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"Warum hast du das getan?" Zur moralischen Begründung von deviantem Verhalten von Heimkindern oder wie Sozialarbeiter sie besser verstehen können

Titre: "Warum hast du das getan?" Zur moralischen Begründung von deviantem Verhalten von Heimkindern oder wie Sozialarbeiter sie besser verstehen können

Mémoire (de fin d'études) , 2002 , 81 Pages , Note: 2

Autor:in: Andreas Fechner (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eine Frage habe ich mir in meinem Leben, bei verschiedensten Gelegenheiten immer wieder gestellt. Sie ergab sich im Freundeskreis, in der Familie oder in der Partnerschaft, in der Schule im Studium oder im Beruf.

Diese Frage findet sich im Titel der Arbeit wieder „Warum hasst Du das getan?“

Gestellt habe ich mir diese Frage immer wieder im Zusammenhang mit von der Norm abweichenden Handlungen meiner Mitmenschen. Diese Handlungen sind nicht zwangsläufig als kriminell zu bezeichnen aber sie können in gewisser Weise eine kriminelle Karriere vorbereiten.

Die Frage, die ich mir gestellt habe ist nicht meine Frage, denn auch Eltern, Lehrer oder Schüler stellen sich die Frage nach dem Warum, wenn das Verständnis für die Handlung des Sohnes, Schülers oder des Freundes nicht mehr ausreicht.

Im Zuge der Arbeit soll die Frage nach dem Warum in bezug auf Heimkindern beantwortet werden. Heimkinder sind in der Arbeit aber nur das Synonym für Kinder die mit Problemen im Leben zu kämpfen haben.

Zum besseren Verständnis werden die verschiedenen Theorien der Entstehung von abweichenden Verhalten vorgestellt.
Der Hauptteil der Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie durch moralische Erziehung deviantem Verhalten vorgebeugt werden kann.

Ich gehe auf die gesellschaftlichen, familiären und wirtschaftlichen Probleme ein, welche die Heranwachsenden zu abweichenden Taten bewegen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Begriffsklärungen

1.1 Heimkinder

1.2 Jugend

1.3 Moral

1.3.1 Normen

1.3.2 Werte

1.3.3 Konventionen

1.4 Devianz

2 Heimkinder

2.1 Institution Heim

2.2 Zielgruppe: Heimkind

2.3 Gefährdungslagen

2.3.1Der Leidensweg

2.3.2 Fallbezug

3 Die Entwicklung zur individuellen Persönlichkeit

3.1 Entwicklungsphasen

3.1.1 Jugendalter/Heranwachsen

3.1.2 Adoleszenz

3.2 Entwicklungsaufgaben

3.2.1 Der Überbegriff: Jugend

3.2.2 Der Weg zur Selbstständigkeit

3.2.3 Das biologische Reifen

3.2.3.1 Pubertätswachstumsschub

3.2.3.2 Geschlechtsreifung

3.2.4 Die Entwicklung von Beziehungen

3.2.4.1 Endogen-organismische Modell

3.2.4.2 Exogen-kontextuelles Modell

3.2.4.3 Handlungstheoretisch-konstruktivistische Modell

3.2.4.4 Peergroups-Elternbeziehungsmodell

3.2.5 Die Entwicklung von Identität

3.2.5.1 Identitätstheorie nach Erikson

3.2.5.2 Berufliche Identität/ ein Problem für Heimkinder

3.3 Entwicklungsaufgaben und Krisen des Adoleszenten

3.4 Belastungsfaktoren

3.4.1 DSM-III R

3.4.2 MAS

4 Moralische Entwicklung

4.1 Entwicklung eines moralischen Urteils

4.1.1 Klugheit

4.1.2 Moral

4.1.3 Abwehrstrategie oder um Lösung bemühen

4.1.4 Das Kind ist kein schlechter Erwachsener

4.2 Entwicklungstheorie

4.2.1 Stufen der Entwicklung

4.2.3 Zwischenstufen

4.2.4 Entwicklungsfaktoren

4.3 Vergleich zwischen Moral, Kognition und Perspektivenübernahme

5 Devianz

5.1 Erklärungsmodelle von Devianz

5.1.1 Die Anomietheorie

5.1.2 Theorie der Ziel-Mittel Diskrepanz

5.1.3 Die Subkulturtheorie

5.1.4 Die Theorie des differentiellen Lernens

5.1.5 Die Zuschreibungsansätze

5.1.6 Das Teufelskreismodell

6 Prävention- oder Handlungsansätze

6.1 Gefährdungslagen

6.2 Deviantes Verhalten moralisch begründen

6.2.1 Fallbeispiel Daniela

6.2.2 Fallbeispiel Marijan

6.3 Pädagogische Grundmodelle der moralischen Erziehung

6.3.1 Die romantische Erziehungsphilosophie

6.3.2 Der werteübermittlungs oder technologische Ansatz

6.3.3 Der progressive Ansatz

6.3.4 Der Disskursansatz

6.4 Prävention durch Sozialarbeiter oder Betreuer

6.4.1 Stimulierung der moralischen Entwicklung/ Nachholtheorie

6.4.2 Messen der moralischen Urteilsfähigkeit

6.4.3 Entwicklungsförderung betreiben

6.5 Prävention von Seiten des Staates

6.5.1 Die Polizei

6.5.2 Das Gesetz

6.5.3 Die Schule

7 Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Begründung von deviantem Verhalten bei Heimkindern, um Sozialarbeitern ein tieferes Verständnis für die Handlungsmotivationen dieser Jugendlichen zu ermöglichen. Das zentrale Ziel besteht darin, deviantes Verhalten als moralisches Handeln innerhalb der individuellen Entwicklung zu interpretieren, um darauf aufbauend präventive Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Praxis abzuleiten.

  • Analyse der moralischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen anhand entwicklungspsychologischer Modelle.
  • Untersuchung von Gefährdungslagen und Belastungsfaktoren im Kontext von Heimerziehung.
  • Diskussion von Erklärungsmodellen für Devianz (z.B. Anomietheorie, Labeling-Ansatz).
  • Bewertung von Präventionsmodellen und Handlungsansätzen durch Sozialarbeiter und staatliche Institutionen.

Auszug aus dem Buch

Die Gefahr der Verallgemeinerung

Die genannten Punkte neigen zur Verallgemeinerung. Es wäre jetzt nicht richtig zu sagen, das trifft ja auch auf andere Jugendliche zu. Das ist zwar so, aber andere Jugendliche haben Eltern, vor denen sie sich rechtfertigen müssen. Und wer wurde nicht kribbelig wenn der Spruch kam: "Da muss ich mich mal mit deinen Eltern unterhalten." Da drohte auch mal Stubenarrest. Bei Heimkindern sieht das aber ganz anders aus. Mit dem Spruch, „das wird ich deinem Betreuer sagen lässt sich kein Druck ausüben“.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fallbeispiele Daniela und Marian vor und leitet zur Fragestellung nach der moralischen Begründung von deviantem Verhalten bei Heimkindern über.

1 Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Heimkind, Jugend, Moral (inklusive Normen und Werte) sowie Devianz, um eine theoretische Grundlage für die Arbeit zu schaffen.

2 Heimkinder: Hier werden die Institution Heim, die Zielgruppe und die verschiedenen Gefährdungslagen beleuchtet, die zu einer Heimeinweisung führen können.

3 Die Entwicklung zur individuellen Persönlichkeit: Dieses Kapitel widmet sich ausführlich den Entwicklungsphasen, -aufgaben und den spezifischen Belastungsfaktoren in der Adoleszenz, unter anderem mit Modellen von Erikson und Fend.

4 Moralische Entwicklung: Hier wird der Prozess der moralischen Urteilsbildung erläutert, wobei insbesondere Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Entwicklung und dessen Bedeutung für Kinder im Fokus stehen.

5 Devianz: Das Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse verschiedener Erklärungsmodelle für abweichendes Verhalten, von der Anomietheorie bis hin zum Labeling-Ansatz und dem Teufelskreismodell.

6 Prävention- oder Handlungsansätze: Der praktische Hauptteil diskutiert pädagogische Grundmodelle der moralischen Erziehung sowie spezifische Interventionsmöglichkeiten durch Sozialarbeiter, Polizei und Schule.

7 Schlußbetrachtung: Der Autor reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit, diskutiert die Rolle des Betreuers und hinterfragt die Möglichkeiten und Grenzen der Einflussnahme auf die moralische Entwicklung von Heimkindern.

Schlüsselwörter

Heimkinder, Devianz, Moralische Entwicklung, Adoleszenz, Sozialarbeit, Prävention, Erziehung, Identitätsbildung, Labelling-Theorie, Pädagogik, Belastungsfaktoren, Delinquenz, moralisches Urteil, Persönlichkeitsentwicklung, Verhaltensauffälligkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralischen Beweggründe für deviantes Verhalten bei Heimkindern und zeigt auf, wie Sozialarbeiter diese Handlungen besser verstehen und pädagogisch darauf einwirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die moralische Entwicklung in der Adoleszenz, die Entstehung abweichenden Verhaltens sowie Präventionsmodelle innerhalb und außerhalb von Heimen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, deviantes Verhalten nicht nur als kriminell zu bewerten, sondern als einen moralischen Konstruktionsprozess des Kindes zu verstehen, um effektivere Hilfsangebote zu gestalten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie auf praktische Beobachtungen und Fallbeispiele (Daniela und Marian) aus seiner Arbeit im Sozial-Therapeutischen Jugendwohnhaus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die entwicklungspsychologischen Grundlagen (Identität, Moralentwicklung), verschiedene soziologische Erklärungsmodelle für Devianz sowie die kritische Reflexion pädagogischer Grundmodelle der Erziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Heimkinder, Moralische Entwicklung, Devianz, Prävention und Sozialpädagogik definieren.

Welche Rolle spielt die "Labeling-Theorie" in diesem Kontext?

Die Labeling-Theorie dient dazu, zu erklären, wie Fremdzuschreibungen (z.B. "Schulschwänzerin") durch Betreuer oder die Umwelt das Selbstbild und das weitere Verhalten des Heimkindes nachhaltig negativ beeinflussen können.

Was zeigt das "Teufelskreismodell" anhand des Fallbeispiels Marian?

Das Modell veranschaulicht, wie durch eine Abfolge von Delikten, Reaktionen der Umwelt und Identifizierung mit der Rolle des "Gauners" ein Jugendlicher in eine Spirale gerät, die letztlich in strafrechtliche Konsequenzen führt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Klugheit" und "Moral" für den Autor wichtig?

Der Autor unterscheidet diese, um aufzuzeigen, dass Handlungen entweder rein zweckrational (Klugheit) oder auf einer höheren moralischen Ebene der Gerechtigkeitsabwägung getroffen werden können.

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Résumé des informations

Titre
"Warum hast du das getan?" Zur moralischen Begründung von deviantem Verhalten von Heimkindern oder wie Sozialarbeiter sie besser verstehen können
Université
University of Applied Sciences Hanover
Note
2
Auteur
Andreas Fechner (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
81
N° de catalogue
V185780
ISBN (ebook)
9783656983729
ISBN (Livre)
9783867466646
Langue
allemand
mots-clé
warum begründung verhalten heimkindern sozialarbeiter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Fechner (Auteur), 2002, "Warum hast du das getan?" Zur moralischen Begründung von deviantem Verhalten von Heimkindern oder wie Sozialarbeiter sie besser verstehen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185780
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