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Der Handel elektrischer Energie an Strombörsen - Aktuelle Fragen des Risikomanagements

Title: Der Handel elektrischer Energie an Strombörsen - Aktuelle Fragen des Risikomanagements

Diploma Thesis , 1999 , 84 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Daniel Meißner (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Mit Inkrafttreten der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes im April 1998 wurde der deutsche Elektrizitätsmarkt in einem Schritt dereguliert. Seit diesem Termin können Industrie- und Privatkunden in Deutschland ihren Stromlieferanten selbst wählen. Die Liberalisierung der ehemals durch Gebietsmonopole geschützten Energiewirtschaft ist ein weltweiter Trend. Auf den deregulierten Märkten ist, zusätzlich zur Stromerzeugung und dem Stromtransport, ein neues Element der Elektrizitätswirtschaft entstanden: Der Handel mit Strom. Der freie Handel mit elektrischer Energie birgt sowohl Chancen als auch Risiken für die Marktteilnehmer, deren Planungssicherheit bezüglich Erlöse und Absatzvolumina sinkt.
Von etablierten Warenmärkten sind Organisationsformen bekannt, die einen mit geringen Trans¬aktionskosten verbundenen, transparenten, schnellen und sicheren Handel ermöglichen. In den meisten Ländern mit liberalisiertem Elektrizitätsmarkt sind deshalb Strombörsen gegründet worden oder sind Strombörsen in Planung. In Deutschland sprach sich kürzlich die Projektgruppe „Deutsche Strom- und Energiebörse“ (gebildet auf Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums) für Frankfurt am Main als Sitz der künftigen Strombörse aus.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Risiken, die beim Handel mit elektrischer Energie an Strombörsen auftreten, zu beschreiben und darzustellen, wie diesen begegnet werden kann. Dabei werden die spezifischen Eigenschaften der Ware Elektrizität im Vergleich zu etablierten Warenmärkten geschildert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

1.3 Begriffsdefinitionen

1.3.1 Risiko

1.3.2 Risikomanagement

2 Strombörsen

2.1 Die Entwicklung von Waren- und Warenterminbörsen

2.1.1 Warenbörsen

2.1.2 Warenterminbörsen

2.2 Die Liberalisierung der Elektrizitätsmärkte in Europa

2.2.1 Strom als Ware

2.2.2 Strombörsen und wettbewerblicher Stromhandel

2.2.3. Marktteilnehmer des wettbewerblichen Stromhandels

2.2.3.1 Erzeuger

2.2.3.2 Händler

2.2.3.3 Broker

2.2.3.4 Kunden

2.2.4 Durchleitungsverfahren in Deutschland

2.3 Struktur des zukünftigen Strommarktes

2.3.1 OTC- bzw. Grundlastmarkt

2.3.2 Spotmarkt

2.3.3 Stromterminmarkt

2.3.4 Ausgleichsmarkt

2.4 Konsequenzen aus der Liberalisierung der Strommärkte

2.4.1 Konsequenzen aus der Liberalisierung ausländischer Strommärkte

2.4.1.1 Kalifornien

2.4.1.2 Norwegen, Schweden, Finnland

2.4.1.3 England und Wales

2.4.1.4 Niederlande

2.4.2 Liberalisierung der Elektrizitätswirtschaft in Deutschland

3 Risikomanagement an Warenbörsen

3.1 Risikoarten des Warenspot- und Warenterminhandels

3.1.1 Risiken der Marktform

3.1.1.1 Erfüllungsrisiko und Wiedereindeckungsrisiko

3.1.1.2 Liquiditätsrisiko aufgrund geringer Marktreife

3.1.2 Marktpreisrisiken

3.1.2.1 Zinsrisiko

3.1.2.2 Währungsrisiko

3.1.2.3 Warenpreisrisiko

3.1.3 Derivate Risiken

3.1.3.1 Basisrisiko

3.1.3.2 Informationsrisiko

3.1.3.3 Modellrisiko

3.1.3.4 Liquiditätsrisiko

3.1.4 Sonstige Risiken

3.1.4.1 Operative Risiken

3.1.4.2 Rechtliche, bilanzielle und steuerliche Risiken

3.2 Marktteilnehmer der Warenterminbörse

3.3 Risikomessung

3.3.1 Handelsportfolio

3.3.2 Sensitivitäten

3.3.3 Value-at-Risk

3.4 Instrumente des Risikomanagements

3.4.1 Futures

3.4.1.1 Hedging mit Futures

3.4.1.2 Bewertung von Futures

3.4.2 Optionen

3.4.2.1 Hedging mit Optionen

3.4.2.2 Bewertung von Optionen

3.4.3 Kombinierte Instrumente

4 Risikomanagement an Strombörsen

4.1 Risikoarten des Stromhandels

4.1.1 Risiken der Marktform

4.1.2 Marktpreisrisiko

4.1.2.1 Volumenrisiko

4.1.2.2 Wetterrisiko

4.1.2.3 Kundenrisiko

4.1.2.4 Brennstoffpreisrisiko

4.1.3 Derivate Risiken

4.1.3.1 Basisrisiko

4.1.3.2 Modellrisiko

4.1.3.3 Produktionsrisiko

4.1.4 Sonstige Risiken

4.1.4.1 Technisches Risiko

4.1.4.2 Durchleitungsrisiko

4.1.4.3 Investitionsrisiko

4.2 Marktteilnehmer an der Stromterminbörse

4.3 Risikomessung im Stromhandel

4.3.1 Portfolio im Stromhandel

4.3.2 Sensitivitäten

4.3.3 Value-at-Risk

4.3.4 Marginal-Energy-Price-Risk

4.4 Instrumente des Risikomanagements an der Strombörse

4.4.1 Strom-Futures

4.4.1.1 Hedging mit Strom-Futures

4.4.1.2 Bewertung von Strom-Futures

4.4.2 Optionen auf Strom-Futures

4.4.2.1 Hedging mit Optionen auf Strom-Futures

4.4.2.2 Bewertung von Optionen auf Strom-Futures

4.4.3 Kombinierte Instrumente im Stromhandel

4.6 Außerbörsliche Instrumente des Risikomanagements im Stromhandel

4.7 Anwendung von Risikomanagementinstrumenten im Stromhandel

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Risiken, die beim Handel mit elektrischer Energie an Strombörsen auftreten, und untersucht, wie diesen Risiken durch moderne Finanzinstrumente und Risikomanagementmethoden begegnet werden kann. Dabei werden insbesondere die spezifischen Eigenschaften der Ware Elektrizität berücksichtigt.

  • Entstehung und Struktur von Strombörsen im liberalisierten Umfeld.
  • Analyse der verschiedenen Risikoarten im Stromhandel (Marktform-, Marktpreis-, Volumen- und Produktionsrisiken).
  • Methoden zur Risikomessung, wie Value-at-Risk und Sensitivitätsanalysen.
  • Eignung und Anwendung von Derivaten (Futures, Optionen, Swaps) zur Absicherung (Hedging).

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisken versteht man drohende Verluste durch unerwartete, verlustbringende Veränderungen der Marktpreise. Folgende Risiken beeinflussen die Marktpreise:

3.1.2.1 Zinsrisiko

Aus der Änderung des Zinsniveaus können sich im Warenhandel, durch die Auswirkungen auf den Zeitwert von Zahlungsströmen, indirekte Risiken ergeben. Der Wert eines Derivates bzw. die Rendite eines Geschäfts kann sich durch geänderte Zinssätze vermindern.

3.1.2.2 Währungsrisiko

Unternehmen die außerhalb der EU Waren kaufen oder verkaufen, unterliegen dem Risiko sich ändernder Wechselkurse. Das Risiko ergibt sich durch eine Veränderung des Devisenkurses in der Zeit zwischen der Kalkulation und der Erfüllung des Geschäfts. Ein Währungskurs kann mit Derivaten mit der entsprechenden Währung als Basiswert abgesichert werden.

3.1.2.3 Warenpreisrisiko

Schwankungen der Absatz- bzw. Beschaffungspreise am Spotmarkt, resultierend aus Angebot- und Nachfrageschwankungen, verursachen das Risiko von Verlusten in Handelsgeschäften. Mit der Verwendung von Derivaten auf Commodities lassen sich die Preise der betroffenen Waren gegen das Warenpreisrisiko absichern. Die weiteren in diesem Kapitel angesprochenen Risiken bleiben davon unberührt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen der Liberalisierung der Energiewirtschaft auf den Stromhandel und definiert die grundlegenden Risikobegriffe.

2 Strombörsen: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung von Börsen und deren Übertragung auf den Strommarkt sowie die verschiedenen Marktmodelle für den Handel mit elektrischer Energie.

3 Risikomanagement an Warenbörsen: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements und die gängigen Instrumente wie Futures und Optionen in klassischen Warenmärkten erläutert.

4 Risikomanagement an Strombörsen: Dieser Hauptteil analysiert die spezifischen Risiken im Stromhandel und prüft die Anwendbarkeit der aus anderen Warenmärkten bekannten Instrumente unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Strom.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung, dass traditionelle Risikomanagementansätze zwar wichtig sind, aber aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Strom angepasst werden müssen.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Strombörse, Stromhandel, Liberalisierung, Futures, Optionen, Value-at-Risk, Hedging, Preisrisiko, Marktpreisvolatilität, Energiewirtschaft, Derivate, Basisrisiko, Spotmarkt, Terminmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Risiken, die durch die Liberalisierung der Strommärkte für Akteure in der Energiewirtschaft entstehen, und wie man diesen durch Risikomanagement professionell begegnet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Aufbau des wettbewerblichen Stromhandels, die Analyse von Markt- und Preisrisiken sowie die Funktionsweise von Absicherungsinstrumenten wie Futures und Optionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Risiken des Stromhandels zu beschreiben und aufzuzeigen, wie Instrumente des Risikomanagements zur Absicherung gegen Preisschwankungen eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, internationalen Erfahrungen zur Liberalisierung und den mathematischen Grundlagen des modernen Risikomanagements (z.B. Value-at-Risk, Black-Scholes-Modell) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Betrachtung von Risiken an Warenbörsen und deren Übertragung auf den spezifischen Strommarkt, wobei besonders auf Probleme wie die Nichtspeicherbarkeit von Strom eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Risikomanagement, Strombörsen, Derivate, Strom-Futures, Hedging und Preisvolatilität.

Warum ist die Nichtspeicherbarkeit von Strom ein zentrales Problem?

Da Strom nicht in nennenswerten Mengen direkt gelagert werden kann, reagieren Preise extrem empfindlich auf kurzfristige Schwankungen in Angebot und Nachfrage, was das Preisrisiko und das sogenannte Volumenrisiko massiv erhöht.

Was genau ist ein "Spark Spread" im Stromhandel?

Der Spark Spread beschreibt die Preisdifferenz zwischen dem Strompreis und dem Preis der zu seiner Produktion benötigten Brennstoffe, wie beispielsweise Erdgas, was für die Kalkulation von Kraftwerksbetreibern essenziell ist.

Warum ist das Black-Scholes-Modell für Strom nur bedingt geeignet?

Das Modell basiert auf Annahmen wie Normalverteilungen der Preise und konstanter Volatilität. Strompreise zeigen jedoch extreme Ausschläge ("leptokurtische Verteilungen") und eine Mean-Reversion, wodurch klassische Optionsmodelle angepasst werden müssen.

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Details

Title
Der Handel elektrischer Energie an Strombörsen - Aktuelle Fragen des Risikomanagements
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1.7
Author
Daniel Meißner (Author)
Publication Year
1999
Pages
84
Catalog Number
V185389
ISBN (eBook)
9783656998532
ISBN (Book)
9783867463171
Language
German
Tags
handel energie strombörsen aktuelle fragen risikomanagements
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Meißner (Author), 1999, Der Handel elektrischer Energie an Strombörsen - Aktuelle Fragen des Risikomanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185389
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