 4. Das Konsumentenverhalten unter dem Einfluß von Multimedia: detaillierte Untersuchung der Wirkung von Multimedia-Anwendungen auf Aktivierung, Emotion, Kognition und Kommunikation.
III. Fazit: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und Ausblick auf die komplementäre Rolle von Multimedia im Marketing.
Schlüsselwörter
Multimedia, Marketing, Konsumentenverhalten, Informationsgesellschaft, S-O-R-Paradigma, Interaktivität, Pull-Strategie, Erlebnisorientierung, Kommunikation, Involvement, Kognition, Emotion, Motivation, Informationsüberflutung, Individualmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen neuer Multimedia-Technologien auf das Konsumentenverhalten und wie Marketing-Strategien verhaltenswissenschaftlich fundiert an diese digitalen Bedingungen angepasst werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert auf verhaltenswissenschaftliche Grundlagen (S-O-R-Paradigma), Rahmenbedingungen moderner Märkte, die Merkmale von Multimedia-Systemen sowie die spezifischen Effekte auf Konsumentenaktivierung und Informationsverarbeitung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Multimedia das Konsumentenverhalten beeinflusst, ob es klassische Medien substituiert oder ergänzt und wie Unternehmen diese neue Kommunikationsform zur Beeinflussung einsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretisch fundierte, verhaltenswissenschaftliche Analyse, die Literaturstudien und die Darstellung von Wirkungsmodellen wie dem S-O-R-Paradigma und dem Drei-Speicher-Modell kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert erst die Rahmenbedingungen, dann die psychologischen Grundlagen, darauf folgend die technischen Multimedia-Grundlagen und schließlich die konkrete Anwendung im Marketing in Bezug auf Aktivierung, Emotionen und kognitive Prozesse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Multimedia, Marketing, Konsumentenverhalten, S-O-R-Modell, Interaktivität, Pull-Strategie, Involvement und Erlebnisorientierung.
Wie unterscheidet sich die Kommunikation bei Multimedia von klassischen Medien?
Multimedia ermöglicht im Gegensatz zur meist einseitigen One-Way-Kommunikation klassischer Medien eine interaktive Two-Way-Kommunikation, bei der der Konsument zum aktiven Nutzer wird und den Informationsabruf autonom steuert.
Warum ist das Involvement bei Multimedia höher?
Durch die Interaktivität, die selbstbestimmte Wahl des Zeitpunkts und die multisensuale Ansprache ist der Nutzer stärker in den Kommunikationsprozess eingebunden als bei passiven Verteilmedien wie TV oder Print.
- Citar trabajo
- Gunnar Röntgen (Autor), 1998, Multimedia revolutioniert die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185260