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Rating und Kapitalmarkt

Title: Rating und Kapitalmarkt

Term Paper , 2001 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: Matthias Schindler (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Generell ist ein Rating eine Bewertung mit dem Ergebnis eines spezifisch definierten
Symbols innerhalb einer ordinalen Skala. Rating findet in allen Lebensbereichen
statt, z.B. in der Bewertung von Hotels, Restaurants, Produkten, etc. Am
Kapitalmarkt versteht man unter Rating die Bewertung der Bonität von z.B. Ländern,
Banken, Industrieunternehmen, Geldmarkt- und/oder Kapitalmarkttiteln. Bonität
ist die Fähigkeit und Bereitschaft eines Schuldners, seinen Zahlungsverbindlichkeiten
in voller Höhe und rechtzeitig nachkommen zu können. Genauer gesagt,
drücken Ratings am Kapitalmarkt Meinungen über Ausfallwahrscheinlichkeiten
von z.B. Schuldverschreibungen aus. Einem Ratingsymbol wird aber nicht genau
eine Wahrscheinlichkeit, sondern ein bestimmtes Intervall von mehreren statistisch
nachgewiesenen Wahrscheinlichkeiten zugeordnet.
Die Ratingsymbole werden als eine Buchstaben- und Zahlen-/ Zeichenkombination
ausgedrückt. Bei Standard & Poors, einer wirtschaftlich selbständigen US Ratingagentur,
geht das Ranking von AAA bis D, wobei AAA höchste und D (default)
niedrigste Bonität bedeutet. Das einzelne Ratingergebnis kann zusätzlich noch mit
einer Tendenz (+/-) versehen werden. Zwischen BBB- und BB+ erfolgt zusätzlich
eine Trennung in Investment (rel. sicher) und Speculative Grade (riskant). Um im
„Wilden Westen“ die damals erheblichen, für den Eisenbahnbau benötigten Finanzmittel
bewerten zu können, wurde 1909 von John Moody (Moody`s Investors
Service, New York) die ursprüngliche Ratingsymbolik und –struktur entwickelt.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist das Rating und der Kapitalmarkt?

1.1 Rating

1.2 Kapitalmarkt

2. Status quo am Deutschen und Gesamteuropäischen Kapitalmarkt

2.1 Die Verbriefte Verschuldung im internationalen Vergleich

2.2 Die Ratingkultur an internationalen Kapitalmärkten

3. Nutzen und Grenzen des Ratings für die Kapitalmarktteilnehmer

3.1 Marktakzeptanz des Ratings

3.2 Was bedeutet ein Rating für den Emittenten?

3.2.1 Informationsgewinn für den Emittenten

3.2.2 Das Rating als Instrument in der Emissionspolitik

3.2.3 Rating als Kommunikationsinstrument für das Image

3.3 Was bedeutet ein Rating für den Investor?

3.3.1 Informationsfunktion für die Anleger

3.3.2 Instrument für ein aktives Portfoliomanagement

3.4 Was bringt ein Rating den Banken und der Finanzmarktaufsicht?

3.4.1 Was bedeutet das externe Rating für die Banken?

3.4.2 Was bedeutet das Rating für die Finanzmarktaufsicht?

4. Was bewirkt das Rating auf dem Finanzmarkt?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Ratings im Kontext des Kapitalmarktes, insbesondere vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ratingkulturen in Europa und den USA. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen sowie die Grenzen von Ratingverfahren für verschiedene Kapitalmarktteilnehmer wie Emittenten, Investoren, Banken und die Finanzmarktaufsicht zu untersuchen.

  • Grundlagen von Rating und Kapitalmarkt
  • Status quo und internationale Unterschiede der Ratingkultur
  • Marktakzeptanz und Hygienefaktoren von Ratingagenturen
  • Nutzen und Einfluss von Ratings für Emittenten und Investoren
  • Auswirkungen von Ratings auf den Finanzmarkt und die Finanzmarktaufsicht

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Das Rating als Instrument in der Emissionspolitik

Ein Ziel, das sich die Emittenten im Hintergrund der Gewinnmaximierung von einem Rating erwarten, ist die Reduzierung der Kapitalkosten im Finanzierungsprozess. Diesem Grundgedanken wird unterstellt, dass die Risikoprämie mit Abnahme der Bonität steigt. Dabei haben die Kapitalkosten eine inverse Beziehung zum Emissionskurs, d.h. je höher der Emissionskurs festgesetzt werden kann, desto niedriger sind die Kapitalkosten für den Emittenten. Bei Emissionen macht sich bereits jede Verbesserung um eine Ratingstufe durch verminderte Kapitalkosten bemerkbar. Abbildung 3 verdeutlicht die Steigerung der Ausfallwahrscheinlichkeit mit zunehmender Restlaufzeit und der Verschlechterung der Bonität.

Der Risikoabschlag vom Emissionskurs wird auch als „Credit Spread“ und der Zinsaufschlag als „Yield Spread“ bezeichnet. Ein Credit Spread bedeutet, dass der Emissionserlös gemindert wird, die Anleihe aber ungeachtet dessen am Ende der Laufzeit zu 100 % getilgt werden muss. Der vom Emittenten zu tragende Credit Spread soll nun anhand einer empirischen Untersuchung am DM-Anleihenmarkt, von Herrn Volker Heinke, veranschaulicht werden. Die Abb. 4 zeigt ganz deutlich den Anstieg der Credit Spreads mit der Zunahme, des durch die Ausfallwahrscheinlichkeit ausgedrückten Risikos. Die Credit Spreads wurden von Heinke durch die Differenz von Emissionsrendite und restlaufzeit- und kuponäquivalenter REX-Rendite (AAA-Titel) ermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist das Rating und der Kapitalmarkt?: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Rating und Kapitalmarkt und erläutert verschiedene Ratingarten sowie deren Bedeutung.

2. Status quo am Deutschen und Gesamteuropäischen Kapitalmarkt: Es wird die aktuelle Situation der Verbriefung von Fremdkapital analysiert und der Entwicklungsstand der Ratingkultur im Vergleich zwischen Europa und den USA aufgezeigt.

3. Nutzen und Grenzen des Ratings für die Kapitalmarktteilnehmer: Dieses zentrale Kapitel beleuchtet die Marktakzeptanz sowie den spezifischen Nutzen und die Grenzen von Ratings aus der Sicht von Emittenten, Investoren, Banken und Aufsichtsbehörden.

4. Was bewirkt das Rating auf dem Finanzmarkt?: Das abschließende Kapitel fasst die Gesamtauswirkungen des Ratings auf den Finanzmarkt zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Rating, Kapitalmarkt, Bonität, Ausfallwahrscheinlichkeit, Credit Spread, Emissionspolitik, Markteffizienz, Ratingkultur, Securitization, Basel II, Finanzmarktaufsicht, Risikomanagement, Informationsasymmetrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle und den Einfluss von Ratingverfahren auf den Kapitalmarkt und untersucht, wie diese als Instrumente zur Bonitätsbewertung von Emittenten und Finanztiteln dienen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Ratings, dem Vergleich zwischen europäischer und amerikanischer Ratingkultur, dem Nutzen für Marktteilnehmer sowie der Funktion von Ratings als Kontroll- und Informationsinstrument.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Ratingkulturen zur Transparenz und Markteffizienz beitragen und welchen Stellenwert sie bei der Kapitalallokation einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse unter Einbeziehung empirischer Untersuchungen, aktueller Studien und Fachliteratur aus dem Bereich Finanzwirtschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Marktakzeptanz von Ratingagenturen, die Vorteile und Risiken für Emittenten und Investoren sowie die Bedeutung für Banken und die Finanzmarktaufsicht detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Rating, Bonität, Credit Spread, Kapitalmarkteffizienz und Securitization.

Warum existiert ein deutlicher Unterschied in der Ratingkultur zwischen Europa und den USA?

Dieser Unterschied ist primär auf die differierenden Finanzierungsstrukturen zurückzuführen; während in den USA das Rating zur Marktzugangssicherung etabliert ist, prägten in Europa lange Zeit die Hausbankbeziehungen die Unternehmensfinanzierung.

Welche Rolle spielt das "Rating Shopping" im Kontext der Marktkontrolle?

Das Rating Shopping beschreibt das unethische Verhalten, sich das günstigste Rating bei verschiedenen Agenturen auszusuchen, was durch den Markt und eine resultierende Inakzeptanz sanktioniert werden sollte.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Rating und Kapitalmarkt
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
1
Author
Matthias Schindler (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V186445
ISBN (eBook)
9783869437002
ISBN (Book)
9783656993995
Language
German
Tags
rating kapitalmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schindler (Author), 2001, Rating und Kapitalmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186445
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