Kommunikationsorientierte Stadtentwicklung im Rahmen des City-Marketing durch Stadtfeste

Das Beispiel "erstes großes BonnFest" vom 3. und 4. Oktober 1998


Diplomarbeit, 2000

96 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellungen der Arbeit
1.3 Struktureller Aufbau der Arbeit

2 Methodische Vorgehensweise
2.1 Forschungsmethode Fallstudie
2.2 Auswahl des Fallbeispiels - Kurzdarstellung der Bundesstadt Bonn und seiner Innenstadt
2.3 Methoden der Datengewinnung
2.3.1 Literaturanalyse
2.3.2 Primärerhebung
2.3.2.1 Leitfadengespräche
2.3.2.2 Konzeption der Leitfragen
2.3.2.3 Auswahl der Gesprächspartner
2.3.2.4 Durchführung und Aufbereitung der Interviews
2.3.2.5 Auswertung der Interviews
2.3.3 Sekundärerhebung
2.3.4 Sonstige Quellen
2.4 Stellungnahme

3 Theoretischer Bezugsrahmen
3.1 Entstehungsgründe für das Instrument City-Marketing
3.1.1 Wettbewerbsdruck
3.1.2 Neue Anforderungskataloge an die Kommunen
3.1.3 Fehlen kommunikativer und kooperativer Strukturen
3.1.4 Lösungsstrategien aus kommunaler Sicht
3.2 City-Marketing
3.2.1 Begriffsdefinition und -differenzierung
3.2.2 Zielstellungen von City-Marketing
3.2.3 public-private-partnership (ppp)
3.3 Kommunikationsorientierte Stadtentwicklung
3.3.1 Kommunikation und Kooperation als Methode
3.3.2 Prozeßhafter Ablauf von City-Marketing
3.3.2.1 Anschubphase
3.3.2.2 Analysephase
3.3.2.3 Leitbildphase
3.3.2.4 Umsetzungsphase
3.3.3 Institutionalisierung
3.3.4 Aufgaben und Funktionen des City-Managers
3.3.5 Abgrenzung zu anderen Konzepten der Stadtentwicklung
3.4 Bedeutung von Stadtfestprojekten im Rahmen des City-Marketing-Prozesses
3.4.1 Funktionen von Veranstaltungsprojekten
3.4.1.1 Externe Orientierung von Veranstaltungsprojekten
3.4.1.2 Innenorientierung von Veranstaltungsprojekten
3.4.1.3 Situation in den Städten
3.4.2 Kooperative Konzeption von Veranstaltungen
3.4.2.1 Kooperation mit professionellen Veranstaltungsagenturen
3.4.2.2 Vergleich Organisationsformen im Veranstaltungsbereich
3.4.2.3 Kooperationsmodell
3.4.3 Funktion von verkaufsoffenen Sonntagen im Rahmen von Stadtfestveranstaltungen
3.5 Stellungnahme

4 Untersuchung
4.1 Anschub von Stadtmarketing-Aktivitäten in Bonn
4.1.1 Das „Bonner Modell“
4.1.2 Einzelprojekte für den Stadtbezirk Bonn
4.2 Institutionalisiertes City-Marketing in Bonn
4.2.1 city-marketing bonn e.V
4.2.2 Akzeptanz von Kooperationsstrategien im Bonner Einzelhandel
4.3 Das „erste große BonnFest“ vom 3. und 4. Oktober
4.3.1 Konzeption, Organisation und Realisierung des BonnFestes
4.3.2 Veranstaltungsfläche
4.3.3 Projektfinanzierung
4.3.4 Bewerbung des Festes
4.4 Stellungnahme

5 Analyse
5.1 Konzeptioneller Hintergrund und Zielstellungen des BonnFestes
5.2 Partizipation einzelner Akteure an Konzeption und Organisation des BonnFestes
5.2.1 Akteure aus dem Bereich „Beethoven und Kultur“
5.2.2 Akteure aus dem innerstädtischen Einzelhandel
5.2.3 Einbindung der Stadtverwaltung und politischer Parteien
5.2.3.1 Akteure aus der Stadtverwaltung und aus städtischen Organisationen
5.2.3.2 Akteure aus der Kommunalpolitik
5.2.4 Sonstige Akteure
5.2.5 Stellungnahme
5.3 Akteursbezogene Intentionen der Teilnahme am BonnFest
5.4 Eignung des BonnFestes zur Umsetzung akteursspezifischer Absichten
5.5 Eignung des BonnFestes zur Realisierung der vom Veranstalter formulierten Zielstellungen
5.6 Perzeption des verkaufsoffenen Sonntags vom 4. Oktober
5.6.1 Exkurs: Rechtliche Hintergründe der Sonntagsöffnung in Nordrhein-Westfalen
5.6.2 Interessendissens im Vorfeld der Sonntagsöffnung
5.6.3 Gegner des verkaufsoffenen Sonntags im Vorfeld der Entscheidung des Stadtrates
5.6.3.1 Gewerkschaften/Arbeitnehmerverbände
5.6.3.2 Kirchen/kirchliche Verbände und Institutionen
5.6.3.3 Bündnis 90/Die Grünen
5.6.4 Befürworter des verkaufsoffenen Sonntags im Vorfeld der Entscheidung des Stadtrates
5.6.4.1 Einzelhandelsverband/Industrie- und Handelskammer
5.6.4.2 CDU
5.6.4.3 SPD
5.6.4.4 Ämter der Bundesstadt Bonn
5.6.5 Funktion von city-marketing bonn e.V. innerhalb der Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag
5.6.6 Akteursbezogene Perzeption des verkaufsoffenen Sonntags im Anschluß an das BonnFest
5.6.7 Stellungnahme zur Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag
5.7 Zukünftige Kooperationen als Ergebnis des BonnFestes

6 Rückkopplung und Schlußbetrachtung

Anhang

Leitfadenkatalog für Experteninterviews

Verzeichnis der Interviewpartner

Literaturverzeichnis

Erklärung

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Entwicklung der Besucherzahlen des innerstädtischen Einzelhandels in Bonn 1984-1996

Tab. 2: Prozentuale Anteile der Umlandbesucher in der Bonner Innenstadt am Samstag

Tab. 3: Alter der Bonner Innenstadtbesucher

Tab. 4: Aufenthaltsdauer der Bonner Innenstadtbesucher.

Tab. 5: Vor- und Nachteile der Kooperation mit einer Veranstaltungsagentur – aus Sicht des Veranstalters..

Tab. 6: Stadtmarketing für Bonn – Übersicht „Bonner Modell“.

Tab. 7: Stadtfestveranstaltungen der ORION GmbH.

Tab. 8: Arbeitsteiliges Ablaufschema bei Konzeption, Organisation und Umsetzung des BonnFestes 1998..

Tab. 9: Partizipation von Kultur- und Beethoven-Initiativen am BonnFest..

Tab. 10: Akteure aus der Verwaltung der Bundesstadt Bonn

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Struktureller Aufbau der Arbeit

Abb. 2: Stadtbezirke in Bonn..

Abb. 3: Umlandbedeutung der Bonner Innenstadt.

Abb. 4: Situationsanalyse – Anspruch und Erfordernisse an Veranstaltungsqualitäten.

Abb. 5: Stadtkommunikation durch Stadtfeste

Abb. 6: Organisationsmodelle im Veranstaltungsbereich

Abb. 7: Schulnoten des Elberfelder Einzelhandels zum verkaufsoffenen Sonntag am 13.09.1998

Abb. 8: Logo von city-marketing bonn e.V.

Abb. 9: Veranstaltungskonzept und Veranstaltungsfläche des BonnFestes 1998..

Abb. 10: Wichtige Partner aus der Privatwirtschaft.

Abb. 11: Hauptverbreitungsgebiet des General-Anzeigers Bonn...

Abb. 12: Funktion von city-marketing bonn e.V. innerhalb der Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag vom 4.10.1998

Abb. 13: Bedeutende Investitionsvorhaben in der Bonner Innenstadt 1999/2000

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Seit einigen Jahren ist ein wachsendes Problembewußtsein hinsichtlich der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung in west- wie ostdeutschen Städten zu beobachten. Nachhaltig wirkende Globalisierungstendenzen intensivieren nicht nur den privatwirtschaftlichen Wettbewerb, sondern setzen auch administrative Strukturen unter Anpassungsdruck[1], der eine verschärfte Konkurrenz um Kunden und Investoren nach sich zieht[2].

Auch die Entwicklung und Persistenz der Innenstädte, in ihren Funktionen als „Kristallisationspunkte“[3] des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens einer Kommune, als Träger zentralörtlicher Aufgaben und Verpflichtungen sowie als entscheidender Impulsgeber für die Entwicklung der Gesamtstadt[4], sind durch diesen Trend beeinflußt. Insbesondere die Abnahme der Zufriedenheit mit Attraktivitätsmerkmalen wie Aufenthaltsqualität und –bequemlichkeit führt zu einer abgeschwächten Identifizierung der Bürger mit ihrer Innenstadt. Unmittelbar betroffen ist der Wirtschaftsstandort durch Abfluß einzelhandelsrelevanter Kaufkraft sowie durch das bis in Umlandgemeinden hineinwirkende unattraktivere Image der Innenstädte[5].

Weiterhin impliziert ein gesamtgesellschaftlicher Wandel hin zu postmateriellen Werten einen veränderten Anspruchskatalog von Bürgern, Besuchern und Investoren an städtische Leistungen[6]. Das daraus resultierende komplexere städtische Aufgabenprofil sowie das neue Bürgerverständnis der Stadt als „kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen“[7] erzeugen bei stadtpolitischen Akteuren zusätzlichen Leistungs- und Handlungsdruck, der angesichts einer angespannten kommunalen Finanzsituation immer schwerer zu erfüllen ist[8].

Eine zur Erarbeitung von kommunalen Lösungsstrategien förderliche Konsensbildung wird vielfach durch ein konfliktbeladenes Beziehungsgeflecht von innerstädtischen Einzelpersonen und Gruppen gehemmt, die bei die Innenstadtentwicklung betreffenden Sachverhalten eigene Interessen in den Vordergrund stellen, sich somit als kontraproduktive „Einzelkämpfer“[9] und nicht als Gleichgesinnte bei der Sicherung und Stärkung des in seiner wirtschaftlichen Grundlage gefährdeten Standortes verstehen.

Die Kommunen reagieren darauf, indem sie regulative Steuerungsmechanismen durch kooperative und konsensorientierte Verfahren ergänzen[10]. Mit dem Bestreben, das kommunale Leistungsangebot herauszuarbeiten sowie bestehende Kommunikationsdefizite zwischen Innenstadtakteuren zu beseitigen, etablierten sich seit Ende der 80er Jahre neuartige Kommunikations- und Managementinstrumente in der Form des Stadtmarketing, City-Marketing und City-Management zur Realisierung von Stadtentwicklungsstrategien. Neben dem Anspruch, eine ganzheitliche sowie kommunikationsorientierte Stadtentwicklung in Gang zu setzen, beinhalten diese Konzepte projektbezogene Handlungsfelder zur Umsetzung ihrer inhaltlichen Zielstellungen. Die dieser Arbeit zugrunde liegende Projektorientierung umfaßt explizit Veranstaltungsprojekte, somit auch Stadtfeste, deren interne wie externe Wirkungen im Rahmen des City-Marketing-Prozesses bisher nur im geringen Maße erforscht sind.

1.2 Zielstellungen der Arbeit

Ziel der Analyse ist, den Einfluß des Stadtfestes „erstes großes BonnFest“ mit verkaufsoffenen Sonntag, veranstaltet am 3. und 4. Oktober 1998 in der Bonner Innenstadt (vgl. Abb. 9), unter eingehender Betrachtung der durch Projektkonzeption, -organisation und -realisierung berührten Kommunikationswege und Kooperationen zwischen den am Projekt beteiligten Akteuren, auf die kommunikationsorientierte Stadtentwicklung im Rahmen des City-Marketing in Bonn herauszuarbeiten. Aus dieser Grundüberlegung ergibt sich folgende zentrale geographische Forschungsleitfrage:

Inwieweit leistet ein im Rahmen des City-Marketing konzipiertes, organisiertes und realisiertes Stadtfest einen Beitrag zur kommunikationsorientierten Stadtentwicklung?

Aus der Forschungsleitfrage ergeben sich weitere, für die Untersuchung notwendige Fragestellungen:

- Inwieweit sind lokale Akteure in Konzeption, Organisation und Realisierung des BonnFestes eingebunden?
- Welche akteursbezogenen Erwartungshaltungen verbinden sich mit der Beteiligung im Rahmen des BonnFestes?
- Wie gestaltet sich die Perzeption und Akzeptanz der Projektmaßnahme hinsichtlich Erfüllung der Erwartungshaltungen sowie zur Erreichung der vom Veranstalter formulierten konzeptionellen Ziele?
- Liegen dem BonnFest stadtpolitische und stadtentwicklungspolitische Überlegungen im Sinne einer Anlehnung an von der Bundesstadt Bonn artikulierte Interessen zugrunde?

1.3 Struktureller Aufbau der Arbeit

Mit dem Ziel, den gegenwärtigen Forschungsstand zum Themenfeld City-Marketing im allgemeinen und kommunikationsorientierte Stadtentwicklung durch Stadtfeste im Rahmen einer City-Marketing-Strategie im besonderen zu erweitern, beinhaltet die Arbeit neben einer eingehenden theoretischen Analyse in Kap. 3 eine empirische Untersuchung der ausgewählten Fallstudie des Stadtfestprojektes „erstes großes BonnFest“ vom 3. und 4. Oktober 1998 (vgl. Abb. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Struktureller Aufbau der Arbeit

Die theoretische Betrachtung der forschungsrelevanten Themenbereiche beinhaltet eine im Ergebnis abwägende Darstellung des Stadtentwicklungsinstrumentes City-Marketing, eine daraus abgeleitete Skizze von Chancen und Risiken kommunikationsorientierter Stadtentwicklung sowie eine Herausstellung der Funktionen von Stadtfestprojekten im Rahmen innerstädtischer Kooperationsstrategien.

Analog zur kritischen Würdigung der Literaturlage erfolgt in Kap. 4 eine fallbeispielbezogene Untersuchung der im theoretischen Bezugsrahmen behandelten Betrachtungsgegenstände. Dezidiert untersucht werden bisherige wie aktuelle Stadt- bzw. City-Marketing-Aktivitäten in Bonn und die damit verknüpften Kommunikationsstrukturen. Darin eingebunden stellt die Betrachtung des BonnFestes den empirischen Bezugspunkt zum hauptsächlichen Untersuchungsobjekt her. Eine auf Primärdaten basierende Analyse in Kap. 5 behandelt explizit die eingangs formulierten Forschungsleitfragen. Darauf aufbauend stellt eine die Arbeit abschließende Rückkopplung in Kap. 6 den verifizierenden bzw. falsifizierenden sowie kritischen Bezug zur Problem- und Zielstellung des Themas her.

2 Methodische Vorgehensweise

2.1 Forschungsmethode Fallstudie

Die Fallstudie basiert auf einem Forschungsansatz, unter dem das gesamte Spektrum der sozialwissenschaftlichen Erhebungsmethode subsumiert wird. Als „approach“[11] läßt sie eine vielschichtige methodische Vorgehensweise zu[12], und ist damit geeignet, sämtliche forschungsrelevanten Dimensionen eines Analysegegenstandes zu erfassen. Die Vorteile dieses Ansatzes liegen einerseits in der Verwendung mehrerer Methoden, d.h. der Möglichkeit, unterschiedliche Erhebungstypen wie Expertengespräch, Dokumentenanalyse und Beobachtung miteinander zu kombinieren[13], andererseits in seiner konzeptionellen Offenheit. Aus diesem Grunde ist die Vorgehensweise geeignet, komplexe Sachlagen zu erfassen und Aussagen über Wirkungszusammenhänge mit einem hohen Maß an Plausibilität zu formulieren[14].

Da es sich bei der Fallstudie BonnFest auf Grund seiner zeit- und kommunikationsintensiven Konzeptions- und Organisationsphase um einen komplexen und vielschichtigen Forschungsgegenstand handelt, bedient sich diese Arbeit mehrerer methodischer Ansätze. Die Verwendung lediglich eines Erhebungsverfahrens wäre nicht geeignet, alle bedeutsamen Aspekte und Dimensionen des Untersuchungsobjektes zu erfassen und somit nicht sachgerecht.

2.2 Auswahl des Fallbeispiels -
Kurzdarstellung der Bundesstadt Bonn und seiner Innenstadt

Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn, Ende Dezember 1999 306.826 Einwohner[15] zählend, setzt sich aus den vier Stadtbezirken Bonn, Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg zusammen (vgl. Abb. 2). Das mit der Umsetzung des Berlin/Bonn-Gesetzes[16] vom 16.04.1994 nunmehr als Bundesstadt bezeichnete Bonn besitzt für die Region oberzentrale Funktion und ist zugleich das Zentrum des gleichnamigen, hinsichtlich Fläche und Einwohnerzahl (145.263 Einwohner[17] ) größten Stadtbezirks[18]. Die Arbeitslosenquote ist mit 7,3% im landesweiten Vergleich (10,9% in Nordrhein-Westfalen) gering[19]. Hinsichtlich der Wirtschaftsstruktur vollzieht Bonn derzeit einen Wandel vom Behördenstandort zum Wissenschaftsstandort sowie zu einem Zentrum privater Dienstleistungen[20].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Stadtbezirke in Bonn

Die wirtschaftliche Bedeutung der Bonner Innenstadt innerhalb des Stadtbezirkes spiegelt sich in den Umsatzgrößenordnungen der 597 Einzelhandelsgeschäfte[21] - mit deutlichen Angebotsschwerpunkt im mittelfristigen Bedarfsbereich[22] - wider. Vom gesamtstädtischen Einzelhandelsumsatz in Höhe von 3,25 Mrd. DM entfallen allein auf den innerstädtischen Bezirk Zentrum-Münsterviertel 1,3 Mrd. DM (ca. 40%) Umsatz[23].

Die Bedeutung des Untersuchungsraumes für die jeweiligen Herkunftsorte der Kunden sowie der Verlauf des Zentralitätsgefälles läßt sich dadurch ermitteln, daß erhobene Passantenzahlen in Relation zur Einwohnerschaft der jeweiligen Herkunftsorte gesetzt werden[24]. Daraus ergibt sich eine klare Abfolge der Zentralität der Bonner Innenstadt, die sich von der Rangfolge des absoluten Kundenaufkommens unterscheidet (vgl. Abb. 3). Danach liegt mit 0,004 % die Gemeinde Alfter an erster Stelle, es folgen mit je knapp 0,003% die beiden Städte Meckenheim und Königswinter, sowie mit jeweils 0,002% Sankt Augustin, Niederkassel, Bornheim, Rheinbach, Wachtberg und Swisttal.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Umlandbedeutung der Bonner Innenstadt

Die Anzahl der Innenstadtbesucher, insbesondere aus den Umlandgemeinden, ist nach vorliegendem Datenmaterial regressiv (vgl. Tab. 1).

Tab. 1: Entwicklung der Besucherzahlen des innerstädtischen Einzelhandels in Bonn 1984-1996

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: BAG 1998, S. 2.[25]

Kamen 1984 46% der Besucher aus dem Umland, waren es 1996 nur noch 38%. Der Rückgang der Besucher aus Bonn selbst ist geringer als der Rückgang der Besucher aus der Region. Innerhalb von zwölf Jahren verloren die an der Befragung beteiligten Betriebe am Erhebungstag Freitag fast jeden zweiten Besucher aus den umliegenden Gemeinden.

Ein besonders starker Besucherrückgang ist aus den Umlandgemeinden Bornheim, Meckenheim, Bad Honnef und Siegburg festzustellen (vgl. Tab. 2).

Tab. 2: Prozentuale Anteile der Umlandbesucher in der Bonner Innenstadt am Samstag

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: BAG 1998, S. 3.[26]

Analog zur Gesamtbevölkerung wird auch der Besucher der Bonner Innenstadt immer älter. Während jüngere Menschen bis 25 Jahre immer seltener in die Innenstadt kommen, ist der Anteil der über 50-jährigen deutlich gestiegen. Die als besonders kaufkräftig eingestuften 26 bis 50-jährigen haben ihren Anteil nicht verändert.

Tab. 3: Alter der Bonner Innenstadtbesucher

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: BAG 1998, S. 5.

Auch die Aufenthaltsdauer in der Bonner Innenstadt als Gradmesser für die Attraktivität ging im Vergleich der Jahre 1988 und 1992 ebenso deutlich zurück wie im Jahre 1996 (vgl. Tab. 4). Besuche von über einer Stunde Länge entwickelten sich von 59% im Jahr 1988 auf 65% im Jahr 1992 und zum Befragungstermin 1996 zurück auf 59%. Knapp ein Viertel der Befragten gab eine Aufenthaltsdauer von unter 30 Minuten an.

Tab. 4: Aufenthaltsdauer der Bonner Innenstadtbesucher

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: BAG 1998, S. 7.

Die aufgeführten Daten lassen den Rückschluß zu, daß die Bonner Innenstadt, insbesondere in ihrer Funktion als Einkaufsstandort, an Bedeutung verloren hat. Vor diesem Hintergrund ist die Initiierung des „ersten großen BonnFestes“ in der Analyse dezidiert zu betrachten.

2.3 Methoden der Datengewinnung

Die vorliegende Analyse bedient sich sowohl Methoden der Primärerhebungen als auch der Sekundärerhebungen, was in der Forschungspraxis als „record linkage“[27] bezeichnet wird.

2.3.1 Literaturanalyse

Mittels Sichtung einschlägiger Literatur und Analyse vorhandener interner und externer Daten leiteten sich wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Ursachen des Forschungsproblems und möglicher Handlungsalternativen für das weitere Vorgehen der Untersuchung ab[28]. Der Literaturanalyse kam insbesondere für die Erarbeitung von Basiswissen für eine problembezogene Analyse des theoretischen Bezugsrahmens der Arbeit sowie für die Konzeption der Leitfragen der teilstandardisierten Interviews große Bedeutung zu. Neben Sichtung und Analyse von ausgewählten Monographien wurde überwiegend eine intensive Auswertung von themenbezogenen Aufsätzen einschlägiger Fachzeitschriften betrieben.

2.3.2 Primärerhebung

Um der einzelfallbezogenen Analyse der Forschungsleitfragen hinreichend Rechnung zu tragen, bedurfte es einer ausführlichen Primärerhebung zur Gewinnung sachrelevanter Informationen und Daten.

Hinsichtlich der Erhebung von Primärdatenmaterial stehen als Grundmethoden Beobachtung, Befragung sowie Experiment zur Wahl[29]. Die vorliegende Arbeit bedient sich überwiegend der Befragungsmethode.

Im Rahmen der Befragung stehen weitere Variationen zur Verfügung. Erstes wichtiges Merkmal ist die Intention des Interviews. Die Literatur differenziert zwischen dem analytischen Interview, das vor allem soziale Sachverhalte zu unterscheiden versucht, dem diagnostischen Interview, welches insbesondere zur Ermittlung eines fest definierten Merkmalprofils einer Person dient und dem informatorischen Interview[30]. Letzteres dient der deskriptiven Erfassung von Tatsachen aus den Wissens- und Erfahrungsbeständen der Befragten, wobei der Befragte als Experte verstanden wird, dessen Wissen herauszuarbeiten ist. Da der Zweck der dieser Arbeit zugrunde liegenden Interviews in der Generierung von Informationen liegt, wurde überwiegend das Verfahren der informatorischen Interviews angewandt.

Weiterhin ist der Art der Durchführung der Interviews Bedeutung beizumessen. Möglich ist die schriftliche und die mündliche Befragung. Die mündliche Befragung kann telefonisch oder im direkten face-to-face-Gespräch stattfinden. Das unmittelbare Gespräch bietet den Vorteil, nonverbale Kommunikation in der Ausprägung von Mimik und Gestik des Befragten wahrnehmen zu können. Alle zum Zwecke dieser Arbeit durchgeführten Befragungen fanden face-to-face in den Räumlichkeiten des Befragten statt.

Ferner ist für eine Unterscheidung zwischen quantitativem und qualitativen Paradigma die Standardisierung des Interviews als drittes Abgrenzungskriterium aufzugreifen. Es wird zwischen standardisierten, teilstandardisierten und nicht standardisierten Befragungen differenziert.

Während bei standardisierten Befragungen - mit dem Ziel von allen Befragten auf eine Frage miteinander vergleichbare Antworten zu erhalten - ein hinsichtlich Fragenreihenfolge und Fragenwortlaut streng einzuhaltender standardisierter Fragebogen vorgegeben ist[31], liegt bei nicht standardisierten Befragungen - unter Berücksichtigung eines vorab bestimmten Rahmenthemas - kein vorgegebenes Frageschema zugrunde. Teilstandardisierte Befragungen orientieren sich an einem grob strukturierten Frageschema in Form eines Leitfadens, wobei Reihenfolge und Formulierung der Fragen variabel sind. Teilweise wird diese Form des Interviews auch als Tiefeninterview bezeichnet[32].

Hinsichtlich der Primärdatengewinnung für die vorliegende Untersuchung bot sich auf Grund der heterogenen Struktur der Befragten und der damit verbundenen Notwendigkeit eines flexiblen Frage-Antwort-Prozesses die Durchführung teilstandardisierter Interviews auf Basis eines Leitfadens als Verfahren an. Damit ist ein gewisses, jedoch vertretbares Maß an Unvergleichbarkeit gegeben.

2.3.2.1 Leitfadengespräche

Nach der Auswahl der Methode der Primärerhebung ist das Erhebungsinstrument - im vorliegenden Falle der Gesprächsleitfaden - zu erstellen. Hierfür ist eine Operationalisierung der für das Forschungsinteresse relevanten Variablen notwendig[33].

2.3.2.2 Konzeption der Leitfragen

Die für diese Arbeit konzipierten Leitfadeninterviews basieren auf einem Fragenkatalog[34], der einerseits alle forschungsrelevanten Themenfelder behandelt[35], andererseits dem Interviewer Gestaltungsspielraum hinsichtlich der konkreten Ausformulierung und Reihenfolge der einzelnen Fragen überläßt. Somit bestand die Möglichkeit, im Dialog Reaktionen der Befragten zu begegnen, das Gespräch selektiv zu vertiefen[36] sowie Fragen der jeweiligen Situation anzupassen[37].

2.3.2.3 Auswahl der Gesprächspartner

Analog zur Konzeption der Leitfragen war die Auswahl der zu befragenden Experten notwendig. Unter Experten werden hier Personen verstanden, die sich durch die Art und Menge der Verfügbarkeit an Informationen zum forschungsrelevanten Themenbereich auszeichnen. Die Informationen haben sie dabei durch eine mittelbare oder unmittelbare Beschäftigung oder eigene Betroffenheit mit dem Untersuchungsgegenstand gewonnen[38].

Hinsichtlich der für die Primärerhebung zum Zwecke dieser Untersuchung auszuwählenden Personen waren im wesentlichen zwei Kriterien entscheidend[39]:

- Beteiligung der Person oder deren Organisation an Konzeption, Organisation oder Realisierung des BonnFestes und somit guter Kenntnisstand der Person über das Projekt.
- Funktion der Person oder deren Organisation im Rahmen der Innenstadtentwicklung und somit guter Kenntnisstand über dessen Detailprobleme.

Als für das BonnFest hauptverantwortliche Akteure konnten mit Herrn Fußhöller, Geschäftsführer von city-marketing bonn e.V. (Veranstalter) und Herrn Wilke, Geschäftsführer ORION Promotion- & Veranstaltungs-Service GmbH, Düsseldorf (Organisator) im Blick auf Informationen über Konzeption, Organisation und Realisierung des BonnFestes zwei besonders wichtige Gesprächspartner gewonnen werden.

2.3.2.4 Durchführung und Aufbereitung der Interviews

Nach Absprache mit den jeweiligen Interviewpartnern wurden die Gespräche teilweise mittels Diktiergerät aufgezeichnet bzw. schriftlich protokolliert. Die Befragungsdauer variierte zwischen 40 bis 90 Minuten. Alle mit Diktiergerät aufgezeichneten Interviews liegen in transkribierter Form vor.

2.3.2.5 Auswertung der Interviews

Für die Bearbeitung der Forschungsleitfragen war im wesentlichen die inhaltliche Ebene des erhobenen Materials von Interesse. Als Auswertungsverfahren bot sich die Inhaltsanalyse durch Zusammenfassen von Einzelaussagen zu Sinnaussagen an. Ferner wurden bestimmte Sachverhalte aus Einzelüberlegungen konstruiert sowie unzusammenhängende Aussagen zu einem Themenbereich gebündelt. Gemäß der streng teleologischen Ausrichtung war die Selektion zentraler Aussagen von größter Bedeutung. Deshalb wurden die von den Befragten getroffenen Aussagen auf wesentliche Kerninhalte zu den entsprechenden Untersuchungsgegenständen reduziert, durch Bedeutungseinheiten ein vorher anvisiertes Abstraktionsniveau erreicht und den aus dem theoretischen Bezugsrahmen abgeleiteten Kategorien, die eine Selektion von sachbezogen Aspekten bezwecken[40], zugewiesen.

2.3.3 Sekundärerhebung

Die Sekundärerhebung stützt sich auf Daten, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt und für andere oder ähnliche Zwecke erhoben wurden. Die Notwendigkeit einer gesonderten Erhebung entfällt, es bedarf lediglich der sachgerechten Zusammenstellung sowie einer Aufbereitung, Analyse und Interpretation des vorhandenen Datenmaterials[41].

Sekundärstatistisches Material wurde insbesondere bei der Untersuchung der Wettbewerbssituation des Stadtbezirk Bonns zu seinem angrenzenden Umland in Form eines Standortgutachtens[42] und einer mehrjährigen Kundenbefragung[43] herangezogen.

2.3.4 Sonstige Quellen

Als weitere Quellen wurden einschlägige Artikel einer lokalen Zeitung[44] sowie öffentlicher Schriftverkehr[45] zwischen der Bundesstadt Bonn und beteiligten Institutionen herangezogen, der im Rahmen des Erlaßverfahrens in der Beantragungsphase zum verkaufsoffenen Sonntag vom 4. Oktober 1998 stattfand.

2.4 Stellungnahme

Die gewählten Erhebungsmethoden sind auf Grund ihrer Vielschichtigkeit und Flexibilität geeignet, den oben formulierten Forschungsleitfragen dezidiert nachzugehen. Darüber hinaus spiegelt die Auswahl der Akteure vor dem Hintergrund der Multidimensionalität des Innenstadtraumes das damit verbundene breite Spektrum wider. Dennoch lassen sich mit Blick auf die eng gefaßte Fragestellung keine allgemeingültigen, auf andere Städte übertragbaren Ergebnisse erzielen. Dies ist erscheint schon deshalb konkludent, da in jedem städtischen Milieu unterschiedliche Kommunikationsstrukturen implementiert sind.

3 Theoretischer Bezugsrahmen

3.1 Entstehungsgründe für das Instrument City-Marketing

Aus dem oben skizzierten Spannungsfeld tiefgreifender ökonomischer, technischer, demographischer und sozialer Veränderungen im System Stadt resultiert erheblicher Handlungsbedarf für die Stadtpolitik[46]. Das originäre stadtpolitische Ziel, qualitativ hochwertige Stadträume und Freiräume bereitzustellen und sie einer hochwertigen Nutzung zuzuführen, scheint mit bisher praktizierten Planungsstrategien nicht mehr erfüllbar[47] und mündet nach allgemeiner Auffassung in einen langfristigen Attraktivitätsverlust des Wirtschaftsstandortes und Erlebnisraumes Innenstadt[48].

Definiert sich die Funktion der Innenstadt als Kristallisationspunkt des kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Lebens einer Kommune sowie als Träger zentralörtlicher Aufgaben und als entscheidender Impulsgeber für die Entwicklung einzelner Stadtbezirke[49] bedeutet ihr Attraktivitätsverlust gleichzeitig Attraktivitätsverlust für die Gesamtstadt. Die Interdependenz zwischen Gesamtstadt und Innenstadt resultiert aus der berechtigten Ansicht, daß sich die Bewertung des Stadtbildes hinsichtlich Stadtqualität, Image und Ausstrahlung überwiegend aus der Perzeption der Innenstadt durch Gäste, ansiedlungsinteressierte Unternehmen und Bürger ergibt[50]. Schon aus diesem Grunde erscheint eine tiefgehende Analyse der gegenwärtigen Situation deutscher Innenstädte notwendig, die Gegenstand weiterer Untersuchungen sein könnte.

3.1.1 Wettbewerbsdruck

Als Ausfluß ihrer gegenwärtigen Situation müssen sich Städte verstärkt als zukunftsträchtige nationale und internationale Standorte positionieren, um externe privatwirtschaftliche Investitionen akquirieren zu können. Innerhalb des transnationalen Wettbewerbs sind klassische harte Standortfaktoren wie verkehrliche Erreichbarkeit und Rohstoffe insbesondere für Dienstleistungsbetriebe bei der Standortwahl nicht mehr primär entscheidend[51]. Weiche Standortfaktoren, operationalisierbar durch Merkmale wie „attraktiver Lebensraum“ und „attraktives Einkaufs- und Kulturangebot“, gewinnen somit an Bedeutung[52]. Werbemaßnahmen für den Standort Innenstadt werden damit zur kooperativen Aufgabe, die Akteure aus Handel, Gastronomie, Kultur und Freizeit ebenso betrifft wie das Aktionsfeld der klassischen Wirtschaftsförderung[53].

Insbesondere der Einzelhandel prägt das Erscheinungsbild der Innenstädte als „Handels- und Kommunikationsräume“[54] und trägt wesentlich zu deren Attraktivität und Prosperität sowie zu den dort vorhandenen Nutzungen aus den Bereichen Dienstleistungen, Kultur und Freizeit bei[55]. Der Einzelhandel sieht sich jedoch einem tiefgreifenden Strukturwandel ausgesetzt. Gravierende Konzentrationsprozesse auf der Angebotsseite[56] sind gleichzeitig überlagert von verändertem Verbraucherverhalten auf der Nachfrageseite[57]. Handelsendogene Umschichtungen[58] infolge Ansiedlungen großflächigen Einzelhandels in Form von expandierenden Einkaufsmärkten in der städtischen Peripherie bzw. im näheren Umland setzen den innerstädtischen Handel, der Umsatzeinbußen verzeichnet, unter Anpassungsdruck[59]. Auf Grund dieses Trends ist die Entwicklungsfähigkeit des Innenstadtraums beschnitten. Eine Monotonisierung des Angebots in Form von zunehmender „Filialisierung und Banalisierung“[60] sowie „Uniformierung“[61] des Einzelhandelsbesatzes ist die Folge. Weiteres „Verdrängungspotential“[62] beinhaltet die potentielle Ansiedlung von „Factory-Outlet-Centern“[63] an dezentralen, für den Individualverkehr gut erreichbaren Standorten, woraus sich ein zusätzlicher Abfluß von einzelhandelsrelevanter Kaufkraft ergeben hat und immer noch ergibt[64].

Die hieraus resultierende tiefgreifende Beeinträchtigung der ökonomischen Basis des Einzelhandels mit seiner für die Innenstadtentwicklung wichtigen „zentralitäts- und urbanitätsbildenden Funktion“[65] wäre in wesentlichen Punkten beschnitten[66] und könnte deren Funktionsvielfalt[67] sowie den Trend der „Entortung des Stadtraumes“[68] beschleunigen.

3.1.2 Neue Anforderungskataloge an die Kommunen

Die neuen kommunalen Anforderungskataloge werden ergänzt durch die Bedürfnisse von Kunden und Besuchern nach Erlebniswelten, hochwertigen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Stadtfesten und sonstigen Events[69]. In diesem Zusammenhang führt das Verständnis des „komplexen Gebildes Stadt“[70] als „Dienstleistungsunternehmen“[71] dazu, daß kommunale Steuern und Abgaben als Preis für die Leistungen der Stadtpolitik begriffen werden. Dies mündet in die Forderung, Zusammenhänge zwischen Abgaben und Leistungen transparent zu machen[72]. Hinzu kommen ausgeprägtere Partizipationsbestrebungen der Bürger[73], die neue Kooperations- und Kommunikationsstrategien erforderlich machen.

3.1.3 Fehlen kommunikativer und kooperativer Strukturen

Trotz gestiegener Partizipationsbestrebungen der Bürger treten der Lösung kommunaler Probleme oftmals verkrustete Akteursstrukturen und organisierte Lobbies entgegen, die eine für gemeinsame Entwicklungsaktivitäten notwendige Konsensfindung durch Besitzstandswahrung und Durchsetzung von Partikularinteressen be- und verhindern[74]. Mit Blick auf das innerstädtische Akteursspektrum sehen sich insbesondere Einzelhandelsbetriebe mehrheitlich als Einzelkämpfer und nicht als kooperative Verbündete im Zuge der Sicherung und Entwicklung des in seiner Substanz gefährdeten Standortes Innenstadt[75]. Zusätzlich blockieren fehlende Informations- und Abstimmungsprozesse das Erarbeiten allgemein akzeptierter und konzeptioneller Leitbilder sowie die Verständigung über konkrete Vorstellungen zukünftiger Planungen und Entwicklungsstrategien[76].

Infolge des durch das Fehlen von Lösungsstrategien erweckten Eindruckes der Ziel- und Konzeptlosigkeit planerischen Handelns ist zu vermuten, daß ein wesentliches Handlungsfeld der Stadtpolitik darin liegt, die von latent vorhandener Unzufriedenheit geprägten Beziehungen zwischen städtischen Akteuren zu regenerieren und koordiniertes und abgestimmtes Handelns zu initiieren.

3.1.4 Lösungsstrategien aus kommunaler Sicht

Die gestiegene Komplexität und Unübersichtlichkeit[77] kommunaler Aufgabenfelder mündet insbesondere in Hinsicht auf standortsichernde Maßnahmen in das Erfordernis, innovative Service- und Dienstleistungen sowie gezielte Strukturpolitik im Rahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung anzubieten[78]. Dieser Anspruch scheint jedoch mit den tradierten Strukturen, die gekennzeichnet sind durch einen hohen Grad an Arbeitsteilung, zahlreichen Hierachieebenen, hoher gesetzlicher Regulierungsdichte sowie Kompetenz- und Koordinierungsstreitigkeiten, nicht mehr erfüllbar.

Auch in Hinsicht auf die gestiegenen Erwartungen und Ansprüche der Bürger an das Dienstleistungsunternehmen Stadt - bei gleichzeitig rückläufigen finanziellen und personellen Ressourcen - nährt sich die Vermutung, daß diese Aufgaben von einer traditionellen, in Ämter gegliederten und in Linienstrukturen arbeitenden Verwaltung schwieriger zu bewältigen sind, als von Verwaltungen, die sich als kommunales Dienstleistungsunternehmen verstehen, das kundenorientiert agiert und für städtische Gestaltungs- und Entwicklungsprozesse relevante Entscheidungsträger im Rahmen einer public-private-partnership (ppp) aktiv einbindet[79].

Die unter der neuen Zielvorgabe „Wachstum unter den Bedingungen der Stagnation“[80] seitens der Stadtpolitik ausgeprägte Sichtweise kann als Reaktion auf die veränderte Wettbewerbssituation angesehen werden[81] und impliziert gleichzeitig den Versuch, neue Instrumente zur Ergänzung regulativer Steuerungsmechanismen durch kooperative und konsensorientierte Verfahren zu konzeptionieren und realisieren[82].

3.2 City-Marketing

3.2.1 Begriffsdefinition und -differenzierung

Die unter dem Terminus Stadtmarketing[83] subsumierten Begriffe Regionalmarketing, City-Marketing und City-Management bezeichnen Verfahren, die darauf abzielen, eine Region, eine Stadt oder einen Stadtteil im Wettbewerb zu konkurrierenden Räumen oder in Bezug auf Dienstleistungen zu modernisieren und attraktiver zu gestalten[84]. Der konzeptionelle Rahmen reicht in höchst unterschiedlicher Weise vom bloßen Werben für und Verkaufen von kommunalen Dienstleistungen über das Vermarkten des komplexen Produktes Stadt bis hin zum dauerhaft angelegten Prozeß für die Vereinbarung und Umsetzung von Leitlinien und Zielen, Aufgaben und Aktionen für die Stadtentwicklung[85].

Eine verkürzte Interpretation versteht unter dem Stadtmarketingbegriff lediglich die Übertragung des betrieblichen Handelns[86] - insbesondere des betrieblichen Marketing - auf eine Stadt bzw. einen Stadtteil im Sinne eines marktorientierten Management[87]. Dieser Grundgedanke verkennt jedoch, daß eine Raumeinheit selten ein so homogenes Gebilde wie ein Unternehmen darstellt, das in allen Komponenten zentral steuerbar ist. Im Gegensatz dazu entsteht das Raumgebilde Stadt durch heterogene Strukturen, einer Vielzahl unabhängiger privater sowie öffentlicher Akteure. Ein Marketing für eine Stadt erfordert daher die Abstimmung und Koordination der Interessen und Handlungen unterschiedlicher Akteure. Dies ist nicht mittels hierarchischer Strukturen durchführbar, es bedarf der Kooperation, insbesondere der akteursbezogenen Kommunikation. Somit hat das betriebliche Marketing in der Ausprägung des Stadtmarketing eine Fortentwicklung erfahren.

Auf eine tiefgehende definitorische Trennung der unter Stadtmarketing subsumierten Begriffe soll hier verwiesen werden[88], zumal sich die Literatur im wesentlichen des jeweils anvisierten räumlichen Handlungsbereichs als Differenzierungsmerkmal bedient[89]. Während Stadtmarketing einen gesamtstädtischen Ansatz verfolgt und sich gesamtstädtisch relevanten Aufgaben widmet[90], beschränkt sich City-Marketing auf den Innenstadtbereich als zentral gelegene Raumeinheit sowie „geographische Mitte einer Stadt“[91] unter Einbeziehung der bestehenden Wechselwirkungen zwischen Innenstadt, Außenbezirken und Umland[92]. Somit stellt City-Marketing eine Variante des Stadtmarketing mit engerem räumlichen und inhaltlichen Fokus dar[93].

3.2.2 Zielstellungen von City-Marketing

Ein wesentliches Ziel der City-Marketing-Strategie liegt in der Implementation der neuen Sichtweise, daß sich Handlungsfelder und bestehende Aktivitäten aller am Prozeß beteiligten Akteure umfassend und konsequent am städtischen Kunden orientieren müssen[94]. Als Kunden sind neben Bürgern und lokalen Wirtschaftstreibenden (interne Kunden) potentielle Einzelhandels- und Dienstleistungskunden sowie Investoren und Touristen (externe Kunden) Gegenstand gemeinsamer Überlegungen.

Über die Umsetzung von Verbesserungs- und Entwicklungszielen hinaus strebt City-Marketing danach, die Innenstadt mittels einer „unique selling proposition“[95] nach außen als einzigartig und unverwechselbar darzustellen, sie mit Hilfe individueller Alleinstellungsmerkmale derart zu positionieren, daß sie sich von anderen konkurrierenden Räumen vorteilhaft abhebt. Kann zwischen einer externen und internen Orientierung von City-Marketing unterschieden werden, liegen die Ziele der erstgenannten in folgenden Bereichen:

- Steigerung der Attraktivität der Innenstadt,
- Positionierung der Innenstadt gegenüber Wettbewerbern,
- Verbesserung und Verbreitung des Innenstadtimages und Schaffung von Identität,
- Steigerung der Zufriedenheit innerstädtischer Kunden,
- Steigerung der Innenstadtbelebung und Kaufkraftbindung.

Originäre Ziele einer internen Orientierung erstrecken sich auf diese Bereiche[96]:

- Erhöhte Identifikation der Bürger mit „ihrer“ Stadt,
- Aufbau innerstädtischer Netzwerke,
- Erschließung innerstädtischer Entwicklungspotentiale,
- Abbau natürlicher Schwächen traditioneller Zentren und Neuformierung innerstädtischer Kräfte,
- bessere Nutzung und Steuerung städtischer - insbesondere innerstädtischer - Ressourcen,
- Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen wichtigen Handlungsträgern in der Stadt,
- Einbindung öffentlicher und privater Akteure in die Innenstadtentwicklung im Rahmen einer public-private-partnership,

- Steigerung der Effizienz von Einrichtungen und Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung.

3.2.3 public-private-partnership (ppp)

Vor dem Hintergrund sich verengender kommunaler Haushalte ist wesentlicher Bestandteil einer umsetzungsorientierten City-Marketing-Strategie die institutionalisierte Form der Kommunikation und Kooperation zwischen öffentlichen und privaten Akteuren in Variante der public-private-partnership[97]. Als Ausfluß der eingangs dargelegten veränderten Rahmenbedingungen im städtischen Milieu liegen die mit der öffentlich-privaten Zusammenarbeit verfolgten Grundziele in der Erfüllung komplexer kommunaler Aufgaben, der wirtschaftlichen Planung und Durchführung innovativer Erneuerungs- und Entwicklungsstrategien sowie der zeitlich forcierten und kostengünstigen Projektrealisierung. Wesentliche Vorteile von dauerhaft implementierter public-private-partnership ergeben sich insbesondere aus der Akquisition privater Investitionen für Projekte der Innenstadtentwicklung[98]. Neben der Mobilisierung von privatem Kapital und der damit verbundenen Entlastung öffentlicher Finanzressourcen, zielen sie auf gesteigerte Handlungsflexibilität, effektiveres Management und besseren Informationsfluß[99]. Die partnerschaftlichen Zusammenschlüsse sind nicht an haushaltsrechtliche Bestimmungen des öffentliches Dienstes sowie an umständliche Beteiligungsverfahren gebunden, sondern orientieren sich vielmehr an kostenregulierender Marktnähe[100].

Dennoch beinhaltet diese Form der „Transformation“[101] des kommunalen Steuerungssystems potentielle Gefahren. Das Projektmanagement außerhalb öffentlicher Institutionen unterliegt eingeschränkterer demokratischer Kontrolle und kann die Verwaltungsspitze hinsichtlich ihrer Steuerungsfähigkeit konterkarieren[102]. Mit dem Kontrollverlust verbindet sich die Befürchtung der Konstitution einer wenig transparenten „Nebenregierung“[103], einer von Einzelinteressen geleiteten urbanen Elite. Des weiteren beinhaltet die starke Orientierung auf betriebswirtschaftliche Größen die Gefahr einer zugunsten privater Akteure ungleichen Verteilung von Gewinnen und Verlusten[104]. Somit entstehen in Einzelfällen Bedenken, daß eine public-private-partnership im Kern eine stadtpolitische Anpassung an mächtige Wirtschaftsinteressen ist, die gleichbedeutend ist mit einer Rückzugsstrategie von Staat und Kommunen aus der Verantwortung für öffentlich-rechtliche Angelegenheiten[105].

3.3 Kommunikationsorientierte Stadtentwicklung

Mit dem Ziel, an der Innenstadtentwicklung interessierte Akteure, Gruppen und Institutionen in einen inhaltlichen Gesprächszusammenhang über Perspektiven und Visionen der Innenstadtentwicklung und deren konkrete Umsetzung zu bringen, setzt die Strategie des City-Marketing dezidiert auf die Intensivierung von Kommunikation und Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren. Insofern kann City-Marketing in seiner Vorgehensweise als „kommunikations- und konsensorientiertes“[106] Instrument bezeichnet werden.

Der Erfolg des City-Marketing-Prozesses hängt im starken Maße von der Effizienz und Belastbarkeit lokaler Kommunikationsstrukturen sowie von der Leistungsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft der eingebundenen Akteure ab. Aus letzterem Grunde sollte die Selektion der zu beteiligenden Akteure weniger nach dem Prinzip der Repräsentanz, sondern vielmehr unter dem Aspekt persönlicher Qualitäten, wie Handlungsfähigkeit sowie Engagement und Ambitionen erfolgen[107]. Jedoch widerspräche der daraus resultierende Ausschluß von scheinbar ungeeigneten Akteuren dem substanziellen Anspruch von City-Marketing, den Prozeß für alle relevanten Gestaltungskräfte umfassend offen zu halten[108]. Eine daran anknüpfende dritte Meinung erachtet es als notwendig, Verwaltung und Politik in den Kernbereich des Kommunikationsprozesses zu integrieren, um konzeptionelle Ideen unmittelbar der Umsetzungsinstanz zuführen zu können[109]. Als Ausfluß dieser Überlegungen können als typische Akteure im City-Marketing-Prozeß auftreten[110]:

- Bürgerinnen und Bürger,
- Dienstleistungsbetriebe,
- Einzelhandel,
- Gastronomie/Hotellerie,
- Gewerkschaften,
- Haus- und Grundstückseigentümer,
- Institute und Verbände,
- Kirchen,
- Kommunalpolitik,
- Kreditinstitute,
- Kultur- und Bildungseinrichtungen,
- Stadtverwaltung/Wirtschaftsförderung,
- Touristik-/Fremdenverkehrsvereine,
- Vereine und Initiativen.

3.3.1 Kommunikation und Kooperation als Methode

Analog zu Bestrebungen, Wettbewerbs- und Kooperationsfähigkeit auf intraregionaler und interregionaler Ebene zu steigern[111], versucht City-Marketing Kommunikation und Kooperation zwischen lokal agierenden Akteuren dauerhaft zu initiieren und somit neue Formen der intrakommunalen Kommunikation herzustellen[112]. Dabei stellt sich hinsichtlich der Steuerung und Planung von Innenstadtentwicklung die Aufgabe, miteinander kollidierende Interessen zu managen, die von einzelnen Akteuren oder Gruppen artikuliert werden[113]. Mit dem Ziel, einen schonenden Ausgleich herzustellen, bedient sich die City-Marketing-Strategie eines intensiven und auf Diskussion ausgerichteten Kommunikationsprozesses zwischen Interessenträgern, mit dem die größtmöglichen Schnittmengen der Interessen und Ziele herausgearbeitet werden sollen[114]. Durch die organisierte Form der Kommunikation betreiben die Beteiligten ein offenes Interessen- und Konfliktmanagement zum Zwecke der Innenstadtentwicklung[115]. Der regelmäßige Gesprächsprozeß trägt des weiteren zur Vertrauensbildung zwischen den Akteuren bei, die es ermöglichen soll, unterschiedliche Auffassungen im direkten Dialog einer Akkommodation zuzuführen.

Der Kommunikationsprozeß muß nach bestimmten Regeln angelegt und organisiert sein[116]. Zu den „Grundvoraussetzungen einer Diskussionskultur“[117] gehören:

- Alle Beteiligten erkennen die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt als entscheidend an und möchten aktiv an Änderungsmaßnahmen mitarbeiten,
- die Beteiligten sind von der Problemsituation unmittelbar betroffen,
- die Lösung der Probleme liegt in der Einflußsphäre und im Interesse der Beteiligten.

Die auf Kooperation basierenden Austauschprozesse und Projektentwicklungen setzen zudem hierarchiefreie Arbeitsformen voraus, die eine Ergebniszustimmung aller Beteiligten anvisieren[118].

Weiteres Ziel kommunikationsorientierter Stadtentwicklung ist die dauerhafte Implementierung lokaler Netzwerke in Form funktionsfähiger Kooperationsstrukturen[119]. Damit sollen insbesondere privatwirtschaftliche Akteure die Möglichkeit erhalten, mit stadtpolitischen Akteuren inhaltlichen Austausch vollziehen und Einfluß auf stadtentwicklungsrelevante Fragen nehmen zu können[120]. Mit der Kooperationsstrategie sollen weiterhin negative Effekte, die sich aus unzureichender Koordination engagierter Kräfte sowie aus verkrusteten lokalen Akteursstrukturen ergeben, vermieden[121], insbesondere eine Ausschöpfung und sachgerechte Umsetzung des „Kreativpotentials“[122] der am Entwicklungsprozeß beteiligten Akteure erzielt werden[123].

3.3.2 Prozeßhafter Ablauf von City-Marketing

City-Marketing in seiner Funktion als Instrument kommunikationsorientierter Innenstadtentwicklung wird nachfolgend anhand seiner prozeßhaften Organisationsstruktur[124] dargestellt. Die Darstellung stützt sich auf eine anerkannte vierphasige Struktur, die eine Anschub-, Analyse-, Leitbild- und Umsetzungsphase beinhaltet.

3.3.2.1 Anschubphase

Die Anschubphase dient zur systematischen Implementierung des Verfahrens und zur Initiierung einer formalen Struktur durch einen überzeugten Initiator[125]. Zu diesem Zeitpunkt ist Überzeugungsarbeit in Form umfangreicher Akquisition von mit Entscheidungsfunktion ausgestatteten Multiplikatoren, die Ideen und Inhalte des City-Marketing überzeugend transportieren können, unabdingbar notwendig. Ziel ist es, das Interesse zur Mitarbeit bei weiteren Akteuren zu aktivieren und somit - durch frühzeitigen Austausch - eine hohe Beteiligungsquote zu erzielen sowie „Aufbruchsstimmung“[126] zu erzeugen.

Dem idealisierten City-Marketing-Prozeß können bereits in der Implementierung kollidierende Belange in Form heterogener Erwartungshaltungen hinsichtlich seiner Möglichkeiten entgegenstehen[127]. Oftmals werden Wirkungsweise und Geschwindigkeit des Instruments überschätzt sowie übersehen, daß es sich um einen kommunikativen Prozeß handelt, der auf Grund der Vielzahl der zu beteiligenden Akteure anfänglich eine längere Phase des Vertrauensaufbaus und der Konstitution einer arbeits- und konsensfähigen Struktur erforderlich macht[128].

3.3.2.2 Analysephase

Die Analysephase dient zur Verständigung über den gegenwärtigen Stand der Innenstadtentwicklung und zur Diskussion über Potentiale, Chancen sowie Risiken zukünftiger Entwicklungsleitlinien[129]. Eine Befindlichkeitsanalyse zeigt die aus subjektiver Sicht mit größtem Handlungsbedarf angesehenen Problembereiche auf. Die subjektiven Ergebnisse erfahren eine Objektivierung durch vorhandene Daten aus Standortgutachten, die das Realisierbare betonen[130]. Auf Basis dieser Kombination von subjektiven und objektiven Daten können primäre Zielbereiche - und somit die vordringlichsten Arbeitsschwerpunkte - formuliert werden[131]. Die Zusammenstellung von Stärken und Schwächen dient weniger Ansprüchen wie Vollständigkeit und Objektivität, sondern vielmehr der Verständigung über eine gemeinsam getragene Sichtweise von örtlichen Problemen und Optionen sowie einem besseren Verständnis für komplexe Zusammenhänge[132].

3.3.2.3 Leitbildphase

Mit der Formulierung eines an spezifische Besonderheiten der Innenstadt angepaßten Leitbildes soll eine Grundlage über einen gemeinsam anzustrebenden, von breitem Konsens getragenen und in der Regel visionären Zustand der Innenstadt erreicht werden[133]. Das Leitbild dient als Kriterium für sich anschließende Einzelentscheidungen sowie als Orientierungspunkt für die Bündelung von Kräften und Handlungsoptionen der Beteiligten.

3.3.2.4 Umsetzungsphase

Die Formulierung des Leitbildes findet ihre Fortführung im Umsetzungsmanagement[134]. Dazu erarbeiten Experten, Betroffene und Projektumsetzer in Facharbeitskreisen auf Basis der Leitbilder detailliert verfaßte Maßnahmenkataloge[135]. Im Zuge der Maßnahmenumsetzung können sich Anwendungsdefizite aus unklarer Definition von Zuständigkeiten sowie unkonkreten Aufgabenstellungen ergeben. Neben des Erfordernisses eines gesicherten Finanzierungsplanes, darf die Umsetzungsphase aus inhaltlicher Sicht nicht zu einer ausschließlichen Standortwerbung oder Konzentration von Einzelinteressen konterkariert werden[136].

3.3.3 Institutionalisierung

Eine breit angelegte Form der Zusammenarbeit im Rahmen des City-Marketing bedarf nach einem Prozeßanschub einer Professionalisierung, wenn sie auf Dauer tragfähig sein soll[137]. Mit dem Ziel, die spezifischen Stärken des City-Marketing-Prozesses zum Tragen zu bringen, muß eine Institutionalisierung der Kooperations- und Kommunikationsstrukturen folgende Merkmale aufweisen[138]:

- Hinreichende Flexibilität in bezug auf inhaltliche und organisatorische Anforderungen,
- kurze Abstimmungsintervalle zur Vermeidung von Kommunikationsproblemen,
- personelle und finanzielle Handlungsmöglichkeiten,
- eindeutige Regelungen hinsichtlich der Verantwortlichkeiten.

Die verschiedenen Rechtsformen der Institutionalisierung bieten Vor- und Nachteile[139]. Der gemeinnützige Verein nach dem BGB bietet ebenso einen flexiblen Handlungsrahmen wie eine vergleichsweise geringe Hemmschwelle zur Mitgliedschaft, wodurch der offene Charakter des Instruments gewahrt wird[140]. Eine Verortung des City-Marketing innerhalb der kommunalen Verwaltung bietet feste Strukturen, Nähe zu politischen Entscheidungsträgern und denjenigen Abteilungen in der Verwaltung, die für die Implementierung von Maßnahmen besonders ausgewiesen bzw. zuständig sind. Nicht unproblematisch ist jedoch die Tatsache, daß die Stadtverwaltung auf Grund von Interessengegensätzen zwischen öffentlichen Entscheidungsträgern und privaten Akteuren oftmals nicht die Rolle des neutralen Moderators einnehmen kann[141].

Die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bietet für wirtschaftliche Aktivitäten die am besten geeignete Grundlage, schließt aber durch ihre Konstruktion als Kapitalgesellschaft Interessenten aus und widerspricht damit dem offenen Beteiligungscharakter des City-Marketing-Ansatzes[142].

Somit bleibt festzuhalten, daß im Rahmen von Ansätzen mit breiten Schnittstellen zu privaten Akteuren und höherem Anspruch im Hinblick auf Identitätsbildung im Sinne einer Corporate Identity die Vereinslösung als geeignet erscheint, während sich für City-Marketing-Ansätze mit starkem Anspruch auf Umsetzung von Einzel- oder gebündelten Maßnahmen die Organisation in einer GmbH anbietet.

3.3.4 Aufgaben und Funktionen des City-Managers

Der Trend zur Professionalisierung von City-Marketing kulminiert in der Person des City-Managers. Seine Aufgabe liegt in der Formulierung und praktischen Umsetzung von Zielen, die gemeinsam zwischen lokalen Akteuren und Betroffenen ausgehandelt werden. Damit übernimmt der City-Manager primär die Funktion des Kommunikators und des „Botschafters der Innenstadt“[143], dessen weitere Aufgabenfelder sich auf Abstimmung, Bündelung und Stärkung von Aktivitäten unterschiedlicher lokaler Akteursgruppen konzentrieren.

In seiner hauptsächlichen Funktion des Kommunikators, der unabhängig von Gruppen, Ämtern, Fraktionen, Institutionen und Hierarchien innenstadtrelevante Themen und Projekte kommuniziert, ist er persönlicher Ansprechpartner für alle am Prozeß beteiligten Partner sowie wichtigste Informationsschnittstelle für Belange, die die Innenstadtentwicklung betreffen. Trotz des vielfältigen Tätigkeitsprofils sind die Kompetenzen des City-Managers beschränkt. Auf Grund fehlender exekutiver Vollmachten ist eine integrative und konsensorientierte Vorgehensweise erforderlich[144]. Daher sind seine Instrumente nicht Mittel der Macht, sondern Kommunikation und Dialog, Argumentation und Überzeugungskraft, die Mediation von Einzelinteressen und fachliche Kompetenz[145].

3.3.5 Abgrenzung zu anderen Konzepten der Stadtentwicklung

Die integrierte Stadtentwicklungsplanung der 60er und 70er Jahre konnte meist nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Ein hoher Komplexitätsgrad und die mangelhafte Operationalisierbarkeit umfassender Planwerke sowie deren normativer Ansatz und mangelnde Einbeziehung privater Entscheidungsträger, führten zu einer unzureichenden Umsetzung planerischer Vorgaben[146]. Im Gegensatz dazu ermöglicht der auf einem gemeinsam erarbeiteten Leitbild basierende Kooperationsansatz die „Multidimensionalität des Gegenstandsbereiches Stadt“[147] mittels öffentlicher Diskussion stadtentwicklungspolitisch relevanter Themen fachlich übergreifend in den zur Entscheidungsfindung notwendigen Austauschprozeß einzubeziehen[148]. Des weiteren sollen durch Marketing-Konzepte bessere Handlungs- und Steuerungsmöglichkeiten angeboten werden, insbesondere mit Blick auf bisherige Implementationsdefizite. Zwar gehören die zentralen Elemente des City-Marketing, die Verbesserung der Koordination und das Bemühen um einen allgemein getragenen Konsens mittels intensiver Kommunikation, bereits in Form frühzeitiger und umfassender Koordinierung und Abstimmung zwischen unterschiedlichen Interessen zu den Grundregeln der raumbezogenen Planung[149], woraus sich eine „natürliche Nähe“[150] zwischen Stadtentwicklungsplanung und Marketing-Ansätzen ergibt, dennoch wird im City-Marketing der Übergang von einer sporadischen oder punktuellen Abstimmung auf einen systematischen und kontinuierlichen Kommunikations- und Koordinationsprozeß vollzogen, der eine Veränderung der qualitativen Dimension der Zusammenarbeit bedeutet. Zudem ergänzt der Kommunikationsprozeß die starke Orientierung der Stadtentwicklungsplanung auf flächenbezogene Fragestellungen durch eine ganzheitliche und in eigens dafür initiierten Diskussionsforen abgestimmte Sicht entwicklungsrelevanter Fragen. Somit werden Fragestellungen thematisiert, die außerhalb des klassischen Handlungsspektrums der Stadtentwicklungsplanung stehen.

[...]


[1] Honert 1991, S. 394.

[2] Schmidt 1992, S. 192.

[3] Hatzfeld 1995, S. 63.

[4] Ahrens-Salzsieder 1991, S. 192; Trommer 1996, S. 345.

[5] Adrian 1995, S. 14.

[6] Lalli/Plöger 1991, S. 238; Trommer 1996, S. 351.

[7] Icks/Richter 1999, S. 9. Heftige Kritik an dieser Begriffsdefinition übt Trommer 1996, S. 351, da eine Kommune nicht gewinnorientiert, sondern ergebnisorientiert arbeite.

[8] Bretschneider 1997, S. 2; Icks/Richter 1999, S. 9.

[9] Beyer 1997, S. 2.

[10] Beermann/Leuninger 1998, S. 25; Priebs 1995, S. 546.

[11] Lamneck 1993, S. 4.

[12] Hartfiel 1982, S. 160.

[13] Eichenauer/Joeris 1991, S. 130.

[14] Lamneck 1993, S. 4.

[15] Statistikstelle der Bundesstadt Bonn 2000.

[16] Gesetz zur Umsetzung des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 20.6.1991 zur Vollendung der Einheit Deutschlands (Berlin/Bonn-Gesetz) v. 6.5.1994, BGBl. I, S. 917 ff.

[17] Statistikstelle der Bundesstadt Bonn 2000.

[18] Projektgruppe Prof. Dr. R. Grotz 1997, S. 3.

[19] Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn/Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus 1999, S. 3.

[20] Vgl. zur vollständigen Übersicht über die Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Berlin/Bonn-Beschlusses Oberbürgermeisterin 1999b, S. 1 f.; Oberbürgermeisterin 1999b, S. 56 f.; Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn 1999c, S. 54 ff.

[21] Stand der letzten umfassenden Erhebung im August 1996, vgl. Projektgruppe Prof. Dr. R. Grotz 1997, S. 17.

[22] Projektgruppe Prof. Dr. R. Grotz 1997, S. 17.

[23] Projektgruppe Prof. Dr. R. Grotz 1997, S. 37.

[24] Projektgruppe Prof. Dr. R. Grotz 1997, S. 56.

[25] Durchschnitt aus den drei Befragungstagen.

[26] EZG = Einzugsgebiet.

[27] Schätzl 1994, S. 37.

[28] So auch Böhler 1992, S. 30.

[29] Bänsch 1991, S. 12.

[30] Koolwijk 1974, S. 16.

[31] Böhler 1992, S. 78.

[32] Lamneck 1993, S. 81.

[33] Schätzl 1994, S. 43.

[34] Der Fragenkatalog befindet sich im Anhang dieser Arbeit.

[35] Schätzl 1994, S. 41.

[36] Mayring 1996, S. 50 f.

[37] Lamneck 1993, S. 47.

[38] Schäfers/Köhler 1989, S. 8.

[39] Eine mit Korrespondenz versehende Auflistung der Interviewpartner befindet sich im Anhang dieser Arbeit.

[40] Mayring 1996, S. 91 f.

[41] Böhler 1992, S. 55.

[42] Projektgruppe Prof. Dr. R. Grotz (1997): Die Versorgungsstruktur im Bonner Zentrum und das Versorgungsverhalten im Stadtbezirk Bonn. Analyse und Empfehlungen. Gutachten erstellt im Auftrag des Amtes für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Bonn. Bonn.

[43] Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (Hg.) (1998): BAG-Untersuchung Kundenverkehr 1984-1996. Kurzfassung der Langzeituntersuchung für Bonn. Köln.

[44] Die Artikel stammen aus der auflagenstärksten Zeitung für Bonn und Umgebung, dem General-Anzeiger.

[45] Hierbei handelt es sich um öffentliche Stellungnahmen im Rahmen des Erlaßverfahrens zum verkaufsoffenen Sonntag vom 4.10.1998, die von der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherung (HBV), der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG), dem Einzelhandelsverband Bonn e.V. (EHV) und der Industrie- und Handelskammer Bonn (IHK) von Seiten des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes der Bundesstadt Bonn erbeten wurden. Die Erlaubnis zur Verwendung dieser Quellen wurde bei der zuständigen Stelle, dem Ordnungs- und Straßenverkehrsamt der Bundesstadt Bonn, eingeholt.

[46] Lutze/Heuer 1988, S. 799.

[47] Trommer 1996, S. 351.

[48] Vgl. Dohmen 1996, S. 431.

[49] Ahrens-Salzsieder 1991, S. 192; Trommer 1996, S. 345.

[50] Trommer 1996, S. 345.

[51] Häußermann/Siebel 1993, S. 13.

[52] Bertram 1997, S. 15; insbesondere Icks/Richter 1999, S. 9, die dezidiert von Fühlungsvorteilen im Rahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung sprechen; vgl. auch Kendschek 1997, S. 217; Schmidt 1992, S. 192. Dagegen spricht Mäding 1999, S. 10 von keiner Vorherrschaft weicher Standortfaktoren, sondern von einer in der Standorttheorie feststellbaren Aufwertung; ähnlich Schaller 1993, S. 12.

[53] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 3.

[54] Eierhoff 1995, S. 117; Junker 1997, S.13 schlägt vor, dieses tradierte Bild der Innenstadt kritisch auf seine Tragfähigkeit hin zu überprüfen und sich ggf. davon zu lösen.

[55] Eierhoff 1995, S, 117; Kruse/Schneider 1998, S. 27.

[56] Hatzfeld 1995, S. 35.

[57] Beermann/Leuninger 1998, S. 21.

[58] Jochims/Monheim 1997, S. 729.

[59] Trommer 1996, S. 352 bezeichnet darüber hinaus „Grüne-Wiese-Zentren“ als „weltweit austauschbare Scheinwelten“ sowie als „einheitlich gestylte Irrgärten“, die in keinster Weise zur „Corporate Identity“ beitragen.

[60] Behling/Glaubitz 1998, S. 11; Kruse/Schneider 1998, S. 30.

[61] Trompetter 1995, S. 113.

[62] Behling/Glaubitz 1998, S. 39.

[63] Beermann/Leuninger 1998, S. 21.

[64] Adrian 1995, S. 14. Beispielhaft dokumentiert für den ostdeutschen Verdichtungsraum Leipzig: den Hartog-Niemann/Boesler 1994, S. 291 ff.

[65] Eierhoff 1995, S. 117.

[66] Ruschmeier 1998, S. 91.

[67] Behling/Glaubitz 1998, S. 12.

[68] Vgl. dazu Knapp 1995, S. 294.

[69] Gebauer 1997, S. 16.

[70] Schmidt 1992, S. 192.

[71] Grömig 1998, S. 13.

[72] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 3; Schaller 1993, S. 12.

[73] Köster/Schmidt 1992, S. 139.

[74] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 9.

[75] Trompetter 1995, S. 114.

[76] Holl 1992, S. 321.

[77] Beyer 1997, S. 3.

[78] Vgl. zu innovativen Modellen der kommunalen Wirtschaftsförderung Icks/Richter 1999, S. 9 f.; vgl. zu den wichtigsten Vollzugsinstrumenten kommunaler Wirtschaftsförderung Mäding 1992, S. 210.

[79] Grömig 1998, S. 13.

[80] Häußermann/Siebel 1993, S. 13.

[81] Kuron 1997, S. 1.

[82] Priebs 1995, S. 546.

[83] Hatzfeld 1998, S. 477; vgl. zu den Definitionsansätzen Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 9 ff.

[84] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 9.

[85] So Hatzfeld/Junker 1996, S. 344.

[86] Auf eine begriffstheoretische Diskussion soll hier weitgehend verzichtet werden. Zum Definitionsstreit vgl. Zerweck 1997, S. 37 f.

[87] Vgl. zu diesem Meinungsstreit Hatzfeld 1998, S. 477; Holl 1992, S. 315 f.; Landesgewerbeamt Baden-Württemberg 1994, S. 3.

[88] Fröhlich/Stamm/Venne 1998, S. 40; Holl 1992, S. 322; Schaller 1993, S. 9 f.

[89] Junker/Frauns/Schaller 1996, S. 283.

[90] Fröhlich/Stamm/Venne 1998, S. 40.

[91] Landesgewerbeamt Baden-Württemberg 1994, S. 2.

[92] Fröhlich/Stamm/Venne 1998, S. 40; Junker/Frauns/Schaller 1996, S. 283; Köster/Schmidt 1992, S. 141.

[93] Schaller 1993, S. 8.

[94] Kuron 1997, S. 3; Schaller 1993, S. 20.

[95] Gebauer 1995, S. 43.

[96] Beyer 1997, S. 3.

[97] Hatzfeld 1998, S. 477; Junker/Frauns/Schaller 1996, S. 284.

[98] Hatzfeld 1995, S. 70.

[99] Häußermann/Siebel 1993, S. 10.

[100] Behling/Glaubitz 1998, S. 30.

[101] Mäding 1992, S. 219.

[102] Krüger 1997, S. 22.

[103] Kaemer/Muhle 1994, S. 101.

[104] Hatzfeld 1995, S. 70.

[105] Hatzfeld 1998, S. 477.

[106] Hatzfeld 1998, S. 478.

[107] Hatzfeld 1998, S. 478.

[108] Kuron 1997, S. 8.

[109] Socher 1995, S. 47.

[110] Schaller 1993, S. 20, wobei sich diese Auflistung als nicht enumerativ abschließend versteht.

[111] Mäding 1999, S. 10.

[112] Kuron/Beyer 1999, S. 24.

[113] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 9.

[114] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 11.

[115] Kanther/Neugebauer 1998, S. 17.

[116] Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 10.

[117] Beyer 1995b, S. 55.

[118] Kanther/Neugebauer 1998, S. 15.

[119] Behling/Glaubitz 1998, S. 31.

[120] Beyer 1997, S. 3.

[121] Fröhlich/Stamm/Venne 1998, S. 40.

[122] Beermann/Leuninger 1998, S. 25.

[123] Ruschmeier 1995, S. 94.

[124] Vgl. zu unterschiedlichen Ansätzen der Phaseneinteilung Fußhöller/Honert/Kendschek 1995, S. 19; Hatzfeld 1998, S. 479; Zerweck 1997, S. 37.

[125] Honert 1996, S. 425.

[126] Bertram 1997, S. 17.

[127] Fröhlich/Stamm/Venne 1998, S. 40.

[128] Radde 1995, S. 152.

[129] Honert 1996, S. 425.

[130] Bertram 1997, S. 17; Junker/Frauns/Schaller 1996, S. 284.

[131] Bappert 1994, S. 32.

[132] Hatzfeld 1998, S. 479.

[133] Honert 1996, S. 425.

[134] Bertram 1997, S. 17.

[135] Bappert 1994, S. 33.

[136] Bertram 1997, S. 22.

[137] Fußhöller 1996, S. 7; Honert 1996, S. 425.

[138] Hatzfeld 1998, S. 478.

[139] Vgl. ausführlich zu den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Institutionalisierungsformen Beyer 1995a, S. 9 ff.; Fröhlich/Stamm/Venne 1998, S. 42.

[140] Fußhöller 1998, S. 5.

[141] Fußhöller 1998, S. 5.

[142] Köster/Schmidt 1992, S. 141.

[143] Doepner 1997, S. 13.

[144] Beyer 1997, S. 6.

[145] Fußhöller 1998, S. 5.

[146] Helbrecht 1994, S. 222; Keller 1991, S. 35.

[147] Helbrecht 1994, S. 222.

[148] Helbrecht 1994, S. 222 sieht diese Möglichkeit innerhalb der integrierten Stadtentwicklungsplanung nicht gegeben.

[149] Hatzfeld 1998, S. 481.

[150] Junker/Frauns/Schaller 1996, S. 285.

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
Kommunikationsorientierte Stadtentwicklung im Rahmen des City-Marketing durch Stadtfeste
Untertitel
Das Beispiel "erstes großes BonnFest" vom 3. und 4. Oktober 1998
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1.3
Autor
Jahr
2000
Seiten
96
Katalognummer
V185453
ISBN (eBook)
9783656980988
ISBN (Buch)
9783867463485
Dateigröße
5326 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikationsorientierte, stadtentwicklung im, rahmen, city-marketing, stadtfeste das, beispiel, bonnfest, oktober
Arbeit zitieren
Andreas Peppel (Autor:in), 2000, Kommunikationsorientierte Stadtentwicklung im Rahmen des City-Marketing durch Stadtfeste , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185453

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