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Die Bilanzierung von Rückstellungen nach HGB und IAS 37 im Vergleich

Título: Die Bilanzierung von Rückstellungen nach HGB und IAS 37 im Vergleich

Tesis , 1999 , 99 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Jens Schlüter (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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„Accounting is often referred to as the language of business.“
Mit dieser Aussage weisen MUELLER/GERNON/MEEK der Rechnungslegung eine entscheidende Funktion im Wirtschaftsleben zu: sie dient als Kommunikationsmittel. Damit die Wirtschaftssubjekte und Teilnehmer am Wirtschaftsverkehr untereinander Informationen austauschen können, müssen sie eine gemeinsame Sprache sprechen.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Verlauf der Untersuchung

2. Grundlagen für die Rückstellungsbilanzierung

2.1 Struktur, Zielsetzung und Aufbau der Rechnungslegung

2.2 Rechnungslegungsgrundsätze

2.3 Schulden

2.4 Rückstellungen

2.4.1 Definition und Arten

2.4.2 Überblick über die zulässigen Rückstellungen

2.4.3 Steuerliche Einflüsse auf die Rückstellungsbilanzierung

2.4.4 Abgrenzung von den Verbindlichkeiten

2.4.5 Abgrenzung von den Eventualverbindlichkeiten

3. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten

3.1 Ansatz

3.1.1 Passivierungsvoraussetzungen nach dem HGB

3.1.1.1 Bestehen einer Außenverpflichtung (Schuldcharakter)

3.1.1.2 Wirtschaftliche Verursachung oder rechtliche Entstehung

3.1.1.3 Ungewißheit der Verbindlichkeit

3.1.1.4 Wahrscheinlichkeit der Entstehung bzw. Inanspruchnahme

3.1.2 Passivierungsvoraussetzungen nach den IAS

3.1.2.1 Gegenwärtige Verpflichtung

3.1.2.2 Vergangenes Ereignis

3.1.2.2.1 Darstellung des Kriteriums

3.1.2.2.2 Analyse des Kriteriums

3.1.2.3 Außenverpflichtung

3.1.2.4 Wahrscheinlichkeit der Vermögensbelastung

3.1.2.5 Verläßliche Schätzung des Verpflichtungsbetrages

3.1.3 Konsequenzen der unterschiedlichen Ansatzvoraussetzungen

3.2 Bewertung

3.2.1 Bewertungsmaßstäbe

3.2.1.1 HGB: Vernünftige kaufmännische Beurteilung

3.2.1.2 IAS: Best Estimate

3.2.2 Abzinsung

3.2.3 Berücksichtigung zukünftiger Ereignisse

3.2.4 Saldierung mit Rückgriffsansprüchen und Verkaufsgewinnen

3.2.5 Kostenzurechnung

3.3 Auflösung und Verbrauch

4. Drohverlustrückstellungen

4.1 Ansatz

4.1.1 Passivierungsvoraussetzungen nach dem HGB

4.1.2 Passivierungsvoraussetzungen nach den IAS

4.2 Bewertung

4.3 Auflösung und Verbrauch

4.4 Abgrenzung von den ungewissen Verbindlichkeiten

5. Aufwandsrückstellungen

5.1 Überblick über die Aufwandsrückstellungen nach dem HGB

5.2 Aufwandsrückstellungen nach den IAS?

5.3 Konsequenzen der unterschiedlichen Bilanzierung

5.4 Abgrenzung von den Verbindlichkeitsrückstellungen

6. Besondere Rückstellungen

6.1 Steuerrückstellungen

6.1.1 Rückstellungen für entstandene Steuerschulden

6.1.2 Rückstellungen für latente Steuern

6.2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

6.3 Restrukturierungsrückstellungen

6.3.1 Bilanzierung nach den IAS

6.3.1.1 Ansatz

6.3.1.2 Berücksichtigung von Innenverpflichtungen?

6.3.1.3 Bewertung

6.3.2 Bilanzierung nach dem HGB

7. Ausweis und Berichterstattung

7.1 Ausweis in der Bilanz

7.2 Ausweis in der GuV

7.3 Berichterstattung im Anhang

7.3.1 Qualitative und quantitative Angaben

7.3.2 Schutzklausel

8. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Bilanzierung von Rückstellungen zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und dem internationalen Standard IAS 37 herauszuarbeiten, insbesondere unter der Perspektive eines bisher nach HGB bilanzierenden Konzerns, der eine Umstellung auf IAS plant.

  • Vergleich der Ansatzkriterien für Rückstellungen und Verbindlichkeiten
  • Analyse der Bewertungsmethoden (Vernünftige kaufmännische Beurteilung vs. Best Estimate)
  • Untersuchung der Behandlung von drohenden Verlusten und Aufwandsrückstellungen
  • Diskussion von Besonderheiten wie Steuerrückstellungen und Restrukturierungsrückstellungen
  • Betrachtung von Ausweis- und Berichterstattungspflichten

Auszug aus dem Buch

3.1.2.2.2 Analyse des Kriteriums

Welche Unterschiede bestehen nun zwischen der Unentziehbarkeit nach IAS und der wirtschaftlichen Verursachung nach dem Realisationsprinzip im HGB? Das Realisationsprinzip verlangt eine Passivierung, wenn die künftigen Ausgaben nicht durch künftige Erträge gedeckt sind: der daraus resultierende Aufwendungsüberschuß ist wirtschaftlich am Bilanzstichtag verursacht und deshalb schon jetzt zu berücksichtigen. Um mögliche Divergenzen herauszufinden, sollen einige Fälle analysiert werden (vor allem solche, in denen rechtliche und wirtschaftliche Entstehung auseinanderfallen).

Umweltschutzbereich: Für ein Unternehmen, welches eine Bohrinsel betreibt, entsteht mit der Inbetriebnahme die rechtliche Verpflichtung, nach Beendigung der Ölförderung die Bohrinsel abzubauen sowie die Verunreinigungen des Meeresbodens zu beseitigen. 90% der zu erwartenden Kosten werden für die Entsorgung der Plattform und die durch sie verursachten Verunreinigungen veranschlagt, 10% der Reinigungskosten entfallen auf die Erdölförderung. Nach dem Kriterium der Unentziehbarkeit sind in dem Jahr, in dem die Bohrinsel errichtet wird, 90% als Rückstellung zu passivieren: der Bau der Plattform als vergangenes Ereignis führt zu einer gegenwärtigen rechtlichen Verpflichtung, und es gibt für das Unternehmen keine Alternative diese Verpflichtung zu umgehen, da der Abbau der Bohrinsel unabhängig von der späteren Ölförderung ist.

Die 10% sind im Moment der Errichtung der Plattform noch nicht zu erfassen, weil das Unternehmen sich dieser Belastung dann noch entziehen kann, indem es z.B. mit der Ölförderung gar nicht erst beginnt. Demzufolge sind die 10% ab dem Beginn der Fördermaßnahmen bis zu deren Ende im Verhältnis der geförderten Mengen ratierlich als Rückstellung anzusammeln. Wird insgesamt mehr oder weniger als geplant zu Tage gebracht, fällt die Rückstellung dementsprechend höher oder niedriger aus. Betrachtet man diesen Fall aus der Sicht des Realisationsprinzips, so ist eindeutig, daß die künftigen Ausgaben mit den künftigen Erträgen aus dem Verkauf bzw. der Nutzung des Öls zusammenhängen. Nach dem HGB ist deshalb für die gesamten 100% in den Jahren der Nutzung der Bohrinsel eine Rückstellung anzusammeln: Für die 90% zeitanteilig und für die 10% entsprechend des Verhältnisses der Fördermengen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung einer harmonisierten Rechnungslegung dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Rückstellungsbilanzierung nach HGB und IAS 37 zu vergleichen.

2. Grundlagen für die Rückstellungsbilanzierung: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Bestimmungen und Grundsätze der Rechnungslegung nach HGB und IAS sowie die Abgrenzung von Rückstellungen zu anderen Bilanzposten.

3. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten: Hier werden die Ansatzkriterien und Bewertungsgrundsätze für ungewisse Verbindlichkeiten nach HGB und IAS detailliert gegenübergestellt.

4. Drohverlustrückstellungen: Dieses Kapitel behandelt die Passivierungspflicht für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Auslegung nach HGB und IAS.

5. Aufwandsrückstellungen: Der Fokus liegt hier auf den nach HGB zulässigen Aufwandsrückstellungen und deren Nichtanerkennung nach IAS, inklusive der Konsequenzen für die Bilanzierung.

6. Besondere Rückstellungen: Hier werden spezifische Sonderfälle wie Steuer- und Pensionsrückstellungen sowie Restrukturierungsrückstellungen analysiert.

7. Ausweis und Berichterstattung: Dieses Kapitel vergleicht die Anforderungen an den Ausweis in Bilanz und GuV sowie die detaillierten Berichterstattungspflichten im Anhang.

8. Schlußbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede und einer Einschätzung zur Vereinbarkeit beider Bilanzierungssysteme.

Schlüsselwörter

Rückstellungen, HGB, IAS 37, Bilanzierung, Rechnungslegung, Außenverpflichtung, Innenverpflichtung, Realisationsprinzip, Unentziehbarkeit, Verbindlichkeiten, Bewertung, Abzinsung, Drohverlustrückstellungen, Aufwandsrückstellungen, Konzernabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der deutschen handelsrechtlichen Bilanzierung von Rückstellungen (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS 37).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind der Ansatz und die Bewertung von Verbindlichkeits-, Drohverlust- und Aufwandsrückstellungen, sowie der Ausweis dieser Posten im Konzernabschluss.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, für einen Konzern, der von HGB auf IAS umstellt, aufzuzeigen, welche bisherigen Ansatzgebote und Wahlrechte bestehen bleiben oder wegfallen und wie sich die Bewertungskriterien unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und bilanztheoretische Analyse, indem sie die gesetzlichen Normen des HGB mit den Standards des IASC systematisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Ansatzvoraussetzungen, Bewertungsmaßstäbe, Abzinsungsregeln sowie die Berichterstattungspflichten und diskutiert spezifische Problemfelder wie Restrukturierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Rückstellungen, HGB, IAS 37, Bilanzierung, Rechnungslegung, Außenverpflichtung und Realisationsprinzip.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme?

Während IAS 37 bei einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% eine Rückstellung fordert, kennt das HGB keine mathematisch exakte Grenze, lässt aber häufig auch Wahrscheinlichkeiten unter 50% zu, wenn diese der kaufmännischen Vorsicht entsprechen.

Warum ist die Bilanzierung von Aufwandsrückstellungen ein Streitpunkt?

Aufwandsrückstellungen beruhen auf Innenverpflichtungen. Diese sind nach der dynamischen Bilanztheorie des HGB zur periodengerechten Erfolgsermittlung zulässig, werden jedoch durch das Außenverpflichtungsprinzip der IAS explizit ausgeschlossen.

Final del extracto de 99 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Bilanzierung von Rückstellungen nach HGB und IAS 37 im Vergleich
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel
Calificación
1.7
Autor
Jens Schlüter (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
99
No. de catálogo
V185371
ISBN (Ebook)
9783656999935
ISBN (Libro)
9783867463010
Idioma
Alemán
Etiqueta
bilanzierung rückstellungen vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jens Schlüter (Autor), 1999, Die Bilanzierung von Rückstellungen nach HGB und IAS 37 im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185371
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