Diese Arbeit behandelt im Rahmen der Einleitung die Heranführung an das Thema und stellt Aufbau und Argumentationsfolge der Arbeit vor.
Kapitel 2 klärt alle relevanten Begriffe der Thematik und stellt verschiedene Konzepte des Wissensmanagements vor. Des weiteren beinhaltet dieses Kapitel eine kritische Betrachtung zum Wissensmanagement.
In Kapitel 3 wird das zu betrachtende Unternehmen (VIVEON AG) in Branche und Größe eingeteilt, dabei werden Geschäftsfelder und Produktportfolio vorgestellt. Des weiteren wird der Aspekt des Wissensmanagements im Bereich der kleinen- und mittelständischen Unternehmen (KMU) und IT-Beratungsunternehmen erläutert. Daraus folgend wird die Notwendigkeit des Wissensmanagements für kleine IT-Beratungsunternehmen abgeleitet.
Kapitel 4 legt das Modulsystem des Wissensmanagements nach PROBST dar. Innerhalb der einzelnen Module wird kontinuierlich der Unternehmensbezug hergestellt, ferner werden bereits Vorschläge zur Umsetzung des Wissensmanagements unterbreitet.
In Kapitel 5 werden die Möglichkeiten einer IT-Unterstützung für das Wissensmanagement aufgezeigt. Diese umfassen eine Evaluierung der auf dem Markt befindlichen Tools mit anschließender Analyse und Produktauswahl. Die Analyse stützt sich auf einen unternehmensinternen Kriterienkatalog, welcher aufgrund einer Mitarbeiterbefragung ausgewertet wurde und auf die allgemeinen Marktanforderungen, die sich aus Studien von Forschungsinstituten begründen. Daraus ergibt sich ein Konzept für eine mögliche IT-Unterstützung. Dieses Kapitel bildet in Verbindung mit Kapitel 4 den Schwerpunkt der Arbeit.
Kapitel 6 fasst schließlich die Ergebnisse aus Kapitel 4 und 5 zusammen und zeigt explizit die Maßnahmen auf, welche bei der VIVEON AG umgesetzt werden müssen. Im darauf folgendem Ausblick wird die weitere Vorgehensweise empfohlen.
Zum Abschluss behandelt ein Exkurs das Thema „Hat das Unternehmen ein Anrecht auf das Wissen seiner Mitarbeiter?“. Dieser Exkurs regt eine
psychologisch-rechtliche Auseinandersetzung mit der Thematik an.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Überblick über Aufbau und Argumentationsfolge
2. Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements
2.1 Begriffsklärungen
2.2 Wissensmanagement – Eine kritische Betrachtung
2.3 Wissensmanagementmethoden in Literatur und Praxis
2.3.1 Organisations- und Managementlehre
2.3.1.1 Der Ansatz von G. Probst (Schweiz 1997)
2.3.1.2 Der Ansatz von I. Nonaka und H. Takeuchi (Japan 1997)
2.3.1.3 Der Ansatz von P. Senge (Amerika 1996)
2.3.2 Knowledge Engineering als Kybernetik I. Ordnung
2.3.3 Systemisches Management als Kybernetik II.Ordnung
2.3.4 Business Process Reengineering
2.3.5 Bezugsrahmen
3. IT-Unternehmensberatungen und KMU als wissensintensive Unternehmen
3.1 Begriff und Abgrenzung von IT-Unternehmensberatungen
3.2 Geschäftsfelder, Produktportfolio und Branchenzugehörigkeit der VIVEON AG
3.3 Einsatzpotenziale von Wissensmanagement in IT-Unternehmensberatungen
3.4 Schlussfolgerung
3.5 Begriff und Abgrenzung von KMU
3.5.1 Quantitative Abgrenzung von KMU
3.5.2 Qualitative Abgrenzung von KMU
3.6 Feststellung der Unternehmensgröße
3.7 Einsatzpotenziale von Wissensmanagement in KMU
3.8 Schlussfolgerung
4. Das Modulsystem nach Probst bezogen auf die VIVEON AG
4.1 Überblick
4.2 Wissensziele
4.3 Pilotbereich
4.4 Wissensidentifikation
4.5 Wissenserwerb
4.6 Wissensentwicklung
4.7 Wissensteilung
4.7.1 Teilungsbarrieren
4.7.2 Notwendigkeit von Anreizsystemen
4.8 Wissensnutzung
4.9 Wissensbewahrung
4.10 Wissensbewertung
5. IT-Unterstützung
5.1 Markt
5.2 Architektur von Wissensmanagement-Systemen (WMS)
5.3 Funktionalitäten von Wissensmanagement-Systemen (WMS)
5.3.1 Anforderungen aus Literatur und Praxis
5.3.1.1 Zugriff und Benutzerverwaltung
5.3.1.2 Anbindung an bestehende Systeme
5.3.1.3 Archivierung und Verwaltung zur Strukturierung von Wissen
5.3.1.4 Suchsystem und Navigation
5.3.1.5 Darstellung
5.3.1.6 Anreize
5.3.1.7 Statistik
5.3.1.8 Qualitätsmanagement
5.3.1.9 Wissenskommunikation
5.3.1.10 Wissensentwicklung
5.2.2 Unternehmensspezifische Anforderungen
5.2.2.1 Aufbau des Kriterienkataloges
5.2.2.2 Auswertung des Kriterienkataloges
5.2.3 Funktionelle Anforderungen eines WMS für die VIVEON AG
5.4 Evaluierung
5.4.1 Ausschluss aufgrund des Preisrahmens
5.4.1.1 ARIS for Hyperwave
5.4.1.2 Autonomy
5.4.1.3 Gauss-VIP’s
5.4.1.4 Hyperwave
5.4.1.5 MIRES
5.4.1.6 orenge
5.4.1.7 pirobase
5.4.1.8 SER
5.4.1.9 Zusammenfassung der Anforderungskriterien
5.4.2 Fehlender Vertrieb in Deutschland
5.4.3 Mangelnde Auskunftsbereitschaft der Anbieter
5.4.4 Ausschluss aufgrund nicht geeigneter Funktionalitäten
5.4.4.1 CREALIS
5.4.4.2 Davis-Module
5.4.4.3 Dynasight
5.4.4.4 Spearmint
5.4.4.5 Income-Suite
5.4.4.6 Documentum 4i
5.4.4.7 Ucone
5.4.4.8 Documind CS
5.4.4.9 DocuShare
5.4.4.10 KnowledgeMiner
5.4.4.11 Live Link
5.4.4.12 Eurospider Suchsystem
5.4.4.13 Zusammenfassung der Anforderungskriterien
5.4.5 Feinanalyse
5.4.5.1 Knowledge Café
5.4.5.2 knowledge mission
5.4.5.2.1 knowledge navigator
5.4.5.2.2 knowledge space builder
5.4.5.3 Vergleich von Knowledge Café und knowledge mission
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Maßnahmen für die Einführung von Wissensmanagement bei der VIVEON AG
6.1.1 Vorbereitung
6.1.2 Unternehmenskultur
6.1.3 Organisation
6.1.4 Mensch
6.1.5 Technologie
6.1.6 Handlungsbedarf bezogen auf die Wissensmanagement Bausteine von Probst
6.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit besteht in der Entwicklung einer ganzheitlichen Wissensmanagement-Strategie für das IT-Beratungsunternehmen VIVEON AG, ergänzt durch ein passendes Software-Konzept zur Unterstützung dieses Prozesses.
- Grundlagen des Wissensmanagements und seine Relevanz für Unternehmen
- Analyse von IT-Beratungen als wissensintensive Organisationen
- Anwendung des Modulsystems von Probst auf ein konkretes Praxisbeispiel
- Evaluierung marktüblicher Wissensmanagement-Software
- Ableitung von konkreten Maßnahmen für die Einführung und technologische Unterstützung
Auszug aus dem Buch
4.2 Wissensziele
Ein besonderes Problem für das Wissensmanagement ist die Fülle und Unübersichtlichkeit vorhandener Informationen. Die Herausforderung besteht daher in der Fokussierung auf das strategisch relevante Wissen. Aus der Perspektive des Wissensmanagements muss es also darum gehen, herauszufinden welches Wissen wichtig ist, um die Kernkompetenzen des Unternehmens zu optimieren. Wissensmanagement hat dann die besten Erfolgschancen, wenn es auf die Unternehmensstrategie ausgerichtet wird.
Bei der Definition werden normative, strategische und operative Zielebenen unterschieden.
Normative Wissensziele schaffen eine wissensfreundliche Unternehmenskultur. Durch eine Politik des Vertrauens, der Toleranz und der Offenheit soll der Innovationsgeist der Mitarbeiter gefördert werden. Dominierende Eigenschaft ist die positive Grundeinstellung der Geschäftsführung gegenüber der Einführung von Wissensmanagement.
Strategische Wissensziele definieren das notwendige Kernwissen und den zukünftigen Kompetenzbedarf des Unternehmens auf Basis der Unternehmensstrategie. Sie beschreiben die Wissenslücken und konkretisieren die strategischen Zielvorgaben. Strategische Wissensziele werden für langfristige Programme festgelegt.
Operative Wissensziele sorgen für die konkrete Umsetzung der normativen und strategischen Zielvorgaben. Sie beschreiben ausschließlich die Umsetzung strategischer Programme auf der Ebene der täglichen Aktivitäten und sichern somit das Wissensmanagement im Tagesgeschäft. Aufgabenfelder sind die Bereitstellung der Infrastruktur, Aufbau von Wissensdatenbanken und aktive Wissensteilung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt die Relevanz von Wissen als viertem Produktionsfaktor dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau des Vorgehens.
2. Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe, diskutiert unterschiedliche theoretische Ansätze zur Wissensgenerierung und stellt das Modell von Probst als bevorzugte methodische Basis vor.
3. IT-Unternehmensberatungen und KMU als wissensintensive Unternehmen: Hier erfolgt die Einordnung der VIVEON AG in den Markt der IT-Beratungen, unterstrichen durch die Notwendigkeit von Wissensmanagement zur Bewältigung der spezifischen Herausforderungen kleinerer Unternehmen.
4. Das Modulsystem nach Probst bezogen auf die VIVEON AG: In diesem Kapitel wird das theoretische Probst-Modell praxisbezogen auf die spezifischen Geschäftsprozesse der VIVEON AG angewandt.
5. IT-Unterstützung: Dieser Schwerpunktbereich befasst sich mit der Evaluierung von Software-Tools zur Unterstützung des Wissensmanagements, basierend auf einem Anforderungskatalog der Mitarbeiter.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Maßnahmen zur Einführung eines Wissensmanagements bei der VIVEON AG und gibt einen Ausblick auf die weitere Vorgehensweise.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, IT-Beratung, Wissensgesellschaft, Probst-Modell, Unternehmensstrategie, Wissensidentifikation, Software-Evaluierung, Wissensbasis, Wissensteilung, Wissenserwerb, Knowledge Management System, KMU, Wissenskultur, IT-Unterstützung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts für Wissensmanagement in der VIVEON AG, einem kleinen IT-Beratungsunternehmen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Wissensmanagements, die Analyse der VIVEON AG als wissensintensive Organisation sowie die Evaluierung passender IT-Systeme zur Unterstützung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung einer Leitidee und einer praktischen Wissensmanagement-Strategie, die exakt auf die Bedürfnisse der VIVEON AG zugeschnitten ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt das bewährte Wissensmanagement-Modell nach Probst, kombiniert mit einer unternehmensspezifischen Evaluierung von Software-Lösungen mittels eines Kriterienkatalogs.
Was ist der Inhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Wissensmanagement bei KMU, die praktische Anwendung der Probst-Bausteine auf die VIVEON AG sowie die detaillierte Marktevaluierung technischer Tools.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wissensmanagement, IT-Beratung, Probst-Modell, Wissensbasis, Software-Evaluierung und Lernende Organisation.
Warum wird gerade das Modell von Probst verwendet?
Das Modell wird favorisiert, da es mit Unternehmen aus der Praxis entwickelt wurde, pragmatisch ist, einen guten Überblick bietet und sich somit realitätsnah umsetzen lässt.
Wie wurde die Software für das Unternehmen ausgewählt?
Es wurde ein 55 Kriterien umfassender Katalog erstellt und durch Mitarbeiter beurteilt. Die Produkte wurden dann nach Preisrahmen, Vertriebsverfügbarkeit und Eignung gefiltert, um die besten Tools wie Knowledge Café zu identifizieren.
- Citar trabajo
- Steffi Baumann (Autor), 2001, Theoretische und praktische Einführung von softwareunterstütztem Wissensmanagement in einem IT-Beratungsunternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185728