Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Trabajo, Educación, Organización

Auswirkungen einer jungen Mutterschaft auf die Berufs- und Erwerbsbiographie

Ein Vergleich von Müttern in Abhängigkeit vom Erstgeburtsalter anhand des Familiensurvey

Título: Auswirkungen einer jungen Mutterschaft auf die Berufs- und Erwerbsbiographie

Tesis , 2009 , 79 Páginas , Calificación: 1.1

Autor:in: Diplom-Soziologin Stefanie Mattner (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In den letzten Jahren stieg in Deutschland zunehmend das durchschnittliche Alter bei der ersten Geburt. Jedoch gibt es auch immer wieder einen Teil von Frauen, die sich noch vor Erreichen der Volljährigkeit für ein Kind entscheiden. In Deutschland ist eine Schwangerschaft bei Minderjährigen mit Vorurteilen behaftet. Medien vermitteln das Bild einer schulisch und beruflich perspektivlosen jungen Frau, welche ihr Kind als Ausweg in eine bessere Zukunft betrachtet. Zudem werden ein schlechter Schulabschluss, Arbeitslosigkeit sowie Leben von Sozialhilfe als Folgen der Mutterschaft angeführt. Aber stimmen diese Vorurteile? Zeigen sich tatsächlich negative Konsequenzen infolge einer Teenagermutterschaft?
Die vorliegende Diplomarbeit setzt an diesem Punkt an. Ziel ist es, auf folgende Frage eine Antwort zu finden: Welche Auswirkungen ergeben sich durch eine frühe Geburt auf den späteren schulischen und beruflichen Werdegang der Mutter?
Im Hinblick auf die Beantwortung der Frage werden zunächst einige ausgewählte Forschungsarbeiten einschließlich eines Überblickes über die Geburtenzahlen von jungen Müttern in Deutschland und den USA dargestellt. Die Institutionalisierung des Lebenslaufs, die Humankapitaltheorie sowie eine Darstellung der Fertilität und des Frauenerwerbs in der ehemaligen DDR dienen im weiteren Verlauf als Herleitung der Hypothesen. Mit Hilfe eines selbst erzeugten Datensatzes auf Grundlage des Familiensurvey und der so zur Verfügung stehenden Variablen Höchster Schulabschluss, Erwerbsstatus, Stellung im Beruf, Arbeitszeit sowie das Pro-Kopf-Einkommen werden die Hypothesen bearbeitet.
Deskriptive Auswertungen sowie logistische Regressionen ergeben, dass eine junge Mutterschaft einen negativen Einfluss auf den höchsten Schulabschluss, die Stellung im Beruf, das Einkommen sowie den Erwerbsstatus besitzt. Mit Hilfe der vorliegenden Diplomarbeit kann somit geklärt werden, dass die herrschenden Vorurteile gegenüber einer jungen Mutterschaft durchaus ihre Berechtigung haben. Dass die Mutterschaft im minderjährigen Alter jedoch nicht die alleinige Ursache für die schlechtere sozioökonomische Stellung sein muss, zeigen Betrachtungen im Schlussteil.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Einleitung

2 Stand der empirischen Forschung

2.1 Teenagermutterschaften in Deutschland

2.1.1 Statistiken

2.1.2 Forschungsarbeiten

2.2 Teenagermutterschaften in den USA

2.2.1 Statistiken

2.2.2 Forschungsarbeiten

3 Theoretischer Hintergrund und Hypothesen

3.1 Institutionalisierung des Lebenslaufs

3.2 Humankapitaltheorie

3.3 Fertilität und Frauenerwerbstätigkeit in der DDR

4 Datengrundlage und Methoden

4.1 Datenbasis

4.1.1 Der Familiensurvey

4.1.2 Stichprobenbeschreibung

4.2 Methodisches Vorgehen

5 Ergebnisse

5.1 Teenagermutterschaften

5.2 Schulabschluss

5.3 Erwerbsstatus

5.4 Teilzeitbeschäftigung

5.5 Stellung im Beruf

5.6 Einkommen

5.7 Regressionsanalysen

5.8 Zusammenfassung der Ergebnisse

6 Schlussbetrachtung

6.1 Alternative Betrachtungen

6.2 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen einer jungen Mutterschaft (13 bis 18 Jahre) auf die spätere Berufs- und Erwerbsbiographie von Frauen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Im Fokus steht die Forschungsfrage, ob eine frühzeitige Mutterschaft kausal zu negativen sozioökonomischen Folgen wie geringeren Schulabschlüssen, Arbeitslosigkeit oder niedrigerem Einkommen führt oder ob diese Effekte durch andere Faktoren beeinflusst werden.

  • Institutionalisierung des Lebenslaufs und Humankapitaltheorie als theoretische Basis.
  • Empirische Analyse auf Basis des deutschen Familiensurveys (1988, 1994, 2000).
  • Vergleichende Untersuchung zwischen West- und Ostdeutschland (DDR-Kontext).
  • Methodische Anwendung von deskriptiven Statistiken und logistischen Regressionen.
  • Analyse der kausalen Zusammenhänge zwischen früher Geburt und Bildungs- sowie Erwerbsverläufen.

Auszug aus dem Buch

1 Problemstellung und Einleitung

„Wenn Kinder Kinder kriegen“ – Schon dieser Spruch lässt erahnen, dass Frauen, die in jungen Jahren ein Kind bekommen, schwierigere sozioökonomische Situationen meistern müssen als Frauen, die später gebären. In Deutschland ist eine Schwangerschaft bei Minderjährigen mit Vorurteilen behaftet. Medien vermitteln das Bild einer schulisch und beruflich perspektivlosen jungen Frau, welche ihr Kind als Ausweg in eine bessere Zukunft betrachtet. Zudem scheint der weitere Lebenslauf infolge der frühen Geburt vorgezeichnet. Ein schlechter Schulabschluss, Arbeitslosigkeit sowie Leben von Sozialhilfe werden in den Medien als Folgen der Mutterschaft angeführt. Aber stimmen diese Vorurteile? Zeigen sich tatsächlich negative Konsequenzen infolge einer Teenagermutterschaft?

Forschungsarbeiten zur Thematik sind vorwiegend in englischsprachiger Literatur zu finden. Aufgrund einer hohen Zahl von Teenagermüttern gibt es vor allem in den USA eine Reihe von Untersuchungen (vgl. u.a. Furstenberg 1976/1990, Hoffmann u.a. 1993, Fergusson/Woodward 2000). Die Studien liefern meist Ergebnisse zu: „Wer wird schwanger und warum?“ sowie „Folgen einer jungen Mutterschaft“. In Deutschland liegt die Zahl der Teenagergeburten im internationalen Maßstab im unteren Bereich. Trotz frei zugänglicher Mittel zur Prävention gebaren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2006 dennoch etwa 10.000 Frauen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ein Kind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Einleitung: Definiert das Thema der jungen Mutterschaft, stellt die Forschungsfrage und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der sozioökonomischen Auswirkungen.

2 Stand der empirischen Forschung: Bietet einen Überblick über vorhandene Statistiken und Studien zu Teenagermutterschaften in Deutschland und den USA.

3 Theoretischer Hintergrund und Hypothesen: Erläutert die Theorie der Institutionalisierung des Lebenslaufs und die Humankapitaltheorie zur Herleitung der aufgestellten Hypothesen.

4 Datengrundlage und Methoden: Beschreibt den Familiensurvey, die Stichprobenselektion, die Variablen und das methodische Vorgehen mittels Kohortenanalyse.

5 Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde zu Schulabschluss, Erwerbsstatus, Teilzeit, Stellung im Beruf und Einkommen unter Verwendung von Regressionsanalysen.

6 Schlussbetrachtung: Reflektiert die Ergebnisse, diskutiert alternative Erklärungsansätze für die beobachteten sozialen Nachteile und bietet einen Ausblick für die Forschung.

Schlüsselwörter

Teenagermutterschaft, junge Mütter, Berufsbiographie, Erwerbsbiographie, Institutionalisierung des Lebenslaufs, Humankapitaltheorie, Familiensurvey, Schulabschluss, Erwerbsstatus, Arbeitsmarktzugang, Ostdeutschland, Westdeutschland, Sozioökonomische Auswirkungen, Bildungsabschluss, Lebenslaufanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit analysiert die langfristigen Auswirkungen einer frühen Mutterschaft (zwischen 13 und 18 Jahren) auf den späteren schulischen und beruflichen Werdegang von Frauen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft Familiensoziologie mit Arbeitsmarktforschung und untersucht insbesondere den Zusammenhang zwischen Geburtsalter des ersten Kindes und Indikatoren wie Schulabschluss, Beschäftigungsstatus und Einkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die in der Gesellschaft oft negativen Vorurteile gegenüber jungen Müttern durch repräsentative statistische Daten zu prüfen und zu analysieren, ob die festgestellten Nachteile kausal auf die frühe Mutterschaft zurückzuführen sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet Daten aus drei Wellen des Familiensurveys, die zu einem eigenen Datensatz verknüpft wurden. Die methodische Analyse basiert auf deskriptiven Auswertungen, Kreuztabellen und binär logistischen Regressionsmodellen.

Welche Themen werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kohli, Humankapitaltheorie), die methodische Vorbereitung und den umfangreichen empirischen Ergebnisteil, der Variablen nach Kohorten sowie Regionen (Ost/West) differenziert auswertet.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Teenagermutterschaft, Bildungsbiographie, Erwerbsstatus, Humankapitaltheorie und Lebenslaufanalyse.

Gibt es signifikante Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland?

Obwohl die Ausgangslage in der DDR durch das Leitbild der "berufstätigen Mutter" anders war, zeigen die Analysen, dass auch im Osten negative Auswirkungen einer frühen Geburt auf die Erwerbsbiographie bestehen, wobei sich die Hypothese 4 zu regionalen Unterschieden in der Stärke der Effekte teilweise widerlegen ließ.

Welche Rolle spielt der Schulabschluss für die Ergebnisse?

Der Schulabschluss erweist sich in den Regressionsmodellen als die Variable mit der größten Erklärungskraft; er beeinflusst die weiteren Parameter wie Erwerbsstatus und Einkommen massiv, was auf einen indirekten Effekt der frühen Mutterschaft über den Bildungsweg hindeutet.

Final del extracto de 79 páginas  - subir

Detalles

Título
Auswirkungen einer jungen Mutterschaft auf die Berufs- und Erwerbsbiographie
Subtítulo
Ein Vergleich von Müttern in Abhängigkeit vom Erstgeburtsalter anhand des Familiensurvey
Universidad
Technical University of Chemnitz
Calificación
1.1
Autor
Diplom-Soziologin Stefanie Mattner (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
79
No. de catálogo
V186716
ISBN (Ebook)
9783869435305
ISBN (Libro)
9783869433837
Idioma
Alemán
Etiqueta
auswirkungen mutterschaft berufs- erwerbsbiographie vergleich müttern abhängigkeit erstgeburtsalter familiensurvey
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom-Soziologin Stefanie Mattner (Autor), 2009, Auswirkungen einer jungen Mutterschaft auf die Berufs- und Erwerbsbiographie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186716
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  79  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint