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Informationsasymmetrien bei der Bestimmung des Unternehmenswertes nach der Insolvenzordnung

Título: Informationsasymmetrien bei der Bestimmung des Unternehmenswertes nach der Insolvenzordnung

Tesis , 1999 , 128 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Ralph Riese (Autor)

Economía de las empresas - Otros
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Dem bis zum 31.12.1998 geltenden Insolvenzrecht wurde eine zu hohe Liquidationslastigkeit vorgeworfen. Es kam unter dem Schlagwort der sog. Zerschlagungsautomatik zu heftig geführten Diskussionen, bei denen der Vorwurf erhoben wurde, das Insolvenzrecht führe zu einer Verschleuderung von Vermögenswerten und zur häufig unnötigen Vernichtung von Arbeitsplätzen. Das zentrale Anliegen des Gesetzgebers für die nun am 01.01.1999 in Kraft getretene Insolvenzordnung war es deshalb, die Verwirklichung anderer Alternativen im Vergleich zur Unternehmensliquidation zu ermöglichen. Nicht mehr die Liquidation sollte die dominierende Option sein, sondern alle Verwertungsmöglichkeiten sollen, wenn ökonomisch sinnvoll, eine Chance auf Realisation erhalten. Mit anderen Worten war es das Ziel, alle Verwertungsalternativen gleichberechtigt zur Disposition zu stellen. Damit sind die Ermittlung und die Auswahl von Verwertungsalternativen für insolvente Unternehmungen aber nichts anderes als ein klassisches Bewertungsproblem.
Bisher ist die Insolvenzproblematik eher von Juristen beherrscht worden, die die Notwendigkeit und den Zweck des Insolvenzrechtes im Wesentlichen darin gesehen haben, durch ein hoheitliches Verfahren den Marktaustritt von wirtschaftlich versagenden Unternehmen zu regeln. Im Mittelpunkt des Interesses standen hier die Fragen der Haftungsverwirklichung und der Verfahrensausgestaltung. Der Komplex der Haftungsausgestaltung umfasste die Fragen der Bestimmung von Vermögensfragen sowie die Klärung von Ansprüchen und deren Durchsetzung. Der Komplex der Verfahrensausgestaltung betraf die Rechte und Pflichten der an einem Insolvenzverfahren im weitesten Sinne Beteiligten (Schuldner, Gläubiger, Verwalter, Gericht).
Aufgrund mangelnder Sachkenntnis der mit der Insolvenz befassten Juristen wird nun im neuen Insolvenzrecht den betriebswirtschaftlichen Bewertungen des Unterneh-mens durch einen Insolvenzverwalter oder eine beauftragte externe Person eine erhebliche Bedeutung beigemessen. Die Aufgabe bei der Bewertung der Verwertungsalternativen für das fallierende Unternehmen ist es, die im Vergleich beste Alternative zu finden, die eine maximale Gläubigerbefriedigung ermöglicht. Dazu müssen die Werte ermittelt werden, die eine effiziente Entscheidung rechtfertigen.

Extracto


1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 GRUNDLAGEN

2.1 Insolvenzrecht

2.1.1 Überblick

2.1.2 Insolvenzordnung

2.1.2.1 § 1 InsO - Alternative Verwertungsmöglichkeiten

2.1.2.2 Beteiligte am Insolvenzprozess

2.1.2.3 Insolvenzplan

2.1.2.4 Obstruktionsverbot

2.1.2.5 Minderheitenschutz

2.2 Informationsasymmetrien

2.2.1 Allgemein

2.2.2 Hidden Action

2.2.3 Hidden Information

2.2.4 Hidden Characteristics

3 UNTERNEHMENSBEWERTUNG IM RAHMEN DER INSOLVENZ

3.1 Strategien der Unternehmensfortführung

3.1.1 Fortführung als Sanierung vs. Liquidation

3.1.2 Sanierung

3.1.3 Übertragende Sanierung

3.1.4 Liquidation

3.2 Unternehmenswerte unter Berücksichtigung der Insolvenzordnung

3.2.1 Objektiver vs. subjektiver Unternehmenswert

3.2.2 Fortführungswert

3.2.2.1 Allgemein

3.2.2.2 Going-Concern-Wert

3.2.3 Liquidationswert (Zerschlagungswert)

3.2.3.1 Allgemein

3.2.3.2 Einzelliquidationswert

3.2.3.3 Gesamtliquidationswert

3.2.4 Kombination aus Fortführungs- und Teilliquidationswert

3.3 Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes

3.3.1 Ertragswertverfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes

3.3.1.1 Allgemein

3.3.1.2 Problem - Unsicherheit

3.3.1.3 Zukunftsbezogene Werte

3.3.1.4 Problem - Zinssatz

3.3.1.5 Schlussfolgerung

3.3.2 Liquidationswertverfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes

3.3.2.1 Allgemein

3.3.2.2 Probleme

3.3.2.3 Schlussfolgerung

4 INTERESSENKONFLIKTE UND DEREN HARMONISIERUNG

4.1 Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien der einzelnen Beteiligten am Insolvenzverfahren

4.1.1 Schuldner

4.1.2 Gläubiger

4.1.2.1 Gesicherte Gläubiger

4.1.2.2 Ungesicherte Gläubiger

4.1.3 Arbeitnehmer

4.1.4 Gericht und Insolvenzverwalter

4.2 Lösungsversuche zur Konfliktbeseitigung

4.2.1 Signalling - Zeichen des Besserinformierten

4.2.1.1 Signale durch den Schuldner

4.2.1.2 Signale durch den gesicherten Gläubiger

4.2.1.3 Schlussfolgerung

4.2.2 Screening - Kontrolle durch den Schlechterinformierten

4.2.2.1 Kontrolle durch das Gericht

4.2.2.2 Kontrolle durch den Insolvenzverwalter

4.2.2.3 Kontrolle durch die ungesicherten Gläubiger

4.2.2.4 Schlussfolgerung

4.2.3 Agency-Theorie

4.2.3.1 Anreizsysteme für den Schuldner

4.2.3.2 Anreizsystem für den gesicherten Gläubiger

4.2.3.3 Schlussfolgerung

4.2.4 Self-Selection

4.2.5 Haftung bei Fehlentscheidungen

4.2.5.1 Manager bzw. Geschäftsführer

4.2.5.2 Insolvenzverwalter

4.2.5.3 Gericht

4.2.5.4 Schlussfolgerung

5 ALTERNATIVE MÖGLICHKEITEN ZUR UNTERNEHMENSWERTBESTIMMUNG

5.1 Überblick

5.2 Modell von Bebchuk

5.2.1 Darstellung

5.2.2 Berücksichtigung von Informationsasymmetrien

5.2.3 Kritische Würdigung

5.3 Modell von Aghion, Hart und Moore

5.3.1 Darstellung

5.3.2 Berücksichtigung von Informationsasymmetrien

5.3.3 Kritische Würdigung

5.4 Kritische Würdigung der alternativen Modelle

6 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die durch Informationsasymmetrien verursachten Herausforderungen bei der Unternehmenswertermittlung im Rahmen der neuen Insolvenzordnung, mit dem Ziel, Lösungsansätze mittels agency-theoretischer und neoinstitutionalistischer Ansätze zu erarbeiten.

  • Analyse der Informationsasymmetrien im Insolvenzverfahren
  • Untersuchung der Unternehmensbewertungsmethoden (Ertragswert vs. Liquidation)
  • Interessenkonflikte zwischen Schuldner, Gläubigern und Insolvenzverwalter
  • Bewertung von Lösungsmechanismen wie Signalling, Screening und Agency-Theorie
  • Kritische Evaluation alternativer Bewertungsmodelle (Bebchuk, Aghion/Hart/Moore)

Auszug aus dem Buch

3.1 Strategien der Unternehmensfortführung

Nach herrschender Rechtsauffassung ist die Unternehmung in der Krise ein dem Schuldner gehörender Vermögensgegenstand, der im Insolvenzverfahren zugunsten aller Gläubiger der bestmöglichen Verwertung zuzuführen ist. Das kann je nach Situation die Fortführung als Sanierung oder die Zerschlagung als Liquidation der Unternehmung sein. Die hierbei zu treffende Entscheidung richtet sich aber nach anderen Kriterien als die Feststellung der Insolvenz und die Einleitung eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens, was sich aus kapitalmarkttheoretischer Sicht leicht veranschaulichen lässt.

Bei der Entscheidung über Fortführung oder Zerschlagung kommt es auf den Vergleich zwischen Fortführungswert und Zerschlagungswert der Unternehmung an. Dies soll nachfolgend behandelt werden. Hierbei werden auch die einzelnen Verwertungsformen für das Vermögen eines insolventen Unternehmens vorgestellt. Prinzipiell lassen sich dabei drei Verwertungsformen unterscheiden:

die Neuformulierung der Finanzkontrakte, die mit den bisherigen Financiers bestanden, in der Weise, dass die überwiegende Mehrheit der Altfinanciers auch Financiers des reorganisierten Unternehmens sind (Sanierung/Reorganisation),

die Gesamtveräußerung des von den Schulden gelösten Vermögens an Dritte und

die Liquidation i. S. einer mehr oder weniger feingliedrigen Zerlegung in Einzelteile und deren Veräußerung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert die Problemstellung der bisherigen Liquidationslastigkeit des Insolvenzrechts und definiert das Ziel, Informationsasymmetrien bei der Unternehmenswertermittlung theoretisch zu durchdringen.

2 GRUNDLAGEN: Es werden die Grundlagen der Insolvenzordnung, die Beteiligten am Prozess sowie die Arten von Informationsasymmetrien (hidden action, hidden information, hidden characteristics) dargestellt.

3 UNTERNEHMENSBEWERTUNG IM RAHMEN DER INSOLVENZ: Dieses Kapitel behandelt die Bewertungsverfahren bei Unternehmensinsolvenzen, insbesondere den Vergleich von Fortführungs- und Liquidationswert unter Unsicherheit.

4 INTERESSENKONFLIKTE UND DEREN HARMONISIERUNG: Hier werden die Interessenlagen der Beteiligten analysiert und Lösungsversuche wie Signalling, Screening und Agency-Theorie auf ihre Wirksamkeit hin geprüft.

5 ALTERNATIVE MÖGLICHKEITEN ZUR UNTERNEHMENSWERTBESTIMMUNG: Das Kapitel stellt alternative Modelle vor, insbesondere die Ansätze von Bebchuk sowie Aghion, Hart und Moore, um die Probleme herkömmlicher Bewertungsmethoden zu beheben.

6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassend wird bewertet, inwieweit die neuen Insolvenzregeln und alternativen Bewertungsansätze dazu beitragen können, Informationsasymmetrien abzubauen.

Schlüsselwörter

Insolvenzordnung, Insolvenzplan, Unternehmensbewertung, Informationsasymmetrie, Fortführungswert, Liquidationswert, Agency-Theorie, Signalling, Screening, Schuldner, Gläubiger, Insolvenzverwalter, Sanierung, Interessenkonflikte, Unternehmensfortführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Unternehmenswertermittlung in der Insolvenz unter Berücksichtigung der neuen deutschen Insolvenzordnung und der bestehenden Informationsasymmetrien zwischen den Beteiligten.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind das Insolvenzrecht, Methoden der Unternehmensbewertung (Ertragswert vs. Liquidationswert), Interessenkonflikte der Beteiligten sowie theoretische Lösungsansätze aus der Neuen Institutionenökonomik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Informationsasymmetrien zwischen Schuldnern, Gläubigern und Verwaltern bei der Wertermittlung entstehen und wie diese durch agency-theoretische Überlegungen und alternative Modellansätze reduziert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es werden vorrangig die Grundlagen der Neuen Institutionenökonomie, insbesondere die Agency-Theorie, die Signalling-Theorie und die Screening-Theorie, zur Analyse des Insolvenzgeschehens genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Bewertungsmethoden bei Unternehmensinsolvenzen, eine detaillierte Analyse der Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien der Beteiligten sowie eine Untersuchung von Lösungsmechanismen und alternativen Modellen zur Wertbestimmung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Insolvenzordnung, Informationsasymmetrie, Unternehmensbewertung, Fortführungswert, Liquidationswert und Agency-Theorie.

Welche spezifischen Vor- und Nachteile bieten Besserungsscheine als Anreizsystem?

Besserungsscheine können Gläubiger dazu bewegen, Informationen offenzulegen, da sie eine spätere Befriedigung garantieren. Nachteilig ist jedoch, dass der Eintritt der Besserung oft von bilanzpolitisch gestaltbaren Größen abhängt.

Wie unterscheidet sich das Modell von Bebchuk von dem von Aghion, Hart und Moore?

Während das Modell von Bebchuk eine explizite Bewertung durch Optionsausübung umgeht, führen Aghion, Hart und Moore zusätzlich Gebote von Beteiligten ein, um Nicht-monetäre Ziele und spezifisches Wissen besser zu berücksichtigen.

Final del extracto de 128 páginas  - subir

Detalles

Título
Informationsasymmetrien bei der Bestimmung des Unternehmenswertes nach der Insolvenzordnung
Universidad
University of Bayreuth
Calificación
1.7
Autor
Ralph Riese (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
128
No. de catálogo
V185392
ISBN (Ebook)
9783656998525
ISBN (Libro)
9783867463201
Idioma
Alemán
Etiqueta
informationsasymmetrien bestimmung unternehmenswertes insolvenzordnung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ralph Riese (Autor), 1999, Informationsasymmetrien bei der Bestimmung des Unternehmenswertes nach der Insolvenzordnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185392
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