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Ein- und zweidimensionale Führungsstilkonzepte

Titel: Ein- und zweidimensionale Führungsstilkonzepte

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Michael Estel (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhalt:
Begriffsbestimmungen
Führung
Führungsstil“ und „Führungsverhalten
Führungsstilkonzepte und deren Dimensionen
Führungsstilkonzepte
Eindimensionale Führungsstilkonzepte am Beispiel der Iowa Studien
Zweidimensionale Führungsstilkonzepte am Beispiel der Ohio Studien
Vergleich der Studien zu den Führungsstilkonzepten

Einleitung:

Schon seit der Mensch existiert, ist er bestrebt, maximalen Nutzen aus seinem Handeln zu erzielen. Nach der industriellen Revolution gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand daher der Begriff des „Homo oeconomicus“. Der „Homo oeconomicus“ ist hierbei ein rational denkender Mensch mit dem Ziel, seinen eigenen Nutzen zu maximieren (vgl. Müller 2008, S.29). Das Bestreben wirtschaftlich zu agieren, beflügelte im 20. Jahrhundert auf vielfältige Weise die Forschung. Empirische Forschungsmethoden wurden immer wichtiger und lieferten wertvolle Erkenntnisse, welche durchaus über einen wirtschaftlichen Nutzen verfügten. Im Jahre 1939 wurden von den Amerikanern Lewin, Lippitt und White die Tradition der empirischen Führungsstil-Forschung begonnen (vgl. Neuberger 2002, S.426). Ziel war und ist es, optimale Führungsverhaltensweisen im Hinblick auf konkrete Erfolgskriterien zu ermitteln (vgl. Steinmann/Schreyögg 2005, S. 650).
Es ist charakteristisch für die Wissenschaft, dass zum selben Sachverhalt mehrere Theorien existieren. Entsprechend existiert auch eine Vielzahl von empirisch entwickelten Führungstheorien. So lässt sich das Thema der Führung zum einen aus der allgemeinpsychologischen Perspektive und zum anderen aus der Führungsstil-orientierten Sichtweise betrachten (vgl. Neuberger 2002, S.490). In dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf die Führungsstil-orientierte Sichtweise, genauer auf den sogenannten ein- und mehrdimensionalen Führungsstilkonzepten. Um die erwähnten Konzepte zu verdeutlichen, werden die wichtigsten Studien zu den Führungskonzepten vorgestellt und verglichen. Als wichtigste Studie zu den eindimensionalen Führungskonzepten dient jene Studien von Kurt Lewin, welche an der University von Iowa durchgeführt wurden. Als eine der einflussreichsten Studien mehrdimensionaler Konzepte werden die Ohio State Leadership Studies beispielsweise von Hemphill und Coons (1957) herangezogen...

Somit soll es Ziel dieser Arbeit sein, die angesprochenen Studien nicht nur darzustellen, sondern hinsichtlich ihrer Aussagekraft und realen Nutzens zu beurteilen...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 „Führung“

2.2 „Führungsstil“ und „Führungsverhalten“

2.3 Führungsstilkonzepte und deren Dimensionen

3. Führungsstilkonzepte

3.1 Eindimensionale Führungsstilkonzepte am Beispiel der Iowa Studien

3.2 Zweidimensionale Führungsstilkonzepte am Beispiel der Ohio Studien

3.4 Vergleich der Studien zu den Führungsstilkonzepten

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung und kritische Beurteilung ein- und zweidimensionaler Führungsstilkonzepte, um deren Aussagekraft und realen Nutzen für die Führungspraxis zu bewerten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit empirische Studien das Führungsverhalten im Hinblick auf den Führungserfolg valide abbilden können.

  • Grundlagen der Führungsbegriffe und Abgrenzung von Führungsverhalten
  • Analyse eindimensionaler Konzepte anhand der Iowa Studien von Kurt Lewin
  • Untersuchung zweidimensionaler Konzepte mittels der Ohio State Leadership Studies
  • Kritischer Vergleich der Forschungsmethoden und Validität der Führungskonzepte
  • Diskussion der Komplexität sozialer Systeme im Kontext von Führungseffizienz

Auszug aus dem Buch

3.1 Eindimensionale Führungsstilkonzepte

Von 1938 bis 1940 führte Kurt Lewin zusammen mit seinen Mitarbeitern an der Iowa University in den USA, eine Reihe von Experimenten mit zehn- bis elfjährigen Schülern durch. Ziel war es, die „Auswirkungen unterschiedlichen Führungsverhaltens auf individuelles und Gruppenverhalten zu beobachten“ (Staehle 1999, S.339). Er nutzte die Methode der fortlaufenden Fremdbeobachtung. Die Schüler trafen sich in Fünfergruppen nach der Schule zur Freizeitgestaltung. Die Kinder bastelten Theatermasken, wobei jeweils autoritäre oder demokratische Gruppenleiter eingesetzt wurden. Dabei entstand zufällig ein „laissez fairer“ Gruppenleiter, als ein demokratischer Leiter die Kontrolle verloren hatte. „Laissez fair“ spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, „da hier kein Beeinflussungsversuch im Sinne von Führung vorliegt“ (Staehle 1999, S. 339). Der autoritäre Gruppenleiter verteilte die Arbeitsaufträge an die Schüler, lobte, tadelte und beteiligte sich nicht am Arbeitsprozess. Der demokratische Gruppenleiter hingegen lässt die Arbeitsaufträge selbst verteilen, sucht nach objektiven Maßstäben der Kritik und nimmt am Gruppenprozess teil (vgl. Staehle 1999, S. 339, 340). In Abhängigkeit vom Führungsstil unterscheiden sich die Arbeitsgruppen hinsichtlich ihrer Produktivität und Verhaltensweisen. Die autoritär geführte Gruppe zeigte hohe Spannung innerhalb der Gruppe, Feindseligkeiten, Unterwürfigkeit und gehorsames Gruppenverhalten. Die Arbeitsintensität ist höher als bei den demokratisch Geführten, der Arbeitsvorgang bricht jedoch bei Abwesenheit des Führers ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Führungsstilforschung ein und definiert den Fokus der Arbeit auf ein- und mehrdimensionale Konzepte.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe Führung, Führungsstil und Führungsverhalten sowie deren theoretische Einordnung in betriebswirtschaftliche Kontexte.

3. Führungsstilkonzepte: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Hintergründe von Führungsstilen und analysiert sowohl die Iowa- als auch die Ohio-Studien hinsichtlich ihrer Methodik und Ergebnisse.

4. Schluss: Dieses Fazit resümiert die Schwierigkeit, ein optimales Führungsverhalten wissenschaftlich zu determinieren, und betont die situative Komplexität menschlicher Interaktion.

Schlüsselwörter

Führung, Führungsstil, Führungsverhalten, Führungseffizienz, Iowa Studien, Ohio State Leadership Studies, Ein- und zweidimensionale Konzepte, Mitarbeiterorientierung, Aufgabenorientierung, Faktorenanalyse, Management, Psychologie, Gruppendynamik, Situative Führung, Erfolgskriterien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung von Führungsstilkonzepten, speziell mit dem Vergleich von ein- und zweidimensionalen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Führung, die Abgrenzung von Führungsstilen und die empirische Überprüfung dieser Konzepte durch historische Studien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die ein- und zweidimensionalen Konzepte nicht nur darzustellen, sondern ihre Aussagekraft und ihren praktischen Nutzen kritisch zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf den Ergebnissen und Experimenten maßgeblicher psychologischer und betriebswirtschaftlicher Studien (z.B. Lewin, Ohio State) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung und dem methodischen Vergleich der Iowa-Studien (eindimensional) und der Ohio-Studien (zweidimensional).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Führung, Führungsstil, Effizienz, empirische Forschung, Faktorenanalyse und situationsabhängiges Verhalten charakterisiert.

Welche Kritik übt der Autor an den Iowa Studien?

Der Autor kritisiert unter anderem die subjektive Beurteilung der Produktivität, die ausschließliche Untersuchung von Kindern in Laborexperimenten sowie die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Wirtschaftsunternehmen.

Warum konnte kein optimaler Führungsstil ermittelt werden?

Laut der Arbeit verhindert die enorme Komplexität sozialer Systeme und die wechselseitige Beeinflussung zwischen Führenden und Geführten die Definition eines für alle Situationen optimalen Führungsverhaltens.

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Details

Titel
Ein- und zweidimensionale Führungsstilkonzepte
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Funktionen und Instrumente des Personalmanagements
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Michael Estel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V186884
ISBN (eBook)
9783656099970
ISBN (Buch)
9783656099895
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ohio Studien Iowa Studien Führung Führungsstile Eindimensionale Führungsstilkonzepte Zweidimensionale Führungsstilkonzepte Führungsstilkonzepte Führungsverhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Michael Estel (Autor:in), 2011, Ein- und zweidimensionale Führungsstilkonzepte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186884
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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