Diese Arbeit soll einen Überblick für alle Interessierten bieten, die sich mit beruflicher Aus- und Weiterbildung beschäftigen und netzbasierende Telelernarrangements verwenden oder entwickeln wollen. Der Leser wird nicht nur die positiven Seiten erfahren, sondern auch die Grenzen des Netzes als Lernmedium kennenlernen.
Die Bekanntheit und die Nutzung von CBT-Angeboten nehmen in Deutschland stetig zu. Bereits 55 Prozent der Bundesbürger haben vom Begriff CBT schon gehört und 19 Prozent haben oder wollen CBT nutzen. Dabei beträgt der Anteil der Internet- oder Intranetbasierenden Lernangebote (WBT) in den Unternehmen im Durchschnitt 1,5 Prozent und soll in den nächsten zwei Jahren auf etwa 10 Prozent steigen. Diese Zahlen zeigen, daß CBT-Angebote und darunter wiederum die WBT-Angebote immer wichtiger für die Aus- und Weiterbildung werden. Sie werden nach der oben genannten Studie den Lernmarkt nicht beherrschen, doch sie gewinnen an Bedeutung.
Welche Gründe dieser Bedeutungszuwachs hat, versucht unter anderem diese Arbeit zu klären. Es wird die Frage beantwortet was Telelernen via Netz im allgemeinen bedeutet. Dazu werden die verschiedenen Begriffe beschrieben, die unter die Bezeichnung Telelernen fallen, versucht den Begriff des netzbasierenden Lernens zu definieren und die wesentlichen formalen Unterschiede dargestellt. Es werden die wichtigsten Einsatzkriterien genannt, die bei der Verwendung des Netzes zum Telelernen zu beachten sind. Um via Netz lernen zu können, sind wichtige Voraussetzungen zu beachten. Darauf soll genauso eingegangen werden wie auch auf die Einsatzmöglichkeiten.
Welche unterschiedlichen netzbasierenden Lernarrangements am deutschen Markt angeboten werden, soll eine aktuelle Übersicht ausgewählter Anbieter zeigen. Es werden die einzelnen Arrangements vorgestellt und eine Übersicht der Didaktik gegeben. Das Netz als Telelernmedium steht hier im Mittelpunkt, da es auch als Unterrichtsmedium eingesetzt wird.
Nachdem berichtet wurde welche Möglichkeiten beim Lernen via Netz gegeben sind und wie sie in der Praxis umgesetzt werden, wird anschließend der Versuch unternommen die Potentiale und Grenzen dieser Lernform anhand eines Seminars aus der Praxis unter den momentanen Verhältnissen zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziele der Arbeit
3. Begriffsbeschreibung
3.1 Telelernen im allgemeinen
3.2 Telelernen im Netz
3.2.1 WBT
3.2.2 Business-TV
3.2.3 Verwandte Begriffe des Telelernens
4. Einsatzkriterien des Netzes in Telelernangeboten
4.1 Technische Voraussetzungen
4.1.1 Das Netz
4.1.1.1 Nutzungsmöglichkeiten
4.1.1.1.1 Kommunikation
4.1.1.1.2 Information
4.1.1.2 Probleme
4.1.2 Hardware
4.1.3 Benutzeroberfläche
4.1.3.1 Standardoberflächen
4.1.3.2 Lernoberflächen
4.1.3.2.1 Organisation der Lerninhalte
4.1.3.2.2 Utensilien
4.2 Entwicklung und Umsetzung von WBT
4.3 Lernziele
4.4 Lernort
4.5 Zielgruppe
4.6 Methodik
5. Beispiele netzbasierender Lernarrangements
5.1 Übersicht der untersuchten Lernarrangements
5.2 Didaktische Untersuchung
5.2.1 Festlegung der Gesichtspunkte
5.2.2 Ergebnis
6. Bedeutung von Telelernen via Netz
6.1 Potentiale und Grenzen von netzbasierenden Telelernen (anhand eines Projektmanagement-Seminars für Projektleiter)
6.1.1 Ziele und Inhalte des Beispielseminars
6.1.2 Umsetzung des Seminars in ein netzbasierendes Lernarrangement
6.2 Zusammenfassung
6.2.1 Potentiale
6.2.2 Grenzen
7. Aussicht
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und die Einsatzkriterien von Telelernen via Netz im Kontext der beruflichen Weiterbildung. Ziel ist es, den Begriff des netzbasierten Lernens zu klären, technische und didaktische Voraussetzungen für die Implementierung zu analysieren sowie Potentiale und Grenzen dieser Lernform anhand eines Praxisbeispiels aufzuzeigen.
- Begriffsbestimmung von Telelernen, WBT und Business-TV
- Analyse technischer Voraussetzungen und Herausforderungen der Netznutzung
- Didaktische Gestaltung von netzbasierten Lernumgebungen
- Evaluierung bestehender netzbasierter Lernangebote in Deutschland
- Fallstudie: Umsetzung eines Projektmanagement-Seminars für Projektleiter
Auszug aus dem Buch
3.1 Telelernen im allgemeinen
Das Wortbestandteil „Tele...“ hat in unserer Sprache in verschiedenen Verbindungen wie in Telearbeit, Teleshopping oder Telelernen Einzug gehalten. Laut Duden kommt „Tele...“ aus dem Griechischen und bedeutet „Fern...“. Es wird nicht direkt im Büro gearbeitet oder im Laden eingekauft, sondern mit Hilfe der Technik weit weg vom eigentlichen Aufenthaltsort gearbeitet oder eingekauft. Somit wird beim Telelernen nicht im Klassenzimmer oder Schulungsraum gelernt, sondern entfernt von Daheim oder vom Arbeitsplatz kann sich der Lernende Kenntnisse aneignen. Dabei kann ein kompletter Studiengang oder eine Schulungsmaßnahme in Form des Telelernens durchgeführt werden oder phasenweise, z. B. zur Erarbeitung von Basiswissen oder zur Wiederholung des Gelernten, eingesetzt werden.
Mit dieser deutschen Übersetzung wird Telelernen in einzelnen Publikationen als Fernlernen verwendet. Aus dem Amerikanischen wurden Telelearning oder Distance- oder Long-Distance-Learning übernommen. Im Kern beschreiben alle Begriffe eine besondere Form des Lernens: der Lernende eignet sich Kenntnisse an, ohne direkten (Angesicht-zu-Angesicht) Kontakt zum Lehrenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung des Internet als Forschungsprojekt hin zu einer globalen Kommunikationsplattform und die wachsende Bedeutung des vernetzten PCs für die Gesellschaft.
2. Ziele der Arbeit: Definiert die Aufgabenstellung, den Begriff des Telelernens zu schärfen und die Einsatzkriterien sowie Potentiale des netzbasierten Lernens in der Praxis zu untersuchen.
3. Begriffsbeschreibung: Grenzt Telelernen von konventionellen Lernformen ab und definiert spezifische Ausprägungen wie WBT und Business-TV.
4. Einsatzkriterien des Netzes in Telelernangeboten: Analysiert technische Grundvoraussetzungen (Netz, Hardware, Software), didaktische Überlegungen und notwendige Entwicklungsphasen für WBT-Angebote.
5. Beispiele netzbasierender Lernarrangements: Bietet einen Überblick über diverse deutsche Anbieter von netzbasierten Weiterbildungsangeboten und deren didaktische Ansätze.
6. Bedeutung von Telelernen via Netz: Analysiert anhand eines Projektmanagement-Seminars die praktischen Potentiale und Grenzen des netzbasierten Lernens.
7. Aussicht: Erörtert zukünftige Entwicklungen wie Virtual Reality und die Notwendigkeit, Akzeptanz und technologische Benutzerfreundlichkeit für eine breite Etablierung zu steigern.
Schlüsselwörter
Telelernen, WBT, Web Based Training, CBT, Computerunterstütztes Lernen, Business-TV, Netzbasierendes Lernen, Weiterbildung, Didaktik, Internet, Intranet, Lernplattform, Projektmanagement, Medienkompetenz, Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von Internet und Intranet zur Unterstützung beruflicher Aus- und Weiterbildungsprozesse.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Thematisiert werden technische Voraussetzungen, didaktische Methoden der Kursgestaltung, Hardware-Anforderungen und die Rolle von Benutzeroberflächen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand und die Einsatzmöglichkeiten von netzbasierendem Telelernen zu geben und dessen Vor- sowie Nachteile in der Praxis zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine Begriffs- und Kriterienanalyse, ergänzt durch eine Übersicht aktueller Marktangebote und eine Fallstudie zu einem Projektmanagement-Seminar.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert technische Kriterien, Entwicklungsprozesse von Lernprogrammen, die Vermittlung verschiedener Kompetenzen und die Untersuchung realer Lernarrangements.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Telelernen, WBT, Computerunterstütztes Lernen (CUL), netzbasierte Weiterbildung und Medienkompetenz.
Welche Rolle spielen die Kosten beim netzbasierten Lernen laut Autor?
Der Autor weist darauf hin, dass hohe Online-Gebühren für Privatpersonen und der teure Entwicklungsaufwand derzeit noch als Hemmnisse für eine flächendeckende Verbreitung gelten.
Warum betont der Autor die Notwendigkeit von "Kick-Off"-Veranstaltungen?
Sie sollen die Akzeptanz des neuen Mediums erhöhen und eine soziale Vertrauensbasis schaffen, da bei reinen Online-Kursen oft ein Gefühl der Isolation entsteht.
Wie bewertet die Arbeit die aktuelle Eignung von Videokonferenzen?
Videokonferenzen werden als technisch noch nicht voll ausgereift und kostspielig angesehen, wobei sie dennoch für spezielle Formen der synchronen Tutorenbetreuung relevant bleiben.
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- Michael Peuntner (Autor), 1999, Telelernen via elektronisches Netz am Beispiel der beruflichen Weiterbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185294