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Kollektivverträge für Musiker und daraus ausgewählte arbeitsrechtliche Besonderheiten

Title: Kollektivverträge für Musiker und daraus ausgewählte arbeitsrechtliche Besonderheiten

Diploma Thesis , 2008 , 105 Pages , Grade: 1

Autor:in: Magister Georg Dittrich (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour
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Die Diplomarbeit beinhaltet eine Auseinandersetzung mit dem Aufbau von Kollektivverträgen für Musiker, insbesondere für Orchestermusiker. Neben einer Darstellung der Musiklandschaft in Österreich und den arbeitsrechtlichen Grundlagen für die Beschäftigung von Musikern, werden die in den Kollektivverträgen ausgeführten Regelungen, deren Ursprung und Sinn analysiert und näher dargestellt. Überdies findet eine rechtliche Einschätzung der Kollektivverträge sowie eine kurze Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit der Kollektivverträge und -vertraglichen Regelungen mit zwingendem Arbeitsrecht und anderen Beurteilungsmaßstäben statt. Auch ein Erfahrungsbericht mit den Kollektivverträgen aus der Praxis ist angeführt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Musiklandschaft in Österreich

II. 1. Bundesorchester

II. 2. Orchester der Gebietskörperschaften

II. 3. Festspiele

II. 4. Orchester als eigene Rechtsträger

III. Arbeitsrechtliche Grundlagen für die Beschäftigung von Musikern

III. 1. Gesetze

III. 2. Der Kollektivvertrag

III.2.1. Das Verhältnis Kollektivvertrag – Gesetz

III. 3. Betriebsvereinbarungen

III. 4. Die Orchesterordnung

III. 5. Einzeldienstvertrag

IV. Aufbau und Themen der Kollektivverträge für Musiker

IV. 1. Präambel

IV.1.1. Kollektivvertragsfähigkeit

IV.1.1.1. Kollektivvertragsfähigkeit kraft Gesetzes

IV.1.1.2. Kollektivvertragsfähigkeit kraft Zuerkennung

IV.1.1.3. Verhältnis der gesetzlichen und freiwilligen Kollektivvertragsfähigen Körperschaften

IV.1.2. Kollektivvertragsparteien

IV.1.2.1. Der österreichische Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Kunst, Medien und Freie Berufe

IV.1.2.2. Der Theatererhalterverband

IV.1.2.3. Der Veranstalterverband Österreich

IV.1.2.4. Weitere Arbeitgebervertretungen

IV.1.2.5. Besonderheit mehrerer Vertragsparteien

IV. 2. Gliederung der Musiker-Kollektivverträge

IV.2.1. Allgemeine Bestimmungen

IV.2.1.1. Geltungsbereich

IV.2.1.1.1. Räumlicher Geltungsbereich

IV.2.1.1.2. Persönlicher Geltungsbereich

IV.2.1.1.3. Geltungsdauer

IV.2.1.1.4. Fachlicher Geltungsbereich

IV.2.1.1.5. Kollektivvertragsunterworfenheit

IV.2.1.1.5.1. Kollektivvertragsangehörigkeit

IV.2.1.1.5.2. Außenseiterwirkung

IV.2.1.2. Aushändigung des Kollektivvertrages

IV.2.1.3. Wirkung des Kollektivvertrages auf die Dienstverhältnisse

IV.2.1.4. Aufgabe des Orchesters

IV.2.1.5. Paritätischer Schlichtungsausschuss

IV.2.2. Stand des Orchesters – Aufnahme und Einreihung

IV.2.2.1. Dienstverhältnis, Stellenplan

IV.2.2.2. Stellenausschreibung und Aufnahme

IV.2.2.3. Die Probespielkommission

IV.2.2.4. Anrechnung von Vordienstzeiten für die Einordnung in die Bezugsordnung

IV.2.2.5. Dienstvertrag

IV.2.2.6. Die Besonderheiten des Dienstverhältnisses

IV.2.2.7. Das Weisungsrecht

IV.2.2.8. Bestellung von Dirigenten

IV.2.3. Die Dienstpflicht

IV.2.3.1. Mitwirkungspflichten

IV.2.3.2. Künstlerische Leistungsverpflichtungen

IV.2.3.2.1. Allgemeine Bestimmungen

IV.2.3.2.2.Bühnendienste

IV.2.3.3. Verwertung dienstlich erbrachter Leistungen im Sinne des URHG

IV.2.3.4. Nebenbeschäftigung

IV.2.4. Die Arbeitszeit

IV.2.4.1. Das Dienstlimit

IV.2.4.2. Die Dienstdauer

IV.2.4.2.1. Zeitausmaß eines Dienstes für den Konzertbetrieb

IV.2.4.2.2. Zeitausmaß eines Dienstes für den Theaterbetrieb

IV.2.4.3. Die tägliche Arbeitszeit

IV.2.4.4. Die wöchentliche Arbeitszeit

IV.2.4.5. Die Ruhezeiten

IV.2.4.6. Nachtarbeit

IV.2.4.7. Die Mehrarbeit

IV.2.4.8. Dienstleistungen an Sonn- und Feiertagen

IV.2.5. Dienstfreie Zeiten

IV.2.5.1. Urlaub

IV.2.5.2. Dienstverhinderung

IV.2.5.3. Dienst- und Pflegefreistellung

IV.2.6. Arbeitsort

IV.2.7. Bezüge

IV.2.8. Sonstiges

IV.2.8.1. Beistellung, Instandhaltung, Reparatur und Neuanschaffung von Musikinstrumenten

IV.2.8.2. Haftung für abgelegte Gegenstände

IV.2.8.3. Bekleidung

IV.2.9. Änderung und Beendigung des Dienstverhältnisses

IV.2.9.1. Umreihung von Funktionen

IV.2.9.2. Ende des Dienstverhältnisses

IV.2.9.3. Die Abfertigung

IV.2.9.4. Sterbekostenbeitrag

IV.2.9.5. Zeugnis

V. Rechtliche Einschätzung

V.1. Regelungsbefugnis

V.2. Normierung der Regelungsbefugnis für Kollektivverträge im ArbVG

V.2.1. Obligatorischer Teil des Kollektivverträge

V.2.2. Normativer Teil des Kollektivvertrages

V.2.3. Betriebsverfassungsrechtliche Angelegenheiten

VI. Vereinbarkeit mit zwingendem Arbeitsrecht oder anderen Beurteilungsmaßstäben

VI.1. Normen mit zweiseitig zwingender Wirkung

VI.1.1. Geltungsdauer

VI.1.2. Aushändigung des Kollektivvertrages

VI.1.3. Wirkung auf die Dienstverträge

VI.1.4. Schiedsgericht

VI.2. Normen mit einseitig, relativ zwingender Wirkung

VII. Erfahrungen mit den genannten Kollektivverträgen aus der Praxis

VII.1. Vorteile

VII.2. Nachteile

VII.3. Stand der Kollektivverträge

VIII. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die arbeitsrechtlichen Besonderheiten in Kollektivverträgen für Musiker in Österreich vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Musiklandschaft und wirtschaftlicher Herausforderungen. Das primäre Ziel ist die systematische Darstellung und rechtliche Erörterung dieser speziellen Regelungen, die sich aus den Anforderungen an den Beruf des Musikers ergeben.

  • Analyse der arbeitsrechtlichen Grundlagen für Orchestermusiker
  • Aufbau, Themen und Gliederung von Musiker-Kollektivverträgen
  • Rechtliche Einordnung der Regelungsbefugnisse und kollektiven Normen
  • Erfahrungen und Praxisrelevanz der Kollektivverträge im Orchesterwesen

Auszug aus dem Buch

IV. Aufbau und Themen der Kollektivverträge für Musiker

Wie bereits erwähnt, haben sich Musiker und Orchester mit ihrer Umgebung und den wirtschaftlichen Gegebenheiten der heutigen Zeit auseinanderzusetzen, sich dieser in gewissem Maße anzupassen und eine Flexibilität anzueignen, die ihnen ihre Existenz sichert. Musik ist ein Kulturgut. Sie entsteht aus einer Gesellschaft, aus deren Handeln und Denken. Sie ist aber auch von dieser abhängig. In Zeiten knapper Kassen wird die Kultur spürbar weniger gefördert, als in Zeiten des Überflusses. Da sich Zeiten sehr schnell und unverhofft ändern können, beispielsweise durch Eintritt einer Natur- oder aber auch menschlich verursachten Katastrophe, muss es den Musikern und Musikgruppen möglich sein, auf diese Situationen so zu reagieren, dass sie einerseits selbst überleben, andererseits die Entwicklung und Veränderung in der Gesellschaft in der Musik und deren Interpretation darstellen aber auch fördern können.

Eine Folge dieser Situation ist einerseits, dass Musiker viele Reisen auf sich nehmen müssen, da sich ihre Wirkungsstätten nicht mehr nur ausschließlich an einem Ort befinden. Andererseits bedeutet es, dass Musiker nicht mehr ausschließlich an einem Veranstaltungsort, wie beispielsweise einem Theater oder Opernhaus, spielen. Vielmehr gehen sie mit anderen Musik-, Opern- oder Theaterhäusern eine Symbiose ein und unterstützen sich gegenseitig, was ein erhebliches Maß an Geld einspart und eine gewisse Anzahl an Engagements garantiert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung bietet einen Überblick über die historische Entwicklung der Musik als Kulturgut sowie über die gegenwärtigen ökonomischen Herausforderungen für Berufsmusiker.

II. Die Musiklandschaft in Österreich: Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische Struktur der österreichischen Orchesterlandschaft und unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Trägerschaften wie Bundesorchestern und Vereinen.

III. Arbeitsrechtliche Grundlagen für die Beschäftigung von Musikern: Hier wird der Stufenbau der Rechtsordnung im Arbeitsrecht erläutert und die Bedeutung von Gesetzen, Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen für Musiker analysiert.

IV. Aufbau und Themen der Kollektivverträge für Musiker: Dieser Hauptteil widmet sich detailliert der Struktur und den Inhalten der einschlägigen Kollektivverträge, von der Präambel bis zur Beendigung des Dienstverhältnisses.

V. Rechtliche Einschätzung: Das Kapitel bietet eine juristische Analyse der Regelungsbefugnisse von Kollektivvertragsparteien auf Basis des Arbeitsverfassungsgesetzes.

VI. Vereinbarkeit mit zwingendem Arbeitsrecht oder anderen Beurteilungsmaßstäben: Die Vereinbarkeit der kollektivvertraglichen Normen mit zwingendem Gesetzesrecht wird hier geprüft, insbesondere im Hinblick auf das Schiedsgerichtswesen.

VII. Erfahrungen mit den genannten Kollektivverträgen aus der Praxis: Dieses Kapitel evaluiert die Vor- und Nachteile der Kollektivverträge basierend auf praktischen Erfahrungen und Rückmeldungen aus der Musikbranche.

VIII. Fazit: Das Fazit fasst die Schutzfunktion der Kollektivverträge für Musiker zusammen und reflektiert über die Notwendigkeit, Kultur vor reiner Kommerzialisierung zu bewahren.

Schlüsselwörter

Kollektivvertrag, Musiker, Arbeitsrecht, Orchester, Dienstverhältnis, Arbeitszeit, Entgelt, Günstigkeitsprinzip, Mitbestimmung, Probespiel, Nebenbeschäftigung, Urlaubsanspruch, Dienstverhinderung, Schiedsgericht, Kunstfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Beschäftigung von Musikern in österreichischen Orchestern und der Rolle von Kollektivverträgen dabei.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die arbeitsrechtliche Hierarchie, die inhaltliche Struktur von Musiker-Kollektivverträgen sowie die spezifischen Regelungen zu Arbeitszeit, Entlohnung und Beendigung von Dienstverhältnissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die arbeitsrechtlichen Besonderheiten in den Kollektivverträgen für Musiker darzustellen und zu erörtern, wie diese den Schutz und die Flexibilität der Musiker in einem professionellen Umfeld sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die juristische Analyse von Gesetzestexten, Rechtsprechung (Entscheidungsverzeichnis) und der spezifischen Kollektivverträge für verschiedene Orchester, ergänzt durch Praxisberichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den typischen Bestandteilen von Musiker-Kollektivverträgen: von den allgemeinen Bestimmungen über die Dienstpflichten und Arbeitszeiten bis hin zur Beendigung des Dienstverhältnisses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Musiker, Kollektivvertrag, Arbeitsrecht, Orchester, Dienstverhältnis, Arbeitszeit und Kunstfreiheit.

Wie unterscheidet sich die Probespielkommission in Orchestern?

Ihre Zusammensetzung variiert, umfasst jedoch meist Führungspersonal wie den künstlerischen Leiter oder Kapellmeister. Ihre Teilnahme gilt oft als Arbeitszeit, wobei neuere Regelungen bei einigen Orchestern eine Dienstpflicht vorsehen.

Warum ist das Weisungsrecht gegenüber Musikern problematisch?

Das Weisungsrecht des Arbeitgebers stößt an die Grenzen der Kunstfreiheit (Art. 17a StGG), was die Ausübung direkter inhaltlicher Weisungen bei künstlerischen Leistungen rechtlich komplex macht.

Welche Rolle spielt die Nebenbeschäftigung für Musiker?

Nebenbeschäftigungen wie kammermusikalische Tätigkeiten oder Unterricht werden oft kollektivvertraglich gestattet und sogar gefördert, da sie zur künstlerischen Weiterentwicklung und zum Bekanntheitsgrad der Musiker beitragen.

Excerpt out of 105 pages  - scroll top

Details

Title
Kollektivverträge für Musiker und daraus ausgewählte arbeitsrechtliche Besonderheiten
College
University of Salzburg
Grade
1
Author
Magister Georg Dittrich (Author)
Publication Year
2008
Pages
105
Catalog Number
V186548
ISBN (eBook)
9783656997177
ISBN (Book)
9783656997313
Language
German
Tags
kollektivverträge musiker besonderheiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Georg Dittrich (Author), 2008, Kollektivverträge für Musiker und daraus ausgewählte arbeitsrechtliche Besonderheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186548
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