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Die Bedeutung der stereotypisierenden Indianerdarstellung und deren Modifizierung am Beispiel zentraler Indianergestalten in James Fenimore Coopers "The Last of the Mohicans" und "The Pioneers"

Title: Die Bedeutung der stereotypisierenden Indianerdarstellung und deren Modifizierung am Beispiel zentraler Indianergestalten in James Fenimore Coopers "The Last of the Mohicans" und "The Pioneers"

Thesis (M.A.) , 2004 , 169 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sirinya Pakditawan (Author)

Literature - Comparative Literature
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Summary Excerpt Details

Eine Untersuchung des Indianerbildes in der nordamerikanischen Literatur vom Beginn der Besiedlung bis zum frühen 19.Jahrhundert. Analysiert wird die Funktion der Figur des Indianers in der Literatur der jungen Nation. Am Beispiel zentraler Indianergestalten aus James F. Coopers bekannten Lederstrumpf-Romanen "The Last of the Mohicans" und "The Pioneers" wird gezeigt, inwiefern seine Indianerfiguren von den gängigen Stereotypen seiner Zeit abweichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Stereotypisierende Indianerbilder in der nordamerikanischen Literatur

1.1 Der „teuflische Wilde“ der Puritaner

1.2 Der „edle Wilde“ der europäischen Aufklärung

1.3 Der „edle Wilde“ der Amerikaner und andere amerikanisch-indianische Stereotypen

1.3.1 The vanishing American

1.3.2 Der „gute“ Indianer

1.3.3 Der blutrünstige und der degenerierte Indianer

2. Coopers problembewusste Indianer-Bearbeitung

2.1 Coopers Informationsquellen

2.2 Festschreibung und Verarbeitung der Quellen

2.2.1 Captivity narratives und melodramatische Erlebnismuster

2.2.2 Der Missionar Heckewelder

3. Indianer-Typen in The Last of the Mohicans

3.1 Stereotype Charakterisierung des indianischen Wesens

3.1.1 „Typische“ Indianer und die „guten“ Delawaren

3.1.2 Die „bösen“ Huronen

3.2 Naturgebundenheit und Statik als Merkmale der indianischen Zivilisation

4. Magua: Der „teuflische Wilde“ mit komplexem Charakter

4.1 Äußere Erscheinung und Verhalten

4.2 Negative Charakterentwicklung und Widerspruch zur angloamerikanischen Zivilisation

5. Uncas: Der zivilisationswillige „edle Wilde“

5.1 Äußere Erscheinung und Verhalten

5.2 Positiver Entwicklungsprozess und Affiliation mit der angloamerikanischen Zivilisation

6. Chingachgook: Der unzivilisierbare „edle Wilde“

6.1 Ambivalentes Wesen des nicht zivilisierbaren „guten“ Indianers

6.2 Vom „guten“ zum degenerierten Indianer

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung stereotypisierender Indianerdarstellungen in den Romanen The Pioneers und The Last of the Mohicans von James Fenimore Cooper und analysiert, wie der Autor diese Stereotypen durch die Individualisierung zentraler indianischer Protagonisten problematisiert und modifiziert.

  • Historische Entwicklung des „teuflischen Wilden“ und des „edlen Wilden“ in der Literatur.
  • Einfluss von zeitgenössischen Quellen wie Captivity narratives und Berichten von Missionaren auf Coopers Werk.
  • Die symbolische und sozialkritische Funktion von indianischen Hauptfiguren (Magua, Uncas, Chingachgook).
  • Widersprüche und Zerrissenheit indianischer Identität im Spannungsfeld zur angloamerikanischen Zivilisation.
  • Die Darstellung des Indianers als „vanishing American“ und als Teil der Natur.

Auszug aus dem Buch

0. Einleitung

James Fenimore Cooper gilt als Amerikas erster Mythopoet, Vater der amerikanischen Nationalliteratur und als „amerikanischer Scott“, weil er Themen aus der amerikanischen Geschichte verarbeitete. Dabei „fiktionalisierte“ er historische Ereignisse, indem er sie in die tradierten Formen einer Romanhandlung umgoss und von der Ebene des individuellen Erlebens her beleuchtete. Hierbei bediente sich Cooper nicht nur zu einem genuin amerikanischen Schauplatz (setting), sondern erstritt mit seinen indianischen Protagonisten die Literaturwürdigkeit der nordamerikanischen Ureinwohner. Im Rahmen seines umfangreichen Werkes stellen die Leatherstocking Tales den amerikanischen Mythos schlechthin dar und bilden darüber hinaus den Beginn der Indianerliteratur des 19. Jahrhunderts.

Coopers Indianerfiguren wurden infolge der breiten Rezeption sowohl in Amerika als auch in Europa zum Inbegriff des „Roten Mannes“. So schrieb beispielsweise Paul Wallace im Jahr 1954: „For a hundred years The Leather-Stocking Tales' cast a spell over the reading public of America and Europe and determined how the world was to regard the American Indian“. Coopers Indianerdarstellung hat also wesentlich dazu beigetragen, dass sich das gegensätzliche Indianerbild vom „guten“ und „bösen“ Indianer zu dem Mythos vereinigen konnte, der sich bis in die heutige Zeit hinein durchsetzen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung etabliert Cooper als Begründer des amerikanischen Mythos und führt in die Thematik der Indianerdarstellung als „Roten Mann“ ein.

1. Stereotypisierende Indianerbilder in der nordamerikanischen Literatur: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des indianischen Fremdbildes, unterteilt in die puritanische Sicht des „teuflischen Wilden“ und die aufklärerische Idealisierung des „edlen Wilden“.

2. Coopers problembewusste Indianer-Bearbeitung: Hier wird untersucht, auf welche schriftlichen Quellen wie Captivity narratives und Missionsberichte Cooper zurückgriff und wie kritisch er diese verarbeitete.

3. Indianer-Typen in The Last of the Mohicans: Dieses Kapitel analysiert die Stereotypisierung des indianischen Wesens und die Konstrastierung der „guten“ Delawaren mit den „bösen“ Huronen.

4. Magua: Der „teuflische Wilde“ mit komplexem Charakter: Der Antagonist Magua wird als komplexe Figur untersucht, die sowohl als Schurke als auch als Opfer der weißen Zivilisation agiert.

5. Uncas: Der zivilisationswillige „edle Wilde“: Dieses Kapitel widmet sich Uncas als dynamischer Figur, deren Entwicklungsprozess eine Annäherung an die weiße Kultur andeutet.

6. Chingachgook: Der unzivilisierbare „edle Wilde“: Der letzte Abschnitt analysiert Chingachgook, der zwischen seiner Rolle als „guter“ Indianer und dem Schicksal des degenerierten, vom Alkohol gezeichneten Ureinwohners steht.

7. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zur Problematisierung der Stereotypen und Coopers kritischen Blick auf die amerikanische Zivilisation zusammen.

Schlüsselwörter

James Fenimore Cooper, Indianerbild, The Last of the Mohicans, The Pioneers, edler Wilder, teuflischer Wilder, Stereotypisierung, Captivity narratives, Akkulturation, Magua, Uncas, Chingachgook, angloamerikanische Zivilisation, Zivilisationskritik, vanishing American.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie James Fenimore Cooper in seinen Romanen The Pioneers und The Last of the Mohicans das Bild des nordamerikanischen Indianers konstruiert und dabei bestehende literarische Stereotypen sowohl nutzt als auch hinterfragt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen Natur und Zivilisation, die Rolle des Indianers im historischen Prozess der Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents und die Frage, inwieweit indigene Charaktere an der westlichen Kultur teilhaben können.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Cooper durch die Individualisierung von indianischen Hauptfiguren (Magua, Uncas, Chingachgook) die damals gängige Dichotomie von „guten“ und „bösen“ Indianern problematisiert und zu einer komplexeren, wenn auch nicht völlig vorurteilsfreien Darstellung gelangt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden literaturwissenschaftlichen Analyse der Primärtexte im Kontext historischer und zeitgenössischer Quellen (z.B. Missionsberichte von Heckewelder oder Captivity narratives).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der literarischen Indianerbilder, eine Untersuchung von Coopers Quellenarbeit sowie detaillierte Fallstudien zu den zentralen Indianergestalten Magua, Uncas und Chingachgook.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Stereotypisierung und den Romanen selbst vor allem Begriffe wie Akkulturation, noble savage, satanic savage sowie das Konzept des vanishing American.

Warum wird Magua in der Arbeit als ambivalente Figur betrachtet?

Magua erscheint einerseits als klassischer „böser“ Indianer und Gegenspieler, wird aber gleichzeitig als Opfer der weißen Zivilisation gezeichnet, dessen aggressive Natur durch den Kontakt mit den Europäern und deren negativen Einfluss (z.B. Alkohol) mitverursacht wurde.

Inwiefern unterscheidet sich Uncas von anderen indianischen Charakteren?

Uncas fungiert als zivilisationswilliger „edler Wilder“, der einen aktiven Entwicklungsprozess durchläuft und Ansätze einer Akkulturation an die weiße Kultur zeigt, jedoch aufgrund seiner unauflöslichen Bindung an seine indianische Identität letztlich zum Scheitern verurteilt ist.

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Details

Title
Die Bedeutung der stereotypisierenden Indianerdarstellung und deren Modifizierung am Beispiel zentraler Indianergestalten in James Fenimore Coopers "The Last of the Mohicans" und "The Pioneers"
College
University of Hamburg
Grade
1
Author
Sirinya Pakditawan (Author)
Publication Year
2004
Pages
169
Catalog Number
V186085
ISBN (eBook)
9783869439280
ISBN (Book)
9783869430584
Language
German
Tags
bedeutung indianerdarstellung modifizierung beispiel indianergestalten james fenimore coopers last mohicans pioneers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sirinya Pakditawan (Author), 2004, Die Bedeutung der stereotypisierenden Indianerdarstellung und deren Modifizierung am Beispiel zentraler Indianergestalten in James Fenimore Coopers "The Last of the Mohicans" und "The Pioneers", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186085
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