Ich behaupte: Auch in politischen Parteien kann systematische Personalentwicklung betrieben werden.
Um meine These zu untermauern stelle ich die grundlegenden Konzepte und Methoden der Personalentwicklung dar, erkläre in wie weit sich die Arbeit in Parteien von der in Unternehmen unterscheidet und analysiere ausgehend von diesen Unterschieden, welche der Konzepte auf Parteiarbeit übertragbar sind, welche nicht und warum.
Anhand eines praktischen Beispiels führe ich im Praxisteil meiner Arbeit vor, wie Personalentwicklung in einer politischen Partei angegangen werden kann. So beschreibe ich ausführlich die Bedarfserhebung, die ich in einem Kreisverband von Bündnis ´90/Die Grünen durchgeführt habe.
Diese Arbeit kann einerseits als Einführung in die Personalentwicklung dienen, als Argumentationshilfe für systematische Personalentwicklung in Parteien, sowie als praktischer Leitfaden für die Einführung von Personalentwicklung in Parteien. Die Ergebnisse der Bedarfserhebung, die ich beschreibe, können weiterhin erste Anhaltspunkte für Verantwortliche in Parteien liefern, in welchen Bereichen die Parteiarbeit verbessert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
TEIL 1: THEORIE
2 DER BEGRIFF „PERSONALENTWICKLUNG“
2.1 PERSPEKTIVEN DER PERSONALENTWICKLUNG
2.1.1 Personale Perspektive
2.1.2 Interpersonale Perspektive
2.1.3 Apersonale Perspektive
3 STRÖMUNGEN DER PERSONALENTWICKLUNG
3.1 RATIONALES PROBLEMLÖSE- UND ENTSCHEIDUNGSMANAGEMENT
3.2 PHASEN-MODELLE
3.2.1 Person-Entwicklung
3.2.2 Gruppen-Entwicklung
3.2.3 Organisationsentwicklung
3.3 PERSONALENTWICKLUNG ALS SELBSTORGANISATION
4 VORGEHENSWEISE IN DER PERSONALENTWICKLUNG
4.1 BEDARFSERHEBUNG
4.1.1 Moderation
4.1.2 Mitarbeiterbefragung
4.1.3 Bedarfserhebung nach dem Rational-Ansatz
4.2 INTERVENTION
4.3 EVALUATION
5 DIE ÜBERTRAGBARKEIT DER KONZEPTE DER PERSONALENTWICKLUNG AUF POLITISCHE PARTEIEN
5.1 VERGLEICHBARKEIT VON UNTERNEHMEN UND POLITISCHEN PARTEIEN
5.2 DER BEGRIFF „PERSONAL“
5.3 EINFLUSS DER EINZELNEN AUF DIE ORGANISATION
5.4 DIE PERSPEKTIVEN DER PERSONALENTWICKLUNG
5.5 STRÖMUNGEN DER PERSONALENTWICKLUNG
5.6 VORGEHENSWEISE IN DER PERSONALENTWICKLUNG
5.7 INHALTE DER PERSONALENTWICKLUNG
TEIL 2: PRAXIS
6 SYSTEMATISCHE PERSONALENTWICKLUNG IM KREISVERBAND WANDSBEK DER GAL
7 BESCHREIBUNG DES KREISVERBANDS WANDSBEK DER GAL
7.1 PARTEI
7.2 FRAKTION
7.3 SITZUNGEN UND ANDERE TERMINE
7.3.1 Ortsebene
7.3.2 Kreisebene
7.3.3 Landesebene
7.3.4 Bundesebene
8 WORKSHOP ALS VORSTUDIE ZUR MITGLIEDERBEFRAGUNG
9 KONSTRUKTION DES FRAGEBOGENS
9.1 ENTSCHEIDUNG FÜR EINE FRAGEBOGENBEFRAGUNG
9.2 STRUKTUR DES FRAGEBOGENS UND FRAGEARTEN
9.3 ERFÜLLUNG DER KLASSISCHEN GÜTEKRITERIEN
9.3.1 Reliabilität und Validität
9.3.2 Relevanz und Repräsentativität der Inhalte
9.3.3 Änderungssensitivität
9.3.4 Akzeptanz
9.3.5 Repräsentativität der Stichprobe
9.4 ERFÜLLUNG DER GÜTEKRITERIEN AUS KOGNITIONSPSYCHOLOGISCHER PERSPEKTIVE
9.4.1 Verständlichkeit
9.4.2 Bekanntheitsgrad
9.4.3 Bezug zu Ereignissen und Verhaltensweisen
9.4.4 Spezifität
9.4.5 Individueller Bezug
9.4.6 Neutralität
9.4.7 Geringe Bedrohung
10 AUSWERTUNGSMETHODEN
10.1 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER GESCHLOSSENEN FRAGEN
10.2 AUSWERTUNG DER OFFENEN FRAGEN
10.2.1 Transkriptionshandbuch
10.2.2 Interpretationsrichtung
10.2.3 Bestimmung der Analysetechniken
10.2.4 Definition der Analyseeinheiten
10.2.5 Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf die Hauptfragestellung
10.2.6 Erfüllung der inhaltsanalytischen Gütekriterien
11 VORBEMERKUNGEN ZUR DATENAUSWERTUNG
12 FRAGE 1.1: SCHNELLER AUF AKTUELLE THEMEN REAGIEREN
12.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
12.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
12.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
12.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
13 FRAGE 1.2: TERMINE FÜR INFORMATION UND DISKUSSION
13.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
13.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
13.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
13.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
14 FRAGE 1.3: ATTRAKTIVITÄT DER VERANSTALTUNGEN ERHÖHEN
14.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
14.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
14.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
14.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
15 FRAGE 1.4: MEHR TEILNEHMER FÜR VERANSTALTUNGEN GEWINNEN
15.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
15.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
15.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
15.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
16 FRAGE 2.1: AUF THEMATISCHE SCHWERPUNKTE KONZENTRIEREN
16.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
16.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
16.3 INTERPRETATION DER SKALIERENDEN STRUKTURIERUNG
16.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG
17 FRAGE 2.2: MEHR ANTRÄGE UND ANFRAGEN STELLEN
17.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
17.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
17.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
17.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
18 FRAGE 3.1: MEHR PRESSEMITTEILUNGEN SCHREIBEN
18.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
18.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
18.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
18.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
19 FRAGE 3.2: INTERNETSEITEN ERWEITERN
19.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
19.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
19.3 INTERPRETATION DER SKALIERENDEN UND FORMALEN STRUKTURIERUNG
19.4 ZWEITE FORMALE STRUKTURIERUNG UND INTERPRETATION
19.5 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG
20 FRAGE 3.3: VERBREITUNG VON SCHRIFTLICHEM MATERIAL
20.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
20.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
20.3 INTERPRETATION DER SKALIERENDEN UND FORMALEN STRUKTURIERUNG
20.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG
21 FRAGE 4.1: NEUE MITGLIEDER GEWINNEN
21.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
21.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
21.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
21.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG DER FREIEN ANTWORTEN
22 FRAGE 5.1: VERBESSERUNG DER BEZIRKSINTERNEN KOMMUNIKATION
22.1 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 1
22.1.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.1.2 Tabellarische Auswertung
22.1.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.1.4 Inhaltliche Strukturierung
22.2 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 2
22.2.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.2.2 Tabellarische Auswertung
22.2.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.2.4 Inhaltliche Strukturierung
22.3 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 3
22.3.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.3.2 Tabellarische Auswertung
22.3.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.3.4 Inhaltliche Strukturierung
22.4 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 4
22.4.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.4.2 Tabellarische Auswertung
22.4.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.4.4 Inhaltliche Strukturierung
22.5 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 5
22.5.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.5.2 Tabellarische Auswertung
22.5.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.5.4 Inhaltliche Strukturierung
22.6 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 6
22.6.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.6.2 Tabellarische Auswertung
22.6.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.6.4 Inhaltliche Strukturierung
22.7 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 7
22.7.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.7.2 Tabellarische Auswertung
22.7.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.7.4 Inhaltliche Strukturierung
22.8 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 8
22.8.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
22.8.2 Tabellarische Auswertung
22.8.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.8.4 Inhaltliche Strukturierung
22.9 AUSWERTUNG DER ALLGEMEINEN KOMMENTARE
22.9.1 Tabellarische Auswertung
22.9.2 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
22.9.3 Inhaltliche Strukturierung
23 FRAGE 5.2: VERNETZUNG MIT DEN LANDESARBEITSGEMEINSCHAFTEN
23.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
23.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
23.3 INTERPRETATION DER SKALIERENDEN UND FORMALEN STRUKTURIERUNG
23.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG
24 FRAGE 5.3: VERNETZUNG MIT DEM LANDESVORSTAND
24.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
24.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
24.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
24.4 INHALTLICHE STRUKTURIERUNG
25 FRAGE 6: BÜRGER AUF INHALTLICHER UND PERSÖNLICHER EBENE ERREICHEN
25.1 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 1
25.1.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.1.2 Tabellarische Auswertung
25.1.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.1.4 Inhaltliche Strukturierung
25.2 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 2
25.2.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.2.2 Tabellarische Auswertung
25.2.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.2.4 Inhaltliche Strukturierung
25.3 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 3
25.3.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.3.2 Tabellarische Auswertung
25.3.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.3.4 Inhaltliche Strukturierung
25.4 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 4
25.4.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.4.2 Tabellarische Auswertung
25.5 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 5
25.5.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.5.2 Tabellarische Auswertung
25.5.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.5.4 Inhaltliche Strukturierung
25.6 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 6
25.6.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.6.2 Tabellarische Auswertung
25.6.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.6.4 Inhaltliche Strukturierung
25.7 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 7
25.7.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.7.2 Tabellarische Auswertung
25.7.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.7.4 Inhaltliche Strukturierung
25.8 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 8
25.8.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.8.2 Tabellarische Auswertung
25.8.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.8.4 Inhaltliche Strukturierung
25.9 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 9
25.9.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.9.2 Tabellarische Auswertung
25.9.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.9.4 Inhaltliche Strukturierung
25.10 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 10
25.10.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.10.2 Tabellarische Auswertung
25.10.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.10.4 Inhaltliche Strukturierung
25.11 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 11
25.11.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.11.2 Tabellarische Auswertung
25.11.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.11.4 Inhaltliche Strukturierung
25.12 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 12
25.12.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.12.2 Tabellarische Auswertung
25.12.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.12.4 Inhaltliche Strukturierung
25.13 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 13
25.13.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.13.2 Tabellarische Auswertung der Kommentare
25.13.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.13.4 Inhaltliche Strukturierung
25.14 AUSWERTUNG DER KOMMENTARE ZU VORSCHLAG 14
25.14.1 Genauer Wortlaut des Vorschlags
25.14.2 Tabellarische Auswertung
25.14.3 Interpretation der Skalierenden und Formalen Strukturierung
25.14.4 Inhaltliche Strukturierung
25.15 AUSWERTUNG DER ALLGEMEINEN KOMMENTARE
25.15.1 Tabellarische Auswertung
25.15.2 Inhaltliche Strukturierung
26 FRAGE 7: MITWIRKUNG BEI DER UMSETZUNG
26.1 GENAUER WORTLAUT DER FRAGE
26.2 TABELLARISCHE AUSWERTUNG
26.3 INTERPRETATION DER QUANTITATIVEN ERGEBNISSE
27 AUSBLICK AUF DAS WEITERE VERFAHREN
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die Übertragbarkeit moderner Konzepte der Personalentwicklung (PE) auf die Arbeit in ehrenamtlich organisierten politischen Parteien, am Beispiel des Kreisverbandes Wandsbek der Grün-Alternativen Liste (GAL). Das primäre Ziel ist es, ein theoretisches Bewertungsschema zu entwickeln und in der Praxis zu prüfen, ob systematische Personalentwicklung trotz demokratischer Strukturen und ehrenamtlicher Basis praktikabel ist.
- Grundlagen der Personalentwicklung und ihrer Strömungen
- Analyse der Übertragbarkeit von PE-Konzepten auf politische Parteien
- Bedarfserhebung durch Mitgliederbefragung im Kreisverband Wandsbek
- Diskussion von Kommunikationswegen und Effektivität der Gremienarbeit
Auszug aus dem Buch
Die Übertragbarkeit der Konzepte der Personalentwicklung auf politische Parteien
Da es keine Literatur zu der Übertragbarkeit der Konzepte der Personalentwicklung auf politische Parteien gibt, will ich versuchen ein eigenes Bewertungsschema zu entwickeln. Dabei stelle ich verschiedene Hypothesen auf und argumentiere sie, ihre empirische Überprüfung steht aber noch aus.
Gegenstand meiner Betrachtungen sind ausschließlich die Aktiven der unteren Parteiebene (Kreisverbände) und nicht ihre (wenigen) Angestellten. Der Einfachheit halber spreche ich nur allgemein von Parteien, obwohl sich meine konkreten Betrachtungen streng genommen nur auf Bündnis ‘90/Die Grünen beziehen, mit deren Organisationsstrukturen ich mich vertraut gemacht habe. Ferner stelle ich klar, dass ich die Arbeit der Parteien idealtypisch beschreibe, also so, wie sie sein sollte. Da es mir darauf ankommt, ganz grundsätzlich herauszufinden, ob die Konzepte der Personalentwicklung übertragen werden können, halte ich es für legitim, Spezialfälle auszuklammern. Dieser Hinweis gilt auch für alle folgenden Kapitel.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Arbeit klärt grundlegend, ob Personalentwicklungskonzepte auf politische Parteien anwendbar sind und beschreibt die methodische Vorgehensweise anhand einer Bedarfserhebung.
2 DER BEGRIFF „PERSONALENTWICKLUNG“: Dieses Kapitel definiert Personalentwicklung und differenziert zwischen personalen, interpersonalen und apersonalen Perspektiven.
3 STRÖMUNGEN DER PERSONALENTWICKLUNG: Es erfolgt eine Strukturierung der Ansätze in Rationales Management, Phasen-Modelle und Selbstorganisation.
4 VORGEHENSWEISE IN DER PERSONALENTWICKLUNG: Das Kapitel erläutert die Phasen Bedarfserhebung, Intervention und Evaluation unter Berücksichtigung verschiedener Methoden.
5 DIE ÜBERTRAGBARKEIT DER KONZEPTE DER PERSONALENTWICKLUNG AUF POLITISCHE PARTEIEN: Hier wird geprüft, ob sich Organisationsstrukturen von Parteien mit denen von Unternehmen vergleichen lassen und inwiefern PE-Konzepte trotz Ehrenamtlichkeit übertragbar sind.
6 SYSTEMATISCHE PERSONALENTWICKLUNG IM KREISVERBAND WANDSBEK DER GAL: Einleitung in den Praxisteil, der die Bedarfserhebung durch Survey-Feedback im Kreisverband dokumentiert.
7 BESCHREIBUNG DES KREISVERBANDS WANDSBEK DER GAL: Detaillierte Darstellung der Organisationsstruktur von Partei, Fraktion und Gremien in Wandsbek.
8 WORKSHOP ALS VORSTUDIE ZUR MITGLIEDERBEFRAGUNG: Darstellung der Vorstudie zur Identifikation relevanter Themenfelder für den Fragebogen.
9 KONSTRUKTION DES FRAGEBOGENS: Beschreibung der methodischen Konstruktion des Fragebogens unter Beachtung klassischer und kognitionspsychologischer Gütekriterien.
10 AUSWERTUNGSMETHODEN: Erläuterung der qualitativen und quantitativen Auswertungsschritte nach der Methode von Mayring.
11 VORBEMERKUNGEN ZUR DATENAUSWERTUNG: Kurzfassung zur Stichprobe und zum Rücklauf der Fragebögen.
12 - 27 (Ergebnisse und Ausblick): Diese Kapitel präsentieren die detaillierte Auswertung der einzelnen Fragen des Fragebogens, die Diskussion der Ergebnisse und den Ausblick auf zukünftige Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Personalentwicklung, Politische Parteien, Bedarfserhebung, Mitgliederbefragung, Survey-Feedback, Kreisverband Wandsbek, GAL, Ehrenamt, Organisationspsychologie, Politische Kommunikation, Gremienarbeit, Selbstorganisation, Evaluation, Qualifizierung, Interne Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form Konzepte der Personalentwicklung aus der Wirtschaft auf die ehrenamtliche Arbeit in politischen Parteien übertragen werden können.
Welches ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist die Entwicklung eines Bewertungsschemas für die Anwendbarkeit von Personalentwicklung in Parteien und die Durchführung einer praktischen Bedarfserhebung im Kreisverband Wandsbek der GAL.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird ein Survey-Feedback-Ansatz gewählt, der durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ergänzt wird, um die Antworten der Mitgliederbefragung systematisch zu strukturieren.
Was charakterisiert die untersuchte Organisation?
Es handelt sich um einen ehrenamtlich organisierten Kreisverband einer Partei, der durch demokratische Entscheidungsstrukturen und die Notwendigkeit von Eigenaktivität der Mitglieder geprägt ist.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in dieser Untersuchung?
Kommunikation ist ein zentrales Handlungsfeld; die Studie zeigt, dass eine effektive bezirksinterne Vernetzung und die transparente Weitergabe von Informationen essenziell für die Arbeit der Ehrenamtlichen sind.
Warum ist eine Systematik in der Personalentwicklung laut Autorin wichtig?
Systematik hilft dabei, Ressourcen gezielter einzusetzen, Fehlinvestitionen bei Trainings zu vermeiden und die Motivation der ehrenamtlichen Mitglieder durch passgenaue Angebote zu stärken.
Welche Rolle spielt das "Organigramm" in den Ergebnissen?
Das Organigramm wird von den Mitgliedern als hilfreich erachtet, um Zuständigkeiten und Ansprechpartner klarer zu definieren und so die interne Kommunikation effizienter zu gestalten.
Wie bewerten die Befragten das Thema "Schulungen"?
Die Akzeptanz für formale Schulungen ist eher gering, da die Mitglieder die Zeitbelastung kritisch sehen und eine "Konsumhaltung" vermeiden möchten; praktische Unterstützung wird bevorzugt.
- Quote paper
- Jennifer Rolle (Author), 2005, Konzepte der Personalentwicklung und ihre Übertragbarkeit auf politische Parteien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186228