Als Thema meiner Hausarbeit habe ich deshalb dem Sufismus, dem sog. ?mystischen Islam? gewidmet. In den folgenden Kapiteln werde ich die Entstehung der Religionsform, ihrer Musik und deren heutige erweiterte Anwendung im Bereich der Medizin beleuchten. Obwohl Sufismus unbestreitbar Teil der islamischen Religion ist, wird darauf in der Literatur kaum eingegangen. Aus diesem Grund stammen meine Recherchen hauptsächlich aus dem Internet
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sufismus
3. Der Sufi-Orden
4. Der internationale Sufi-Orden
5. Die Musik der Sufis
6. Makam-Musik als Musiktherapie
7. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Sufismus als mystische Strömung des Islam und analysiert insbesondere die Bedeutung der Musik als medizinisches und therapeutisches Medium in diesem Kontext.
- Ursprung und Philosophie des Sufismus
- Struktur und Meditationspraktiken verschiedener Sufi-Orden
- Historische Entwicklung des internationalen Sufi-Ordens
- Die Funktion von Musik (Sama) in der spirituellen Praxis
- Anwendung der Makam-Musik als therapeutisches Verfahren
Auszug aus dem Buch
6. Makam-Musik als Musiktherapie
Die alten Rituale und ihre Musik sind in Zentralasien bis heute lebendig geblieben. Neben der pentatonischen Musik entwickelte sich aber aus der neu entstandenen Sufimusik jene Musikgattung, die in späterer Folge in den Musiktherapiespitälern der Seldschuken- und Ottomanenreiche zur Anwendung kam – die Makam-Musik.
Wie auch westliche Forscher herausgefunden haben hat Musik eine unmittelbare Wirkung auf emotionales und damit auch auf körperliches Geschehen. Vom Rhythmus des Atems hängt die Gesundheit ab. Dieser zeigt sofort, dass Gemüt und Körper gesund sind, wenn er musikalisch ist, oder eben kränklich, wenn er unmusikalisch ist (www.petama...., 2005).
Die orientalische Musiktherapie hat ihre Wurzeln in den Heilritualen zentralasiatischer Schamanen, die pentatonische Musik (Fünftonmusik) sowie bestimmte Rhythmen und Tänze zur Therapie einsetzten. Die zentralasiatischen Schamanen glaubten an die Kraft einer “Mutterseele”, die eine immaterielle Kulmination des Kraft- und Wissens-potentials der Ahnen war. Der Islam wurde von den Schamanen, die gleichzeitig auch die geistigen Führer ihres Stammes waren, in ihre religiösen Riten integriert und angepaßt. Das Schamanentum wandelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zum Derwisch- oder Sufitum (www.sufiportal...., 2005).
Unter islamischem Einfluss erreichte Musik als Therapieform ihre volle Blüte. Durch das orientalische Tonsystem, d.h. die Unterteilung einer Oktave in 24 ungleichmäßige Tonschritte ergab sich ein Spektrum von ca. 400 Tonarten, die sog. Makame. Durch sie wird Musik zu einem "Präzisionsinstrument", das feinste Abstimmungen auf Emotionen, Organe, Krankheitssymptome, Tageszeiten und astrologische Gegebenheiten ermöglicht. Die Behandlungsmethode ist zweigeteilt: "aktive", d.h. bewegungsorientierte Methoden und "rezeptive" Abschnitte, die ein spezielles Musikhören beinhalten, sowie diätische Lebensregeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre Motivation, sich mit dem Sufismus auseinanderzusetzen, und erläutert die gewählte Vorgehensweise ihrer Recherche.
2. Sufismus: Dieses Kapitel definiert den Sufismus als islamische Geistesströmung und beleuchtet verschiedene etymologische Herleitungen des Begriffs.
3. Der Sufi-Orden: Es werden die historische Entstehung der Sufi-Orden sowie die meditativen Methoden zur Erreichung der göttlichen Vereinigung beschrieben.
4. Der internationale Sufi-Orden: Hier wird der 1910 durch Hazrat Inayat Khan gegründete Orden vorgestellt, der Sufismus als Weisheit aller Religionen begreift.
5. Die Musik der Sufis: Das Kapitel behandelt die Bedeutung des musikalischen Aspekts (Sama) und seine Funktion bei der Herbeiführung von Trancezuständen.
6. Makam-Musik als Musiktherapie: Die Autorin erläutert, wie das orientalische Tonsystem der Makame als therapeutisches Präzisionsinstrument in der Medizin eingesetzt wird.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Wirksamkeit ganzheitlicher Heilmethoden und einer kritischen Auseinandersetzung mit der pharmazeutisch orientierten Schulmedizin.
Schlüsselwörter
Sufismus, Musiktherapie, Makam-Musik, Islamische Mystik, Sama, Hazrat Inayat Khan, Spiritualität, Ganzheitliche Medizin, Meditation, Wirbelnde Derwische, Orientalische Musik, Psychosomatik, Heilrituale, Klangheilung, Traditionelle Heilkunde
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht den Sufismus als islamische Geistesströmung und fokussiert dabei besonders auf die Verwendung von Musik als spirituelles und therapeutisches Medium.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Themen sind die Philosophie des Sufismus, die Praxis der Sufi-Orden, die Bedeutung von Musik im Sama sowie die Anwendung der Makam-Musik in der Heilkunde.
Was ist das Ziel dieser Hausarbeit?
Ziel ist es, die Entstehung der Religionsform und deren Musik darzulegen sowie die erweiterte Anwendung dieser Musik im Bereich der Medizin und Therapie zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Autorin stützt sich primär auf eine Literaturrecherche und die Auswertung von Internetquellen, um einen Einblick in die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Sufi-Musik zu geben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Sufismus, die Geschichte und Praxis der Orden, die Charakteristika der Sufi-Musik und deren Anwendung als Musiktherapie.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sufismus, Makam-Musik, Musiktherapie, Sama und ganzheitliche Heilansätze charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die orientalische von der westlichen Musik?
Im Gegensatz zum westlichen Dur-Moll-System nutzt die orientalische Musik ein pentatonisches System mit Neunteltonschritten, was ein Spektrum von etwa 400 Tonarten (Makame) ermöglicht.
Welche Rolle spielt Oruc Güvenc in dieser Arbeit?
Oruc Güvenc dient als Beispiel für einen Experten, der orientalische Musiktherapie auch für westliche Patienten erfolgreich einsetzt und damit eine Brücke zwischen traditionellen Sufi-Heilverfahren und moderner Medizin schlägt.
- Citation du texte
- Dipl.-Sozialpädagogin Jutta Preisinger (Auteur), 2005, Musik als Medium im Rahmen der Sozialen Arbeit - der Sufismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186702