Werkstattunterricht ist eine Grundform Offenen Unterrichts, was Offener Unterricht ist, was er in den Anfängen war und welche Qualitätskriterien und Ziele er verfolgt, wird Bestandteil der ersten Kapitel dieser Arbeit sein. Überleitend wird darüber berichtet, woraus sich Werkstattunterricht entwickelte, welche Voraussetzungen, Vergleichsmöglichkeiten und Ziele in diese Unterrichtsform eingeschlossen sind und wie Experten wie Werner Wiater versuchen diesen zu definieren. Abschließend werden meine eigenen Erfahrungen als leitende Lehrkraft reflektiert, einige wesentliche Vor- und Nachteile aufgeführt und die Entscheidung darüber getroffen, ob Werkstattunterricht die Voraussetzungen bietet um zu einem wesentlichen Bestandteil meines Berufes zu werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitende Worte
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2 Vorausblick
2 Werkstattunterricht als Grundform Offenen Unterrichts
2.1 Offener Unterricht
2.1.1 Ein kurzer Ausflug in die Geschichte
2.1.2 Qualitätskriterien und Ziele
2.2 Werkstattunterricht
2.2.1 Die Anfänge des Werkstattunterrichts
2.2.2 Vergleichsmöglichkeit, Voraussetzungen und Zielsetzungen
2.2.3 Ein Definitionsversuch
2.3 Offener Unterricht und Werkstattunterricht
3 Reflexion
3.1 Beschreibung der Situation und grundlegende Informationen
3.2 Analyse der Situation
3.2.1 Was mir gut gelang
3.2.2 Was mir nicht so gut gelang
3.2.3 Was ich in der Klasse anders machen würde
3.3 Eigene Erwartungen, Anregungen und Kritik
4 Schlussgedanke: Werkstattunterricht im Pro und Contra
4.1 Die Vorteile
4.2 Die Nachteile
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Werkstattunterricht theoretisch in den Offenen Unterricht einzuordnen und auf Basis eigener praktischer Erfahrungen in einem Schulprojekt zu evaluieren, um zu entscheiden, ob diese Unterrichtsform ein wesentlicher Bestandteil des eigenen späteren Lehrerberufes werden soll.
- Theoretische Fundierung von Offenem Unterricht und Werkstattunterricht
- Analyse von Qualitätskriterien und Zielsetzungen dieser Unterrichtsformen
- Praktische Reflexion einer selbst erstellten Werkstatt zum Thema "Gesunde Lebensweise"
- Kritische Abwägung von Vor- und Nachteilen für die schulische Praxis
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Die Anfänge des Werkstattunterrichts
Schnell verband sich der Begriff „Werkstatt“ mit Lernen und Unterricht. Aus der betrieblichen Weiterbildung kamen dazu erste Anregungen. Denn zahlreiche Betriebe und Firmen hatten die Erfahrung gemacht, dass Umlernen beim Produktionspersonal nicht gut ohne Berücksichtigung der Persönlichkeitsentwicklung der Betroffenen gelang (vgl. Wiater 2008:11).
Selbstständig Probleme erkennen und Lösungsstrategien in der aus Kollegen bestehenden Lerngruppe zu erarbeiten, kreativ sein können, sich besser artikulieren lernen, all das verspricht, wie die Unternehmensführung erkannt hat, höhere Effizienz bei der Lösung von Problemen im Betrieb, größere Berufszufriedenheit sowie mehr Engagement und Verantwortungsbewusstsein für die eigene Arbeit und den eigenen Arbeitsplatz (Wiater 2008:11).
An Ort und Stelle im Betrieb, wurden solche Werkstätten des Lernens („Lernstätten“ genannt) organisiert. Jeder Lerngruppe wurde dabei ein pädagogisch-psychologisch geschulter Moderator zugeteilt, welcher erfragt, präzisiert und Lernbedürfnisse und Erfahrungen der Teilnehmer koordiniert. Statt abstrakten Wissens sollen die Teilnehmer in der Gruppensitzung mit Hilfe des Moderators das Wissen erarbeiten, das sie ihrer Meinung nach aufgrund der von ihnen gestellten Fragen und Probleme benötigen, um ihre Arbeit zu bewältigen (zit. n. Wiater 2008:11; Hohmann 1986:631).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitende Worte: Einführung in die Thematik und Darlegung der Zielsetzung, den Werkstattunterricht theoretisch zu erläutern und praktisch durch eigene Erfahrungen zu bewerten.
2 Werkstattunterricht als Grundform Offenen Unterrichts: Theoretische Einordnung des Werkstattunterrichts, Erörterung der geschichtlichen Hintergründe sowie Definition und Analyse der Qualitätskriterien.
3 Reflexion: Detaillierte Darstellung und kritische Analyse einer in der Praxis durchgeführten Werkstatt zum Thema "Gesunde Lebensweise" durch den Verfasser.
4 Schlussgedanke: Werkstattunterricht im Pro und Contra: Zusammenfassende Abwägung der pädagogischen Vorteile gegenüber den strukturellen und vorbereitenden Nachteilen dieser Unterrichtsform.
5 Fazit: Abschließende persönliche Bewertung des Werkstattunterrichts als lohnenswerte, wenn auch arbeitsintensive Ergänzung für den zukünftigen Lehreralltag.
Schlüsselwörter
Werkstattunterricht, Offener Unterricht, Schulpädagogik, Schülerorientierung, Lernwerkstatt, Handlungsfähigkeit, Mündigkeit, Lehr-Lernmethode, Reflexion, Gesundheitserziehung, Unterrichtsqualität, Differenzierung, Eigenverantwortung, Lehrerrolle, Lernbegleiter
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Werkstattunterricht als eine spezielle Form des Offenen Unterrichts, sowohl auf einer theoretischen Ebene durch Fachliteratur als auch durch die Reflexion eines konkreten Praxisprojektes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Werkstattunterrichts, den notwendigen Qualitätskriterien für dessen Umsetzung, der praktischen Durchführung von Lernstationen sowie der Diskussion von Vor- und Nachteilen für den Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Der Verfasser möchte durch die theoretische Analyse und die eigene Erprobung des Konzepts in einer Grundschule entscheiden, ob der Werkstattunterricht einen wesentlichen Bestandteil seines künftigen Lehrerberufes darstellen soll.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Verfasser?
Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die durch eine reflektierende Fallstudie ergänzt wird, in der der Verfasser seine eigenen Erfahrungen als Projektleiter in einer Lernwerkstatt analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung des Werkstattunterrichts in den Offenen Unterricht und einen umfassenden Reflexionsteil zur Planung, Durchführung und Auswertung eines eigenen Werkstattprojekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Werkstattunterricht, Offener Unterricht, Schülerorientierung, Selbstständigkeit, Reflexion sowie die pädagogische Rolle als Lernbegleiter.
Wie bewertet der Verfasser die durchgeführten Experimente, wie etwa den Quark-Versuch?
Der Verfasser schätzt die Quark-Station als das Highlight des Projekts ein, da sie bei den Kindern hohe Begeisterung auslöste, weist jedoch darauf hin, dass eine bessere Vorbereitung und Materialplanung notwendig gewesen wären, um Probleme bei der Durchführung zu vermeiden.
Welche konkreten Schlussfolgerungen zieht der Verfasser für seine zukünftige Lehrtätigkeit?
Der Verfasser hält den Werkstattunterricht trotz des hohen Zeit- und Vorbereitungsaufwands für bereichernd und plant, diese Methode mit Enthusiasmus in seinen späteren Lehreralltag zu integrieren.
- Citar trabajo
- Robin Köhler (Autor), 2011, Offener Unterricht, Werkstattunterricht und eine selbst erstellte Werkstatt als Reflexionsgegenstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187144