Aus Sicht der Kapitalmärkte ist eine wertorientierte Berichterstattung notwendig geworden, da die zur Verfügung stehenden traditionellen Berichterstattungsformen den modernen Anforderungen nicht mehr entsprechen.Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung und den Stand der wertorientiertenBerichterstattung anhand von Geschäftsberichten ausgesuchter Kapitalgesell-schaften darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ziel und Zweck der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Value Reporting - Wertorientierte Berichterstattung
2.1 Begriff wertorientierte Berichterstattung
2.2 Unterschiede zur traditionellen Berichterstattung
2.3 Adressaten und Interessen einer wertorientierten Berichterstattung
2.4 Kommunikationslücken als Ursache einer Unterbewertung
2.5 Vorteile einer wertorientierten Berichterstattung
2.5.1 Steigerung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Managements
2.5.2 Stabilisierung des Börsenkurses durch Langfristinvestoren
2.5.3 Stärkere Aufmerksamkeit bei Analysten
2.5.4 Senkung Kapitalkosten durch Zugang zu neuem Kapital
2.5.5 Erhöhung des Aktienwertes
2.6 Einwände gegen Value Reporting
3 Gestaltung einer wertorientierten Berichterstattung
3.1 Shareholder Return Reporting
3.2 Value Added Reporting
3.2.1 Steuerungskonzeption
3.2.2 Wertorientierte Vergütungssysteme
3.3 Strategic Advantage Reporting
3.3.1 Strategie
3.3.1.1 Risikomanagement
3.3.2 Externe Marktübersicht
3.3.3 Wertpotentiale
3.3.3.1 Innovationen/Prozessoptimierungen
3.3.3.2 Mitarbeiter
3.3.3.3 Kunden
4 Steuerungskonzepte
4.1 Schwächen traditioneller Kennzahlen
4.2 M&A-Welle als Ursache wertorientierter Unternehmensführung
4.3 Steuerungskonzepte
4.3.1 Economic Value Added (EVA)
4.3.1.1 Market Value Added (MVA)
4.3.1.2 Return on Capital Employed (ROCE)
4.3.2 Cash Value Added (CVA)
5 Empirische Ergebnisse
5.1 Shareholder Return Reporting
5.1.1 Allgemeine Entwicklung
5.1.2 Dokumentation der letztjährigen Entwicklung
5.1.2.1 Korrelation Aktienkursentwicklung – Ursachen
5.1.2.2 Terroranschläge und Auswirkungen auf dem Börsenkurs
5.1.3 Shareholder Return
5.1.4 Investor Relations
5.2 Value Added Reporting
5.2.1 Wertorientierte Vergütungssysteme
5.3 Strategic Advantage Reporting
5.3.1 Gesellschaft/Soziales/Umwelt
5.3.2 Wertpotentiale
5.3.2.1 Innovation und Prozessoptimierung
5.3.2.2 Mitarbeiter
5.3.2.3 Kunden
5.3.3 Externe Marktübersicht
5.3.4 Strategie
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und den Status der wertorientierten Berichterstattung von Kapitalgesellschaften. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Geschäftsberichte aufzuzeigen, wie Unternehmen den Anforderungen des modernen Kapitalmarktes begegnen und inwieweit sie den Shareholder-Value-Gedanken in ihre Kommunikationsstrategie integrieren, um Informationslücken zu minimieren und die Transparenz zu erhöhen.
- Grundlagen und Vorteile der wertorientierten Berichterstattung (Value Reporting)
- Konzeptioneller Rahmen: Unterteilung in Shareholder Return, Value Added und Strategic Advantage Reporting
- Kritische Analyse traditioneller Steuerungskennzahlen versus wertorientierter Modelle wie EVA und CVA
- Empirische Untersuchung der Berichterstattungspraxis bei ausgewählten DAX-Unternehmen
- Bedeutung von Investor Relations und Transparenz für die Unternehmensbewertung
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff wertorientierte Berichterstattung
Im Verlauf der letzten Dekade ist in Deutschland wie auch schon vorher im angelsächsischen Raum die Orientierung und konsequente Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten an den Interessen des Shareholder Value-Gedankens erfolgt. Eine wertorientierte Berichterstattung ist hierbei als Kommunikationsmedium einer wertorientierten Unternehmensführung zu verstehen, dessen Streben es ist, die Informationsinteressen der Kapitalmärkte zu befriedigen und eine dauerhafte Wertsteigerung der eigenen Marktkapitalisierung zu gewährleisten. Unter dem Begriff wertorientierte Berichterstattung sind alle Maßnahmen zu verstehen, die in einer freiwilligen Berichterstattung jenseits gesetzlicher oder reglementarischer Vorschriften münden. Diese sollen helfen, bestehende Informationsasymmetrien zu den Kapitalmärkten abzubauen und Informationslücken bzgl. der Bewertung des entsprechenden Unternehmens zu schließen. Als ein Bestandteil und Fortsetzung der wertorientierten Unternehmensführung beinhaltet die Berichterstattung die gesamte zusätzliche Präsentation, die als Ergänzung zur bereits gegebenen traditionellen Finanzberichterstattung der Unternehmen fortgeführt wird.
Im Interesse der Darstellung steht die Vermittlung der Wertpotentiale oder Werttreiber, die ein Unternehmen besitzt. Als Werttreiber kann die Berichterstattung finanzielle wie nicht-finanzielle Werttreiber sowie materielle und immaterielle Vermögenswerte von hoher Aktualität enthalten. Dem Kapitalmarkt, in Form von Institutionellen und Privatanlegern, soll die Möglichkeit gegeben werden, zuverlässigere Rendite-Risiko-Prognosen im Hinblick auf ihr eigenes angestrebtes Investment zu gewährleisten und die wirtschaftliche Ertragskraft des Unternehmens besser darzustellen sowie bewertbarer zu gestalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer wertorientierten Berichterstattung aus Kapitalmarktsicht sowie das Ziel und den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Value Reporting - Wertorientierte Berichterstattung: Das Kapitel definiert wertorientierte Berichterstattung als Kommunikationsinstrument und analysiert deren Vorteile, Adressaten sowie die Ursachen für bestehende Informationslücken.
3 Gestaltung einer wertorientierten Berichterstattung: Hier wird ein konzeptioneller Rahmen vorgestellt, der das Value Reporting in Total Return, Value Added und Strategic Advantage Reporting untergliedert.
4 Steuerungskonzepte: Dieses Kapitel kritisiert die Schwächen traditioneller Kennzahlen und stellt wertorientierte Konzepte wie EVA, MVA, ROCE und CVA als Alternativen vor.
5 Empirische Ergebnisse: Der Schwerpunkt der Arbeit umfasst die Bewertung der Geschäftsberichte ausgewählter Unternehmen anhand der im dritten Kapitel entwickelten Kriterien.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit definierter Berichterstattungsstandards zur Verbesserung der Transparenz.
Schlüsselwörter
Wertorientierte Berichterstattung, Value Reporting, Shareholder Value, Kapitalmarkt, Unternehmensbewertung, Investor Relations, Kennzahlen, Economic Value Added, Unternehmensführung, Transparenz, Informationslücken, Strategie, Wertpotentiale, Performance, Geschäftsbericht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung der wertorientierten Berichterstattung in den Geschäftsberichten deutscher Kapitalgesellschaften und untersucht, wie Unternehmen ihre Strategie und Wertschaffung gegenüber dem Kapitalmarkt kommunizieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zur traditionellen Finanzberichterstattung, der Nutzen von Shareholder Value-Konzepten, die Anwendung wertorientierter Kennzahlen sowie die Kommunikation interner Werttreiber.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Stand der wertorientierten Berichterstattung anhand der Praxisbeispiele von Unternehmen wie der Deutschen Bank, Lufthansa, Metro, ThyssenKrupp und Wella zu erfassen und zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine empirische Arbeit, bei der eine Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten anhand eines entwickelten Kriterienkatalogs vorgenommen wird, um den Erfüllungsgrad wertorientierter Berichterstattungsaspekte zu messen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte des Value Reportings, die Schwächen traditioneller Kennzahlen, die theoretische Ausgestaltung eines wertorientierten Berichtswesens und die anschließende empirische Auswertung der Unternehmensberichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Value Reporting, Shareholder Value, Transparenz, Unternehmenssteuerung und Kapitalmarktorientierung.
Welche Rolle spielt die Glaubwürdigkeit des Managements in diesem Kontext?
Die Arbeit betont, dass Glaubwürdigkeit und Transparenz zentrale Vorteile des Value Reportings sind, da sie das Vertrauen von Anlegern stärken und auch unpopuläre, aber langfristig wertsteigernde Maßnahmen stützen können.
Warum kritisieren die Unternehmen die Transparenzforderungen?
Unternehmen äußern Bedenken, dass die Veröffentlichung detaillierter Informationen Wettbewerbern nützen könnte oder dass schlechte Zahlen den Aktienkurs kurzfristig belasten könnten.
Was ist das Fazit zur Berichterstattung der untersuchten Konzerne?
Das Fazit zeigt, dass trotz einer spürbaren Steigerung der Informationsmenge im Untersuchungszeitraum noch erhebliche Mängel in der Konsistenz und Transparenz der Berichterstattung bestehen.
- Citar trabajo
- Tihomir Susak (Autor), 2003, Entwicklung der wertorientierten Berichterstattung im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften, dargestellt an Beispielen der Praxis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185838