Begriffserklärungen, Sicht auf internationale Handelsbeziehungen unter dem Aspekt der Globalisierung
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen zur Globalisierung
2.1 Begriffe der Internationalisierung und Globalisierung
2.2 Ursachen und treibende Kräfte der Globalisierung
3. Internationale Arbeitsteilung – Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten
4. Die Rolle des Handels
4.1 Regionalisierung/Internationale Freihandelszonen
4.2 GATT und WTO
4.3 Die Liberalisierung des Handels und ihre Folgen
4.4 Auswirkungen der Globalisierung auf das Sozialsystem Deutschlands
5. Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer
5.1 Erfolgsfaktoren
5.2 Wie geht es den afrikanischen Ländern heute?
5.3 Beispiel für ein durch die Globalisierung erfolgreiches Schwellenland – Brasilien
6. Schutz trotz oder wegen der Globalisierung?
6.1 Die EU und der Handel mit Entwicklungsländern
6.2 Das Handelsabkommen von Cotonou
7. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Dynamiken der Globalisierung mit einem besonderen Fokus auf die internationale Arbeitsteilung, Handelsliberalisierung und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation von Entwicklungsländern im Vergleich zu Industrienationen.
- Definition und Triebkräfte der Globalisierung
- Analyse der Handelsliberalisierung und deren Folgen für Industrieländer (am Beispiel Deutschland)
- Wirtschaftliche Herausforderungen und Erfolgsfaktoren in afrikanischen Entwicklungsländern
- Fallstudie Brasiliens als erfolgreiches Schwellenland
- Protektionismus und Freihandelsabkommen (EU, GATT/WTO, Cotonou)
Auszug aus dem Buch
3. Internationale Arbeitsteilung – Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten
Heute sind etwa 65.000 Muttergesellschaften und 850.000 dazugehörige Tochtergesellschaften international tätig. Die jährlichen Umsätze der Tochtergesellschaften belaufen sich auf fast 20 Billionen US-Dollar. Die Erschließung von Rohstoffquellen zur Sicherung der Versorgung mit natürlichen Rohstoffen ist nur eines der Investitionsmotive internationaler Unternehmen. Das Hauptmotiv dagegen ist die Durchdringung der ausländischen Märkte zur Absatzsicherung. Des Weiteren sind Effizientstrategien vor allem zur Kostensenkung ein Motiv für Auslandsinvestitionen. Die Vorteile eines Standortes, also beispielsweise niedrigere Lohnkosten, Steuervergünstigungen oder bereits vorhandene Infrastruktur, werden durch den Betrieb von Fabriken zur Herstellung von Gütern für den Weltmarkt oder den Unternehmensbedarf genutzt.
Zunehmend an Bedeutung gewinnen Wertstrategien zur Steigerung des Unternehmenswertes durch Nutzung strategischer Ressourcen des Auslandes. Hauptsächlich geht es um den Zugang zu lokalen Wissensquellen und zu lokal gebundenem Wissen. Aus diesem Grund werden häufig Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Ausland durchgeführt.
Für Entwicklungsländer bieten solche Firmenstrukturen den großen Vorteil, dass das Wissen der ausländischen Tochtergesellschaft eines Unternehmens in die Wirtschaft des eigenen Landes integriert werden kann. Dieser Technologietransfer kommt durch die Fortschritte in der Informations- und Kommunikationstechnologie zustande. Obwohl ausländische Investoren meist nur die arbeitsintensiven Komponenten in Niedriglohnländern herstellen lassen, bieten sie vergleichsweise gut bezahlte, relativ sichere Arbeitsplätze für die dortige Bevölkerung. Mit zunehmender Entwicklung eines Landes können einheimische Investoren Produktionsfunktionen vom ursprünglichen Direktinvestor übernehmen. Da es trotz allem ausländische Investoren gibt, die unzureichende Umweltschutzgesetze zur billigeren Produktion oder undemokratische Systeme für die Ausbeutung von Arbeitskräften nutzen, muss die Frage gestellt werden, wie auch die Entwicklungs- und Schwellenländer von der Globalisierung und von Direktinvestitionen profitieren können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Globalisierung ein, stellt das Ziel der Arbeit dar und fokussiert auf die Auswirkungen der Handelsliberalisierung auf Entwicklungsländer und Deutschland.
2. Grundlagen zur Globalisierung: In diesem Kapitel werden die Begriffe Internationalisierung und Globalisierung voneinander abgegrenzt und die treibenden Kräfte sowie Voraussetzungen des Globalisierungsprozesses analysiert.
3. Internationale Arbeitsteilung – Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten: Das Kapitel erläutert die Bedeutung internationaler Unternehmen und deren Motive für Auslandsinvestitionen, sowie deren Einfluss auf den Technologietransfer in Entwicklungsländern.
4. Die Rolle des Handels: Hier werden Freihandelszonen, internationale Institutionen wie WTO/GATT sowie die Folgen der Handelsliberalisierung kritisch betrachtet, inklusive einer Untersuchung der Auswirkungen auf das deutsche Sozialsystem.
5. Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer: Dieses Kapitel analysiert Erfolgsfaktoren für Entwicklungsländer, beleuchtet die schwierige wirtschaftliche Lage in Afrika und kontrastiert diese mit der Entwicklung Brasiliens als erfolgreiches Schwellenland.
6. Schutz trotz oder wegen der Globalisierung?: Das Kapitel behandelt die Rolle der EU im Handel mit Entwicklungsländern und erläutert die Mechanismen des Cotonou-Abkommens zur Förderung der Zusammenarbeit.
7. Ausblick: Der Ausblick formuliert Voraussetzungen für eine erfolgreichere Teilhabe afrikanischer Länder an der Globalisierung und unterstreicht die Bedeutung der sozialen Dimension für politische Stabilität.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Internationale Arbeitsteilung, Handelsliberalisierung, Entwicklungsländer, Industrieländer, WTO, Freihandel, Afrika, Brasilien, Direktinvestitionen, Armutsbekämpfung, Sozialsysteme, Protektionismus, Exportorientierung, Technologietransfer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Globalisierung auf die internationale Arbeitsteilung und untersucht, warum einige Entwicklungsländer von diesen Prozessen profitieren, während andere zurückbleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf Handelsliberalisierung, den Motiven internationaler Unternehmensaktivitäten, den Herausforderungen für Entwicklungsländer sowie den Auswirkungen auf nationale Sozialsysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Folgen der Handelsliberalisierung für Deutschland und Entwicklungsländer zu beleuchten und zu klären, welche Faktoren über wirtschaftlichen Erfolg im globalen Kontext entscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von Fallbeispielen, um wirtschaftliche Zusammenhänge und internationale Handelsstrukturen aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Handelsrollen, eine Untersuchung der Auswirkungen auf Entwicklungsländer und die Darstellung von Schutzmechanismen in Handelsabkommen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Globalisierung, Handelsliberalisierung, internationale Arbeitsteilung, Entwicklungsländer und Wirtschaftswachstum definieren.
Welche spezifische Rolle spielt Brasilien in der Untersuchung?
Brasilien dient als Fallbeispiel für ein Schwellenland, das nach Krisen durch Wirtschaftsreformen und Marktöffnung vom Globalisierungstrend profitieren konnte, wobei jedoch die ungleiche Einkommensverteilung kritisch hinterfragt wird.
Warum haben viele afrikanische Länder trotz Globalisierung Schwierigkeiten?
Die Arbeit identifiziert eine geringe Verflechtung in den Welthandel, einseitige Exportstrukturen (Rohstoffabhängigkeit) sowie infrastrukturelle und institutionelle Schwächen als Hauptgründe für die schleppende wirtschaftliche Entwicklung.
- Citar trabajo
- Claudia Lorenz (Autor), 2005, Globalisierung - Konflikt zwischen Arbeitsteilung und Ausbeutung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186096