Electronic Commerce (EC) ist ein viel diskutierter Begriff dieser Tage. Als EC wird die elektronische Abwicklung geschäftlicher Transaktionen be-zeichnet (siehe Abschnitt 3.1). Dabei können Transaktionen über elektroni-sche Medien abgewickelt werden. Sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in der Marketing-Fachwelt hat in den letzten Jahren kaum eine Marke-tinginnovation für solch große Aufmerksamkeit gesorgt als das sogenannte Multimedia und hier im speziellen die dazugehörigen Online-Medien1. Auf-grund der gewachsenen Bedeutung der grafischen Benutzeroberfläche World Wide Web (WWW) für das Internet beschränken sich die folgenden Ausführungen auf diesen Dienst. Betrachtet wird dabei ausschließlich der business-to-consumer-Bereich.
Inhaltsverzeichnis
1. Konzeptionelle Grundlagen der Arbeit
1.1 Abgrenzung der Thematik und Definition der Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Die Markierung von Konsumgütern
2.1 Erläuterung der Begriffe
2.2 Bedeutung und Entwicklungstendenzen der Markenartikel im Konsumgütermarkt
2.2.1 Marktbedingungen
2.2.2 Konsumentenbedingungen
2.3 Funktionen der Markierung
2.3.1 Funktionen der Markierung aus Herstellersicht
2.3.2 Funktionen der Markierung aus Konsumentensicht
2.4 Einflußfaktoren und Ziele einer erfolgreichen Markenpolitik
2.5 Träger einer Markierung - Hersteller und Handel
3. Electronic Commerce und seine Einordnung in den marketing-spezifischen Kontext
3.1 Begriff und ausgewählte Erscheinungsformen des Electronic Commerce
3.2 Das WWW als Plattform des Electronic Commerce
3.2.1 Online-Medien
3.2.2 Entwicklung und Struktur des Internet
3.2.3 Dienste des Internet
3.2.4 Barrieren der WWW-Nutzung
3.2.5 Einsatzmöglichkeiten des WWW im Rahmen des Marketing
3.3 Aspekte der WWW-Zielgruppe
3.3.1 Entwicklung der Nutzerzahlen
3.3.2 Demographische Merkmale der WWW-Nutzer
3.3.3 Nutzungsabsichten der WWW-Anwender
4. Auswirkungen der Markierung im Rahmen des WWW
4.1 Besonderheiten der virtuellen gegenüber der traditionellen Präsentation
4.1.1 Die virtuelle Präsentation über das WWW
4.1.2 Anforderungen an einen WWW-Auftritt
4.1.3 Produktpräsentationen virtueller Güter
4.1.4 Zusatznutzen durch die virtuelle Produktpräsentation im Rahmen des WWW
4.1.5 Restriktionen der virtuellen Produktpräsentation über das WWW
4.2 Beitrag der Internet-Markierung zu einer erfolgreichen Markenpositionierung
4.2.1 Auswirkungen des WWW auf die Kommunikationspolitik
4.2.2 Erfolgspotentiale des WWW im Direktmarketing
4.2.3 Mass Customization
4.3 Das WWW als Distributionsmedium
4.3.1 Einsatz des WWW in der Informations- und Vereinbarungsphase
4.3.2 Einsatz des WWW in der Abwicklungsphase
4.3.3 Umgehung etablierter Absatzmittler mit Hilfe des WWW
4.3.4 Abschließende Betrachtung
5. Informationsökonomische Potentialanalyse für die Internet-Markierung
5.1 Einordnung der Informationsökonomik in den marketing-spezifischen Bezugsrahmen
5.2 Informationsökonomische Gütertypologie
5.3 Funktion der Markierung aus informationsökonomischer Sicht
5.4 Der Aufbau von Reputation
5.5 Auswirkungen des Electronic Commerce aus Sicht der Informationsökonomik
5.5.1 Einsatz des WWW aus Sicht des Anbieters
5.5.2 Einsatz des WWW bei Suchgütern
5.5.3 Einsatz des WWW bei Erfahrungs- und Vertrauensgütern
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Electronic Commerce, insbesondere des World Wide Web, auf die Markenpolitik und die Markierung von Konsumgütern, mit dem Ziel, den Beitrag des Internets zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen wissenschaftlich fundiert zu bewerten.
- Analyse der Markierung von Konsumgütern und deren Funktionen
- Einordnung des World Wide Web als Plattform für Marketing und Distribution
- Untersuchung der Potenziale des WWW für Markenpositionierung und Direktmarketing
- Anwendung informationsökonomischer Ansätze zur Bewertung von Internet-Markierungen
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Produktpräsentationen virtueller Güter
Durch das WWW ist auch eine kostengünstige virtuelle Präsentation von Produkten möglich, die in der Realität noch gar nicht vorhanden sind oder in der spezifisch gewünschten Form nicht zu betrachten sind. So können Produkte bereits vor der Erstellung eines faktischen Prototypes betrachtet werden, um so die Reaktionen der Konsumenten zu testen und in zukünftige Produktentwicklungen einfließen zu lassen. Durch die ständig wachsende Variantenvielfalt lassen sich eine Vielzahl von Produkten individuell durch den Kunden zusammenstellen (z. B. Autos, Wohnausstattungs-Produkte), am Verkaufsort selbst ist aber nur eine begrenzte Auswahl ausgestellt.
Durch eine virtuelle Produktpräsentation können solche Produkte individuell nach den Ausstattungswünschen des Kunden auf dem Bildschirm dargestellt werden. So kann sich der Kunde vor dem Kauf von Autos oder Einrichtungsgegenständen ein Bild von der Wirkung einzelner Stoffmuster, Farbvarianten, Oberflächenstrukturen etc. machen. Bei den Möglichkeiten solcher virtuellen Präsentationen sind aber die derzeitigen technischen Restriktionen zu beachten. Um ein genaues Bild des Produktes zu erhalten, ist in der Regel eine 3D-Präsentation notwendig. Eine solche Darstellung erfordert komplexe Berechnungen und umfangreiche Datenmengen, so daß bei den heutigen technischen Standards diese Berechnungen in der Regel zu lange Wartezeiten erfordern würden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Konzeptionelle Grundlagen der Arbeit: Einführung in die Thematik des Electronic Commerce und Eingrenzung des Untersuchungsbereichs auf Konsumgüter und den Endverbraucher-Bereich.
2. Die Markierung von Konsumgütern: Erläuterung der Markenbegriffe sowie Darstellung der Markt- und Konsumentenbedingungen, die für die Markenartikelhersteller relevant sind.
3. Electronic Commerce und seine Einordnung in den marketing-spezifischen Kontext: Behandlung der technischen Plattform WWW und der spezifischen Zielgruppen sowie deren Nutzungsabsichten im Marketingkontext.
4. Auswirkungen der Markierung im Rahmen des WWW: Analyse der Besonderheiten virtueller Produktpräsentationen, der Markenpositionierung und der Rolle des WWW als Distributionsmedium.
5. Informationsökonomische Potentialanalyse für die Internet-Markierung: Untersuchung der Markierung und des Electronic Commerce unter Anwendung informationsökonomischer Theorien wie Screening und Signaling.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Restriktionen des WWW für Markenartikelhersteller bei der Erreichung von Wettbewerbsvorteilen.
Schlüsselwörter
Electronic Commerce, Markenartikel, Konsumgüter, World Wide Web, Marketing, Wettbewerbsvorteile, Informationsökonomik, Internet-Markierung, Markenpositionierung, Kundenbindung, Informationsasymmetrien, Reputation, Direktmarketing, Mass Customization, Distribution.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Electronic Commerce, insbesondere des World Wide Web, auf die Markenpolitik und das Marketing von Konsumgütern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Markenführung, die Einordnung des World Wide Web in den Marketingkontext, spezifische Anwendungen wie Direktmarketing und Mass Customization sowie eine informationsökonomische Analyse.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist eine wissenschaftlich objektive Beschreibung und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten des World Wide Web zur Erreichung von Wettbewerbsvorteilen für Markenartikelhersteller.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine theoretisch fundierte Analyse durchgeführt, wobei insbesondere informationsökonomische Konzepte wie Such-, Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften sowie Signaling und Screening zur Bewertung herangezogen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Markierung von Konsumgütern, die Plattformanalyse des WWW, die Auswirkungen auf Marketinginstrumente sowie eine detaillierte Potenzialanalyse aus informationsökonomischer Sicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Electronic Commerce, Markenartikel, Informationsökonomik, Wettbewerbsvorteile, Kundenbindung und virtuelle Produktpräsentation.
Welche Rolle spielt die Informationsökonomik bei der Bewertung des WWW?
Die Informationsökonomik hilft dabei, das WWW als neues Instrument zu verstehen, mit dem Anbieter Informationsasymmetrien abbauen und durch Signale wie Reputation oder Garantien Vertrauen bei den Konsumenten aufbauen können.
Inwieweit kann das WWW die traditionellen Absatzmittler ersetzen?
Die Arbeit stellt fest, dass eine vollständige Auflösung der Absatzmittler unwahrscheinlich ist, da diese spezifische Funktionen wie Selektion und Vertrauensbildung effektiver wahrnehmen können, wenngleich das WWW neue Formen der Interaktion und des Direktvertriebs ermöglicht.
- Quote paper
- Marcus Hodapp (Author), 1999, Auswirkungen des Electronic Commerce auf die Markierung von Konsumgütern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185277