Anwendungsprogramme modellieren einen Ausschnitt unseres realen
Umfeldes. Die Bestrebung, diesen Ausschnitt so exakt und realitätsnah wie möglich abzubilden, führte die Informatik von einer funktional strukturierten Sicht (ablauforientiert) hin zum Paradigma der Objektorientierung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Die Aufgabenstellung
1.2 Methodisches Vorgehen
Objektorientiert
Komponentenbasiert
N-Tier-Architektur
Applikationsserver
Internetbasiert
1.3 Ziel der Diplomarbeit
1.4 Kapitelübersicht
2 Verteilte Anwendungen mit Visual Basic
2.1 Microsoft Visual Basic
2.2 Microsofts Komponentenmodell
2.3 Komponentenentwicklung mit Visual Basic
Schnittstellen
Schnittstellenbasierte Programmierung
Standardisierte COM-Schnittstellen
Benutzerdefinierte COM-Schnittstellen
Definition und Implementierung einer Schnittstelle
Versionsverwaltung
COM-Aktivierung
Lebensdauer einer Komponente
Dynamisches Binden
Globally Unique Identifier
Keine Kompatibilität
Projekt-Kompatibilität
Binäre Kompatibilität
Prozessinterne und Prozessexterne Server
2.4 Zusammenfassung
Spracherweiterungen:
Objektorientierte Konzepte:
3 Applikationsserver
3.1 Definition
3.2 Applikationsserverprodukte
3.3 Bewertung der Dienste von Applikationsservern
Objektmanagement
Skalierungsmechanismen
Definition
Objekt-Pooling
Stateful / Stateless Objekte
Microsoft Transaction Server vs. Gemstone/J
Richtlinien für die Erstellung skalierbarer Applikationen
Untersuchung und Verbesserung der Skalierbarkeit von Systemen
3.4 Zusammenfassung
4 Internetanbindung
4.1 Entwicklung des Internets
4.2 Statisch (HTML)
4.3 Dynamisch (DHTML)
Client-seitige Skripte
Server-seitige Skripte
Common Gateway Interface
Active Server Pages und Java Server Pages
4.4 Die Entwicklung von Active Server Pages
Application Objekt
ContextObject Objekt
Request Objekt
Response Objekt
Server Object
Session Object
4.5 Die Entwicklung von Java Server Pages
Servlets
Java Server Pages
Globale Variablen
Session Management
Externe Service-Objekte
Aufbau einer JSP Seite.
4.6 Active Server Pages versus Java Server Pages
Wiederverwendung
Ausführungsgeschwindigkeit
Web-Server- und Plattformunabhängigkeit
Sprachunabhängigkeit
4.7 Zusammenfassung
5 Prototypische Realisierung
5.1 Analyse
Datensicherheit
Benutzerspezifische Darstellung
Darzustellende Informationen
Aufträge (Orders)
Rechnungen (Payment)
Zugriffsstatistiken
SAP R/3 Integration
5.2 Design
Systemarchitektur
Präsentationsschicht
Anwendungsschicht
Logon Komponente
EmailConnection Komponente
Datenbank Komponente
SAP Business-Objects Komponenten
Zusammenspiel der Komponenten
Datenschicht
5.3 Implementierung
Präsentationsschicht
DNA
J2EE
Quellcode-Ausschnitte
Anwendungsschicht
DNA
J2EE
Datenschicht
Eingesetzte Software
Betriebssysteme
Entwicklungswerkzeuge
Webserver
Applikationsserver
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist die prototypische Realisierung eines verteilten Kundeninformationssystems, das Kunden einen webbasierten Zugriff auf auftragsbezogene Daten ermöglicht. Die Arbeit untersucht dabei insbesondere die Eignung und das Zusammenspiel von Microsoft-Technologien (COM, ASP) im Vergleich zu Java-basierten Ansätzen (J2EE, JSP) unter Einsatz von Applikationsservern zur Steigerung von Skalierbarkeit und Wartbarkeit.
- Entwicklung verteilter Anwendungen auf Basis von N-Tier-Architekturen
- Einsatz und Bewertung von Applikationsservern und deren Dienste
- Gegenüberstellung von Active Server Pages (ASP) und Java Server Pages (JSP)
- Prototypische Realisierung einer webbasierten Schnittstelle für SAP R/3 Daten
- Untersuchung von Skalierbarkeitsmechanismen und Performance-Analysen
Auszug aus dem Buch
2.2 Microsofts Komponentenmodell
Über viele Jahre hinweg entwickelte Microsoft ein Komponentenmodell (Component Object Modell, COM), welches eine Welt beschreibt, in der Anwendungen aus verschiedenen, voneinander unabhängiger Komponenten bestehen, die nahtlos zusammenwirken.
1993 veröffentlichte Microsoft die COM-Spezifikation1, welche ganz genau beschreibt, wie diese Komponenten als Teil einer verteilten Anwendung aufgebaut sind. Die COM-Laufzeitumgebung, eine Middleware-Technologie, ermöglicht die Kommunikation und damit das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten auch über Prozessgrenzen hinweg.
Das Component Object Model ist ein Binärstandard und eröffnet damit zwei ganz neue Perspektiven. Zum Einen ist die Wiederverwendung von Software damit unabhängig vom Quellcode. Das bedeutet, neue Systeme können modular aus bereits existierenden Komponenten zusammengesetzt werden, ohne diese neu zu kompilieren. Andererseits wird damit aber auch Sprachunabhängigkeit erreicht. Es ist nun möglich, die Vorteile (Produktivität, Flexibilität, Performance) verschiedener COM-fähiger Programmiersprachen wie C/C++, Visual Basic oder Delphi bei der Entwicklung verteilter Anwendungen zu nutzen und in einem Projekt zu integrieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgabenstellung des Kundeninformationssystems ein und beschreibt das methodische Vorgehen sowie das Ziel der Arbeit.
2 Verteilte Anwendungen mit Visual Basic: Dieses Kapitel untersucht die Programmiersprache Microsoft Visual Basic sowie die Unterstützung des Component Object Models (COM) bei der Entwicklung verteilter Anwendungen.
3 Applikationsserver: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rolle von Applikationsservern für verteilte webbasierte Anwendungen und analysiert deren Dienste wie Objektmanagement und Skalierungsmechanismen.
4 Internetanbindung: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Techniken zur Realisierung webbasierter Anwendungen und vergleicht dabei Active Server Pages (ASP) mit Java Server Pages (JSP).
5 Prototypische Realisierung: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Umsetzung des Kundeninformationssystems, einschließlich der Analyse, des Designs und der technischen Implementierung unter Verwendung von Microsoft-Technologien und Java-Alternativen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse ab und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung im Bereich verteilter Anwendungssysteme.
Schlüsselwörter
Kundeninformationssystem, COM, Visual Basic, Applikationsserver, N-Tier-Architektur, Web-Applikation, Active Server Pages, ASP, Java Server Pages, JSP, Skalierbarkeit, Prototyping, SAP R/3, Komponentenmodell, Middleware.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines verteilten, webbasierten Kundeninformationssystems, das Kunden den direkten Zugriff auf ihre Auftragsdaten ermöglicht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Anwendungsentwicklung mit Komponentenmodellen, die Rolle von Applikationsservern bei der Skalierbarkeit und der Vergleich von Microsoft-Technologien (ASP) mit Java-Technologien (JSP).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die prototypische Realisierung eines Systems zur Bereitstellung von Kundeninformationen, wobei Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter Technologien evaluiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Komponentenmodelle, Applikationsserver-Architekturen) und einer prototypischen, praktischen Umsetzung (Entwicklung eines Prototypen mit ASP und J2EE).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von COM und Applikationsservern, den Vergleich von ASP und JSP, sowie das Design und die Implementierung der Kundeninformationslösung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Komponentenmodell, Applikationsserver, Skalierbarkeit, ASP, JSP, N-Tier-Architektur und SAP R/3 Integration.
Wie unterscheidet sich Visual Basic beim Arbeiten mit Komponenten von C++?
Visual Basic automatisiert viele Details der COM-Implementierung, bietet jedoch weniger Kontrolle über die Objektaktivierung, während C++ direkten Zugriff auf Funktionen wie die ClassFactory ermöglicht.
Warum ist Objekt-Pooling für die Skalierbarkeit so wichtig?
Objekt-Pooling ermöglicht die effiziente Verwaltung begrenzter Ressourcen, da Komponenteninstanzen wiederverwendet werden, statt für jede Anfrage neue Objekte zu erzeugen und zu zerstören.
Welche Rolle spielt der Wrapper bei Applikationsservern?
Wrapper-Objekte ermöglichen die sogenannte Interception, wodurch der Applikationsserver in den Methodenaufruf eingreifen kann, um Dienste wie Transaktionsmanagement transparent für den Client bereitzustellen.
Warum wird im Projekt SAP R/3 angebunden?
Die Anbindung an SAP R/3 dient als zentrale Informationsquelle, um den Kunden in Echtzeit Statusinformationen über seine Aufträge, Rechnungen und Lieferungen zu liefern.
- Citation du texte
- David Ebers (Auteur), 2000, Entwicklung eines verteilten Kundeninformationssystems , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185415