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Wege aus der Beschäftigungskrise durch eine Neuverteilung der Arbeit

Título: Wege aus der Beschäftigungskrise durch eine Neuverteilung der Arbeit

Tesis , 1998 , 82 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Michael Moritz (Autor)

Economía - Otros
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Resumen Extracto de texto Detalles

Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll untersucht werden, inwieweit ein Interessenausgleich zwischen Arbeitslosen und Arbeitnehmern, die ihre Arbeitszeit verkürzen wollen, mit dem Ziel einer höheren Beschäftigungsquote erreicht werden kann. Dabei werden unter dem Begriff “Beschäftigung” explizit auch Formen jenseits der Erwerbsarbeit miteinbezogen und wird geprüft, welche Beschäfti-gungsformen zu einer Entlastung des Arbeitsmarktes beitragen können. Einen zentralen Stellenwert nimmt die Berücksichtigung der Arbeitszeitpräferenzen von erwerbsfähigen Personen ein. Durch die Prämisse der Freiwilligkeit, eine Arbeit aufzunehmen bzw. die Arbeitszeit zu reduzieren, soll erreicht werden, daß alle daran beteiligten Personen (derzeitige Arbeitnehmer, derzeitige Arbeitslose, Arbeitgeber) im ökonomischen Sinne bessergestellt (bzw. zumindest nicht schlechter gestellt) werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Krise am Arbeitsmarkt

1.1 Problem- und Fragestellungen

1.2 Ziel der Arbeit und Themaabgrenzung

1.3 Aufbau der Arbeit

1.4 Quellen- und Literaturlage

2. Arbeit im Wandel der Zeit

2.1 Was ist Arbeit?

2.1.1 Unterschiedliche Bewertung identischer Tätigkeiten

2.1.2 Der Stellenwert der Erwerbsarbeit

2.1.3 Wesentliche Eigenschaften von Arbeit

2.2 Erwerbsformen im Umbruch

2.2.1 Der Umbruch in der Statistik

2.2.2 Ursachen des Umbruchs

2.3 Einbeziehung der Ressource Zeit: Mangel an Zeit statt Mangel an Geld

2.4 Arbeitszeit und Arbeitszeitpräferenzen

2.4.1 Gesetzliche Bestimmungen

2.4.2 Geschichtlicher Überblick über die Entwicklung der Arbeitszeit

2.4.3 Arbeitszeitwünsche

3. Neuverteilung der Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung und -flexibilisierung

3.1 Tarifliche Arbeitszeitverkürzung

3.1.1 Generelle Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich

3.1.2 Generelle Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich

3.2 Freiwillige Arbeitszeitverkürzung: Ungenutzte Potentiale bei Teilzeitbeschäftigung

3.2.1 Schwierigkeit einer exakten Abgrenzung

3.2.2 Struktur der Teilzeitarbeit in Deutschland

3.2.3 Teilzeitquoten im internationalen Vergleich

3.2.4 Schätzansätze für die Erhöhung der Teilzeitquote

3.2.5 Bewertung der Schätzansätze

3.3 Formen flexibler Arbeitszeitgestaltung

3.3.1 Modelle zur Flexibilisierung der Arbeitszeit

3.3.2 Telearbeit

3.4 Vor- und Nachteile reduzierter und flexibler Arbeitszeitbudgets

4. Mehr Beschäftigung durch Überstundenabbau

4.1 Geleistete Überstunden in Deutschland

4.1.1 Überstundenarbeit seit 1960

4.1.2 Verteilung des Überstundenvolumens

4.2 Gründe für Überstundenarbeit

4.3 Schätzansätze für einen beschäftigungsorientierten Abbau von Überstunden

4.4 Bewertung der Schätzansätze

5. Aufwertung unbezahlter Arbeit

5.1 Unbezahlte Arbeit der privaten Haushalte

5.2 Ehrenamtliches Engagement

5.2.1 Definition des Begriffs “Ehrenamt”

5.2.2 Ehrenamtliches Engagement im Überblick

5.2.2.1 Verteilung nach ausgewählten Merkmalen

5.2.2.2 Strukturwandel beim Ehrenamt

5.2.3 Entlastung des Arbeitsmarktes durch Erhöhung der Attraktivität von Ehrenämtern

5.2.3.1 Die Idee der Bürgerarbeit

5.2.3.2 Beurteilung der Chancen von Bürgerarbeit

5.3 Modell eines Erziehungsgehaltes

5.3.1 Benachteiligung von Erziehenden

5.3.2 Vorschläge zur Einführung eines Erziehungsgehaltes

5.3.3 Beschäftigungseffekte bei Einführung eines Erziehungsgehaltes

5.3.4 Kritische Würdigung der Vorschläge

6. Anreize für Arbeitslose zur Aufnahme von Arbeit

6.1 Die Entwicklung des “klassischen” zweiten Arbeitsmarktes

6.2 Eine negative Einkommensteuer

6.2.1 Mangelnder Anreiz zur Arbeitsaufnahme

6.2.2 Das Modell der negativen Einkommensteuer

6.2.3 Einwände gegen die negative Einkommensteuer

6.3 Ein dritter Sektor für Gemeinschaftsaufgaben

6.4 Übernahme von Ehrenämtern

6.4.1 Zeitliche Beschränkung kraft Gesetzes

6.4.2 Geringes Interesse von Arbeitslosen

6.4.3 Qualifizierung durch Ehrenamt

6.4.4 Keine Alternative zum ersten Arbeitsmarkt

6.5 Ausblick auf die zukünftige Eingliederung von Arbeitslosen ins Arbeitsleben

7. Fazit: Plädoyer für ein neues Arbeitsverständnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Überwindung der Beschäftigungskrise durch eine Neuverteilung der Arbeit. Dabei wird insbesondere geprüft, wie durch Arbeitszeitverkürzung, Flexibilisierung, Überstundenabbau sowie die Aufwertung unbezahlter Arbeit ein Interessenausgleich zwischen Arbeitslosen und Arbeitnehmern erreicht werden kann.

  • Arbeitszeitverkürzung und -flexibilisierung
  • Potenziale der Teilzeitbeschäftigung
  • Beschäftigungseffekte durch Überstundenabbau
  • Aufwertung unbezahlter Arbeit und ehrenamtliches Engagement
  • Anreizmodelle für Arbeitslose

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Unterschiedliche Bewertung identischer Tätigkeiten

Bei einem Werkstattgespräch im Juli 1983 zum Thema “Die Zukunft der Arbeit” stellte der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, die Frage: “Was ist das überhaupt, Arbeit?”.5 Rau vertrat den Standpunkt, in Deutschland gehe die Arbeit nicht aus, da es offensichtlich genug zu tun gebe, darunter vieles, was uns Roboter und Mikrochips nicht abnehmen könnten. Als Beispiele führte er u.a. Zeit und Aufwendungen für die Familie, Kindererziehung, Integration älterer Menschen in die Gesellschaft, Einsatz für mehr Demokratie oder für Kultur und Bildung an. Diese Tätigkeiten werden jedoch in der Regel nicht als Arbeit verstanden. Offenbar liegt aber darin ein Widerspruch. Während ein Büroangestellter, der nach Dienstschluß mit Jugendlichen Sport trainiert, eine Freizeitbeschäftigung ausübt, stellt die gleiche Aktivität für einen Profisportler Arbeit dar. Das Putzen und Kochen zählt nur bei einer Anstellung in einem anderen Haushalt als Arbeit, nicht, wenn es für die eigene Familie verrichtet wird.6

Zu einem ähnlichen Schluß kommen die Autoren eines Berichts an den Club of Rome, wenn sie zur Debatte stellen, warum die Arbeit, die von darauf spezialisierten Leuten in den Kindergärten geleistet wird, Teil der produktiven Arbeit ist, die gleichwertige Betätigung der Großmütter und Großväter dagegen nicht.7 Kann aber die Definition von Arbeit auf Tätigkeiten verkürzt werden, für die eine Bezahlung erfolgt?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Krise am Arbeitsmarkt: Diese Einleitung skizziert die deutsche Beschäftigungskrise, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den Aufbau sowie die Literaturlage.

2. Arbeit im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel untersucht das Verständnis von Arbeit, historische Wertvorstellungen, den Umbruch der Erwerbsformen und die Bedeutung von Arbeitszeit.

3. Neuverteilung der Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung und -flexibilisierung: Es werden tarifliche Verkürzungen, Teilzeitpotenziale und flexible Arbeitsmodelle wie Telearbeit hinsichtlich ihres Beschäftigungspotenzials bewertet.

4. Mehr Beschäftigung durch Überstundenabbau: Dieses Kapitel analysiert das Überstundenvolumen, Gründe für Mehrarbeit und schätzt die Effekte eines beschäftigungsorientierten Abbaus von Überstunden ein.

5. Aufwertung unbezahlter Arbeit: Es wird die ökonomische Relevanz unbezahlter Haushaltsarbeit, ehrenamtlichen Engagements und möglicher Erziehungsgehälter für den Arbeitsmarkt diskutiert.

6. Anreize für Arbeitslose zur Aufnahme von Arbeit: Dieses Kapitel beleuchtet Ansätze wie die negative Einkommensteuer, den dritten Sektor und die Rolle von Ehrenämtern bei der Wiedereingliederung.

7. Fazit: Plädoyer für ein neues Arbeitsverständnis: Die Arbeit schließt mit einem Plädoyer für eine breitere Definition von Arbeit und ineinandergreifende Strategien zur Arbeitsumverteilung.

Schlüsselwörter

Beschäftigungskrise, Arbeitslosigkeit, Arbeitszeitverkürzung, Teilzeitarbeit, Arbeitszeitflexibilisierung, Überstundenabbau, unbezahlte Arbeit, Ehrenamt, Bürgerarbeit, Erziehungsgehalt, negative Einkommensteuer, Arbeitsmarkt, Arbeitszeitpräferenzen, Beschäftigungseffekt, Telearbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland und analysiert Wege, durch eine Neuverteilung der vorhandenen Arbeit die Beschäftigungsquote zu erhöhen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Arbeitszeitverkürzung, flexiblen Arbeitsmodellen, dem Abbau von Überstunden, der Aufwertung unbezahlter Arbeit sowie Anreizsystemen für Arbeitslose.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Untersuchung eines Interessenausgleichs zwischen Arbeitslosen und Beschäftigten, um durch freiwillige Arbeitszeitverkürzungen und andere Maßnahmen mehr Menschen in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ökonomische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturstudie, der Auswertung statistischer Daten des Mikrozensus und des IAB sowie der Diskussion verschiedener beschäftigungspolitischer Simulationsmodelle basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Potenziale von Arbeitszeitverkürzungen, das Ausmaß und die Abbaubarkeit von Überstunden, sowie neue Ansätze zur Wertschätzung und Organisation von Arbeit jenseits der klassischen Erwerbsarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Beschäftigungskrise, Arbeitszeitflexibilisierung, Teilzeitpotenziale, Überstundenabbau, Ehrenamt, Erziehungsgehalt und negative Einkommensteuer.

Welche Rolle spielt das Ehrenamt bei der Eingliederung von Arbeitslosen?

Das Ehrenamt wird einerseits als Möglichkeit der Qualifizierung und Überbrückung diskutiert, andererseits wird kritisch geprüft, inwiefern gesetzliche Zeitgrenzen (§ 101 AFG) eine sinnvolle Wiedereingliederung eher behindern könnten.

Wie bewertet der Autor die Idee einer negativen Einkommensteuer?

Die negative Einkommensteuer wird als Modell zur Vermeidung der Armutsfalle bei Arbeitslosen diskutiert, jedoch wird die Finanzierbarkeit aufgrund der hohen geschätzten Nettokosten stark in Frage gestellt.

Welche Argumente führt der Autor gegen eine pauschale Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich an?

Der Autor verweist auf die hohe Belastung der Arbeitgeber durch Arbeitskosten, die potenzielle Schwächung der internationalen Konkurrenzfähigkeit und die mangelnde Akzeptanz bei der Mehrheit der Arbeitnehmer bezüglich eines erzwungenen Einkommensverlustes.

Welche Rolle spielt das Modell des Erziehungsgehaltes?

Das Erziehungsgehalt dient als Instrument zur Aufwertung unbezahlter Erziehungsarbeit; der Autor bewertet dabei insbesondere die Finanzierungsvorschläge und die zu erwartenden Beschäftigungseffekte kritisch.

Final del extracto de 82 páginas  - subir

Detalles

Título
Wege aus der Beschäftigungskrise durch eine Neuverteilung der Arbeit
Universidad
University of Regensburg
Calificación
1.3
Autor
Michael Moritz (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
82
No. de catálogo
V185289
ISBN (Ebook)
9783656998662
ISBN (Libro)
9783867462259
Idioma
Alemán
Etiqueta
wege beschäftigungskrise neuverteilung arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Moritz (Autor), 1998, Wege aus der Beschäftigungskrise durch eine Neuverteilung der Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185289
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